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20.02.2004
 
15 Leichtathleten aus M-V zu Titelkämpfen

Der EM-Dritte im Kugelstoßen, Ralf Bartels (Neubrandenburg), führt ein 15-köpfiges Aufgebot aus Mecklenburg-Vorpommern bei der deutschen Leichtathletik-Hallen-meisterschaft in Dortmund am Wochenende an. Neben dem deutschen Freiluft-meister aus dem Vorjahr haben dessen Vereinskolleginnen und Olympia-Kandi-datinnen Sonja Kesselschläger und Kathleen Gutjahr (60 m Hürden) gute Medaillenchancen.

Marathonläuferin Ulrike Maisch vom 1. LAV Rostock strebt über 3000 m und 1500 m ebenso einen Podiumsplatz an wie Kugelstoßerin Nadine Beckel (Schwerin). „Das Ziel ist es, drei bis vier Medaillen zu gewinnen“, sagte Landestrainer Ralf Skopnik.

Verletzungsbedingt sagten Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss (SCN) und 800-m-Läufer Christian Köhler (1. LAV Rostock) ihren Start ab.

Unterdessen rechnet 400-m-Läuferin Grit Breuer aus Magdeburg nach ihrer Achillessehnenoperation fest mit einer Olympia-Teilnahme in Athen. „Zu 99,9 Prozent bin ich dabei“, ist die Ex-Neubrandenburgerin überzeugt. Breuer, die am Montag ihren 32. Geburtstag feierte, war am 28. Januar in Basel am linken Fuß operiert worden. Inzwischen sind die Fäden gezogen, und ein Wassertraining ist möglich. „Das lässt uns viele Optionen für das Training“, sagte ihr Trainer und Lebensgefährte Thomas Springstein.

800-m-Olympiasieger Nils Schumann, ebenfalls ein Schützling von Springstein, ist nach seiner Achillessehnen-OP in der Olympia-Vorbereitung noch weiter: Er hat bereits mit dem Lauftraining begonnen.

Quelle: Ostsee-Zeitung

20.02.2004 Hatz um Titel und WM-Tickets

Am Wochenende in Dortmund deutsche Hallen-Meisterschaften

In der Leichtathletik konzentriert sich das Saison-Geschehen logischerweise auf die Olympischen Spiele im Sommer in Athen. Und so gibt es im Olympia-Jahr auch »nur« eine Weltmeisterschaft für die Leichtathleten – nämlich die in der Halle vom 5. bis 7. März in Budapest. Auf dem Weg zu diesen 10. Hallen-WM – gepflastert mit anspruchsvollen WM-Normen des Weltverbandes IAAF – geht es für die deutschen Leichtathleten an diesem Wochenende in Dortmund bei den Hallen-Meisterschaften um Meistertitel und WM-Tickets.
»Es ist davon auszugehen«, so Rüdiger Nickel, DLV-Vizepräsident Leistungssport, »dass etwa 14 bis 18, maximal 20 deutsche WM-Starter in Budapest dabei sein werden.« Vor einem Jahr bei den Hallen-WM in Birmingham war der DLV mit zehn Aktiven vertreten und zu vier Medaillengewinnen gekommen. Für die hatten die Stabhochspringer Tim Lobinger (Köln/1.) und Michael Stolle (Leverkusen/2.) sowie als Dritte Grit Breuer (Magdeburg) über 400 m und Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss (Neubrandenburg) gesorgt.
»Wir wollen in Budapest viel Klasse sehen und machen unser Team nicht absicht-lich klein«, ergänzt Rüdiger Nickel. Allerdings ist Budapest keineswegs so etwas wie eine Wiedergutmachung für das deutsche WM-Desaster im Sommer des letzten Jahres in Paris. Schließlich sind die Hallenwettbewerbe nicht jedermanns Sache. Nicht alle Stars der deutschen und internationalen Leichtathletik-Szene lassen sich in Budapest blicken, verzichten im Olympia-Jahr bewusst auf die Hallensaison oder müssen auf Grund von Verletzung oder Krankheit passen. So werden von den deutschen Athleten Ingo Schultz, Grit Breuer, Heike Drechsler, Nils Schumann oder Annika Becker erst bei Freiluft-Wettkämpfen wieder auftauchen.
Dieses »Defizit« kennzeichnet auch die 51. deutschen Meisterschaften unterm Dach der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle, wo 29 Titel vergeben werden. Vor diesen nationalen Titelkämpfen haben 17 DLV-Athleten die Normen für Budapest erfüllt, was Nickel als ein »hoffnungsvolles Zeichen« wertet. Er charakterisiert den bisherigen Saisonverlauf »gemischt mit leicht positiven Tendenzen«.
Ob es in Dortmund gewissermaßen zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch viel zu feiern geben wird, bleibt abzuwarten. Allgemein wird damit gerechnet, dass der Stabhochsprung der Männer und Frauen zu den Höhepunkten zählen werden. Der Freiluft-WM-Fünfte Tim Lobinger erfüllte letzten Sonntag in Karlsruhe mit 5,72 m die WM-Norm, hat aber seinen Platz im WM-Team noch nicht sicher. Dem 31-Jährigen fehlen nach seiner Blinddarmoperation im November rund 300 Trainings-sprünge. »Ich hoffe, dass ich mich in Dortmund endgültig für die WM qualifizieren und meinen Hallen-Titel in Budapest verteidigen kann.« Sicher hat das WM-Ticket bisher nur Björn Otto (Uerdingen/Dormagen), der die WM-Norm (5,70 m) als Sieger beim Hallen-Europacup in Leipzig erneut bestätigte.
Bei den Frauen katapultierte sich Nastja Ryshich (Ludwigshafen) mit ihrem 4,50-m-Sprung vor zwei Wochen in Dortmund in die Favoritenrolle. »Es war schon ein ko-misches Gefühl, nach fünf Jahren wieder diese Höhe gesprungen zu sein«, meinte die 26-jährige Hallen-Weltmeisterin von 1999, die in Budapest die verletzte Freiluft-Vizeweltmeisterin Annika Becker (Erfurt) vertreten will. Der internationale Vergleich im Frauen-Stabhochsprung offenbart aber eine Kluft: Die 21-jährige Russin Jelena Isinbajewa, WM-Dritte von Paris, überquerte am Sonntag in Donezk 4,83 m – neuer Hallen-Weltrekord.
Vor ihrem zweiten Comeback-Versuch steht in der Dortmunder Halle Weitspringerin Susen Tiedtke. Die Olympia-Sechste, die nun für die LG Frankfurt/Main startet, will es mit 35 Jahren noch mal wissen und peilt auch Olympia 2004 in Athen an.

Quelle: Neues Deutschland

19.02.2004 Die große Dortmund-Vorschau (2) - Frauen

Wer wird am Wochenende die Nase vorn haben und sich in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle die deutschen Hallenmeistertitel sichern? leichtathletik.de hat die ein-zelnen Disziplinen unter die Lupe genommen und für Sie einen Blick auf die Favo-riten geworfen. Der zweite Teil unserer großen Dortmund-Vorschau beschäftigt sich mit den Frauen.

Kugelstoßen
Nadine Kleinert, bereits für die Hallen-WM in Budapest qualifiziert, geht als Favoritin in den Wettkampf. Sie führt die Jahresbestenliste mit 18,62 über einen Meter vor Nadine Beckel an. Titelverteidigerin Astrid Kumbernuss ist in dieser Hallensaison nicht angetreten und fehlt auch in Dortmund.

Quelle: Leichtathletik.de

17.02.2004 Alte und junge Stars zum Kränzchen

36. Jugend-Hallenmeisterschaften der Leichtathleten auch Treff der Asse von einst und heute

Treff der Außenseiter, Sammelpunkt von Weltklassesportlern vergangener Tage, Nachmittags-Kränzchen für aktuelle SCN-Stars - auch das waren die 36. Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften der Leichtathleten im Viertorestädter Jahnsportforum. Sigrun Grau, 800-Meter-Olympiasiegerin von 1988, kam mit ihren Zwillingen zu-gucken, Gerd Wessig - Hochsprung-Gold 1980 in Moskau - kreierte im Fitnessstudio am Felsen als gelernter Koch die Wessig-Schnitte, Atlanta-Olympiasiegerin Astrid Kumbernuss beobachtete gemeinsam mit dem WM-Sechsten von 2003, Ralf Bartels, die jüngeren, kugelstoßenden Teamkollegen. Namen machten die Runde, die nicht über die Videowand an der Decke flimmerten. Dort oben "tanzten" zwei Tage lang die Resultate von knapp 1000 Teilnehmern aus 206 Vereinen. Für einen der ersten Höhepunkte hatte Marius Hanniske von der LG Nord Berlin gesorgt - 2,19 Meter und Gold für den "Überflieger". Gute Schule. Und der Blick hinter die Kulissen verrät: wirklich gute Schule. Denn der Coach des 18-Jährigen ist kein Geringerer als Rainer Pottel. In der Trainingsgruppe des Mehrkampf-Europapokalsiegers von 1981 mischen außerdem der Hochsprung-Weltmeister von 2001, Martin Buß, und André Niklaus mit, WM-Achter im Mehrkampf 2003 in Paris. "Das spornt zusätzlich an, wenn man diese Vorbilder an seiner Seite hat", bekräftigte Hanniske. Aufblicken konnten auch die Eleven im Wurf-Stoß-Bereich, die bei den 11. Winterwurfmeister-schaften in Neubrandenburg den kältesten Startplatz hatten: Eingemummt in viele Pullover beobachtete Jürgen Schult im Jahnstadion die Szenerie beim Diskus-, Hammer- und Speerwerfen.
Der amtierende Weltrekordler (Diskus) freute sich vor allem über die Resultate der beiden Hallenser Nadine Müller und Thomas Lange. Beide gewannen; sie mit der "Scheibe" und 54,92 Metern, er mit Speerweite 70,19. Auch ein Landsmann aus Schwerin erregte "Schulles" Aufmerksamkeit. "Die 49,08 von Sven Schumacher sind für einen B-Jugendlichen recht ordentlich", so der 43-jährige Bundestrainer. "Wir hatten hier ziemlich große Starterfelder. Deshalb muss mir in diesem Bereich nicht Bange sein. Die Probleme beginnen, wie überall, nach der Schule. Durch Lehre und Studium steigen zu viele Athleten aus. Sie finden im Heimatort nicht die Bedingungen oder sehen im Hochleistungssport keine Zukunft, ein zu großes Risiko. Das ist ein Problem."

Zahlreiche kleinere Vereine schickten Einzelkämpfer ins Rennen, die zum Teil Beachtliches boten. Dazu zählte auch ein Vorpommern-Duo. Dreispringer Jan Theuer (13,82) und Hammerwerfer Frank Bauer (49,29) vom 1. LAV Torgelow belegten jeweils Rang zehn. Theuer übertraf dabei seine persönliche Bestleistung um zehn Zentimeter. 20 Fans hatten die beiden begleitet und konnten das beste Ergebnis seit 13 Jahren bilanzieren. Theuer und Bauer, zwei Namen, die nur kurz auf der Videowand aufleuchteten, aber ihren Platz in den Leichtathletik-Annalen längst sicher haben.

Quelle: Nordkurier


Mit 25. Feb 2004 17:55

stefaniefreund
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Stefanie Freund
stefaniefreund
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25. Feb 2004
17:56
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