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Antworten Beitrag #4900 von 5576 |
<RPG>

============================================
Ort: Shuttle India, auf dem Planeten Cretar
Zeit: MD -4.1730
============================================

Jarmika saß im Cockpit des Shuttles India. Ihre beiden Begleiter waren
bei einem Treffen mit einigen Mitgliedern des romulanischen Untergrunds.
Jarmika war die einzige gewesen, deren Aussehen im Moment nicht an das
der Romulaner angepasst war, da Selan darauf bestanden hatte, ohne die
Telepatin aufzutreten.

'Ich kann Romek vertrauen', das waren ihre Worte gewesen... Jarmika
ärgerte sich noch immer über die störrische Professorin. Während der
letzten Tage und Wochen hatte sie mit ihrer Fähigkeit, Lügen zu
bemerken, der Mission schon mehrmals helfen können.

Jetzt, bei dem Besuch bei einem der Bauern, der für den romulanischen
Untergrund arbeitete, wollte die Bolianerin sie nicht dabei haben.
Phloran hatte sie aber natürlich begleit, und jetzt saß Jarmika wieder
allein in dem Shuttle.

Die Halbullianerin konnte nicht einmal sonderlich viel von ihrer
Umgebung erkennen, da das Shuttle in einem Wald gelandet war, und die
drei Föderationsangehörige das Schiff zudem mit einigen Ästen notdürftig
versteckt hatten. Jetzt blieb ihr nichts anderes übrig als zu warten,
bis die beiden anderen wiederkommen würden. So hatte sie sich diesen
Einsatz wahrlich nicht vorgestellt, er schien hauptsächlich aus Warten
zu bestehen.

Jarmika nahm das Padd, das sie lesen wollte, wieder hoch, starrte die
Buchstaben für einen Moment lang an, legte es dann wieder ab. Heute war
sie besonders unruhig, aus einem Gefühl heraus, das sie nicht genau
erklären konnte. Sie hatte schon vorher lange auf Selan und Phloran
warten müssen, aber da war ihr das leichter gefallen, wenn natürlich
auch nicht wirklich 'leicht'. Heute schien irgendwie der Wurm drin zu
sein...

Die Ärztin legte das Padd wieder auf der Konsole ab und stand auf. Sie
strich sich die hellen Haare aus dem Gesicht und ging ein wenig in dem
Cockpit auf und ab, dann ging sie aus einem Gefühl heraus in die anderen
kleinen Räume des Shuttles - ein Schafraum mit Doppelstockbetten und ein
kleines Bad. Gerade, als sie in dem Bad stand, hörte sie ein Geräusch -
die Tür des Shuttles glitt auf.

// Da sind sie ja wieder //, freute sich Jarmika und beeilte sich, ihren
Kollegen entgegen zu gehen, um sie zu fragen, wie die Gespräche gelaufen
waren, als ihr etwas auffiel. Sie blieb stehen und lauschte, war sich
nicht sicher, was es war, das sie störte. Dann fiel es ihr auf: Sie
hörte nur Schritte von einer Person, nicht von zwei.

// Selan ist etwas passiert //, war sofort Jarmikas erster Gedanke, und
sie stürzte hinaus - und blieb sofort wieder wie angewachsen stehen, als
sie den Besucher erkannte... oder eher nicht erkannte, denn es handelte
sich weder um die Professorin noch um den Diplomaten, die sie
mittlerweile auch als Romulaner verkleidet erkannte, sondern um einen
echten Romulaner.

Der hob, als er sie sah, sofort die Hände, um zu zeigen, dass er
unbewaffnet war. Es handelte sich um einen Mann, vielleicht um die 40
Jahre alt, obwohl Jarmika da bei den Romulanern schlecht einschätzen
konnte, die ja wie die Vulkanierin auch langsamer alterten als die
meisten anderen Humanoiden. Er trug die schlichte, in Brauntönen
gehaltene Kleidung der romulanischen Zivilbevölkerung mit den für diesen
abseits gelegenen Planeten typischen grauen Schärpen.

"Sie sind in großer Gefahr", sagte er dann, während Jarmika ihn noch
musterte und fieberhaft überlegte, wo der nächste Phaser deponiert war.
"Ihre beiden Kollegen wurden entführt. Die Angreifer sind jetzt auf der
Suche nach dem Shuttle!"

Jarmika starrte ihn noch immer an. Sie spürte keine Lüge in den Worten
des Mannes, aber das hieß noch lange nicht, dass er ihr helfen wollte.

"Wenn sie Sie finden, werden Sie auch entführt werden! Kommen Sie mit
mir, ich will Ihnen helfen!"

Die junge Ensign starrte den Mann noch immer an. "Und woher soll ich
wissen, dass Sie mir helfen wollen?"

Er blickte hektisch durch die noch offene Luke des Shuttles. "Phloran
hat mir gesagt, wo ich Sie finden kann. Ich bin von der Gruppe, mit der
er und die Professorin gesprochen haben."

Jarmika spürte noch immer keinen Versuch, sie in die Irre zu führen, und
doch ging das alles so schnell. Was würde Selan ohne sie machen? Diese
Entführung konnte sie leicht umbringen, ihre gesundheitliche Lage war
sowieso schon angespannt genug. Vielleicht sollte sie sich lieber
ebenfalls in die Gewalt der Entführer begeben, damit sie sich um die
Bolianerin kümmern konnte? Andererseits würde man sie vermutlich in
diesem Fall so oder so nicht so ihrer Patientin lassen..

"Hören Sie, ich gehe ein großes Risiko ein. Kommen Sie jetzt mit oder
nicht?" drängte der Romulaner und blickte sich noch einmal um.

-----------------------------------------
gleichzeitig, einige Kilometer entfernt
-----------------------------------------

Roberto spürte den groben Stoff des Sacks, der ihm über den Kopf
gestülpt worden war, an den Wülsten auf seiner Stirn reiben. Der
Halb-Denobulaner versuchte, das unangenehme Jucken zu ignorieren, er
konnte sich immerhin nicht kratzen, seine Hände waren hinter dem Rücken
zusammengebunden.

Um sich abzulenken, rekapitulierte er nochmals die Geschehnisse der
letzten Stunden. Er und Selan hatten mit Romek gesprochen, einem lokalen
Bauern, der in den letzten Monaten die von der Professorin entwickelte
Insektenbekämpfungsmethode mithilfe der Karr'oku getestet hatte - mit
großem Erfolg, wie es schien. Dies sollte ihre letzte Station vor dem
Weiterflug nach Romulus selbst sein, wobei der Geheimdienst der
Sternenflotte gemeinsam mit dem romulanischen Untergrund helfen sollte.

Schon am nächsten Tag hätten sich die drei mit einem Agenten der
Sternenflotte treffen sollen, um die Weiterreise zu organisieren. Dazu
würde es jetzt wohl nicht kommen, aber immerhin würde der Geheimdienst
schnell bemerken, dass etwas nicht stimmte, und Hilfe schicken können.

Denn gegen Ende der Gespräche war plötzlich ein Anruf für Romek
gekommen, von einem weiteren Mitglied des Untergrunds namens Maiell
gekommen, der Wache stand und eine verdächtige Ankunft eines der hier
auf Cretar häufig verwendeten Bodengleiters meldete. Im gleichen Moment
hatten die Ankömmlingen schon die Tür aufgebrochen, und Phloran hatte
Maiell noch schnell mitteilen können, wo sich das Shuttle befand und ihn
bitten, Jarmika zu helfen, bevor er das Gespräch unterbrach und die
Hände vor den Disruptoren der Romulaner hob.

Danach war alles recht schnell gegangen, ohne weitere Erklärung wurden
sie mithilfe von medizinischen Trikordern gescannt, die natürlich
schnell beweisen konnte, dass sie trotz ihrer kosmetischen Veränderungen
keine Romulaner waren. Trotz aller Versuche von ihm und Selan, sich aus
der Situation rauszureden - sogar Bestechung hatte er versucht, was ihm
nur einen schmerzhaften Stoß mit einem Disruptor in die Rippen
eingebracht hatte, hätte er sich bei den stolzen Romulanern ja auch
denken können - waren sie und auch Romek gefesselt worden. Roberto
selbst und Selan waren diese schrecklichen alten Säcke über den Kopf
gestülpt worden, Romek soweit Roberto das sehen konnte nicht.

Das brachte ihn wieder zurück in die Gegenwart, das Jucken an seiner
Stirn wurde einfach unerträglich. Der Halbdenobulaner saß an der Wand
des Gleiters, in den sie verfrachtet worden waren, und versuchte noch,
sein Gesicht unauffällig an ebendieser zu reiben, um dieses schreckliche
Jucken endlich zu unterbinden.

"Still sitzen", hörte er da aber schon wieder den Befehl des einen
Romulaners und spürte den Disruptor an seinem Oberkörper... Einen
unwilligen Seufzer unterdrückend setzte sich der Diplomat wieder gerade
hin und versuchte, sich auf seine Gedanken zu konzentrieren.

Soweit er mitbekommen hatten, hatten die Angreifer Romek nicht
mitgenommen, sondern nur ihn und Selan. Der Diplomat hoffte, dass sie
ihren Freund einfach in dem alten Bauernhof gelassen hatten, er hatte
immerhin Familie, die kleine Tochter, auf die er so stolz war, hatte
Roberto am Vormittag erst kennengelernt.

Allerdings war ihm klar, dass die Romulaner nach ihrem Shuttle suchen
würden. Roberto hoffte, dass Maiell Jarmika zuerst finden und sie
überreden würde, mit ihm zu kommen. Die junge Frau war ihm ans Herz
gewachsen, obwohl er annahm, dass das nicht auf Gegenseitigkeit beruhte.
Er und Selan hatten versucht, sie weitesgehend aus allem herauszuhalten,
was für ihre Sicherheit nur hilfreich wäre. Jermika allerdings war
neugierig und voller Abenteuerlust, wollte möglichst viel wissen und
überall teilnehmen, so dass sie auf seine und Selans Stillschweigen
meistens nicht verständnisvoll reagiert hatte.

Roberto hoffte nur, dass sie Maiell würde trauen können. Es war ein
großer Fehler gewesen, dass sie keine Vereinbarungen für diesen Fall
getroffen hatten, das hätte er eigentlich besser wissen müssen...

Wenn nur dieses Jucken aufhören würde. Mit einer leichten Kopfbewegung
versuchte Roberto, die Stirn an dem Sack selbst zu reiben, doch das
verstärkte das Kribbeln nur... als würden die Karr'oku-Spinnen selbst
ihm über den Kopf laufen!

Nein, er musste sich konzentrieren! Wer war es wohl, der sie entführt
hatte? Um Militär konnte es sich nicht handeln, die Angreifer hatten
keine Uniform getragen, und die Kleidung und Ausrüstung selbst war
ebenfalls nicht neuwertig gewesen. Vermutlich eine der vielen
Spittergruppen, die im romulanischen Reich im Kriegszustand entstanden.
Das war eigentlich gut, denn mit diesen Leuten war zu verhandeln -
anders, als wenn es sich um Militär oder gar den Tal'Shiar handeln würde.

Vielleicht wären sie ja in einigen Tagen schon wieder frei... Es konnte
aber genausogut sein, dass er und Selan sich auf eine monatelange
Gefangenschaft einstellen musste, falls die Verhandlungen sich länger
hinzogen oder der Kontakt zu Vertretern der Föderation sich als
schwierig darstellen würde.

Dieses verdammte Jucken! Das war nicht auszuhalten! Wieder lehnte sich
Roberto nach rechts, versuchte, mit den Stirn an das Dach des Gleiters
zu kommen, um sich dort zu kratzen...

"Ich hab dir doch gesagt, dass du still sitzen sollst!" hörte er da
seinen Bewacher, und dann spürte er genau an der Stelle, die ihn vorher
so furchtbar gejuckt hatte, einen schweren Schlag, und alles wurde dunkel.

</RPG>

<SUM>
-MD -4.1730: Roberto Phloran und Selan werden während Gesprächen mit dem
Bauern Romek entführt. Jarmika befindet sich zu diesem Zeitpunkt im
Shuttle und wird von einem anderen Mitglied des Untergrunds, Maiell,
gewarnt. Sie ist sich nicht sicher, ob sie mit ihm gehen soll.
</SUM>

submitted by

Mierk Schwabe
aka
Lt. Dejah Tacra, EO/CWI USS Explorer

SD 140101.1835



Die 1. Jan 2008 17:34

mierk1
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<RPG> ============================================ Ort: Shuttle India, auf dem Planeten Cretar Zeit: MD -4.1730 ============================================ ...
Mierk Schwabe
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1. Jan 2008
17:34
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