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Hallo,
ich wuensche Euch weiterhin alles was ihr braucht, um das zu finden,
was Euch gut tut.
Es war gut, dieses Forum eine Zeit lang zu nutzen, um mir die
verschiedenen Ansichten wieder einmal anzusehen, und zu schauen, was
sich da bei mir bewegt.
Fuer mich war positiv an der WS(an der nicht nur ich, sondern auch
ein Teil meiner vier aelteren Geschwister waren) dass ich in Kontakt
mit den kuenstlerischen Elementen gekommen bin. Wirkt sich in meinem
Leben als Kuenstlerin positiv aus. Das ist der Teil, fuer den ich
dankbar bin, der WS.
Zwei Lehrer, die aus einem anderen Kulturkreis kamen, haben mir an
der WS weitergeholfen, was fuer mich so was wie Lebensrettung war, in
Punkto Lernen, denn ich war sehr wissbegierig, allerdings wollte ich
wissen, was real abgeht in der Welt, in meiner, in der Aussenwelt, in
der ich lebte- das war aber leider tabu, da die Schule vor allem an
ihrer eigenen Lehre interessiert ist, was nicht fuer Weltoffenheit
und vieles anderes spricht.
Das Meiste andere war fuer mich mehr oder weniger eine Qual, denn ich
fiel dadurch, dass ich einfach nur ich war, durch ein Raster(welches
das war, habe ich fuer mich in etwa geklaert, tut aber hier nichts
mehr zur Sache, da es sinnlos ist, ueberzeugte WS-Fans aufzuklaeren,
und dann auch nicht noetig, Offenheit fuer Anderes kommt meiner
Erfahrung nach sowieso nur dann, wenn ich dazu bereit bin, die Zeit
dazu reif ist, also schaetze ich, dass das auch so bei anderen ist)
und hatte damit wirklich kaum etwas zu lachen. Extrem traurig und
schaedlich, dass Kinder nicht angenommen werden, wie sie sind
(uebrigens kein Einzelfall).
Auch wenn ich durch das Raster fiel, denke ich, dass es im Grunde
genommen ein Skandal ist, Kinder in einem System Schule aufwachsen zu
lassen(immerhin verbringen die Kinder ja einen grossen Teil ihrer
Kindheit darin) in dem aus meiner Sicht voellig abstruse, wenn nicht
gar schaedliche Theorien vermittelt werden.
Es ist aus meiner Sicht und Erfahrung unfassbar, dass Kinder nach
Temperamenten zusammengesetzt werden. Erstens ist ein Lehrer kein
Gott, kann also nicht wissen, was fuer ein(oder mehrere) Temperament
(e) ein Kind hat, zweitens ist es absurd anzunehmen, dass ein Mensch
nur aus einem einzigen Temperament besteht, drittens grenzt es an
Gemeingefaehrlichkeit ein Kind dermassen festzulegen, das sich ja
immer noch in der Entwicklung befindet. Ich fuer meinen Teil sehe
Erziehung nicht als Formung, sondern als Entfaltung, wovon ich an
dieser Schule mit Ausnahmen, nichts gesehen habe, und ich bin
dankbar, dass ich das Ganze innerlich ueberlebt habe.
Nein, ich denke auch nicht, dass es Zufall war- mal eben Pech gehabt
mit einem Lehrer- denn es kann nur Methode sein, wenn so viele
verschiedene LehrerInnen immer in diese gleiche Richtung zielten´,
und das nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen MitschuelerInnen,
die aeusserlich in eine aehnliche Schublade "passten", wie ich.
Dass im Uebrigen- wie ich einem alten Beitrag im Forum las-
LehrerInnen in irgendeiner Form ausgebildet werden, mit Gewalt im
Zuhause, mit sexuellem Missbrauch und Aehnlichem umzugehen, habe ich
nicht gesehen, vielmehr die LehrerInnen in ihrer Forderung nach
absoluter Unterordnung geradezu als Foerderer dieser den Kindern im
Nacken sitzenden Folgen. Gerade Kinder, von denen ich wusste, sie
wurden schwerstens misshandelt, wurden von LehrerInnen immer und
immer wieder dran genommen und gequaelt mit Forderungen, und dem
unweigerlichen Scheitern, und dem nicht Auffangen des Lehrers, Bzw.
der Lehrerinnen.
Ich denke, wer Wert darauf legt, dass ein Kind sich entfalten kann,
wie es ist, einen eigenen unabhaengigen Standpunkt entwickelt, aus
sich heraus mitfuehlend, eigenstaendig, realistisch, wissbegierig,
kreativ und offen fuer Neues, und nicht tief verletzt und missbraucht
in seiner Seele, sollte sein Kind nicht auf die WS schicken.
Danke Reinhard fuer Deine Offenheit, Deine Hintergrundinformationen
haben genau das gezeigt, was ich als Kind in der WS erlebt habe, als
waerste dabei gewesen. Das hat mir unheimlich gut getan, und mir auch
ein Stueck weit geholfen, dieses Kind in mir zu troesten.
Es tut mir nicht sonderlich gut, mir staendig anzuhoeren, dass das,
was ich erlebt habe, so nicht sein kann, oder ne Ausnahme Bzw. dass
staendig hier im Forum Beitraege kommen, von denen ich mich frage,
wieso sie so dermassen missionarisch und laut sein muessen, abgesehen
von der Strategie, die ich hier zur Genuege benannt habe.
Das Ganze hat Methode, weiter nichts.
Es war aber gut, meine Erfahrungen in den Hintergrund zu stellen, und
mich zu oeffnen, zu sehen, ob ich nicht vielleicht doch etwas
annehmen kann, das ich vielleicht nicht wahrgenommen habe.
Manchmal sind ja eigene Erfahrungen auch Brillen, die mal abgenommen
werden moechten, um was anderes zu sehen, aber ich habe wieder nur
das gesehen, was ich immer in den WS Kreisen wahrnehme, die Lehre
Rudolf Steiners, und die ist in meinen Augen-ob mit oder ohne Brille
(wobei die Frage ist, ob sich die eigene Brille wirklich jemals zur
Gaenze ablegen laesst)-verwirrt, abstrus, rassistisch und geschlossen.
Fuer mich fuehlt sich die WS, und was dahinter steht sektenaehnlich
an, und ich hoffe nur, dass sich die Menschen, die damit zu tun
haben, ihrer Verantwortung dem gegenueber, was ihnen anvertraut und
aus meiner Sicht am schuetzenswertesten ist, bewusst sind.
Alles Gute allen, weiterhin.
Gruss,
B.
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"wolkensteine" <wolkensteine@...>
wolkensteine
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