"betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?"
Montag, 6. November 2006, 22.30 Uhr, SWR Fernsehen, 45
Minuten
Ein Film von Dietrich Krauß
Überall sinken die Schülerzahlen, nur die
Waldorfschule boomt. In der Großstadt und auf dem
Lande werden neue Schulen gegründet. Die
Wartelisten sind lang, weil viele Eltern nach einer
Alternative zum staatlichen Schulsystem suchen, erst
recht seit PISA diesem schlechte Zensuren gibt.
Die Waldorfpädagogik verspricht Lernen ohne
Leistungsdruck, individuelle Förderung und kreativ
musische Ausbildung. Darüber hinaus wirbt sie mit
glänzenden Abitursquoten.
Die Waldorfschulen profitieren vom PISA-Schock,
ohne je selbst an der PISA-Studie oder anderen
Evaluationen teilgenommen zu haben. Immer wieder wird
auch Kritik laut. An der Alternativschule wird nach
den esoterischen Lehren Rudolf Steiners erzogen. Seine
übersinnlichen Erkenntnisse prägen den Lehrplan und
die Ausbildung der Waldorflehrer.
Aussteiger beklagen, dass Schüler systematisch
unterfordert und subtil indoktriniert werden und
sprechen von teilweise sektenähnlichen
Zuständen.
Während die schönen Schulgebäude und der ungewöhnliche
Unterricht mit viel Praxis, Theater und Musik den
Eindruck vermitteln, dass in den Waldorfschulen
wirklich kindgerechte Pädagogik gepflegt werde, fällt
die Fachwissenschaft teilweise vernichtende Urteile
über ihre altertümlichen Erziehungsmethoden.
"Betrifft? fragt: Was suchen Eltern bei den
Alternativschulen? Was machen Waldorfschulen anders
und warum? Wie gut sind Waldorfschulen wirklich?
SWR-Autor Dietrich Krauß recherchierte über ein Jahr,
drehte an Waldorfschulen und Lehrerseminaren, sprach
mit begeisterten Eltern und enttäuschten Aussteigern,
mit aktiven und ehemaligen Lehrern, mit Didaktikern
und Begabungsforschern und kam zu überraschenden
Erkenntnissen.
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Hallo Ana Maria!
On Wed, 15 Feb 2006 19:50:04 -0800 (PST), you wrote:
>Es gibt Studien in der Bereich der Anthroposophie, die sich mit Autismus
beschaeftigen. Vielleicht solltest du darueber lessen.
>
> http://www.immortalbooks.com.au/hidden/genre_42.html
Vielen Dank!
> Ich habe nicht den Gefuhl, dass man sollte die gesamte "Anthroposophie" fuer
den potentiellen Straftaten einer Gruppe oder Einzelnmensch schuldig
machen--auch nicht, wenn der Mensch oder Menschen die diese Straftat begegnet
haben, sich "Anthroposophen" nennen.
Da hast Du recht. Aber ich glaube, keiner der in dieser Gruppe
beteiligten will alle Anthroposophen dafür verantwortlich machen. Der
Ursprungsposter hat ja lediglich gefragt, ob anderen ähnliche Fälle
bekannt sind. Und diese Frage ist ja legitim.
Herzliche Grüße!
Hischam
--
Summa scientia nihil scire.
Die Wirklichkeit ist immer anders.
http://www.littera.dehttp://www.littera.de/Hischam (under construction)
Es gibt Studien in der Bereich der Anthroposophie, die sich mit Autismus
beschaeftigen. Vielleicht solltest du darueber lessen.
http://www.immortalbooks.com.au/hidden/genre_42.html
Ich denke, dass man kann alle Glauben der Menschen daemonizieren und schlecht
machen, nur wegen den schlechten Taten von ein paar Menschen die sich geirrt
haben; aber das waere auch einen Irrtum, und nicht eine legitime Antwort zu der
Frage der Ehrlichkeit und der Ehrliche Handlung von Menschen zu ihren
Mitmenschen.
Entschuldige mein Deutsch, ich spreche viel besser auf Spanisch und English.
Nur, bisher habe ich gelessen, ohne meine Meinung zu sagen. Das Problem hier
ist von eine gespaltene Natur. Hier gibt es -- vielleicht -- eine Klage wegen
den unetischen Handlung eines Kindes der an Autismus leidet. Es wird vermuetet,
dass das Kind wurde von Anthroposophen mishandelt. Ich lesse, aber ich kann
mich nicht hiermit beschaeftigen, weil ich sowas noch nicht gesehen habe.
Ich mache mich Sorgen wegen den Gefahr, dass wir in eine Kettenreaktion
zwischen Aenger und eine falsche Sinne von Selbstverteidigung hinein fallen.
Ich habe nicht den Gefuhl, dass man sollte die gesamte "Anthroposophie" fuer den
potentiellen Straftaten einer Gruppe oder Einzelnmensch schuldig machen--auch
nicht, wenn der Mensch oder Menschen die diese Straftat begegnet haben, sich
"Anthroposophen" nennen. Dafuer gibt es viele andere Menschen in diesen
Kreisen, die gut und ehrlich handeln; Menschen, die ihren Mitmenschen
respektieren und liebevoll zustehen. Auch habe ich keine Interesse daran, eine
Kruzade gegen alle Anthroposophen deswegen anzufangen. Es gibt genueg zu
heilen, um so eine Haltung zu uebernehmen.
Vielleicht sollte man auf der Justiz vertrauen, und nicht auf uns der
Richterrolle erzwingen, weil wir hierueber nicht genueg ueber den Einzelnheiten
verfuegen, um Fragen zu verantworten. Dafuer ist doch die Staatsanwaltschaft
zustaendig und faehig in Ehrlichkeit mit der Justiz zu handeln.
Ich mochte in Vertrauen abwarten, um Klarheit zu spuren. Bisher wissen wir nur
so wenig, und koennen wir nicht viel mehr tuen als reden und verteidigen was uns
nicht zusteht. Aber, ich glaube dass man kann nur seine eigene Taten
verantworten.
Bis bald,
Ana Maria
LIFE CYCLE ~ ~ ~ WATCH CLOSELY
Awesome Art
"Hischam A. Hapatsch" <HHapatsch@...> wrote:
Hallo!
On Mon, 13 Feb 2006 14:11:14 -0000, you wrote:
>Vorstand und Leitung des Kindergartens haben seit 3 Monaten nichts zur
>Aufklärung der Fälle getan. Die Staatsanwaltschaft hält die Aussagen
>von 7 Familien für glaubhaft und ermittelt gegen 3 Erzieher.
Na, dann ist doch eine staatsanwaltliche Untersuchung zu begrüßen.
Wie wird eigentlich Autismus/Asperger-Syndrom anthroposophisch
"erklärt"? Weiss da jemand Quellen?
Gruß!
Hischam
--
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Hallo!
On Mon, 13 Feb 2006 14:11:14 -0000, you wrote:
>Vorstand und Leitung des Kindergartens haben seit 3 Monaten nichts zur
>Aufklärung der Fälle getan. Die Staatsanwaltschaft hält die Aussagen
>von 7 Familien für glaubhaft und ermittelt gegen 3 Erzieher.
Na, dann ist doch eine staatsanwaltliche Untersuchung zu begrüßen.
Wie wird eigentlich Autismus/Asperger-Syndrom anthroposophisch
"erklärt"? Weiss da jemand Quellen?
Gruß!
Hischam
--
Die Wirklichkeit ist immer anders.
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Vorstand und Leitung des Kindergartens haben seit 3 Monaten nichts zur
Aufklärung der Fälle getan. Die Staatsanwaltschaft hält die Aussagen
von 7 Familien für glaubhaft und ermittelt gegen 3 Erzieher.
Nein, das wäre bei uns undenkbar. Unsere vier Kinder sind/waren alle im
Waldorf-Kindergarten Köln-Esch. Ich habe nie von solchen oder ähnlichen
Vorfällen gehört, nicht einmal andeutungsweise.
Gruß,
- Erwin
Am Sonntag, 5. Februar 2006 12:12 schrieb hagener60:
> In unserem Kindergarten ist es vorgekommen das autistische Kinder
> weggesperrt wurden, z.B. weil sie ihren Becher Tee nicht ausgetrunken
> haben. Ein Kind wurde sogar geschlagen. Weiß jemand ähnliches zu
> berichten?
>
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In unserem Kindergarten ist es vorgekommen das autistische Kinder
weggesperrt wurden, z.B. weil sie ihren Becher Tee nicht ausgetrunken
haben. Ein Kind wurde sogar geschlagen. Weiß jemand ähnliches zu
berichten?
Is Vater Gandow fuer oder gegen Anthroposophie?
Anmerkung:
Dieser Beitrag stammt vom 9.1. und ist durch eine technische Panne erst jetzt
veröffentlicht worden.
Ich bitte dies zu entschuldigen.
Tom Singer-Carpenter
Moderation
Mein Sohn besucht bereits fünf Jahre eine Waldorfschule, nun ziehen
wir nach Schwäbisch Hall und leider ist genau die Klasse, in die
mein Kind sollte, völlig überfüllt ( 46 Kinder ).Nun stehe ich vor
dem Problem, mein Kind auf eine Staatschule schicken zu müssen.
Wer hat mit diesem Problem Erfahrungen?
Wo oder von wem wird mein Kind bewertet ?
Ich möchte ihn erst einmal in eine Realschule schicken, aber wer kann
ihn überhaupt einstufen.
Wer kann mir helfen ?
Vielen herzlichen Dank
Laura
Hallo und ein frohes Neues Jahr allerseits!
Der Website www.ekibb.de ist zu entnehmen, dass am 10.
- 11. Februar 2006 ein Seminar "Anthroposophie und
Waldorfpädagogik" in der Evangelischen Fachhochschule
Berlin, Teltower Damm 118-122, 14167
Berlin-Zehlendorf, stattfindet:
Der Mond zeigt,
was die Erde werden könnte;
"in der dunkleren Seite zeigt er ja
demjenigen, der das Übersinnliche
schauen kann, diese dämonischen
Gestältlein, die in der nach einwärts
gebildeten Biegung der Sichel sich
in abscheulicher Weise bewegen.
Der Mensch muß durch das, was
ich eben angeführt habe, die Erde
bewahren vor dem Mondendasein."
Rudolf Steiner, Tafelbild/Vortrag,
1.4.1921, Dornach
Themen
Wie christlich ist die Anthroposophie?
Wie frei ist die Waldorfschule?
Wie schülerzugewandt ist die Pädagogik Rudolf
Steiners?
Fragen, die Eltern bewegen, die nach einer Alternative
zur
Staatsschule suchen. Themen, die Gemeinden
interessieren,
in deren Einzugsgebiet sich anthroposophische
Einrichtungen
befinden.
Das Gespräch mit Experten soll dazu helfen, eine
eigene Position
zu bestimmen.
Referenten
Joachim Ringleben ist Professor für systematische
Theologie
in Göttingen und ordentliches Mitglied der Akademie
der
Wissenschaften zu Göttingen.
Dr. Jan Badewien ist Direktor der Evangelischen
Akademie Baden
und Weltanschauungsbeauftrager der badischen
Landeskirche.
N.N. zur Waldorf-Pädagogik, Steiner-Rezeption
infos, Anmeldung
Pfarrer Thomas Gandow
Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen der
EKBO
D-14165 Berlin-Zehlendorf, Heimat 27
Telefon: 030-815 70 40
Fax: 030-845 09 640
e-mail: pfarrer.gandow@...
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Liebe Teilnehmer,
bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.
Zitat von der Startseite des Waldorf-Diskurses:
"Beiträge, die Werbung enthalten, sind nicht erwünscht."
danke.
Tom Singer-Carpenter
Moderation
P.S.
Ich werde den Teil des Beitrages, der Webungscharakter hat, demnächst
entfernen, um das Archiv gemäß der Intention des Forums zu erhalten.
Lieber Waldorfpapa....
Eine sehr gute Idee zu diesem Thema etwas zu starten.
Mein Tipp an Dich ist eröffne doch eine Gruppe hier bei Yahoo.de. Du
kannst in den Einstellungen angeben, das sich die potentiellen
Mitglieder erst von Dir Freischalten müssen. Das kannn dann
Beispielsweise durch Beantwortung von Dir gestellter Fragen in einer
ersten Mail erfolgen, oder dirch ein Statement.
Liebe Grüße,
Stephan
--- In Waldorf-Diskurs@..., "singercarp" <123@a...>
schrieb:
> Folgender Beitrag wird gekürzt wiedergegeben
> TSCarpenter - Moderation
>
> waldorfpapa@y... schrieb:
>
> Liebe Mitglieder dieses Forums.
>
> Meine erste Frage an den Moderator ist, ob wir nicht hier bei Yahoo
> ein geschlossenes Forum eröffnen können, wo nur ausgewählte
> Mitglieder zugelassen werden können.
>
> Das Thema um das es gehen soll handelt von der Angst (Mobbing,
> Einschüchterung, und interner Strukturen).
> Besteht hier in der Gruppe ein Interesse an dieser Thematik ?
> Viele liebe Grüße
> Euer Waldorfpapa.
Bitte streichen Sie mich aus Ihrem Verteiler.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Fernbach
Wissen der Tradition
c/o. C. Fernbach
Postfach 2129
47632 Straelen
Fernruf/-bild: 02839 / 568866
info@...
www.regin-verlag.de
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Waldorf-Diskurs@...
[mailto:Waldorf-Diskurs@...]Im Auftrag von singercarp
Gesendet: Dienstag, 13. September 2005 11:21
An: Waldorf-Diskurs@...
Betreff: [Waldorf-Diskurs] Geschlossenes Forum
Folgender Beitrag wird gekürzt wiedergegeben
TSCarpenter - Moderation
waldorfpapa@... schrieb:
Liebe Mitglieder dieses Forums.
Meine erste Frage an den Moderator ist, ob wir nicht hier bei Yahoo
ein geschlossenes Forum eröffnen können, wo nur ausgewählte
Mitglieder zugelassen werden können.
Das Thema um das es gehen soll handelt von der Angst (Mobbing,
Einschüchterung, und interner Strukturen).
Besteht hier in der Gruppe ein Interesse an dieser Thematik ?
Viele liebe Grüße
Euer Waldorfpapa.
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Folgender Beitrag wird gekürzt wiedergegeben
TSCarpenter - Moderation
waldorfpapa@... schrieb:
Liebe Mitglieder dieses Forums.
Meine erste Frage an den Moderator ist, ob wir nicht hier bei Yahoo
ein geschlossenes Forum eröffnen können, wo nur ausgewählte
Mitglieder zugelassen werden können.
Das Thema um das es gehen soll handelt von der Angst (Mobbing,
Einschüchterung, und interner Strukturen).
Besteht hier in der Gruppe ein Interesse an dieser Thematik ?
Viele liebe Grüße
Euer Waldorfpapa.
Hallo,
ich suche Menschen, die ihre Kinder an der Waldorfschule in Bremen
haben oder dort selber zur Schule gehen ( sowohl Lehrer als auch
Schüler ).
Viele Grüße
Jens
Hallo,
ich war Diplompädagoge, "spät berufener" Waldorfkindergärtner und
Waldorf-Sonderschullehrer, mittlerweilewieder in der staatlichen
Sonderschule und versuche dort aber einige Anregungen, sowohl was den
spirituellen Hintergrund als auch praktisch-methodische Hinweiseangeht, dort
hinein zu bringen.(Meist fühle ich mich zwischen den Stühlen dieses
Forums.)Ich werde versuchen kurz auf deine Fragen einzugehen:
>den Tip
>beherzigen und mir "unseren" Waldorfkindergarten mal >genauer ansehen.
Das ist sicher das wichtigste. Mich hat die Praxis des Waldorfkindergartens
bei aller Skepsis gegenüber Steiner damals so überzeugt, dass ich mich zum
Waldorfkindergaärtner habe weiter bilden lassen.
>Mich würden aber noch ein paar Punkte ineteressieren:
>1. Wie steht es mit der ideologische Einfärbung?
Es gibt eine spirituelle Grundhaltung, die sich zum Beispiel im Feiern der
christlichen Jahresfeste zeigt.Diese Grundhaltung wird vorgelebt.
>Werden den Kindern
>bestimmte Weltansichten eingetrichtert? Man hört da so >einiges...
das glaube ich nicht, ich habe in vielen Kindergärten hospitiert.
Das Prinzip der Nachahmung als Grundlage für die Vorschulzeit schützt auch
davor.
>2. Stimmt es, daß den Kinder Dinge beigebracht >werden, die nicht dem
>allgemein anerkannten Stand der Wissenschaft >entsprechen? Oder
>betrifft das nur die Schule?
Es wird den KIndern nichts "beigebracht". Auf Wissenschaft und Schule gehe
ich aus Zeitgründen nicht ein, für den Kindergartenbereich halte ich diese
Frage für unbedeutsam.
>3. Werden Kinder zu autoritätshörigen Duckmäusern (v)erzogen?
Für den Kindergartenbereich sage ich wieder eindeutig "Nein". (Auch für die
Schule: (Nicht immer gut verwirklicht,) bedeutet Autorität im Schulalter für
Waldorflehrer die Rücksicht auf die Tatsache, dass Schüler in der
Grundschulzeit deswegen gern lernen, weil sie zu Erwachsenen gern aufschauen
und von denen etwas hörenwollen, - was mir viele Grundschulkollegen
bestätigen.)
>4. Stimmt es, daß Kreativität besonders gefördert wird, >wenn ja, wie?
Es wird großen Wert auf musikalisch rhythmische Gemeinschaftserlebnisse und
kreatives schöpferisches Tun der Kindergärtner gelegt. Im freien Spiel kann
jedes Kind die Anregungen auch aufgrund des freilassenden Spielzeugs z.B.
diverse Naturmaterialien diese Anregungen aufgreifen.
Liebe Grüße
Herbert
Hallo
vielen Dank für die ausführliche Beschreibung. Ich werde den Tip
beherzigen und mir "unseren" Waldorfkindergarten mal genauer ansehen.
Mich würden aber noch ein paar Punkte ineteressieren:
1. Wie steht es mit der ideologische Einfärbung? Werden den Kindern
bestimmte Weltansichten eingetrichtert? Man hört da so einiges...
2. Stimmt es, daß den Kinder Dinge beigebracht werden, die nicht dem
allgemein anerkannten Stand der Wissenschaft entsprechen? Oder
betrifft das nur die Schule?
3. Werden Kinder zu autoritätshörigen Duckmäusern (v)erzogen?
4. Stimmt es, daß Kreativität besonders gefördert wird, wenn ja, wie?
LG
Nicole
Liebe Nicole,
Natürlich sind alle Kindergärten unterschiedlich, auch Waldorfkindergärten.
Deshalb kann ich nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten:
Ich bin drei Jahre in einen W-Kg gegangen. (Momentan mache ich auf einer WS
Abitur.)
Es gibt dort einen geregelten Tagesablauf, etwa so:
Bis 8:30 sollten alle Kinder da sein. Sie können drinnen spielen (wir hatten
einen Kaufmannsladen und eine Puppenstube) oder malen (mit Wachsmalkreiden).
Etwa um viertel vor zehn wird aufgeräumt (von allen) und zwei der ältesten
Kinder decken den Tisch.
Um zehn Uhr gibt es Frühstück - jedes Jahr gibt es für jeden Wochentag ein
bestimmtes Essen. Bei uns war das Brot, Brötchen (Vollkorn + selbstgebacken),
Müsli, Hirsebrei mit Apfelmus und Obstquark. Dazu Tee. Ich gehöre noch zu den
Glücklichen, an deren Geburtstag ein Kuchen gebacken wurde (dazu gab es dann
Milch zu trinken; es war so etwas besonderes, dass sogar ich sie trank). Wir
durften nämlich die Schüssel auslecken! Vor etwa zwölf Jahren gab es dann mal
irgendwo Salmonellen, seitdem müssen die Geburtstagskind-Eltern selber backen
;-)
Nach dem Frühstück gehen alle raus und spielen im Garten.
Etwa um halb zwölf geht's wieder rein. Händewaschen und dann wird auf dem
Jahreszeitentisch eine Kerze angezündet und eine Geschichte erzählt. Es ist
immer über ein paar Wochen die gleiche, aber die Kindergärtner bemühen sich, sie
immer mal ein bisschen zu variieren.
In meinem alten Kindergarten gibt es inzwischen auch eine Nachmittagsgruppe, mit
Mittagessen und so. Das habe ich allerdings nicht mehr erlebt.
Als meine Patentante vor zwanzig Jahren überlegte, ihre Kinder dorthin zu
schicken, wurde sie noch wegen ihrer Kleidung (viel Leder, eng, mini)
kritisiert. Das ist inzwischen aber anders ;-)
Generell steht die Waldorfpädagogik dem Fernsehen kritisch gegenüber; wenn dein
Kind also von zwei bis fünf vor der Glotze hängt, stößt du damit nicht auf
Begeisterung. Allerdings wird niemand mehr fertiggemacht, weil sein Kind die
Schlümpfe kennt.
Vermutlich werden in den meisten W-Kindergärten die Feste Weichnachten, Ostern,
St. Johannes (24.6.) und St. Michael (29.9.) irgendwie gefeiert. Bei uns gab es
damals jedes Jahr ein Weihnachtsspiel von den Kindegartenkindern, und die
"Großen" durften auch rüber in die Schule, wo die Lehrer das Oberufer
Christgeburtspiel aufführen.
Einerseits wird großen Wert darauf gelegt, dass die Kinder z.B. die Jahreszeiten
etc. mitbekommen, andererseits wirst du in den meisten W-Kindergärten vermutlich
keine naturwissenschaftlichen Experimente, Früherziehung o. ä. finden. Den
Erzieherinnen geht es eher darum, die Kinder so lange wie möglich spielen und
"Kind sein" zu lassen.
Uns ist es damals passiert, dass ich (IQ von 132, sehr lernbegierig) Lesen und
Schreiben lernen wollte und die Kindergärtnerin meinen Eltern davon abgeraten
hat und es regelrecht verbieten wollte. Wie das heute gehandhabt wird, weiß ich
nicht. Allerdings würde ich immer ein Kind, das etwas lernen möchte,
bedingungslos unterstützen ;-)
Meine Geschwister und ich haben uns nach unterschiedlich langen
Eingewöhnungsphasen im Kindergarten sehr wohl gefühlt, inzwischen geht eine
kleine Nachbarstochter mit Begeisterung dorthin.
Mein Rat: Wenn es einen Waldorfkindergaten bei euch gibt, geh doch einfach mal
hin und schau, ob du dich dort wohlfühlst.
Ein "ideologisches" Plus ist für mich übrigens, dass Waldorferzieher(innen) nach
der gleichen Tabelle, nach dem selben System bezahlt werden wie die W-Lehrer,
nämlich abhänig vom Familienstand. Ihre Arbeit wird damit sehr viel höher
geschätzt als im staatlichen System.
Herzliche Grüße
Antonia
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Hallo,
Ich überlege zur Zeit, ob es ernstzunehmende Alternativen für meinen
Sohn gibt zu einem herkömmlichen Kiga. Bei der älteren Schwester (die
allerdings von meinem Mann aus 1.Ehe stammt) bekommen wir zur Zeit
viel mit über Gewaltproblematik im Hort und an der Schule, und wir
finden es wenig überzeugend, wie hier mit dem Thema Ernährung
umgegangen wird (die Kleine glaubt immerhin, Milchschnitte sei ein
ausgewogenes Frühstück).
Ist die Waldorfpädagogik eine Alternative, bei der nicht wie in
herkömmlichen Schulen die Kreativität unterdrückt wird und eine
Gleichmachung Ziel des Ganzen ist???
Über Info oder Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen. Im Netz
liest man ja nur Horrorberichte über die Waldorfschulen...
LG
Nicole
mein Mann und ich haben uns nun nach langen Überlegungen
entschlossen, Tim auf eine staatliche Schule zu schicken.
Wir haben noch viel über Anthroposophie gelesen.
Was wir davon so halten sollen...na ja, wir sind sehr bodenständige,
klar denkende, realistische Menschen. Unser Sohn glaubt auch nicht
mehr an den Weihnachtsmann.
Außerdem fahren keine Schulbusse zur Schule. Das könne wir nicht
aktzetieren. Ich kann einfach nicht jeden Tag den Kleinen zur Schule
bringen und wieder holen. Das kann ich dann nicht mit meiner Arbeit
vereinbaren. Und ohne Arbeit.... kein Schulgeld.
Vielen Dank für Eure nette Aufnahme. Nun werde ich Eure Gruppe
allerdings wegen "nicht-mehr-brauchen":-)) wieder verlassen.
Liebe Grüße
und alles Gute für Euch senden Angela und Familie
Hallo Angela,
kennt hier jemand die Flensburger Waldorfschule?
Oder weiß einer von Euch etwas über sie zu berichten?
Wenn ich den vorhergehenden Bericht von Wolkensteine lese, bekomme
ich hier schon wieder eine Krise.
Ja, ich kenne die Flensburger Schule ein bisschen. Ich muss sagen, sie ist
für mich vorbildlich offen und engagiert. Wenn Du möchtest, kann ich Dir eine
Adressen von Leuten vermitteln, die ihr Kind dort haben, mit denen kannst Du
Dich dann austauschen.
Melde Dich am besten per PM beimir, wenn Du möchtest.
Anja
[Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]
Hallo Angela,
Angela schrieb:
>
> moin,
>
> kennt hier jemand die Flensburger Waldorfschule?
> Oder weiß einer von Euch etwas über sie zu berichten?
> Wenn ich den vorhergehenden Bericht von Wolkensteine lese, bekomme
> ich hier schon wieder eine Krise.
Ich kann verstehen, daß Dich der Bericht von Wolkensteine bestürzt,
verunsichert und Dich zweifeln läßt, ob Du Deinen Kindern das antun
willst. Aber ich glaube auch, daß Dein Ansatz richtig ist: Was macht die
Flensburger Waldorfschule aus? Ich denke, ich sollte einfach mal von
meinen Erfahrungen berichten:
Ich selbst bin Kind zweier (staatlicher) Lehrer (Gymnasium und
Grundschule) und hatte von daher immer den auch von Wolkensteine
angesprochenen Kontakt zu Nicht-Waldorfschülern. Ich habe beobachtet,
daß die reinen Waldorfschüler, die überzeugte Waldorfeltern hatten,
sonntags in die "Christengemeinschaft" gingen, etc. im Leben nach der
Schule in ein Loch fielen, aus dem sie sich nur retten konnten, in dem
sie sich waldorfnahen Organisationen / Waldorfschulen etc. angeschlossen
haben. Die sind dort glücklich und kommen mit ihrem Leben klar.
Des weiteren war ich (glaube ich) auch nicht so "unangepasst". Ich habe
Geige gespielt, war neugierig auf waldorf-spezielle Dinge. Vor allem
habe ich mir in der Schule, im Unterricht, gegenüber Lehrern nicht viel
von dem anmerken lassen, was ich von zu Hause kannte und was nicht
waldorf-konform war (Fernsehen, Fussball fällt mir da spontan ein).
Wichtig schien mir auch zu sein, daß ich aus einem ordentlichen Haushalt
kam: Eltern lebten zusammen, hatten ordentliche Berufe; möglicherweise
hat auch geholfen, daß sie sich mit pädagogischen Dingen ganz gut
auskannten.
Bei MitschülerInnen, die nicht diese Kriterien erfüllten
(alleinerziehende Mütter, kein richtiger Beruf, seltsame Hobbies),
konnte ich beobachten, daß diese bei den Lehrern durchaus
Schwierigkeiten hatten, obwohl sie vom Wissen und von der Leistung her
keinen Anlass zur Kritik boten. Das musste dann schon durch extrem gute
Leistungen und besonders innige Beziehungen der Eltern zur
Schule/Christengemeinschaft wieder gut gemacht werden, z.B. viel im
Schulleben mithelfen... Dann hatte man es schon einfacher.
> Also als "Neue" auf dem Gebiet der Waldorfpädagogik weiß ich schon
> so langsam nicht mehr was ich von dem Ganzen halten soll.
Was Du davon halten sollst, kannst Du nur herausfinden, indem Du Dich
hier erkundigst, die Schule selbst besuchst, mit Lehrern und Eltern
sprichst.
> Hier höre ich von einigen Schüler, die wir zufällig beim Judo
> kennengelernt habe, nur Gutes.
Das will ich nicht ausschließen, denn auch ich erinnere mich häufig nur
an die schönen Dinge, von denen es auch jede Menge gab (Klassenfahrten,
Klassenspiele, Ausflüge, einige "offene" oder selbstkritische Lehrer).
> Sind die Schulen regional unteschiedlich?
Das glaube ich bestimmt. Auf Klassenfahrten haben wir auch andere
Waldorfklassen kennengelernt, die aus ihrem Alltag berichteten. Da war
alles dabei: von ganz offen, wie ich es von meinen Eltern kannte, bis zu
ganz waldorf-fest, sowohl unter Lehrern, Schülern und Schule. Also: Sieh
Dir die Schule an, das hilft am besten.
> Hat es vielleicht etwas mit "Früher" und "Heute" zu tun?
Auch das ist sicherlich richtig. Waldorfschulen verändern sich, wie
alles andere auch. Ich glaube, junge Schulen (bis ca. 30 Jahre) sind
recht "offen", die älteren halten alles "Schlechte" (d.h.
nicht-waldorf-konforme) gern fern.
Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen. Aber frag' gern weiter.
Liebe Grüße
Daniel
moin,
kennt hier jemand die Flensburger Waldorfschule?
Oder weiß einer von Euch etwas über sie zu berichten?
Wenn ich den vorhergehenden Bericht von Wolkensteine lese, bekomme
ich hier schon wieder eine Krise.
Also als "Neue" auf dem Gebiet der Waldorfpädagogik weiß ich schon
so langsam nicht mehr was ich von dem Ganzen halten soll.
Hier höre ich von einigen Schüler, die wir zufällig beim Judo
kennengelernt habe, nur Gutes.
Sind die Schulen regional unteschiedlich?
Hat es vielleicht etwas mit "Früher" und "Heute" zu tun?
Ich brauche bitte ein paar Meinungen und Erfahrungen von Euch.
Danke.
Lieben Gruß
Angela
Hallo,
ich wuensche Euch weiterhin alles was ihr braucht, um das zu finden,
was Euch gut tut.
Es war gut, dieses Forum eine Zeit lang zu nutzen, um mir die
verschiedenen Ansichten wieder einmal anzusehen, und zu schauen, was
sich da bei mir bewegt.
Fuer mich war positiv an der WS(an der nicht nur ich, sondern auch
ein Teil meiner vier aelteren Geschwister waren) dass ich in Kontakt
mit den kuenstlerischen Elementen gekommen bin. Wirkt sich in meinem
Leben als Kuenstlerin positiv aus. Das ist der Teil, fuer den ich
dankbar bin, der WS.
Zwei Lehrer, die aus einem anderen Kulturkreis kamen, haben mir an
der WS weitergeholfen, was fuer mich so was wie Lebensrettung war, in
Punkto Lernen, denn ich war sehr wissbegierig, allerdings wollte ich
wissen, was real abgeht in der Welt, in meiner, in der Aussenwelt, in
der ich lebte- das war aber leider tabu, da die Schule vor allem an
ihrer eigenen Lehre interessiert ist, was nicht fuer Weltoffenheit
und vieles anderes spricht.
Das Meiste andere war fuer mich mehr oder weniger eine Qual, denn ich
fiel dadurch, dass ich einfach nur ich war, durch ein Raster(welches
das war, habe ich fuer mich in etwa geklaert, tut aber hier nichts
mehr zur Sache, da es sinnlos ist, ueberzeugte WS-Fans aufzuklaeren,
und dann auch nicht noetig, Offenheit fuer Anderes kommt meiner
Erfahrung nach sowieso nur dann, wenn ich dazu bereit bin, die Zeit
dazu reif ist, also schaetze ich, dass das auch so bei anderen ist)
und hatte damit wirklich kaum etwas zu lachen. Extrem traurig und
schaedlich, dass Kinder nicht angenommen werden, wie sie sind
(uebrigens kein Einzelfall).
Auch wenn ich durch das Raster fiel, denke ich, dass es im Grunde
genommen ein Skandal ist, Kinder in einem System Schule aufwachsen zu
lassen(immerhin verbringen die Kinder ja einen grossen Teil ihrer
Kindheit darin) in dem aus meiner Sicht voellig abstruse, wenn nicht
gar schaedliche Theorien vermittelt werden.
Es ist aus meiner Sicht und Erfahrung unfassbar, dass Kinder nach
Temperamenten zusammengesetzt werden. Erstens ist ein Lehrer kein
Gott, kann also nicht wissen, was fuer ein(oder mehrere) Temperament
(e) ein Kind hat, zweitens ist es absurd anzunehmen, dass ein Mensch
nur aus einem einzigen Temperament besteht, drittens grenzt es an
Gemeingefaehrlichkeit ein Kind dermassen festzulegen, das sich ja
immer noch in der Entwicklung befindet. Ich fuer meinen Teil sehe
Erziehung nicht als Formung, sondern als Entfaltung, wovon ich an
dieser Schule mit Ausnahmen, nichts gesehen habe, und ich bin
dankbar, dass ich das Ganze innerlich ueberlebt habe.
Nein, ich denke auch nicht, dass es Zufall war- mal eben Pech gehabt
mit einem Lehrer- denn es kann nur Methode sein, wenn so viele
verschiedene LehrerInnen immer in diese gleiche Richtung zielten´,
und das nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen MitschuelerInnen,
die aeusserlich in eine aehnliche Schublade "passten", wie ich.
Dass im Uebrigen- wie ich einem alten Beitrag im Forum las-
LehrerInnen in irgendeiner Form ausgebildet werden, mit Gewalt im
Zuhause, mit sexuellem Missbrauch und Aehnlichem umzugehen, habe ich
nicht gesehen, vielmehr die LehrerInnen in ihrer Forderung nach
absoluter Unterordnung geradezu als Foerderer dieser den Kindern im
Nacken sitzenden Folgen. Gerade Kinder, von denen ich wusste, sie
wurden schwerstens misshandelt, wurden von LehrerInnen immer und
immer wieder dran genommen und gequaelt mit Forderungen, und dem
unweigerlichen Scheitern, und dem nicht Auffangen des Lehrers, Bzw.
der Lehrerinnen.
Ich denke, wer Wert darauf legt, dass ein Kind sich entfalten kann,
wie es ist, einen eigenen unabhaengigen Standpunkt entwickelt, aus
sich heraus mitfuehlend, eigenstaendig, realistisch, wissbegierig,
kreativ und offen fuer Neues, und nicht tief verletzt und missbraucht
in seiner Seele, sollte sein Kind nicht auf die WS schicken.
Danke Reinhard fuer Deine Offenheit, Deine Hintergrundinformationen
haben genau das gezeigt, was ich als Kind in der WS erlebt habe, als
waerste dabei gewesen. Das hat mir unheimlich gut getan, und mir auch
ein Stueck weit geholfen, dieses Kind in mir zu troesten.
Es tut mir nicht sonderlich gut, mir staendig anzuhoeren, dass das,
was ich erlebt habe, so nicht sein kann, oder ne Ausnahme Bzw. dass
staendig hier im Forum Beitraege kommen, von denen ich mich frage,
wieso sie so dermassen missionarisch und laut sein muessen, abgesehen
von der Strategie, die ich hier zur Genuege benannt habe.
Das Ganze hat Methode, weiter nichts.
Es war aber gut, meine Erfahrungen in den Hintergrund zu stellen, und
mich zu oeffnen, zu sehen, ob ich nicht vielleicht doch etwas
annehmen kann, das ich vielleicht nicht wahrgenommen habe.
Manchmal sind ja eigene Erfahrungen auch Brillen, die mal abgenommen
werden moechten, um was anderes zu sehen, aber ich habe wieder nur
das gesehen, was ich immer in den WS Kreisen wahrnehme, die Lehre
Rudolf Steiners, und die ist in meinen Augen-ob mit oder ohne Brille
(wobei die Frage ist, ob sich die eigene Brille wirklich jemals zur
Gaenze ablegen laesst)-verwirrt, abstrus, rassistisch und geschlossen.
Fuer mich fuehlt sich die WS, und was dahinter steht sektenaehnlich
an, und ich hoffe nur, dass sich die Menschen, die damit zu tun
haben, ihrer Verantwortung dem gegenueber, was ihnen anvertraut und
aus meiner Sicht am schuetzenswertesten ist, bewusst sind.
Alles Gute allen, weiterhin.
Gruss,
B.
ich bin Angela, 38 Jahre und wohne bei Flensburg. Unser Sohn soll im
Sommer eingeschult werden. Nach endlosen Überlegungen, was für
unseren Jungen am besten ist, sind wir zum Entschluß gekommen, den
jungen Mann der Waldorfschule in Flensburg anzuvertrauen.
Mein Mann und ich haben keinerlei "Vorkenntnisse" zum Thema
Waldorfschule und ich habe mir die benötigten Infos hauptsächlich im
Internet bezogen. Nun habe ich Euch hier gefunden. Wir haben die
Schule nun schon zum wiederholtem Male besucht und an Seminaren
teilgenommen. Unser Sohn war nun auch schon
zum "Vorstellungsgespräch". Wir sollen demnächst Bescheid bekommen,
ob die Schule ihn aufnimmt. Ist das so üblich?
Es kommt uns, die wir nur die normalen Schulen kennen, schon etwas
abgehoben und zu schön und zu friedlich vor. Aber gut. Unser Junge
wäre dort eigendlich richtig, da er ein sehr lieber Bengel ist und
zudem auch noch sehr gutmütig und hilfsbereit.Leider sind hier auch
sehr viele negative Erfahrungen zu lesen. Es macht mich doch etwas
unsicher in unserer Entscheidung.
Liebe Grüße
Angela
Hallo Wulf,
du schreibst:
"Über den Islam darf man nichts sagen, aber
über Anthroposophie, die ja Deiner Meinung nach ebenfalls eine Religion
ist?"
Nein, ich halte Anthroposophie keinesfalls für eine Religion. Sie ist eine
Heilslehre und Rassenlehre.
Ich habe nie gesagt, dass man über den Islam nichts sagen darf. Steiner
stellt sich aber über den Propheten Mohammed, und behauptet, dass dieser
nicht geschnallt hat, dass er es mit einem Abklatsch von Ahriman zu tun hat.
Damit wird eine andere Religion verächtlich gemacht. Steiner tritt ja auch
gleich nach, indem er sagt, dass die Anhänger luziferisch seien.
"Ich bezweifle doch sehr, daß die Familie Özgül aus Südostanatolien die
(austeilweise äußerst fragwürdigen Teilnehmernotizen zusammengefrickelten)
Konferenz"protokolle" gelesen hat oder jemals lesen wird."
Das bezweifele ich auch und habe das nirgends behauptet. Die Waldorfschule
ist auch ohne das abwertende Geschwafel ihres Gründers nahezu frei von
Mohammedanern. Die überlässt die Gesellschaft den Staatsschulen.
"Ein Schulbegründer der im Vorübergehen mal eben die Anhänger einer anderen
Religion abwatscht! Und dies Lehrern auf dem Weg gibt, die ja vielleicht mal
solche Gemütsverfassungen vor sich sitzen haben: 8 Jahre lang, nahezu
täglich." Ich finde das eklig. Der Evangelist Steiner, der sich über andere
Völker und Rassen erhöht und seine Anhängerschar, die dem allem beifällig
zunickt.
"Ich kenne keinen, der deshalb ein Kind aus einer muslimischen Familie nur
mit der Zange anfaßt, was Du offenbar unterstellst."
Nein, die geben sich alle weltoffen und tolerant. Dennoch schleicht das Gift
von Steiners Wertungen in die Gedanken und Herzen der Anhänger. Gerade die
Anhänger, die doch sonst jeden Farbton tief empfinden sollen, sollten sich
unempfindlich zeigen gegenüber den Aussagen ihres Heilsgründers?
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> Aber du hast nicht
> unrecht, wenn du ihn für das pädagogische Programm der
> Waldorfschulen immer
> wieder heranziehst.
Was tu ich? Ich sag ja: Pawlow. Du hast in einer mail von mir den Begriff
"Ahriman" entdeckt, und jetzt mußt Du die ganze Zeit bellen, weil Dir
offenbar nach wie vor nicht zugänglich ist, wie das gemeint war.
> Jedenfalls ist Ahriman dafür verantwortlich, dass es keine Mails für die
> Eltern von Waldorfkindern geben soll (ach Ansicht der Oberesoteriker)
Schmarrn. Ganz abgesehen davon haben irgendwelche Oberesoteriker weder den
Status eines Religionswächters noch sonstwo etwas zu sagen. Die
Waldorfschulen sind völlig frei darin, wie sie damit umgehen. Was
tatsächlich dabei herauskommt, zeigen die unzähligen Websites von
Waldorfschulen und -schülern, von denen einige sogar bei renommierten
Wettbewerben vorderste Plätze eingenommen haben.
> der Schulbegründer spricht über den Gott einer Religion als
> "Abklatsch" von
> irgendwelchen Wesenheiten.
Wie furchtbar. Gehst Du regelmäßig in die Moschee? Dann würde ich mal den
Mullah zu einer Fatwah veranlassen. Betest Du fleißig? Oder bist Du
antiamerikanisch eingestellt? Über den Islam darf man nichts sagen, aber
über Anthroposophie, die ja Deiner Meinung nach ebenfalls eine Religion ist?
Political Correctness ist ein schleimiges Geschäft. Verheddere Dich nicht.
> Schulgeld hin oder her, ich würde mein Kind nicht auf eine Schule
> schicken,
> an der so über meine Religion gedacht und geredet wird. Egal, ob
> ich gläubig
> bin oder nicht.
Ich bezweifle doch sehr, daß die Familie Özgül aus Südostanatolien die (aus
teilweise äußerst fragwürdigen Teilnehmernotizen zusammengefrickelten)
Konferenz"protokolle" gelesen hat oder jemals lesen wird. Sie wird sich
jednefalls gewiß nicht aus diesem Grund für oder gegen die WS entscheiden.
Außer Herr Özgül wird von Herrn Karst gerade noch rechtzeitig aufgeklärt,
damit er seine Kinder vor den infamen Gotteslästerungen des Herrn Steiner
schützen kann, die bekanntlich jedes Kind am Anfang des Schuljahrs auswendig
lernen muß, woraufhin die muslimischen Kids von den ohnehin mit Steiners
völkischem Gedankengut indoktrinierten Klassenkameraden jeden Mittag
verprügelt werden.
> Die "Gemütsverfassung" der Gläubigen ist luziferisch. Ein
> Schulbegründer der
> im Vorübergehen mal eben die Anhänger einer anderen Religion abwatscht!
> Und dies Lehrern auf dem Weg gibt, die ja vielleicht mal solche
> Gemütsverfassungen vor sich sitzen haben: 8 Jahre lang, nahezu täglich.
Ich kenne keinen, der deshalb ein Kind aus einer muslimischen Familie nur
mit der Zange anfaßt, was Du offenbar unterstellst. Meine Gemütsverfassung
ist übrigens auch luziferisch. Das find ich eigentlich recht angenehm.
Wulf, wer hat angefangen mit Ahriman? Ich war es nicht! Aber du hast nicht
unrecht, wenn du ihn für das pädagogische Programm der Waldorfschulen immer
wieder heranziehst.
Jedenfalls ist Ahriman dafür verantwortlich, dass es keine Mails für die
Eltern von Waldorfkindern geben soll (ach Ansicht der Oberesoteriker) Und
der Schulbegründer spricht über den Gott einer Religion als "Abklatsch" von
irgendwelchen Wesenheiten.
Schulgeld hin oder her, ich würde mein Kind nicht auf eine Schule schicken,
an der so über meine Religion gedacht und geredet wird. Egal, ob ich gläubig
bin oder nicht.
Die "Gemütsverfassung" der Gläubigen ist luziferisch. Ein Schulbegründer der
im Vorübergehen mal eben die Anhänger einer anderen Religion abwatscht!
Und dies Lehrern auf dem Weg gibt, die ja vielleicht mal solche
Gemütsverfassungen vor sich sitzen haben: 8 Jahre lang, nahezu täglich.
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Hallo Reinhard,
wieso erzählst Du das alles ausgerechnet _mir_? Deinem ausufernden
Mitteilungsbedürfnis nach zu urteilen schleppst Du offenbar eine
ausgewachsene Sektennneurose mit Dir herum. Ich bin aber leider kein
Therapeut.
> Wir brauchen nur durch die
> Klassenzimmer zu
> schreiten: Mustafa und Köpftücher meiden diese Schulen wie die Pest!
Und warum? Gewiß zum Wenigsten wegen so illustrer Gestalten wie Ahriman und
Luzifer. Die immer wieder aufgestellte Behauptung, Muslime würden aus
ideologischen Gründen von den Waldorfschulen fernbleiben oder gar
ferngehalten, wird durch Einbettung in langatmige Pseudosatire auch nicht
wahrer. Alle Kinder mit muslimischem Hintergrund an WSen, die ich kenne,
stammen aus Familien, die ihr Heimatland aus politischen und nicht
wirtschaftlichen Gründen verlassen haben und dort zur gebildeten Oberschicht
gehörten. Die allermeisten Muslime sind aber aus rein wirtschaftlichen
Gründen hier, und sie werden den Teufel tun, auch noch eine Menge Schulgeld
zu zahlen, wo sie das doch vom Staat umsonst haben können. Ganz abgesehen
davon, daß ein leider nicht geringer Teil aus Verhältnissen stammt, in denen
Bildung ohnehin nicht allzuviel gilt. Daß auch bei Montessori und anderen
privat geführten Schulen Muslime weit unterproportional vertreten sind,
liegt gewiß nicht an Steiner.