| 05.05.2004 | Beschränkungen für olympisches Kugelstoßen Die ins antike Olympia ausgelagerten Entscheidungen im Kugelstoßen bei den Olympischen Spielen am 18. August werden nach dem Einspruch führender Archäologen drastischen Einschränkungen unterworfen. Um den von den Experten befürchteten schweren Schäden auf dem Gelände ent-gegenzuwirken, werden wie bei der Entzündung des Olympischen Feuers keine Tribünen errichtet. Die maximal 15 000 Zuschauer müssen sich auf die Erdwälle des antiken Stadions setzen. Die Einrichtungen für das Fernsehen werden auf das Nötigste limitiert, auf eine elektronische Anzeigetafel wird verzichtet. Somit müssen sich die Zuschauer wie in der Antike auf ihre eigenen Wahrnehmungen des Ablaufes verlassen. Die Sieger-ehrung findet zwei Tage nach dem Wettkampf in Athen statt. Gegen die Verlagerung des Kugelstoßens, das es in der Antike überhaupt nicht gab, hatten Denkmalpfleger und Archäologen wegen der Auswirkungen auf das antike olympische Gelände, das vor der Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes steht, Protest eingelegt. Die von den Olympia-Organisatoren übergangene Präsidentin der griechischen Archäologischen Gesellschaft, Aglaia Archontidou, bezeichnete die Wettbewerbe in Olympia als bloßen PR-Gag. Der Würzburger Archäologe und Ausgräber in Olympia, Prof. Dr. Ulrich Sinn, hatte sich aus Umweltschutzgründen gegen die Wettkämpfe im antiken Gelände ausgesprochen und die nun eingeführten strengen Beschränkungen zur Schadensbegrenzung verlangt. Quelle: Yahoo.de |