Ypsilon - die Rückkehr
Kurzbeschreibung: Der Boom in Zürich West hat das Strassenprojekt Ypsilon geweckt, das drei Autobahnen mitten in Zürich verbinden soll. Der Kanton will eine mutierte Version vom Bund bewilligen lassen. Wirtschaft, Grundeigentümer, Bevölkerung und Verwaltung schlagen eine quartierverträgliche Alternative vor. Das stadt.labor präsentiert ein Podium zur Geschichte des Ypsilon, dem Kompromiss und den schwer steuerbaren Planungsprozessen der Zürcher Verkehrspolitik.
PODIUM ZUM YPSILON
mit Benedikt Loderer, Urs Spinnler, Andreas Hofer und Markus Zimmermann
24. Februar, 20.15
stadt.labor - Plattform und Werkstatt
Bogen 13, Viaduktstr. 13, 8005 ZH
Mehr Infos auf www.stadt-wohnen.ch
Ausführliche Beschreibung: Die Entwicklung von Zürich West hat das seit Jahrzehnten schlummernde Strassenprojekt Ypsilon geweckt. Das gescheiterte Projekt aus den 60er Jahren galt vermeintlich als gestorben und wurde begraben. Die mögliche Finanzierung durch die Bundeskasse für Nationalstrassen hielt es aber im Dauerschlaf. Nun will der Kanton eine mutierte Version davon von Bund bewilligen lassen, wobei die bereits gebauten Fragmente des Ypsilon in
der Innenstadt verbunden werden sollen. Im Juni 2001 lud die Stadtverwaltung VertreterInnen von Grundeigentum, Wirtschaft, Quartierbevölkerung zur ersten Veranstaltung des Runden Tischs «Verkehr Zürich West» für einen Meinungsaustausch ein. Ein grundsätzlicher Widerstand aller geladenen Gäste wurde manifest. Ein grundsätzliches Überdenken der Verkehrskonzeption für Zürich West und die Möglichkeit einer echten Mitwirkung wurde gefordert. Der Ausschuss des Runden Tisches formulierte letztlich eine Empfehlung an den Stadtrat. Eine quartierverträgliche Alternative wurde vorgeschlagen, die sich nun der Kritik u.a. von Seiten der Interessengemeinschaft Westtangente Plus aussetzen muss.
Stadtwanderer und Redaktor der Zeitschrift Hochparterre Benedikt Loderer, Stadtingenieur Urs Spinnler, Architekt und Teilnehmer am Runden Tisch Andreas Hofer und SP-Gemeinderat und Vertreter der IG Westtangente Plus Markus Zimmermann fühlen der vertrackten Historie und der vorgeschlagenen Alternative auf den Zahn, spüren den Schlüssel zur Strassenbaukasse des Bundes auf und richten einen Blick auf die kaum steuerbaren Entscheidungs- und Planungsprozesse der
Zürcher Verkehrspolitik. Die Moderation des Gesprächs übernimmt Marco De
Carli, Architekt und Mitinitiators des stadt.labor.
einen weiteren Artikel aus der Zeitschrift Hochparterre findet sich auf
http://www.stadt-wohnen.ch/aktuell/stadt_ypsilon.php