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Waldorf-Diskurs · KRITISCHES FORUM ZUR WALDORFPÄDAGOGIK
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Beiträge: Auszug der Beiträge anzeigen   (Nach Thema sortieren) Nach Datum sortieren v  
#2276 Von: Ana Maria <grizmountainbear@...>
Datum: Mo 6. Nov 2006 17:13
Betreff: Re: Heute 22:30 Uhr, SWR: "Wie gut sind Waldorfschulen?"
grizmountain...
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Michael,

   Ich schreibe aus den USA, und ich kann dir ganz genau berichten (bin
Lehrerin), dass die oeffentlichen Schulen nur sehr schlecht geworden sind.  Es
ist kein Zufall, dass die Gewalt und Waffen Anwendung so schnell zwischen
Schulern weiter steigt.  Es gibt viel mehr hierzu.

   Ich finde auch dass das Lernen soll allerdings ohne Leistungsdruck angeboten
sein.  Das Problem kommt wenn man die Schaden des Kapitalismus (Konsum ohne
Grenzen, Kompetenz, Verlust an Menschlichkeit, usw.) auch in der Schule
bemerkbar ist.  Ich beobachte dass die Studenten in den staatlichen Schulen von
den Druck des Marktes und Kompetenz System sehr abhaengig geworden sind.

   Es ist zweifelhaft, dass so ein system gesunde Menschen aufbauen kann. Mit
alle die Probleme die man gegen Waldorf Schule vorwirft, ist die Bildung in
Waldorf immer noch viel mehr hollistisch und gesund als anderen Alternativen.

   Grusse,

   -Ana Maria

Michael Haß <nathanderweise_2000@...> wrote:
   "betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?"
Montag, 6. November 2006, 22.30 Uhr, SWR Fernsehen, 45
Minuten
Ein Film von Dietrich Krauß

Überall sinken die Schülerzahlen, nur die
Waldorfschule boomt. In der Großstadt und auf dem
Lande werden neue Schulen gegründet. Die
Wartelisten sind lang, weil viele Eltern nach einer
Alternative zum staatlichen Schulsystem suchen, erst
recht seit PISA diesem schlechte Zensuren gibt.
Die Waldorfpädagogik verspricht Lernen ohne
Leistungsdruck, individuelle Förderung und kreativ
musische Ausbildung. Darüber hinaus wirbt sie mit
glänzenden Abitursquoten.
Die Waldorfschulen profitieren vom PISA-Schock,
ohne je selbst an der PISA-Studie oder anderen
Evaluationen teilgenommen zu haben. Immer wieder wird
auch Kritik laut. An der Alternativschule wird nach
den esoterischen Lehren Rudolf Steiners erzogen. Seine
übersinnlichen Erkenntnisse prägen den Lehrplan und
die Ausbildung der Waldorflehrer.
Aussteiger beklagen, dass Schüler systematisch
unterfordert und subtil indoktriniert werden und
sprechen von teilweise sektenähnlichen
Zuständen.
Während die schönen Schulgebäude und der ungewöhnliche
Unterricht mit viel Praxis, Theater und Musik den
Eindruck vermitteln, dass in den Waldorfschulen
wirklich kindgerechte Pädagogik gepflegt werde, fällt
die Fachwissenschaft teilweise vernichtende Urteile
über ihre altertümlichen Erziehungsmethoden.

"Betrifft? fragt: Was suchen Eltern bei den
Alternativschulen? Was machen Waldorfschulen anders
und warum? Wie gut sind Waldorfschulen wirklich?
SWR-Autor Dietrich Krauß recherchierte über ein Jahr,
drehte an Waldorfschulen und Lehrerseminaren, sprach
mit begeisterten Eltern und enttäuschten Aussteigern,
mit aktiven und ehemaligen Lehrern, mit Didaktikern
und Begabungsforschern und kam zu überraschenden
Erkenntnissen.









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#2275 Von: Michael Haß <nathanderweise_2000@...>
Datum: Mo 6. Nov 2006 13:59
Betreff: Heute 22:30 Uhr, SWR: "Wie gut sind Waldorfschulen?"
nathanderwei...
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"betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?"
Montag, 6. November 2006, 22.30 Uhr, SWR Fernsehen, 45
Minuten
Ein Film von Dietrich Krauß

Überall sinken die Schülerzahlen, nur die
Waldorfschule boomt. In der Großstadt und auf dem
Lande werden neue Schulen gegründet. Die
Wartelisten sind lang, weil viele Eltern nach einer
Alternative zum staatlichen Schulsystem suchen, erst
recht seit PISA diesem schlechte Zensuren gibt.
Die Waldorfpädagogik verspricht Lernen ohne
Leistungsdruck, individuelle Förderung und kreativ
musische Ausbildung. Darüber hinaus wirbt sie mit
glänzenden Abitursquoten.
Die Waldorfschulen profitieren vom PISA-Schock,
ohne je selbst an der PISA-Studie oder anderen
Evaluationen teilgenommen zu haben. Immer wieder wird
auch Kritik laut. An der Alternativschule wird nach
den esoterischen Lehren Rudolf Steiners erzogen. Seine
übersinnlichen Erkenntnisse prägen den Lehrplan und
die Ausbildung der Waldorflehrer.
Aussteiger beklagen, dass Schüler systematisch
unterfordert und subtil indoktriniert werden und
sprechen von teilweise sektenähnlichen
Zuständen.
Während die schönen Schulgebäude und der ungewöhnliche
Unterricht mit viel Praxis, Theater und Musik den
Eindruck vermitteln, dass in den Waldorfschulen
wirklich kindgerechte Pädagogik gepflegt werde, fällt
die Fachwissenschaft teilweise vernichtende Urteile
über ihre altertümlichen Erziehungsmethoden.

"Betrifft? fragt: Was suchen Eltern bei den
Alternativschulen? Was machen Waldorfschulen anders
und warum? Wie gut sind Waldorfschulen wirklich?
SWR-Autor Dietrich Krauß recherchierte über ein Jahr,
drehte an Waldorfschulen und Lehrerseminaren, sprach
mit begeisterten Eltern und enttäuschten Aussteigern,
mit aktiven und ehemaligen Lehrern, mit Didaktikern
und Begabungsforschern und kam zu überraschenden
Erkenntnissen.









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#2274 Von: Hischam A. Hapatsch <HHapatsch@...>
Datum: Do 16. Feb 2006 12:57
Betreff: Re: Übergriffe
hhapatsch
Offline Offline
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Hallo Ana Maria!

On Wed, 15 Feb 2006 19:50:04 -0800 (PST), you wrote:

>Es gibt Studien in der Bereich der Anthroposophie, die sich mit Autismus
beschaeftigen.  Vielleicht solltest du darueber lessen.
>
>  http://www.immortalbooks.com.au/hidden/genre_42.html

Vielen Dank!

> Ich habe nicht den Gefuhl, dass man sollte die gesamte "Anthroposophie" fuer
den potentiellen Straftaten einer Gruppe oder Einzelnmensch schuldig
machen--auch nicht, wenn der Mensch oder Menschen die diese Straftat begegnet
haben, sich "Anthroposophen" nennen.

Da hast Du recht. Aber ich glaube, keiner der in dieser Gruppe
beteiligten will alle Anthroposophen dafür verantwortlich machen. Der
Ursprungsposter hat ja lediglich gefragt, ob anderen ähnliche Fälle
bekannt sind. Und diese Frage ist ja legitim.

Herzliche Grüße!
Hischam

--
Summa scientia nihil scire.
Die Wirklichkeit ist immer anders.
http://www.littera.de
http://www.littera.de/Hischam (under construction)

#2273 Von: Ana Maria <grizmountainbear@...>
Datum: Do 16. Feb 2006 3:50
Betreff: Re: Übergriffe
grizmountain...
Offline Offline
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Es gibt Studien in der Bereich der Anthroposophie, die sich mit Autismus
beschaeftigen.  Vielleicht solltest du darueber lessen.

   http://www.immortalbooks.com.au/hidden/genre_42.html

    Ich denke, dass man kann alle Glauben der Menschen daemonizieren und schlecht
machen, nur wegen den schlechten Taten von ein paar Menschen die sich geirrt
haben; aber das waere auch einen Irrtum, und nicht eine legitime Antwort zu der
Frage der Ehrlichkeit und der Ehrliche Handlung von Menschen zu ihren
Mitmenschen.

   Entschuldige mein Deutsch, ich spreche viel besser auf Spanisch und English. 
Nur, bisher habe ich gelessen, ohne meine Meinung zu sagen.  Das Problem hier
ist von eine gespaltene Natur.  Hier gibt es -- vielleicht -- eine Klage wegen
den unetischen Handlung eines Kindes der an Autismus leidet.  Es wird vermuetet,
dass das Kind wurde von Anthroposophen mishandelt.  Ich lesse, aber ich kann
mich nicht hiermit beschaeftigen, weil ich sowas noch nicht gesehen habe.

   Ich mache mich Sorgen wegen den Gefahr, dass wir in eine Kettenreaktion
zwischen Aenger und eine falsche Sinne von Selbstverteidigung hinein fallen. 
Ich habe nicht den Gefuhl, dass man sollte die gesamte "Anthroposophie" fuer den
potentiellen Straftaten einer Gruppe oder Einzelnmensch schuldig machen--auch
nicht, wenn der Mensch oder Menschen die diese Straftat begegnet haben, sich
"Anthroposophen" nennen.  Dafuer gibt es viele andere Menschen in diesen
Kreisen, die gut und ehrlich handeln; Menschen, die ihren Mitmenschen
respektieren und liebevoll zustehen. Auch habe ich keine Interesse daran, eine
Kruzade gegen alle Anthroposophen deswegen anzufangen.  Es gibt genueg zu
heilen, um so eine Haltung zu uebernehmen.

   Vielleicht sollte man auf der Justiz  vertrauen, und nicht auf uns der
Richterrolle erzwingen, weil wir hierueber nicht genueg ueber den Einzelnheiten
verfuegen, um Fragen zu verantworten.  Dafuer ist doch die Staatsanwaltschaft
zustaendig und faehig in Ehrlichkeit mit der Justiz zu handeln.

   Ich mochte in Vertrauen abwarten, um Klarheit zu spuren. Bisher wissen wir nur
so wenig, und koennen wir nicht viel mehr tuen als reden und verteidigen was uns
nicht zusteht.  Aber, ich glaube dass man kann nur seine eigene Taten
verantworten.

   Bis bald,

   Ana Maria

    LIFE CYCLE  ~  ~  ~   WATCH CLOSELY



    Awesome Art



"Hischam A. Hapatsch" <HHapatsch@...> wrote:
Hallo!

On Mon, 13 Feb 2006 14:11:14 -0000, you wrote:

>Vorstand und Leitung des Kindergartens haben seit 3 Monaten nichts zur
>Aufklärung der Fälle getan. Die Staatsanwaltschaft hält die Aussagen
>von 7 Familien für glaubhaft und ermittelt gegen 3 Erzieher.

Na, dann ist doch eine staatsanwaltliche Untersuchung zu begrüßen.
Wie wird eigentlich Autismus/Asperger-Syndrom anthroposophisch
"erklärt"? Weiss da jemand Quellen?

Gruß!
Hischam



--
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#2271 Von: Hischam A. Hapatsch <HHapatsch@...>
Datum: Mit 15. Feb 2006 19:30
Betreff: Re: Übergriffe
hhapatsch
Offline Offline
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Hallo!

On Mon, 13 Feb 2006 14:11:14 -0000, you wrote:

>Vorstand und Leitung des Kindergartens haben seit 3 Monaten nichts zur
>Aufklärung der Fälle getan. Die Staatsanwaltschaft hält die Aussagen
>von 7 Familien für glaubhaft und ermittelt gegen 3 Erzieher.

Na, dann ist doch eine staatsanwaltliche Untersuchung zu begrüßen.
Wie wird eigentlich Autismus/Asperger-Syndrom anthroposophisch
"erklärt"? Weiss da jemand Quellen?

Gruß!
Hischam



--
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#2270 Von: "hagener60" <waldorfeltern@...>
Datum: Mo 13. Feb 2006 14:11
Betreff: Übergriffe
hagener60
Offline Offline
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Vorstand und Leitung des Kindergartens haben seit 3 Monaten nichts zur
Aufklärung der Fälle getan. Die Staatsanwaltschaft hält die Aussagen
von 7 Familien für glaubhaft und ermittelt gegen 3 Erzieher.

#2268 Von: Erwin Dieterich <bamse@...>
Datum: Son 12. Feb 2006 16:38
Betreff: Re: Übergriffe
bamse@...
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Nein, das wäre bei uns undenkbar. Unsere vier Kinder sind/waren alle im
Waldorf-Kindergarten Köln-Esch. Ich habe nie von solchen oder ähnlichen
Vorfällen gehört, nicht einmal andeutungsweise.

Gruß,
  - Erwin


Am Sonntag, 5. Februar 2006 12:12 schrieb hagener60:
> In unserem Kindergarten ist es vorgekommen das autistische Kinder
> weggesperrt wurden, z.B. weil sie ihren Becher Tee nicht ausgetrunken
> haben. Ein Kind wurde sogar geschlagen. Weiß jemand ähnliches zu
> berichten?
>
>
>
>
>
>
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>
>

#2267 Von: "hagener60" <waldorfeltern@...>
Datum: Son 5. Feb 2006 11:12
Betreff: Übergriffe
hagener60
Offline Offline
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In unserem Kindergarten ist es vorgekommen das autistische Kinder
weggesperrt wurden, z.B. weil sie ihren Becher Tee nicht ausgetrunken
haben. Ein Kind wurde sogar geschlagen. Weiß jemand ähnliches zu
berichten?

#2266 Von: "grizmountainbear" <grizmountainbear@...>
Datum: Mo 9. Jan 2006 10:39
Betreff: Betrifft: Seminar in Berlin
grizmountain...
Offline Offline
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Is Vater Gandow fuer oder gegen Anthroposophie?

Anmerkung:
Dieser Beitrag stammt vom 9.1. und ist durch eine technische Panne erst jetzt
veröffentlicht worden.
Ich bitte dies zu entschuldigen.
Tom Singer-Carpenter
Moderation

#2265 Von: "trizib" <trizib@...>
Datum: Son 15. Jan 2006 15:44
Betreff: Wechsel zur Staatsschule
trizib
Offline Offline
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Mein Sohn besucht bereits fünf Jahre  eine Waldorfschule, nun ziehen
wir nach Schwäbisch Hall  und leider ist genau die Klasse, in die
mein Kind sollte, völlig überfüllt ( 46 Kinder ).Nun stehe ich vor
dem Problem, mein Kind auf eine Staatschule schicken zu müssen.

Wer hat mit diesem Problem Erfahrungen?
Wo  oder von wem wird mein Kind bewertet ?
Ich möchte ihn erst einmal in eine Realschule schicken, aber wer kann
ihn überhaupt einstufen.

Wer kann mir helfen ?

Vielen herzlichen Dank

Laura

#2264 Von: Michael Haß <nathanderweise_2000@...>
Datum: Mit 4. Jan 2006 10:36
Betreff: Seminar in Berlin
nathanderwei...
Offline Offline
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Hallo und ein frohes Neues Jahr allerseits!

Der Website www.ekibb.de ist zu entnehmen, dass am 10.
- 11. Februar 2006 ein Seminar "Anthroposophie und
Waldorfpädagogik" in der Evangelischen Fachhochschule
Berlin, Teltower Damm 118-122, 14167
Berlin-Zehlendorf, stattfindet:


Der Mond zeigt,
was die Erde werden könnte;
"in der dunkleren Seite zeigt er ja
demjenigen, der das Übersinnliche
schauen kann, diese dämonischen
Gestältlein, die in der nach einwärts
gebildeten Biegung der Sichel sich
in abscheulicher Weise bewegen.
Der Mensch muß durch das, was
ich eben angeführt habe, die Erde
bewahren vor dem Mondendasein."
Rudolf Steiner, Tafelbild/Vortrag,
1.4.1921, Dornach

Themen
Wie christlich ist die Anthroposophie?
Wie frei ist die Waldorfschule?
Wie schülerzugewandt ist die Pädagogik Rudolf
Steiners?

Fragen, die Eltern bewegen, die nach einer Alternative
zur
Staatsschule suchen. Themen, die Gemeinden
interessieren,
in deren Einzugsgebiet sich anthroposophische
Einrichtungen
befinden.

Das Gespräch mit Experten soll dazu helfen, eine
eigene Position
zu bestimmen.


Referenten

Joachim Ringleben ist Professor für systematische
Theologie
in Göttingen und ordentliches Mitglied der Akademie
der
Wissenschaften zu Göttingen.

Dr. Jan Badewien ist Direktor der Evangelischen
Akademie Baden
und Weltanschauungsbeauftrager der badischen
Landeskirche.

N.N. zur Waldorf-Pädagogik, Steiner-Rezeption

infos, Anmeldung
Pfarrer Thomas Gandow
Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen der
EKBO
D-14165 Berlin-Zehlendorf, Heimat 27
Telefon: 030-815 70 40
Fax: 030-845 09 640
e-mail: pfarrer.gandow@...






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#2263 Von: "singercarp" <123@...>
Datum: Mit 14. Sep 2005 13:55
Betreff: Bitte keine Werbung!
singercarp
Offline Offline
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Liebe Teilnehmer,
bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Zitat von der Startseite des Waldorf-Diskurses:
"Beiträge, die Werbung enthalten, sind nicht erwünscht."

danke.

Tom Singer-Carpenter
Moderation

P.S.
Ich werde den Teil des Beitrages, der Webungscharakter hat, demnächst
entfernen, um das Archiv gemäß der Intention des Forums zu erhalten.

#2262 Von: Stephan Brylka <stevobln@...>
Datum: Mit 14. Sep 2005 8:46
Betreff: WG: FW: Meditation: Lassen Sie Ihren Geist ins Unendliche schweben
stevobln
Offline Offline
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Liebe Freunde,
Ich möchte Euch heute diesen Newsletterauszug (habe Ihn etwas gekürzt) zukommen
lassen.                                    Da Gestern Waldorpapa das Thema mit
dem Mobbing angesprochen hat, dachte ich das dieser Newsletter den Einen oder
die Andere Interessieren könnte.

Liebe Grüße,
Stephan



Der E-Mail-Dienst für Ihre Gesundheit
Ausgabe vom 13. September 2005
Job-Angst gefährdet Ihr Herz Meditation: Lassen Sie Ihren Geist ins Unendliche
schweben

Job-Angst gefährdet Ihr Herz

von Dr. Martina Hahn-Hübner

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie lautet Ihre Antwort, wenn ich Sie danach frage, was der größte Risikofaktor
für ein gesundes Herz ist? Wahrscheinlich würden Sie auf Rauchen tippen,
vielleicht auf Übergewicht oder einen hohen Cholesterinspiegel. Und Sie haben
Recht damit, dass all das Ihr Herz wirklich krank machen kann. Aber ein noch
viel größerer Risikofaktor wird oft übersehen: Probleme und Stress werden von
der Weltgesundheitsorganisation mittlerweile als größte Herztod-Ursache in
Europa angesehen.

Ausgelöst werden solche Probleme heute oft durch die Angst um die Arbeitsstelle.
Es ist erwiesen, dass das Erkrankungsrisiko in dem Maße steigt, wie Sie als
Angestellter oder Arbeiter immer weniger in der Lage sind, Ihre berufliche
Situation zu beeinflussen. Eine Studie aus Ungarn, wo in den letzten 15 Jahren
ein großer wirtschaftlicher Umbruch stattgefunden hat, hat sogar ergeben, dass
Rauchen das Herzinfarktrisiko weniger steigert als Angst vor einem Verlust der
Arbeitsstätte.

Der erste Schritt, um dieses Risiko zu senken, ist, auch das haben Studien
ergeben, mit jemandem über Ihre Angst zu reden. Und Sie sollten sich mit
Entspannungsübungen vertraut machen. So kann zum Beispiel Meditation nicht nur
helfen, zu entspannen, sondern auch, Ihr Herz zu schützen. Passend dazu habe ich
Ihnen einen Bericht von meiner Kollegin Sylvia Schneider, Chefredakteurin von
"Gesundheit für Frauen", dem Dienst, der Ihnen praktische Informationen für ein
aktives Leben gibt, herausgesucht. Lesen Sie im Folgenden, was Meditation genau
ist und wie Sie damit Ihre Gesundheit stärken können.

Bleiben Sie gesund!

Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner



Meditation: Lassen Sie Ihren Geist ins Unendliche schweben

von Sylvia Schneider, Chefredakteurin von "Gesundheit für Frauen", dem Dienst,
der Ihnen praktische Informationen für ein aktives Leben gibt

Meditation ist eine Form der tiefen Entspannung, in der sich der Geist auf einer
feineren Bewusstseinsebene gewissermaßen vom Körper trennen soll. Das Gefühl,
aus dem Körper "herauszutreten", scheint real empfunden zu werden. Die
Wissenschaft konnte nachweisen, was im Gehirn passiert, wenn Geist und Körper
gemeinsam innehalten, Raum und Zeit in den Hintergrund treten – also der Zustand
eintritt, den Meditationsexperten Bewusstseinserweiterung oder Erleuchtung
nennen. Jede Kultur hat eigene Methoden entwickelt, außer Schlafen, Wachen und
Träumen in andere Bewusstseinszustände zu gelangen. In den asiatischen Kulturen
gehört Meditation zum Alltag. Sie ist eine wesentliche Säule der buddhistischen
Glaubens- und Heilslehren. Ihr verwandt sind Trance und Hypnose, wie sie
beispielsweise die indianischen Schamanen betreiben.

Die meisten Menschen bei uns lernen Meditation heute in Zusammenhang mit dem so
genannten Hatha-Yoga kennen, das allerorten angeboten wird und sich großer
Beliebtheit erfreut. Yoga im eigentlichen Sinne ist ein
Selbsterfahrungsprogramm, das auf dem buddhistischen Pfad zur "erlösenden
Erleuchtung" führen soll. Atem- und Körperübungen sind dabei eine Art
Vorbereitung, die helfen sollen, schneller zur Ruhe zu kommen und sich auf das
Wesentliche zu konzentrieren. In den USA ist Meditation inzwischen fast schon
zum Kult geworden, dem sich immer mehr Prominente anschließen. Zu den
bekanntesten Vertretern gehören Richard Gere und Madonna. Sie bekennen sich
ebenfalls zum Buddhismus. Doch auch bei uns boomt die Nachfrage nach Einkehr in
der Stille. Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche verzeichnen
eine steigende Nachfrage nach Einkehrtagen, Aufenthalten in "Häusern der Stille"
und Übungen der Stille.

Ruhetage im Kloster werden ebenfalls immer häufiger mit großem Erfolg angeboten.
Meditationskurse für Manager sind keine Seltenheit mehr. Allein das Wort
"spirituell" zieht heute viele gehetzte Menschen in der Hoffnung auf geistige
Orientierung an. Das gilt auch für diejenigen, die sich der Kirche nicht
unbedingt nahe fühlen. Immer mehr Menschen picken sich aus den verschiedenen
Religionen die Elemente heraus, die ihnen gefallen, und verweben sie zu einer
Art eigener Religion. Die häufigsten Anleihen stammen dabei heute aus dem
Zen-Buddhismus, in dessen Zentrum die oft stundenlange spirituelle Meditation
(Zazen) steht. Das zu unseren Religionen gehörige intensive Beten – wie es
beispielsweise Mönche und Nonnen praktizieren – ist ebenfalls eine solche Art
der geistigen Versenkung. Es werden dabei im Gehirn die gleichen biochemischen
Prozesse ausgelöst.

Wie Sie von der Meditation profitieren

Nicht jede Frau kann gleich gut abschalten. Manche sind einfach zu "zappelig",
weil sie zu viel auf dem "Zettel haben". Gerade Frauen mit Doppelt- und
Dreifachbelastung fällt das Abschalten oft besonders schwer. Für sie sind
bewegungsorientierte Entspannungsübungen als Einstieg zunächst sinnvoller als
eine tiefe spirituelle Versenkung. Doch häufig baut das eine auf dem anderen
auf. Wer meditieren möchte, muss dies allmählich lernen, um sich vor allem
regelmäßig kleine Auszeiten zu gönnen und innere Ruhe zu suchen. Am Anfang geht
das am besten unter Anleitung. Denn zum einen fällt Ihnen dann das Abschalten
und Loslassen leichter, zum anderem kann der Weg nach innen unter Umständen
beschwerlich und beängstigend sein, je tiefer Sie einsteigen. Möglicherweise
stoßen Sie auf Dinge, die Sie lange Zeit erfolgreich verdrängt haben und die für
Sie in irgendeiner Form noch zur Lösung anstehen. Die innere Sammlung und
Versenkung der Meditation wird eingeleitet, in dem Sie sich auf eine
  Sinnesempfindung konzentrieren: Das kann ein Bild oder Merksatz (Mantra) sein,
das Hören monotoner Geräusche oder das Empfinden der Wärme aus der Mitte des
eigenen Bauches heraus. Bewusstes Atmen und konzentriertes Entspannen verändern
die Blutversorgung im Gehirn und führen zu einer gesteigerten Aufmerksamkeit.
Die Ausschüttung von Stresshormonen wird allein dadurch schon gedrosselt. Das
konzentrierte Wiederholen eines Gebets oder Mantras bewirkt eine
Tiefenentspannung, eine Loslösung vom Alltag und kann dazu führen, sich mit
einer höheren Macht oder Energie verbunden zu fühlen. Meditation reinigt nicht
nur die Seele, sie ist auch gut für das körperliche Wohlbefinden. Die Andacht
sorgt beispielsweise dafür, dass die Atmung ruhiger und gleichmäßiger wird. Der
Sauerstoffbedarf verringert sich um bis zu einem Drittel. Der Hautwiderstand
nimmt zu, das ist ein deutliches Zeichen für Entspannung. Das wirkt sich positiv
auf das Herz- und Kreislaufsystem aus. Das gilt im übrigen auch für
  das christliche Beten: Das Aufsagen eines Rosenkranzes verringert die
Atemfrequenz auf sechs Atemzüge pro Minute und bringt so den ganzen Organismus
zur Ruhe – fanden Forscher heraus.

Ihr Gehirn reagiert sofort

Die Veränderungen im Gehirn beim Meditieren oder Beten sind rasch nachweisbar:
Schon kurz nach Beginn der Versenkung erscheinen so genannte Alphawellen im
Elektroenzephalogramm, was im Wachzustand ungewöhnlich ist. Betawellen –
Aktivisten im Wachzustand – verringern sich dagegen. In einigen Fällen konnten
amerikanische Forscher der Harvard Medical School sogar so genannte Theta- und
Deltawellen feststellen, die normalerweise nur auftreten, wenn jemand schläft.
Sie gelten als Zeichen tiefer Entspannung. Das Zwiegespräch mit Gott oder die
Meditation wirkt sich also direkt auf das Nervensystem aus. Es drosselt die
Aktivität des so genannten Scheitellappens im Gehirn, wo alle Informationen über
den Körper zusammenlaufen und "verwaltet" werden. Muskeln, Gelenke, Augen,
Gleichgewichtsorgan und motorische Steuerzentren schicken ihre Informationen zum
Scheitellappen, der sich daraus ein Körpergefühl entwickelt. Fährt der Körper
die Aktivität des Scheitellappens herunter, könnte es sein – so
  spekulieren die Wissenschaftler –, dass der Mensch das Gefühl bekommt, sein
Geist trete aus dem Körper heraus, er empfinde seinen Geist als losgelöst vom
irdischen Körper. Ein Gefühl der Grenzenlosigkeit stellt sich ein.

Andere Dinge scheinen sich in einer anderen Region des Gehirns, dem
Schläfenlappen, abzuspielen: Aufgrund von Beobachtungen an Epileptikern, in
deren Gehirnen sich ähnliche Abläufe vollziehen, glauben manche Forscher, dass
bei sehr religiösen Menschen dieses Hirnareal sinnbildlich in Flammen steht,
wenn sie beten oder meditieren. Diese Annahme ist allerdings noch umstritten.
Der Schläfenlappen ist die Hirnregion, in der die Sprache verarbeitet wird, in
der Gegenstände, Gesichter und Begriffe erkannt und bewertet werden.

Meditation beeinflusst den Informationsfluss im Gehirn

Darüber hinaus bestehen untrennbare Beziehungen des Schläfenlappens zu unserer
Gefühlswelt, die vom limbischen System gesteuert wird. Hier laufen alle
Sinneseindrücke zusammen und werden mit Gefühlen verwoben. Im limbischen System
entstehen Wut, Ekel, Glück, Angst und Übermut. Alle Informationen werden von
hier aus zum Hippokampus weitergereicht, der darüber entscheidet, was wir in
Erinnerung behalten wollen und was dem ewigen Vergessen anheim fällt.

Grenzen in Ihrem Gehirn werden übersprungen

Der Hippokampus ist so etwas wie die berühmte Schere im Kopf, denn er teilt die
Informationen ja gewissermaßen in "falsch" und "richtig" ein. Ohne diese
Bewertung wären wir im eigenen Datenbrei verloren. Meditation scheint den Fluss
eingehender Informationen auf ein Minimum zu reduzieren. Gleichzeitig kann der
Hippokampus uns auch Scheuklappen verpassen, wenn er zu pingelig aussortiert.
Dann bleibt nur hängen, was wir ohnehin schon wissen. Der Psychiater Hinderk
Emrich von der Medizinischen Hochschule in Hannover glaubt, dass wir unseren
Hippokampus gelegentlich übertölpeln müssen, um unsere Kreativität zu fördern.
Daraus ergäben sich neue Bedeutungszusammenhänge. Und so erklärten sich
möglicherweise dann auch religiöse Erleuchtungen: Die Pforte des Hippokampus
werde einfach übersprungen. Ähnliches könnte sich – spekuliert der Professor –
auch bei rituellen Tänzen, Meditation, Fasten und Schlafentzug abspielen, mit
denen in allen Religionen andere Bewusstseinszustände erreicht werden
  sollen.

Der Botenstoff Serotonin soll ebenfalls eine wichtige Rolle spielen: Er führt im
Gehirn zu bestimmten Reaktionen, die denen der Wirkung von Rauschgift am so
genannten Belohnungszentrum im Gehirn entsprechen. Die Folge: Körper, Geist und
Seele setzen zum Höhenflug an. Allerdings folgt beim Drogenkonsum darauf der
"Turkey" – also Entzugserscheinungen, wenn der nächste "Kick" ausbleibt. Streng
Meditierende berichten von ähnlichen Erfahrungen: Nach besonders intensiver
Versenkung fallen sie manchmal in ein tiefes seelisches Loch.

Meditation fördert die Heilung

Dass Meditation den Heilungsprozess beschleunigen kann, hat der anerkannte
amerikanische Herzspezialist Dean Ornish bereits vor zehn Jahren nachgewiesen.
Meditation, Yoga und maßvolle Ernährung halfen seinen Herzpatienten wieder auf
die Beine und verringerten die schädliche Plaque-Bildung in den Adern. Nach
seinen jüngsten Erkenntnissen kann Meditation sich ebenfalls günstig auf
Prostata-Krebs auswirken. Eindrucksvolle Nachweise erzielte auch Jon Kabat-Zinn:
Durch die von ihm entwickelte Meditationsmethode (Mindfulness Meditation) konnte
beispielsweise bei Psoriasiskranken die Heilungszeit verkürzt werden.
Kabat-Zinn, der eine Anti-Stress-Klinik an der Medizinischen Fakultät der
Universität von Massachusetts gegründet hat, hat auf der Basis buddhistischer
Achtsamkeitmeditation für seine Patienten ein 8-Wochen-Programm entwickelt, bei
dem Atem-, Entspannungs- und Yogaübungen mit Sitzmeditation kombiniert werden.
Es soll dabei eine innere Haltung erreicht werden, die der uns geläufigen
  entgegengesetzt ist: die Konzentration auf das höhere Selbst mit all seinen
Einschränkungen und Schmerzen. Menschen mit den unterschiedlichsten Erkrankungen
profitieren davon. Die Symptome werden abgemildert und das Wohlbefinden
gesteigert, das konnte nachgewiesen werden. An mehr als 200 US-Kliniken wird das
Programm inzwischen eingesetzt. Forscher der Ruhr-Unversität in Essen konnten
Kabat-Zinns Ergebnisse an mehr als 3.000 Patienten bestätigen. Sie fühlen sich
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[Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]

#2261 Von: "Stephan" <stevobln@...>
Datum: Die 13. Sep 2005 12:17
Betreff: Betrifft: Geschlossenes Forum
stevobln
Offline Offline
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Lieber Waldorfpapa....
Eine sehr gute Idee zu diesem Thema etwas zu starten.
Mein Tipp an Dich ist eröffne doch eine Gruppe hier bei Yahoo.de. Du
kannst in den Einstellungen angeben, das sich die potentiellen
Mitglieder erst von Dir Freischalten müssen. Das kannn dann
Beispielsweise durch Beantwortung von Dir gestellter Fragen in einer
ersten Mail erfolgen, oder dirch ein Statement.
Liebe Grüße,

Stephan


--- In Waldorf-Diskurs@..., "singercarp" <123@a...>
schrieb:
> Folgender Beitrag wird gekürzt wiedergegeben
> TSCarpenter - Moderation
>
> waldorfpapa@y... schrieb:
>
> Liebe Mitglieder dieses Forums.
>
> Meine erste Frage an den Moderator ist, ob wir nicht hier bei Yahoo
> ein geschlossenes Forum eröffnen können, wo nur ausgewählte
> Mitglieder zugelassen werden können.
>
> Das Thema um das es gehen soll handelt von der Angst (Mobbing,
> Einschüchterung, und interner Strukturen).
> Besteht hier in der Gruppe ein Interesse an dieser Thematik ?
> Viele liebe Grüße
> Euer Waldorfpapa.

#2260 Von: "Bestellung" <bestellung@...>
Datum: Die 13. Sep 2005 9:28
Betreff: AW: Geschlossenes Forum
markus_fernbach
Offline Offline
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Bitte streichen Sie mich aus Ihrem Verteiler.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Fernbach


Wissen der Tradition
c/o. C. Fernbach
Postfach 2129
47632 Straelen
Fernruf/-bild: 02839 / 568866
info@...
www.regin-verlag.de


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Waldorf-Diskurs@...
[mailto:Waldorf-Diskurs@...]Im Auftrag von singercarp
Gesendet: Dienstag, 13. September 2005 11:21
An: Waldorf-Diskurs@...
Betreff: [Waldorf-Diskurs] Geschlossenes Forum

Folgender Beitrag wird gekürzt wiedergegeben
TSCarpenter - Moderation

waldorfpapa@... schrieb:

Liebe Mitglieder dieses Forums.

Meine erste Frage an den Moderator ist, ob wir nicht hier bei Yahoo
ein geschlossenes Forum eröffnen können, wo nur ausgewählte
Mitglieder zugelassen werden können.

Das Thema um das es gehen soll handelt von der Angst (Mobbing,
Einschüchterung, und interner Strukturen).
Besteht hier in der Gruppe ein Interesse an dieser Thematik ?
Viele liebe Grüße
Euer Waldorfpapa.




############## WALDORF DISKURS INFO ##############

#NACHRICHT SENDEN:
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  gehen jeweils an alle Mitglieder.
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#2259 Von: "singercarp" <123@...>
Datum: Die 13. Sep 2005 9:21
Betreff: Geschlossenes Forum
singercarp
Offline Offline
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Folgender Beitrag wird gekürzt wiedergegeben
TSCarpenter - Moderation

waldorfpapa@... schrieb:

Liebe Mitglieder dieses Forums.

Meine erste Frage an den Moderator ist, ob wir nicht hier bei Yahoo
ein geschlossenes Forum eröffnen können, wo nur ausgewählte
Mitglieder zugelassen werden können.

Das Thema um das es gehen soll handelt von der Angst (Mobbing,
Einschüchterung, und interner Strukturen).
Besteht hier in der Gruppe ein Interesse an dieser Thematik ?
Viele liebe Grüße
Euer Waldorfpapa.

#2258 Von: "darkpiper28000" <lonepiper@...>
Datum: Son 28. Aug 2005 14:39
Betreff: Waldorfschule Bremen
darkpiper28000
Offline Offline
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Hallo,

ich suche Menschen, die ihre Kinder an der Waldorfschule in Bremen
haben oder dort selber zur Schule gehen ( sowohl Lehrer als auch
Schüler ).

Viele Grüße
Jens

#2257 Von: "herbert" <herbertclemens@...>
Datum: Mo 2. Mai 2005 17:29
Betreff: Re: Betrifft: Waldorfkindergarten???
herbertclemens@...
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Hallo,
ich war Diplompädagoge, "spät berufener" Waldorfkindergärtner und
Waldorf-Sonderschullehrer, mittlerweilewieder in der staatlichen
Sonderschule und versuche dort aber einige Anregungen, sowohl was den
spirituellen Hintergrund als auch praktisch-methodische Hinweiseangeht, dort
hinein zu bringen.(Meist fühle ich mich zwischen den Stühlen dieses
Forums.)Ich werde versuchen kurz auf deine Fragen einzugehen:
>den Tip
>beherzigen und mir "unseren" Waldorfkindergarten mal >genauer ansehen.
Das ist sicher das wichtigste. Mich hat die Praxis des Waldorfkindergartens
bei aller Skepsis gegenüber Steiner damals so überzeugt, dass ich mich zum
Waldorfkindergaärtner habe weiter bilden lassen.
>Mich würden aber noch ein paar Punkte ineteressieren:
>1. Wie steht es mit der ideologische Einfärbung?
Es gibt eine spirituelle Grundhaltung, die sich zum Beispiel im Feiern der
christlichen Jahresfeste zeigt.Diese Grundhaltung wird vorgelebt.
>Werden den Kindern
>bestimmte Weltansichten eingetrichtert? Man hört da so >einiges...
das glaube ich nicht, ich habe in vielen Kindergärten hospitiert.
Das Prinzip der Nachahmung als Grundlage für die Vorschulzeit schützt auch
davor.
>2. Stimmt es, daß den Kinder Dinge beigebracht >werden, die nicht dem
>allgemein anerkannten Stand der Wissenschaft >entsprechen? Oder
>betrifft das nur die Schule?
Es wird den KIndern nichts "beigebracht". Auf Wissenschaft und Schule gehe
ich aus Zeitgründen nicht ein, für den Kindergartenbereich halte ich diese
Frage für unbedeutsam.

>3. Werden Kinder zu autoritätshörigen Duckmäusern (v)erzogen?
Für den Kindergartenbereich sage ich wieder eindeutig "Nein". (Auch für die
Schule: (Nicht immer gut verwirklicht,) bedeutet Autorität im Schulalter für
Waldorflehrer die Rücksicht auf die Tatsache, dass Schüler in der
Grundschulzeit deswegen gern lernen, weil sie zu Erwachsenen gern aufschauen
und von denen etwas hörenwollen, - was mir viele Grundschulkollegen
bestätigen.)
>4. Stimmt es, daß Kreativität besonders gefördert wird, >wenn ja, wie?
Es wird großen Wert auf musikalisch rhythmische Gemeinschaftserlebnisse und
kreatives schöpferisches Tun der Kindergärtner gelegt. Im freien Spiel kann
jedes Kind die Anregungen auch aufgrund des freilassenden Spielzeugs z.B.
diverse Naturmaterialien diese Anregungen aufgreifen.
Liebe Grüße
Herbert

#2256 Von: "nap4everpaul" <nap4everpaul@...>
Datum: Die 26. Apr 2005 19:04
Betreff: Betrifft: Waldorfkindergarten???
nap4everpaul
Offline Offline
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Hallo
vielen Dank für die ausführliche Beschreibung. Ich werde den Tip
beherzigen und mir "unseren" Waldorfkindergarten mal genauer ansehen.
Mich würden aber noch ein paar Punkte ineteressieren:
1. Wie steht es mit der ideologische Einfärbung? Werden den Kindern
bestimmte Weltansichten eingetrichtert? Man hört da so einiges...
2. Stimmt es, daß den Kinder Dinge beigebracht werden, die nicht dem
allgemein anerkannten Stand der Wissenschaft entsprechen? Oder
betrifft das nur die Schule?
3. Werden Kinder zu autoritätshörigen Duckmäusern (v)erzogen?
4. Stimmt es, daß Kreativität besonders gefördert wird, wenn ja, wie?
LG
Nicole

#2255 Von: <anna_sybilla@...>
Datum: Fr 22. Apr 2005 19:52
Betreff: Re: Waldorfkindergarten???
shakespearea...
Offline Offline
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Liebe Nicole,

Natürlich sind alle Kindergärten unterschiedlich, auch Waldorfkindergärten.
Deshalb kann ich nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten:

Ich bin drei Jahre in einen W-Kg gegangen. (Momentan mache ich auf einer WS
Abitur.)
Es gibt dort einen geregelten Tagesablauf, etwa so:

Bis 8:30 sollten alle Kinder da sein. Sie können drinnen spielen (wir hatten
einen Kaufmannsladen und eine Puppenstube) oder malen (mit Wachsmalkreiden).
Etwa um viertel vor zehn wird aufgeräumt (von allen) und zwei der ältesten
Kinder decken den Tisch.

Um zehn Uhr gibt es Frühstück - jedes Jahr gibt es für jeden Wochentag ein
bestimmtes Essen. Bei uns war das Brot, Brötchen (Vollkorn + selbstgebacken),
Müsli, Hirsebrei mit Apfelmus und Obstquark. Dazu Tee. Ich gehöre noch zu den
Glücklichen, an deren Geburtstag ein Kuchen gebacken wurde (dazu gab es dann
Milch zu trinken; es war so etwas besonderes, dass sogar ich sie trank). Wir
durften nämlich die Schüssel auslecken! Vor etwa zwölf Jahren gab es dann mal
irgendwo Salmonellen, seitdem müssen die Geburtstagskind-Eltern selber backen
;-)

Nach dem Frühstück gehen alle raus und spielen im Garten.

Etwa um halb zwölf geht's wieder rein. Händewaschen und dann wird auf dem
Jahreszeitentisch eine Kerze angezündet und eine Geschichte erzählt. Es ist
immer über ein paar Wochen die gleiche, aber die Kindergärtner bemühen sich, sie
immer mal ein bisschen zu variieren.

In meinem alten Kindergarten gibt es inzwischen auch eine Nachmittagsgruppe, mit
Mittagessen und so. Das habe ich allerdings nicht mehr erlebt.

Als meine Patentante vor zwanzig Jahren überlegte, ihre Kinder dorthin zu
schicken, wurde sie noch wegen ihrer Kleidung (viel Leder, eng, mini)
kritisiert. Das ist inzwischen aber anders ;-)
Generell steht die Waldorfpädagogik dem Fernsehen kritisch gegenüber; wenn dein
Kind also von zwei bis fünf vor der Glotze hängt, stößt du damit nicht auf
Begeisterung. Allerdings wird niemand mehr fertiggemacht, weil sein Kind die
Schlümpfe kennt.

Vermutlich werden in den meisten W-Kindergärten die Feste Weichnachten, Ostern,
St. Johannes (24.6.) und St. Michael (29.9.) irgendwie gefeiert. Bei uns gab es
damals jedes Jahr ein Weihnachtsspiel von den Kindegartenkindern, und die
"Großen" durften auch rüber in die Schule, wo die Lehrer das Oberufer
Christgeburtspiel aufführen.

Einerseits wird großen Wert darauf gelegt, dass die Kinder z.B. die Jahreszeiten
etc. mitbekommen, andererseits wirst du in den meisten W-Kindergärten vermutlich
keine naturwissenschaftlichen Experimente, Früherziehung o. ä. finden. Den
Erzieherinnen geht es eher darum, die Kinder so lange wie möglich spielen und
"Kind sein" zu lassen.

Uns ist es damals passiert, dass ich (IQ von 132, sehr lernbegierig) Lesen und
Schreiben lernen wollte und die Kindergärtnerin meinen Eltern davon abgeraten
hat und es regelrecht verbieten wollte. Wie das heute gehandhabt wird, weiß ich
nicht. Allerdings würde ich immer ein Kind, das etwas lernen möchte,
bedingungslos unterstützen ;-)

Meine Geschwister und ich haben uns nach unterschiedlich langen
Eingewöhnungsphasen im Kindergarten sehr wohl gefühlt, inzwischen geht eine
kleine Nachbarstochter mit Begeisterung dorthin.

Mein Rat: Wenn es einen Waldorfkindergaten bei euch gibt, geh doch einfach mal
hin und schau, ob du dich dort wohlfühlst.

Ein "ideologisches" Plus ist für mich übrigens, dass Waldorferzieher(innen) nach
der gleichen Tabelle, nach dem selben System bezahlt werden wie die W-Lehrer,
nämlich abhänig vom Familienstand. Ihre Arbeit wird damit sehr viel höher
geschätzt als im staatlichen System.

Herzliche Grüße
Antonia
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#2254 Von: "nap4everpaul" <nap4everpaul@...>
Datum: Mit 20. Apr 2005 19:13
Betreff: Waldorfkindergarten???
nap4everpaul
Offline Offline
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Hallo,
Ich überlege zur Zeit, ob es ernstzunehmende Alternativen für meinen
Sohn gibt zu einem herkömmlichen Kiga. Bei der älteren Schwester (die
allerdings von meinem Mann aus 1.Ehe stammt) bekommen wir zur Zeit
viel mit über Gewaltproblematik im Hort und an der Schule, und wir
finden es wenig überzeugend, wie hier mit dem Thema Ernährung
umgegangen wird (die Kleine glaubt immerhin, Milchschnitte sei ein
ausgewogenes Frühstück).
Ist die Waldorfpädagogik eine Alternative, bei der nicht wie in
herkömmlichen Schulen die Kreativität unterdrückt wird und eine
Gleichmachung Ziel des Ganzen ist???
Über Info oder Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen. Im Netz
liest man ja nur Horrorberichte über die Waldorfschulen...
LG
Nicole

#2253 Von: "Angela" <strickkorb@...>
Datum: Fr 4. Mrz 2005 8:01
Betreff: Guten Morgen
angela24955
Offline Offline
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mein Mann und ich haben uns nun nach langen Überlegungen
entschlossen, Tim auf eine staatliche Schule zu schicken.

Wir haben noch viel über Anthroposophie gelesen.
Was wir davon so halten sollen...na ja, wir sind sehr bodenständige,
klar denkende, realistische Menschen. Unser Sohn glaubt auch nicht
mehr an den Weihnachtsmann.

Außerdem fahren keine Schulbusse zur Schule. Das könne wir nicht
aktzetieren. Ich kann einfach nicht jeden Tag den Kleinen zur Schule
bringen und wieder holen. Das kann ich dann nicht mit meiner Arbeit
vereinbaren. Und ohne Arbeit.... kein Schulgeld.

Vielen Dank für Eure nette Aufnahme. Nun werde ich Eure Gruppe
allerdings wegen "nicht-mehr-brauchen":-)) wieder verlassen.


Liebe Grüße
und alles Gute für Euch senden Angela und Familie

#2252 Von: Manleitner2@...
Datum: Do 3. Mrz 2005 10:57
Betreff: Re: Ausgabe Nummer 530
skadi4
Offline Offline
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Hallo Angela,

kennt  hier jemand die Flensburger Waldorfschule?
Oder weiß einer von Euch etwas  über sie zu berichten?
Wenn ich den vorhergehenden Bericht von Wolkensteine  lese, bekomme
ich hier schon wieder eine  Krise.




Ja, ich kenne die Flensburger Schule ein bisschen. Ich muss sagen, sie ist
für mich vorbildlich offen und engagiert. Wenn Du möchtest, kann ich Dir eine
Adressen von Leuten vermitteln, die ihr Kind dort haben, mit denen kannst  Du
Dich dann austauschen.

Melde Dich am besten per PM beimir, wenn Du möchtest.

Anja


[Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]

#2251 Von: Daniel Hermyt <danielhermyt@...>
Datum: Do 3. Mrz 2005 11:21
Betreff: Re: Flensburger Waldorfschule
danielhermyt
Offline Offline
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Hallo Angela,

Angela schrieb:
>
> moin,
>
> kennt hier jemand die Flensburger Waldorfschule?
> Oder weiß einer von Euch etwas über sie zu berichten?
> Wenn ich den vorhergehenden Bericht von Wolkensteine lese, bekomme
> ich hier schon wieder eine Krise.

Ich kann verstehen, daß Dich der Bericht von Wolkensteine bestürzt,
verunsichert und Dich zweifeln läßt, ob Du Deinen Kindern das antun
willst. Aber ich glaube auch, daß Dein Ansatz richtig ist: Was macht die
Flensburger Waldorfschule aus? Ich denke, ich sollte einfach mal von
meinen Erfahrungen berichten:
Ich selbst bin Kind zweier (staatlicher) Lehrer (Gymnasium und
Grundschule) und hatte von daher immer den auch von Wolkensteine
angesprochenen Kontakt zu Nicht-Waldorfschülern. Ich habe beobachtet,
daß die reinen Waldorfschüler, die überzeugte Waldorfeltern hatten,
sonntags in die "Christengemeinschaft" gingen, etc. im Leben nach der
Schule in ein Loch fielen, aus dem sie sich nur retten konnten, in dem
sie sich waldorfnahen Organisationen / Waldorfschulen etc. angeschlossen
haben. Die sind dort glücklich und kommen mit ihrem Leben klar.
Des weiteren war ich (glaube ich) auch nicht so "unangepasst". Ich habe
Geige gespielt, war neugierig auf waldorf-spezielle Dinge. Vor allem
habe ich mir in der Schule, im Unterricht, gegenüber Lehrern nicht viel
von dem anmerken lassen, was ich von zu Hause kannte und was nicht
waldorf-konform war (Fernsehen, Fussball fällt mir da spontan ein).
Wichtig schien mir auch zu sein, daß ich aus einem ordentlichen Haushalt
kam: Eltern lebten zusammen, hatten ordentliche Berufe; möglicherweise
hat auch geholfen, daß sie sich mit pädagogischen Dingen ganz gut
auskannten.
Bei MitschülerInnen, die nicht diese Kriterien erfüllten
(alleinerziehende Mütter, kein richtiger Beruf, seltsame Hobbies),
konnte ich beobachten, daß diese bei den Lehrern durchaus
Schwierigkeiten hatten, obwohl sie vom Wissen und von der Leistung her
keinen Anlass zur Kritik boten. Das musste dann schon durch extrem gute
Leistungen und besonders innige Beziehungen der Eltern zur
Schule/Christengemeinschaft wieder gut gemacht werden, z.B. viel im
Schulleben mithelfen... Dann hatte man es schon einfacher.

> Also als "Neue" auf dem Gebiet der Waldorfpädagogik weiß ich schon
> so langsam nicht mehr was ich von dem Ganzen halten soll.

Was Du davon halten sollst, kannst Du nur herausfinden, indem Du Dich
hier erkundigst, die Schule selbst besuchst, mit Lehrern und Eltern
sprichst.

>  Hier höre ich von einigen Schüler, die wir zufällig beim Judo
> kennengelernt habe, nur Gutes.

Das will ich nicht ausschließen, denn auch ich erinnere mich häufig nur
an die schönen Dinge, von denen es auch jede Menge gab (Klassenfahrten,
Klassenspiele, Ausflüge, einige "offene" oder selbstkritische Lehrer).

> Sind die Schulen regional unteschiedlich?

Das glaube ich bestimmt. Auf Klassenfahrten haben wir auch andere
Waldorfklassen kennengelernt, die aus ihrem Alltag berichteten. Da war
alles dabei: von ganz offen, wie ich es von meinen Eltern kannte, bis zu
ganz waldorf-fest, sowohl unter Lehrern, Schülern und Schule. Also: Sieh
Dir die Schule an, das hilft am besten.

> Hat es vielleicht etwas mit "Früher" und "Heute" zu tun?

Auch das ist sicherlich richtig. Waldorfschulen verändern sich, wie
alles andere auch. Ich glaube, junge Schulen (bis ca. 30 Jahre) sind
recht "offen", die älteren halten alles "Schlechte" (d.h.
nicht-waldorf-konforme) gern fern.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen. Aber frag' gern weiter.

Liebe Grüße
Daniel

#2250 Von: "Angela" <angela24955@...>
Datum: Do 3. Mrz 2005 9:48
Betreff: Flensburger Waldorfschule
angela24955
Offline Offline
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moin,

kennt hier jemand die Flensburger Waldorfschule?
Oder weiß einer von Euch etwas über sie zu berichten?
Wenn ich den vorhergehenden Bericht von Wolkensteine lese, bekomme
ich hier schon wieder eine Krise.

Also als "Neue" auf dem Gebiet der Waldorfpädagogik weiß ich schon
so langsam nicht mehr was ich von dem Ganzen halten soll.

  Hier höre ich von einigen Schüler, die wir zufällig beim Judo
kennengelernt habe, nur Gutes.

Sind die Schulen regional unteschiedlich?

Hat es vielleicht etwas mit "Früher" und "Heute" zu tun?

Ich brauche bitte ein paar Meinungen und Erfahrungen von Euch.

Danke.
Lieben Gruß
Angela

#2249 Von: "wolkensteine" <wolkensteine@...>
Datum: Do 3. Mrz 2005 8:47
Betreff: ein paar Zeilen zum Schluss....
wolkensteine
Offline Offline
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Hallo,

ich wuensche Euch weiterhin alles was ihr braucht, um das zu finden,
was Euch gut tut.

Es war gut, dieses Forum eine Zeit lang zu nutzen, um mir die
verschiedenen Ansichten wieder einmal anzusehen, und zu schauen, was
sich da bei mir bewegt.

Fuer mich war positiv an der WS(an der nicht nur ich, sondern auch
ein Teil meiner vier aelteren Geschwister waren) dass ich in Kontakt
mit den kuenstlerischen Elementen gekommen bin. Wirkt sich in meinem
Leben als Kuenstlerin positiv aus. Das ist der Teil, fuer den ich
dankbar bin, der WS.

Zwei Lehrer, die aus einem anderen Kulturkreis kamen, haben mir an
der WS weitergeholfen, was fuer mich so was wie Lebensrettung war, in
Punkto Lernen, denn ich war sehr wissbegierig, allerdings wollte ich
wissen, was real abgeht in der Welt, in meiner, in der Aussenwelt, in
der ich lebte- das war aber leider tabu, da die Schule vor allem an
ihrer eigenen Lehre interessiert ist, was nicht fuer Weltoffenheit
und vieles anderes spricht.

Das Meiste andere war fuer mich mehr oder weniger eine Qual, denn ich
fiel dadurch, dass ich einfach nur ich war, durch ein Raster(welches
das war, habe ich fuer mich in etwa geklaert, tut aber hier nichts
mehr zur Sache, da es sinnlos ist, ueberzeugte WS-Fans aufzuklaeren,
und dann auch nicht noetig, Offenheit fuer Anderes kommt meiner
Erfahrung nach sowieso nur dann, wenn ich dazu bereit bin, die Zeit
dazu reif ist, also schaetze ich, dass das auch so bei anderen ist)
und hatte damit wirklich kaum etwas zu lachen. Extrem traurig und
schaedlich, dass Kinder nicht angenommen werden, wie sie sind
(uebrigens kein Einzelfall).

Auch wenn ich durch das Raster fiel, denke ich, dass es im Grunde
genommen ein Skandal ist, Kinder in einem System Schule aufwachsen zu
lassen(immerhin verbringen die Kinder ja einen grossen Teil ihrer
Kindheit darin) in dem aus meiner Sicht voellig abstruse, wenn nicht
gar schaedliche Theorien vermittelt werden.

Es ist aus meiner Sicht und Erfahrung unfassbar, dass Kinder nach
Temperamenten zusammengesetzt werden. Erstens ist ein Lehrer kein
Gott, kann also nicht wissen, was fuer ein(oder mehrere) Temperament
(e) ein Kind hat, zweitens ist es absurd anzunehmen, dass ein Mensch
nur aus einem einzigen Temperament besteht, drittens grenzt es an
Gemeingefaehrlichkeit ein Kind dermassen festzulegen, das sich ja
immer noch in der Entwicklung befindet. Ich fuer meinen Teil sehe
Erziehung nicht als Formung, sondern als Entfaltung, wovon ich an
dieser Schule mit Ausnahmen, nichts gesehen habe, und ich bin
dankbar, dass ich das Ganze innerlich ueberlebt habe.

Nein, ich denke auch nicht, dass es Zufall war- mal eben Pech gehabt
mit einem Lehrer- denn es kann nur Methode sein, wenn so viele
verschiedene LehrerInnen immer in diese gleiche Richtung zielten´,
und das nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen MitschuelerInnen,
die aeusserlich in eine aehnliche Schublade "passten", wie ich.

Dass im Uebrigen- wie ich einem alten Beitrag im Forum las-
LehrerInnen in irgendeiner Form ausgebildet werden, mit Gewalt im
Zuhause, mit sexuellem Missbrauch und Aehnlichem umzugehen, habe ich
nicht gesehen, vielmehr die LehrerInnen in ihrer Forderung nach
absoluter Unterordnung geradezu als Foerderer dieser den Kindern im
Nacken sitzenden Folgen. Gerade Kinder, von denen ich wusste, sie
wurden schwerstens misshandelt, wurden von LehrerInnen immer und
immer wieder dran genommen und gequaelt mit Forderungen, und dem
unweigerlichen Scheitern, und dem nicht Auffangen des Lehrers, Bzw.
der Lehrerinnen.

Ich denke, wer Wert darauf legt, dass ein Kind sich entfalten kann,
wie es ist, einen eigenen unabhaengigen Standpunkt entwickelt, aus
sich heraus mitfuehlend, eigenstaendig, realistisch, wissbegierig,
kreativ und offen fuer Neues, und nicht tief verletzt und missbraucht
in seiner Seele, sollte sein Kind nicht auf die WS schicken.

Danke Reinhard fuer Deine Offenheit, Deine Hintergrundinformationen
haben genau das gezeigt, was ich als Kind in der WS erlebt habe, als
waerste dabei gewesen. Das hat mir unheimlich gut getan, und mir auch
ein Stueck weit geholfen, dieses Kind in mir zu troesten.

Es tut mir nicht sonderlich gut, mir staendig anzuhoeren, dass das,
was ich erlebt habe, so nicht sein kann, oder ne Ausnahme Bzw. dass
staendig hier im Forum Beitraege kommen, von denen ich mich frage,
wieso sie so dermassen missionarisch und laut sein muessen, abgesehen
von der Strategie, die ich hier zur Genuege benannt habe.
Das Ganze hat Methode, weiter nichts.

Es war aber gut, meine Erfahrungen in den Hintergrund zu stellen, und
mich zu oeffnen, zu sehen, ob ich nicht vielleicht doch etwas
annehmen kann, das ich vielleicht nicht wahrgenommen habe.

Manchmal sind ja eigene Erfahrungen auch Brillen, die mal abgenommen
werden moechten, um was anderes zu sehen, aber ich habe wieder nur
das gesehen, was ich immer in den WS Kreisen wahrnehme, die Lehre
Rudolf Steiners, und die ist in meinen Augen-ob mit oder ohne Brille
(wobei die Frage ist, ob sich die eigene Brille wirklich jemals zur
Gaenze ablegen laesst)-verwirrt, abstrus, rassistisch und geschlossen.

Fuer mich fuehlt sich die WS, und was dahinter steht sektenaehnlich
an, und ich hoffe nur, dass sich die Menschen, die damit zu tun
haben, ihrer Verantwortung dem gegenueber, was ihnen anvertraut und
aus meiner Sicht am schuetzenswertesten ist, bewusst sind.

Alles Gute allen, weiterhin.

Gruss,
B.

#2248 Von: "angela24955" <angela24955@...>
Datum: Mit 2. Mrz 2005 20:22
Betreff: Hallo
angela24955
Offline Offline
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ich bin Angela, 38 Jahre und wohne bei Flensburg. Unser Sohn soll im
Sommer eingeschult werden. Nach endlosen Überlegungen, was für
unseren Jungen am besten ist,  sind wir zum Entschluß gekommen, den
jungen Mann der Waldorfschule in Flensburg anzuvertrauen.
Mein Mann und ich haben keinerlei "Vorkenntnisse" zum Thema
Waldorfschule und ich habe mir die benötigten Infos hauptsächlich im
Internet bezogen. Nun habe ich Euch hier gefunden. Wir haben die
Schule nun  schon zum wiederholtem Male besucht und an Seminaren
teilgenommen. Unser Sohn war nun auch schon
zum "Vorstellungsgespräch". Wir sollen demnächst Bescheid bekommen,
ob die Schule ihn aufnimmt. Ist das so üblich?

Es kommt uns, die wir nur die normalen Schulen kennen, schon etwas
abgehoben und zu schön und zu friedlich vor. Aber gut. Unser Junge
wäre dort eigendlich richtig, da er ein sehr lieber Bengel ist und
zudem auch noch sehr gutmütig und hilfsbereit.Leider sind hier auch
sehr viele negative Erfahrungen zu lesen. Es macht mich doch etwas
unsicher in unserer Entscheidung.
Liebe Grüße
Angela

#2247 Von: tarsk@...
Datum: Do 17. Feb 2005 16:20
Betreff: Allah ist Abklatsch
tarsk2003
Offline Offline
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Hallo Wulf,
du schreibst:

"Über den Islam darf man nichts sagen, aber
über Anthroposophie, die ja Deiner Meinung nach ebenfalls eine Religion
ist?"
Nein, ich halte Anthroposophie keinesfalls für eine Religion. Sie ist eine
Heilslehre und Rassenlehre.
Ich habe nie gesagt, dass man über den Islam nichts sagen darf. Steiner
stellt sich aber über den Propheten Mohammed, und behauptet, dass dieser
nicht geschnallt hat, dass er es mit einem Abklatsch von Ahriman zu tun hat.
Damit wird eine andere Religion verächtlich gemacht. Steiner tritt ja auch
gleich nach, indem er sagt, dass die Anhänger luziferisch seien.
"Ich bezweifle doch sehr, daß die Familie Özgül aus Südostanatolien die
(austeilweise äußerst fragwürdigen Teilnehmernotizen zusammengefrickelten)
Konferenz"protokolle" gelesen hat oder jemals lesen wird."
Das bezweifele ich auch und habe das nirgends behauptet. Die Waldorfschule
ist auch ohne das abwertende Geschwafel ihres Gründers nahezu frei von
Mohammedanern. Die überlässt die Gesellschaft den Staatsschulen.
"Ein Schulbegründer der im Vorübergehen mal eben die Anhänger einer anderen
Religion abwatscht! Und dies Lehrern auf dem Weg gibt, die ja vielleicht mal
solche Gemütsverfassungen vor sich sitzen haben: 8 Jahre lang, nahezu
täglich." Ich finde das eklig. Der Evangelist Steiner, der sich über andere
Völker und Rassen erhöht und seine Anhängerschar, die dem allem beifällig
zunickt.
"Ich kenne keinen, der deshalb ein Kind aus einer muslimischen Familie nur
mit der Zange anfaßt, was Du offenbar unterstellst."
Nein, die geben sich alle weltoffen und tolerant. Dennoch schleicht das Gift
von Steiners Wertungen in die Gedanken und Herzen der Anhänger. Gerade die
Anhänger, die doch sonst jeden Farbton tief empfinden sollen, sollten sich
unempfindlich zeigen gegenüber den Aussagen ihres Heilsgründers?






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#2246 Von: "Wulff Wendelstein" <wulff.wendelstein@...>
Datum: Mit 16. Feb 2005 13:18
Betreff: RE: Ahriman-freie-Schulen?
wulff.wendelstein@...
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> Aber du hast nicht
> unrecht, wenn du ihn für das pädagogische Programm der
> Waldorfschulen immer
> wieder heranziehst.

Was tu ich? Ich sag ja: Pawlow. Du hast in einer mail von mir den Begriff
"Ahriman" entdeckt, und jetzt mußt Du die ganze Zeit bellen, weil Dir
offenbar nach wie vor nicht zugänglich ist, wie das gemeint war.


> Jedenfalls ist Ahriman dafür verantwortlich, dass es keine Mails für die
> Eltern von Waldorfkindern geben soll (ach Ansicht der Oberesoteriker)

Schmarrn. Ganz abgesehen davon haben irgendwelche Oberesoteriker weder den
Status eines Religionswächters noch sonstwo etwas zu sagen. Die
Waldorfschulen sind völlig frei darin, wie sie damit umgehen. Was
tatsächlich dabei herauskommt, zeigen die unzähligen Websites von
Waldorfschulen und -schülern, von denen einige sogar bei renommierten
Wettbewerben vorderste Plätze eingenommen haben.


> der Schulbegründer spricht über den Gott einer Religion als
> "Abklatsch" von
> irgendwelchen Wesenheiten.

Wie furchtbar. Gehst Du regelmäßig in die Moschee? Dann würde ich mal den
Mullah zu einer Fatwah veranlassen. Betest Du fleißig? Oder bist Du
antiamerikanisch eingestellt? Über den Islam darf man nichts sagen, aber
über Anthroposophie, die ja Deiner Meinung nach ebenfalls eine Religion ist?
Political Correctness ist ein schleimiges Geschäft. Verheddere Dich nicht.

> Schulgeld hin oder her, ich würde mein Kind nicht auf eine Schule
> schicken,
> an der so über meine Religion gedacht und geredet wird. Egal, ob
> ich gläubig
> bin oder nicht.

Ich bezweifle doch sehr, daß die Familie Özgül aus Südostanatolien die (aus
teilweise äußerst fragwürdigen Teilnehmernotizen zusammengefrickelten)
Konferenz"protokolle" gelesen hat oder jemals lesen wird. Sie wird sich
jednefalls gewiß nicht aus diesem Grund für oder gegen die WS entscheiden.
Außer Herr Özgül wird von Herrn Karst gerade noch rechtzeitig aufgeklärt,
damit er seine Kinder vor den infamen Gotteslästerungen des Herrn Steiner
schützen kann, die bekanntlich jedes Kind am Anfang des Schuljahrs auswendig
lernen muß, woraufhin die muslimischen Kids von den ohnehin mit Steiners
völkischem Gedankengut indoktrinierten Klassenkameraden jeden Mittag
verprügelt werden.

> Die "Gemütsverfassung" der Gläubigen ist luziferisch. Ein
> Schulbegründer der
> im Vorübergehen mal eben die Anhänger einer anderen Religion abwatscht!
> Und dies Lehrern auf dem Weg gibt, die ja vielleicht mal solche
> Gemütsverfassungen vor sich sitzen haben: 8 Jahre lang, nahezu täglich.

Ich kenne keinen, der deshalb ein Kind aus einer muslimischen Familie nur
mit der Zange anfaßt, was Du offenbar unterstellst. Meine Gemütsverfassung
ist übrigens auch luziferisch. Das find ich eigentlich recht angenehm.

#2245 Von: tarsk@...
Datum: Mit 16. Feb 2005 10:57
Betreff: Ahriman-freie-Schulen?
tarsk2003
Offline Offline
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Wulf, wer hat angefangen mit Ahriman? Ich war es nicht! Aber du hast nicht
unrecht, wenn du ihn für das pädagogische Programm der Waldorfschulen immer
wieder heranziehst.
Jedenfalls ist Ahriman dafür verantwortlich, dass es keine Mails für die
Eltern von Waldorfkindern geben soll (ach Ansicht der Oberesoteriker) Und
der Schulbegründer spricht über den Gott einer Religion als "Abklatsch" von
irgendwelchen Wesenheiten.

Schulgeld hin oder her, ich würde mein Kind nicht auf eine Schule schicken,
an der so über meine Religion gedacht und geredet wird. Egal, ob ich gläubig
bin oder nicht.
Die "Gemütsverfassung" der Gläubigen ist luziferisch. Ein Schulbegründer der
im Vorübergehen mal eben die Anhänger einer anderen Religion abwatscht!
Und dies Lehrern auf dem Weg gibt, die ja vielleicht mal solche
Gemütsverfassungen vor sich sitzen haben: 8 Jahre lang, nahezu täglich.


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