"Der Traum ist die kleine verborgene Türe im Innersten und Intimsten der Seele, welche sich in jene kosmische Urnacht öffnet, die Seele war, als es noch längst kein Ich-Bewusstsein gab, und welche Seele sein wird, weit über das hinaus, was ein Ich-Bewusstsein je wird erreichen können." (C.G. Jung)
Die Welt des Traumes ist genauso wahr und real wie die Welt unseres alltäglichen Lebens. Wir erfahren unsere Gefühle und Emotionen sowohl bei Tag als auch bei Nacht in all unseren Beziehungen und in unserem Verhalten zu Dingen und Mitmenschen.
Träume sind Boten unserer Seele. Wir sollten auf ihre Zeichen achten und sie verstehen lernen. Es ist äusserst hilfreich, diese "innere Stimme" nicht zu überhören – auch wenn es nicht immer leicht ist, ihre Wahrheiten und Botschaften zu entschlüsseln oder zu befolgen.
Träume zu deuten heisst, den ganzen Menschen mit all seinen Äusserungen ernst zu nehmen – nicht nur den aktiven Mensch im Alltag mit all seinen überlegten und bewussten Handlungen, sondern auch den passiven Mensch mit all seinen unbewussten seelischen Leben, die sich im Traum spiegeln.
"Man tut am Besten, einen Traum so zu behandeln wie einen gänzlich unbekannten Gegenstand: Man besieht ihn von allen Seiten, man nimmt ihn in die Hand, trägt ihn mit sich herum, hat allerhand Fantasien über ihn und spricht von ihm zu anderen Leuten. Bei dieser Behandlung fällt einem dann allerhand zum Traum ein, was einem in die Nähe des Traumsinnes führt. Je nach Erfahrung, Temperament und Geschmack wird man dem Sinne engere oder weitere Grenzen setzen. Manche werden sich mit Wenigem begnügen, Anderen ist viel noch nicht genug. Es wird viel von der Gewissenhaftigkeit und Ehrlichkeit des Suchenden abhängen, ob er durch die Auslegung des Traumes etwas gewinnt oder vielleicht nur noch tiefer in seine Irrtümer verstrickt wird." (C.G. Jung)
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