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SF_deutsch · German. Diskussionsforum rund um die Science Fiction

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Peter las Sergej Snegow   Beitragsliste  
Antworten Beitrag #119 von 212 |
Hallo SF Listies,

als ich neulich an einem Buchladen vorbeiging, dachte ich mir, dass ich mal
nachsehen könnte, was es dort so gibt.
Am SF Regal angekommen sah ich schon, was los war:
2 Reihen Startrek,
1 Reihe Starwars,
1 Reihe Ringwelten,
1 Reihe irrgendwas namenloses,

ganz oben in der linken Ecke entdeckte ich dann Gregory Benford "Cosm".
Da dachte ich - Cosm - das kommt mir doch irrgendwioe bekannt vor. Ach ja
wurde mir empfohlen von den SF Listies.
Und daneben: Sergej Snegow "Menschen wie Götter"!
Sofort sind meine Erinnerungen da - zwar nicht an den Inhalt, aber an den
Umständen als ich dieses Buch zum ersten mal las. Heimlich, weil ich den
Besitzer nicht fragen konnte, immer fürchtend, das ich das Ende nicht mehr
schaffen würde. Später dann habe ich es mir noch mal in Ruhe aus der
Bibliothek ausgeliehen.
Aber ich glaube schon, das mich dieses Buch ganz besonders geprägt hat, als
das erste Buch, das ich las, in dem es so richtig um SF ging.

Das Buch, geschrieben 1966, als gerade bedeutende Ereignisse ihren Anfang
nahmen (Apollo Programm) und auch solch bekannte Serie wie Startrek ihren
Anfang hatte, beschreibt eine Welt, die heute schon fast unvorstellbar ist.
Kommunismus, aber nicht wie viele ihn aus den Medien kennen. Hier wird er
beschrieben, naiv fast, wie ihn sich darauf zustrebende dachten. Und dazu
kommt dann noch dieser ganz besondere Charme russischer Autoren.
Die große Staatsmaschine als Beschützer aber auch zur totalen Überwachung -
heute undenkbar.
Das Buch eine Mischung aus packendem Thiller, wo ganze Raumschiffe und Welten
vernichtet werden und Märchen, wo fast wie in einem Kinderbuch Figuren wie
zum Beispiel ein Drache oder Engel agieren.
Heutzutage, wo Laien wie selbstverständlich über Antimaterie Gravitation
schwarze Löcher und parallele Universen reden ist sein Buch etwas einfach in
den wissenschaftlichen Gegebenheiten, aber man lese mal genau, um zu
erkennen, dass es sich im Prinzip um die gleichen Überlegungen handelt.
(perpendikuläre Zeit, Annihilation ...)
Es gibt Außerirdische, die sogar höherentwickelt sind und doch erkennen
lassen, das niemand auf allen Gebieten überlegen sein kann.
Es gibt viele Dinge, über die man sich beim Lesen so seine Gedanken machen
kann. Es kommt zu unerwarteten Wendungen und manchmal denkt man auch dass es
fast unmöglich ist so zu handeln.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der mal etwas anderes als das heute
gewöhnliche lesen möchte. Immer bedenkend zu welcher Zeit und in welchem Land
dieses Buch geschrieben wurde, enthält es doch viele positive Stellen und
führt in ein gutes Ende, wie es typisch ist für ein kommunistisches Märchen.
Also ganz konträr zu Welten wie Blade Runner oder ähnlichen Endzeitstimmungen.

Es grüßt Peter


Mo 26. Mrz 2001 8:14

Krabbenhueter@...
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Beitrag #119 von 212 |
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Hallo SF Listies, als ich neulich an einem Buchladen vorbeiging, dachte ich mir, dass ich mal nachsehen könnte, was es dort so gibt. Am SF Regal angekommen...
Krabbenhueter@... Mail senden 26. Mrz 2001
8:14
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