Liebe Freunde der ErsatzStadt,
wir möchten Sie/euch auf die nächste Ersatzveranstaltung hinweisen und herzlich dazu einladen:
ErsatzStadt präsentiert
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Kabul/Teheran 1979ff
Ein Festival mit Filmen aus Afghanistan und dem Iran,
mit Gesprächen über Städte unter Stress, Migration und Filmlandschaften
5. bis 19. Dezember 2003
Ausführliches Programm unter:
http://www.ersatzmedia.info/deutsch/veranst/kabul/prog_set.html
1979: Mit dem sowjetischen Einmarsch eskaliert der Bürgerkrieg in Afghanistan, im Iran wird der Schah gestürzt, die islamische Republik entsteht. Kabul/Teheran 1979ff zeigt Geschichte(n), erzählt von iranischen und afghanischen FilmemacherInnen von 1979 bis heute, Bilder vom Alltag der beiden Millionenstädte und aus den Flüchtlingslagern im Grenzgebiet.
“Afghanistan ist ein Land ohne Bilder”, schrieb der iranische Regisseur Mohsen Makhmalbaf zur Zeit der Talibanherrschaft. Bilder über Afghanistan gab es dagegen immer, Bilder der Zerstörung zumeist. Diesen Außenansichten setzt Kabul/Teheran 1979ff Perspektiven aus Kabul entgegen. Eine Auswahl aus dem Archiv von Afghan Film zeigt das städtische Leben in Kabul vor dem Bürgerkrieg. Projekte wie das Mobile Cinema geben einen Einblick in die aktuelle Filmproduktion. Iranische Filme gewinnen Preise auf internationalen Festivals; zugleich steht Kino im Iran selbst für Modernität. Die iranische Filmszene unterstützt und beeinflusst die entstehende afghanische Filmproduktion. Auch die vielen afghanischen Flüchtlinge, die im Iran leben, verbinden beide Länder. So wurde der Bauboom in Teheran maßgeblich von afghanischen Arbeitern bewerkstelligt.
Gezeigt werden über 60 Dokumentar- und Spielfilme aus dem Iran und Afghanistan, darunter viele deutsche Erstaufführungen. Die Preview von Siddiq Barmaks Film “Osama”, des ersten afghanischen Spielfilms nach dem Sturz der Taliban, bildet den Auftakt des Festivals, eine weitere Preview findet am 6.12. mit ‘At 5 in the Afternoon’ von Samira Makhmalbaf statt. Zentrale Personen der Filmszene in Kabul und Teheran, wie der afghanische Filmemacher Ingenieur Latif Ahmadi, die HauptdarstellerInnen Aghelleh Rezaie und Razi Mohebi aus “At 5 in the Afternoon”, sowie die iranischen Regisseure Majid Majidi, Mahnaz Afzali und Kamran Shirdel sind zu Gesprächen eingeladen, ebenso die Stadtsoziologin an der Universität Teheran, Masserat Amir-Ebrahimi und die Architekten Ajmal Maiwandi/Anthony Fontenot, welche zum Wiederaufbau Kabuls arbeiten.
An den Veranstaltungen von Kabul/Teheran 1979ff werden teilnehmen:
Masserat Amir-Ebrahimi (Teheran) Stadtsoziologin, Dozentin an der Universität Teheran
Leila Aziz (Berlin) Diplomsoziologin, Mitbegründerin des ersten Afghanischen Kommunikations- und Kulturzentrums Berlin
Siddiq Barmak (Kabul) Leiter Afghan Film, Regisseur “Osama”, Konzeption “Mobile Cinema”
Helmut Dietrich (Berlin) Forschungsgesellschaft Flucht und Migration e.V., Herausgeber der Buchreihe “Festung Europa”
Anthony Fontenot (New Orleans/New York) Architekt und Stadtplaner zum Wiederaufbau von Beirut, Berlin und Kabul
Thomas Giefer (Berlin) Filmemacher “Berlin, 2.Juni 1967”
Tony Grisoni (London) Drehbuchautor ‘In this world’ von Michael Winterbottom
Navid Kermani (Köln) Islamwissenschaftler, Autor des Buchs “Kinder der Revolution”, arbeitet am Wissenschaftskolleg Berlin
Ingenieur Latif Ahmadi (Kabul) Regisseur “Refugee Birds”, “Escape”, vormals Leiter Ariana Film
Ajmal Ashmal Maiwandi (London) Architekt, initiierte die Kabul Working Group (KWG) sowie den Research & Architecture Workshop (RAW)
Majid Majidi (Teheran) Regisseur von “Baran” und “Barefoot to Herat”
Razi Mohebi (Kabul) Kabul Film, Darsteller “5 in the afternoon” Samira Makhmalbaf, Assistent “Osama”
Aghelleh Rezaie (Kabul) Lehrerin, Hauptdarstellerin “5 in the afternoon” von Samira Makhmalbaf, Assistentin “Osama”
Masud A. Rajai (Berlin) Filmemacher und Produzent, Regisseur “Iran und das Ende von 1001 Nacht”
Solmaz Shahbazi (Stuttgart) Architektin, Regisseurin “Tehran 1380”
Kamran Shirdel (Teheran) Dokumentarfilmer “Qualeh”
Nader Takmil Homayoun (Paris/Teheran) Filmemacher und Kurator des Programms “Portraits de Téhéran” im Forum des Images Paris
Joseph Vogl (Berlin/Weimar) Philosoph, Bauhaus-Universität Weimar
Ulrike von Pilar (Berlin) Geschäftsführerin Ärzte ohne Grenzen, hat mehrfach afghanische Flüchtlingslager im Grenzgebiet des Irans sowie Pakistans besucht
Dorothee Wenner (Berlin) Filmemacherin, Filmkritikerin und Kuratorin (forum des jungen deutschen films/Filmfestspiele Berlin)
Tirdad Zolghadr (Zürich) Autor, Kurator, Regisseur “Tehran 1380”
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Kabul/Teheran 1979ff wird geleitet von Sandra Schäfer, Madeleine Bernstorff und Jochen Becker, kuratiert von metroZones.
Kabul/Teheran 1979ff ist ein
Projekt im Rahmen der Produktion ErsatzStadt und wird realisiert mit
Unterstützung des Forum Goethe-Institut. Wir danken für die Unterstützung der
Tageszeitung taz, der Kommunikationsabteilung der iranischen Botschaft in
Berlin.
ErsatzStadt ist ein
Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes in
Kooperation mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz,
Berlin und wird in wechselnden Präsentationen von zwei Kuratorenteams, metroZones
(Jochen Becker, Stephan Lanz) und Tulip House (Anselm
Franke, Hannah Hurtzig)
realisiert.
ErsatzBüro: Organisationsleitung: Ellen Hofmann / Presse-
und Öffentlichkeitsarbeit: Ferdinand Muggenthaler /
Assistenz: Jenny Helch / Finanzen: Anke
Marschall. Kastanienallee 7-9 , Telefon: 030 44037362, info@..., www.ErsatzMedia.info