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USS-Explorer · Mailingliste der USS Explorer (SFG)

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Antworten Beitrag #5568 von 5576 |
<RPG>

=========================
Ort: Rettungskapsel
Zeit: MD 7.0455
=========================

<quote>

"Die haben ein Leck!" stellte Melina erschrocken fest.

"Sieht ganz so aus."

"Können wir irgendwas tun, von hier außen, um es zu verschließen?"

"Mit unserer Rettungskapsel? Wohl kaum."

Melina griff mit beiden Händen nach Xaviers Arm.
"Wir müssen doch irgendetwas tun. Bitte!"

</quote>

Xavier betrachtete das Mädchen neben sich mit gerunzelter Stirn. Warum
nur konnte er ihr so schwer etwas abschlagen? Selbst dann, wenn es
völlig widersinnig war...

"Wir haben weder einen Transporter noch einen Traktorstrahl noch sonst
irgendetwas, was wir verwenden können", dachte er laut nach. Melina
fasste diese Worte als weitere Ablehnung auf. Ihre Worte überschlugen
sich fast, als die Explorer für ihren Geschmack auf einmal viel zu
schnell näher kam. Bald würden sie den Kurs nicht mehr ändern können.

"Können wir das Leck nicht einfach verstopfen?"

Xavier kniff die Augen zusammen. "Womit denn? Wir haben doch nichts hier."

"Mit der Rettungskapsel! Genau! Die ist doch luftdicht. Parken wir
einfach die Kapsel vor dem Leck, dann kommt keine Luft mehr hindurch."

Der OPS schüttelte den Kopf. "So leicht geht das nicht. Um etwas
wirklich vakuumdicht zu kriegen, braucht man O-Ringe und dergleichen.
Etwas, das elastisch ist, aus Gummi zum Beispiel.

"Und wenn wir das Loch rammen?" Melina musste sich konzentrieren, dass
ihr keine Tränen in die Augen stiegen. Sie war sich sicher, dass Tom
dort drinnen war. Und ihm ging gerade die Luft aus!

Xaviers Blick wurde weicher. "Das würde das Leck vermutlich nur
vergrößern. Ich glaube wirklich nicht, dass wir etwas tun können."

Melina drehte sich abrupt weg und starrte aus dem kleinen Fenster, das
in die Seite der Rettungskapsel eingebaut war. Für einen Moment sagte
keiner der beiden etwas. Xavier beobachtete die Anzeigen der Kapsel. Die
Richtung stimmte genau, er musste den Kurs nicht korrigieren - sie
würden in wenigen Minuten in den Schacht wiedereintreten, den die Kapsel
verlassen hatte - wobei er sich nicht sicher war, ob sie dort überhaupt
andocken konnten. Soweit er wusste, war ein Wiedereintreten einer
Rettungskapsel in das Schiff nicht vorgesehen. Aber das würden sie dann
sehen.

"Xavier?" unterbrach ihn Melina Stimme. "Hm?" machte der Bajoraner
unwirscher, als er es eigentlich vorhatte. "Das sieht komisch aus." Er
wandte seine Aufmerksamkeit wieder dem Teenager zu, die aus dem Bullauge
deutete. "Zuerst ist es mir nicht aufgefallen, weil meine Augen sich
erst an die Dunkelheit dort draußen gewöhnen mussten", begann Melina zu
erläutern, "aber dann..."

Xavier starrte ins All hinaus. Das kleine Fenster zeigte sowohl von der
Explorer als auch dem Schiff der Spinnenwesen weg in die Finsternis.
Eigentlich sollte man wenigstens ein paar Sterne erkennen können, aber
da Xaviers Augen noch an die Helligkeit in der Kapsel gewöhnt waren, sah
er erst nur Schwarz. Dann traten einige Sternen langsam hervor.

Gerade wollte er sagen, dass doch alles wie immer aussah und sie für so
etwas im Moment keine Zeit hatten, als ihm tatsächlich etwas
ungewöhnliches auffiel. Es schien, als sei das ganze Blickfeld von einem
leichten Schleier überzogen.

Der Bajoraner strich testweise über das Fenster, ob sich dort eventuell
Kondensation gebildet hatte. Es war tatsächlich kalt, aber nein, keine
Feuchtigkeit. Vielleicht war es einfach nur dreckig, von einer
Staubschicht umgeben? Immerhin hatte die Kapsel jahrelang unbenutzt in
einer Nische verbracht. Da fiel ihm auf, dass die Schicht leicht
glitzerte und sich immer ändernde Reflexionen zeigte. Also kein Staub.

"Ich glaube, die Kapsel ist von einem Spinnennetz umgeben", sagte Melina
beeindruckt. Sie blickte Xavier durchdringlich an. "Also von etwas
weichem, flexiblen, aber dennoch festem und vermutlich sogar
luftundurchlässigem."

=========================
Ort: VIP-Modul
Zeit: MD 7.0505
=========================

<quote>
Sie wusste im Nachhinein selbst nicht mehr, was sie dazu veranlasst
hatte sich schließlich umzudrehen. Auch nicht, warum sie ein ungutes
Gefühl hatte, als sie sah wie Norgor über den Körper der
schwerverletzten Grany gebeugt war. Er hantierte mit irgendetwas herum
und Marya merkte mit einem Mal, dass es kein medizinischer Tricorder
war. "Hey, was machen Sie da?" rief sie ihm zu.

Norgor sah nur kurz auf. "Ich untersuche die Verletzten."

Marya sah ihren eigenen Atem in einer weißen Wolke entweichen. "Treten
Sie sofort beiseite! Hören Sie mich? Sofort!" Ihre Stimme war leise aber
deutlich, doch Norgor reagierte überhaupt nicht darauf. Da stieß sich
Marya ab und mit einem gut dosierten Schwung flog sie direkt auf den
Grasner zu.
</quote>

Norgor hatte Marya schon wieder den Rücken zugewandt und beschleunigte,
was auch immer er am tun war. Mit einer so entschiedenen Reaktion hatte
er jedoch offensichtlich nicht gerechnet. Die Counselor traf ihn genau
dort, wo sie es vorhatte - mit den Beinen voran im Torsobereich.

Norgor schrie auf, versuchte, sich an irgendetwas festzuklammern. Das
einzige, was in Reichweiter war, war Jen. Er erwischte sie jedoch nicht
richtig, versetzte die Grany und sich selbst lediglich ins Trudeln.
Gleichzeitig flog Norgor selbst gemeinsam mit Marya in Richtung der
nächsten Wand.

Die Sternenflottlerin war auf den Zusammenstoß gefasst gewesen und
landete wesentlich besser als Norgor. Der konnte durch seinen
Klammerversuch an Jen seine Ausrichtung nicht mehr kontrollieren und
stieß mit einem sehr unangenehmen Knall mit dem Kopf voran gegen die Wand.

Marya fing ihren Sturz mit den Beinen ab. Ein kurzer Blick in Richtung
Jen zeigte ihr, dass die Botschafterin momentan nicht in Gefahr war. Sie
schwebte, sich langsam um sich selbst drehend, vom Feuer weg. Also
wandte die Counselor ihre Aufmerksamkeit wieder Norgor zu. Der Grasner
war durch den Aufprall bewusstlos geworden. Eine kleine Wolke Blut
bildete sich um die Stelle seines Kopfes herum, die die Wucht abgekommen
hatte.

Marya fühlte kurz den Puls. Sie brauchte einen Moment, bis sie die
Halsschlagader gefunden hatte - sie befand sich bei Grasner anscheinend
an der Rückseite des Halses. Dann aber stellte sie fest, dass der Puls
langsam, aber stetig war. Auch die Wunde am Kopf schien oberflächlich zu
sein, keine Gefahr, blutete aber stark. Sie erwog kurz, die Wunde zu
versorgen, entschied sich dann aber dafür, nach dem Werkzeug zu suchen,
das Norgor wohl verloren hatte.

Am ehesten würde es wohl bei Jen zu finden sein. Vorsichtig flog sie zu
der Bewusstlosen, stabilisierte erst sich selbst und dann die
Botschafterin mithilfe eines am Boden festgenagelten Betts. In der Nähe
der Frau schwebte kein verdächtiges Gerät mehr, lediglich der
medizinische Trikorder war schnell gefunden.

Nach einigen Augenblicken drehte sie sich schuldbewusst zu Norgor um.
Hatte sie ihm Unrecht getan? Sie war sich so sicher gewesen... Sie würde
wohl doch besser seine Wunde versorgen, bevor er noch sein eigenes Blut
einatmete. Sie nahm den Trikorder und wollte noch kurz Jens
Lebenszeichen überprüfen, bevor sie sich dem Grasner zuwenden würde.

Da fiel es ihr auf - in Jens Arm, der leblos schräg über ihrem Körper
schwebte, steckte eine altmodische Kanüle. So etwas, was man vor
Jahrhunderten auf Trill dazu verwendet hatte, Patienten Blut abzuzapfen.
Die Kanüle endete in einem dunklen, unbeschriftetem Gerät. Was zum
Teufel war das?

</RPG>

<SUM>
-MD 7.0455: Melina und Xavier stellen fest, dass die Rettungskapsel von
Spinnenweben umgeben ist. Melina will das nutzen, um das Leck im
VIP-Modul zu schließen.
-MD 7.0505: Norgor schlägt sich bei Maryas Angriff den Kopf an und wird
bewusstlos. Marya stellt fest, dass in Jens Arm eine Kanüle steckt, die
in einem ihr unbekannten Gerät endet.
</SUM>

submitted by

Mierk Schwabe
aka
LtCmdr. Dejah Tacra, EO/CWI USS Explorer
Lt.(jg) Salia, sCWI USS Explorer

SD 180116.2345 (PST)

--
Mierk Anne Schwabe
aka
LtCmdr. Dejah Tacra, EO/CWI USS Explorer
Lt.(jg) Salia, sCWI USS Explorer



Die 17. Jan 2012 7:45

mierk1
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Beitrag #5568 von 5576 |
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Dejah
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17. Jan 2012
7:45
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