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staymobil // veranstaltungswoche und workshop im schlachthof, bremen   Beitragsliste  
Antworten | Weiterleiten Beitrag #183 von 291 |
hallo,
anbei ein allgemeiner hinweis zur kommenden veranstaltungswoche "staymobil
workout" mitte februar im kulturzentrum schlachthof, bremen sowie im besonderen
zu einem workshop zur taktischen anwendung von netzmedien am 14+15. febuar als
teil dieser veranstaltungswoche.

bitte/gerne an interessierte weiterleiten!
schöne grüße, ulf

___

ulf treger <code@...>
public key (DH/DSS) 0x43402E1D | 2048 bytes



______________schnipp1______________

freitag, 14.2., 14 bis 19 uhr und samstag, 15.2., 11 bis 17 uhr
medienwerkstatt

web-o-tactics
do it yourself mit taktischen netzmedien
workshop, ulf treger

das internet ist mehr als ein einkaufszentrum nebst drumherum gruppierten
digitalen reihenhaussiedlungen. mit diesem workshop soll ein vertiefender
einblick in die taktische anwendung von internet-basierten kommunikationsformen
angeboten werden. hintergrund ist der einsatz von netz-techniken im kontext von
kulturellen, künstlerischen oder politischen projekten.
geplant ist die vorstellung von beispielen und die gemeinsame, versuchsweise
anwendung von sich anbietenden tools und tricks: aufbau von kollaborativen
anwendungen, einsatz von mailinglisten, publikation von inhalten sowie deren
visualisierung, manipulation von suchmaschinen, u.a.
einfache grundkenntnisse zu internet, www und html sind für die teilnahme von
vorteil.

ulf treger <code@...> studium der visuellen kommunikation an der hfbk
hamburg. verschiedene kulturelle und politische projekte, zuletzt mit tetrapak:
"klar zum entern/ready2capture". mitglied der gruppe city.crime.control.,
arbeitet als selbständiger grafiker und webentwickler.

...der workshop kostet 55 e. bei interesse anmeldungen für diesen workshop bitte
an medien@...




______________schnipp2______________



staymobil workout
montag, 10. februar bis samstag, 15. februar

vorträge, gespräche, sounds, projektionen
kunst, projekte
kurzfilme, workshops

--------------------------------------------------

workout, die zweite phase des staymobil-projekts verdichtet und reflektiert die
vorangegangenen workshops, fragt nach der bedeutung neuer mobiler medien für
die stadtkultur und untersucht die digitalen medien unter der oberfläche des
desktops.
zu sehen und zu erleben sind medienkünstlerische präsentationen und eingriffe:
eine ausstellung bremer künstlerInnen im schlachthoffoyer, eine spielfläche im
magazinkeller, als (virtueller) raum für gespräche, vorträge und präsentationen.

was kann medienkompetenz sein - im gegensatz zu digitaler fitness und dem puren
antrainieren von programmoberflächen? mit dieser frage starten wir das workout.
wie entwickelt sich die stadt am datenstrom? zu diesem thema haben wir
architekten, kulturwissenschaftler und einen künstler eingeladen, die ihre
sichtweisen vorstellen. einblicke in urbane räume erlaubt auch ein programm mit
internationalen kurzfilmen.
künstlerInnen aus berlin stellen medienprojekte, angesiedelt unter der
oberfläche der medialen kommunikationskultur vor. der künstler-workshop
web-o-tactics ermöglicht eine aktive künstlerische einmischung.

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warm up
montag, 10.2., 19.00 uhr
schlachthof, foyer und magazinkeller
es spricht dr. narciss göbbel


ausstellung:

judith dürolf
virtual stills
farbfotografie in polyesterharz

die motivsuche für die virtual stills beginnt nicht im physischen stadtraum,
sondern in der simulierten stadt. auf beide stadträume wird gleichermaßen bezug
genommen. die digitale stadt bietet perspektiven, die sich weder dem fußgänger
erschließen, noch mithilfe spezieller linsen und objektive herzustellen sind.
die repräsentierten straßenszenen changieren zwischen vertrautheit und
fremdheit.

judith dürolf lebt in bremen und studierte von 1992 bis 1996 an der fh
ottersberg.



rainer weber
unfall nr. 14
beton, monitore

das jähe ende einer bewegung durch den urbanen raum wird auf verschiedenen
wirklichkeitsebenen dokumentiert.

rainer weber studiert seit 1995 freie kunst an der hfk bremen bei den
professoren yuji takeoka und bernd altenstein.


frank scheffka, susanna dagny mohr
relikte
fotografie, installation

der fotograf begibt sich auf die suche nach ausgewählten vermittlern von
informationen. telefonzellen, briefkästen, litfaßsäulen: relikte vergangener
kommunikationsformen? ziel ist die erstellung eines wegweisers durch die stadt
mit der exakten verortung der alten medien.

frank scheffka lebt in bremen und arbeitet seit 1997 als fotograf. er ist
mitbegründer von `raum-fotografie´. (www.raum-fotografie.de)
susanna dagny mohr ist kulturwissenschaftlerin und romanistin und lebt in
bremen.


spielfeld

visuals bnc

bühne, abgegrenzt gegen die umgebende architektur, für reaktive mediale
transformation der vorträge und präsentationen.

bnc lebt und arbeitet in bremen

klang zum raum subsonance
dj phlex

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montag, 10.2.03
20 uhr
magazinkeller, spielfeld

frieder nake, universität bremen
lob der langsamkeit
ein blick ins digitale fitness-studio

schneller und immer schneller prasseln die bilder auf uns ein. auge und hirn
schaffen das, wir gewöhnen uns, falls jemand ein problem sieht, löst es sich auf
biologischem wege.
bildung aber, so scheint es, bleibt ein langsamer prozess wie eh und je.
merkkwürdig daran mag anmuten, dass das denken doch in der leichten welt der
zeichen stattfindet.
dort ist alles flüchtig, muss nur erhascht werden. stoßen wir auf ein paradox
der digitalen welt, auf den rasenden stillstand?
kann medienkompetenz, um die es nun seit geraumer zeit allenthalben gehen soll,
etwas gegen solchen befund ausrichten?
der vortrag versucht, das derzeitige allheilmittel in bildungsfragen, die
"medienkompetenz", unter die lupe zu nehmen. was kann das sein? was ist davon zu
halten? wie kann es erworben werden? was tun?

professor dr. frieder nake ist professor für grafische datenverarbeitung und
interaktive systeme an der universität bremen. als computerkünstler der ersten
generation erhielt er 1966 den first prize im computer art contest von
"computers and automation". seine aktuellen arbeitsschwerpunkte sind gestaltung
digitaler medien, visualisierung, computerkunst, technische semiotik, theorie
der informatik und computer im schulunterricht.

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mittwoch, 12.2.03
20 uhr
magazinkeller, spielfeld

die stadt im datenstrom
entwürfe, studien, projekte zu perspektiven des öffentlichen lebens

der einfluss digitaler medientechnologie auf die entwicklung städtischen lebens,
auf orte und formen sozialer begegnung und teilhabe wird von interdisziplinär
arbeitenden architekten, künstlern und kulturwissenschaftlern kritisch
beleuchtet. die leitende fragestellung für die arbeit im bauhaus-kolleg IV
"dot.city" ist dabei, welche formen von öffentlichkeit sich durch die
verknüpfung von stadt- und datenraum entwickeln, welche verschwinden und wie
gestalterisch in diesen prozess eingegriffen werden kann. jörg richard
untersucht verbindungen zwischen virtuellem und realem raum im hinblick auf
spielerische wirklichkeitserfahrungen und persönlichkeitsbildung und begründet
die notwendigkeit, eine kultur der simulation und eine kultur der darstellung
miteinander zu vermitteln. aram bartholl präsentiert als ein ergebnis seiner
untersuchung zur auswirkung drahtloser datenübertragung auf raum und
kommunikation beispiele für die mobile nutzung ortsbezogener daten.

dr. gregor langenbrinck, bauhaus dessau
prof. dr. jörg richard, uni bremen
aram bartholl, berlin

moderation: victor kittlausz, uni bremen

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donnerstag, 13.2.03
20 uhr
magazinkeller, spielfeld

unter der oberfläche
performances, gespräche, projektionen, drinks und sounds

margarete vöhringer, elle janssen, dani sperling: sms sos
olaf arndt: trojanische vehikel
joulia strauß, philipp von hilgers: die heimsuchung des blinden flecks
peter bertz: lacans versteck. experimentalserie



let´s play media

technologie wird meist entweder als allheilmittel der globalen zukunft begrüßt
oder steht im verdacht, eine unheimliche verschwörung der maschinen
herbeizuführen. weder das eine noch das andere ist für einen dritten möglichen
und weithin vernachlässigten zugang zur technik von interesse: was passiert mit
technik, wenn wir anfangen mit ihr zu spielen? hierbei ist nicht das spiel im
alltäglichen, trivialen sinne gemeint, sondern im sinne von huizinga - "spiel
als ernsthaftes geschäft". demnach unterläuft "spielen" sowohl die utopischen
als auch die apokalyptischen visionen der mediengurus, was zahlreiche projekte
in kunst, musik und mode und nicht zuletzt in politik und geschäftswelt
exemplifizieren. wir möchten mehr wissen über diese ästhetik des spiels. wo wird
sie sichtbar? was ist so neu an ihr? ist sie wichtig, konsequent oder nur eine
modeerscheinung? ist sie nur oberflächlicher glanz eines tieferen prozesses?
oder ist die ganze technologie-explosion schon wieder implodiert, in einer
nach-dem-11.-september-welt, an dem der westen wieder auf die erde zurückgeholt
wurde von einem bedürfnis nach realer politik, realer interaktion, und danach,
nicht mehr nur mit technik zu spielen?

sieben berliner künstlerInnen, kulturwissenschaftlerInnen und kuratorInnen
stellen ihre arbeiten vor, die kommunikationsformen unter der oberfläche der
neuen medien in ernsthaftem spiel analysieren.

dieser abend wurde in ähnlicher form erstmals initiiert von simon werrett im
juli 2002 und in kooperation mit hit-in (http://www.hit-in.tv) und verstärker
(http://www.culture.hu-berlin.de/verstaerker/) realisiert.

moderation: victor kittlausz, uni bremen

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freitag, 14.2.03
20 uhr
magazinboden

stadt/raum/ort
kurzfilmabend
urbanes dickicht wird erkundet, die schallmauer von einsamkeit durchbrochen,
betriebsamkeit und wandlung von orten beschrieben. in der knopfdruckgesellschaft
wird eine neue sprache gefunden.
eine zusammenstellung unabhängig produzierter, internationaler kurzfilme, die
sich auf unterschiedlichste weise dem thema stadt/ raum/ ort annähern. das
spektrum reicht von dokumentarfilmen über spielfilme bis hin zu experimentellen
videoarbeiten.

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Do 23. Jan 2003 13:09

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23. Jan 2003
13:10
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