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Frage: Ja, wonach streben wir? Nach
etwas Wahrheit,
etwas innerer Sicherheit, nach etwas echtem Glück. In den verschiedenen
Schulen
der Selbstverwirklichung wird viel über Bewusstheit gesprochen, sodass
man
schließlich den Eindruck gewinnt, dass Bewusstheit an sich die höchste
Wirklichkeit ist. Ist das so? Der Verstand überwacht den Körper, der
Verstand
bezieht sein Licht vom Bewusstsein; Bewussheit wacht über Bewusstsein,
gibt es
etwas jenseits der Bewusstheit?
M: Wie erkennst du, dass du bewusst bist?
Frage: Ich fühle, dass ich bin. Ich kann es anders nicht ausdrücken.
M: Wenn du sorgfältig dem Verstand zum Bewusstsein und weiter zur
Bewusstheit folgst, merkst du, dass die Empfindung von Dualität bleibt.
Jenseits der Bewusstheit ist ein Zustand der Nicht-Dualität, in dem es
keine
Erkenntnis gibt, nur reines Sein, das genauso gut Nicht-Sein genannt
werden
kann, wenn man mit Sein das Einzelsein meint.
Frage: Ist das, was Sie als reines Sein bezeichnen, universelles Sein,
Alles-Sein?
M: Alles setzt eine Ansammlung von Einzelheiten voraus. Im reinen Sein
ist
jede Idee von Einzelheiten abwesend.
Frage: Gibt es eine Beziehung zwischen dem reinen Sein und dem
Einzelsein?
M: Welche Beziehung kann es geben zwischen dem, was ist und dem, was
nur
zu sein scheint? Gibt es irgendeine Beziehung zwischen dem Ozean und
seinen
Wellen? Das Wirkliche ermöglicht es dem Unwirklichen zu erscheinen und
lässt es
verschwinden. Die Folge flüchtiger Momente erschafft die Illusion von
Zeit,
aber die zeitlose Wirklichkeit des reinen Seins ist nicht in der
Bewegung, denn
alle Bewegung benötigt einen bewegungslosen Hintergrund. Es ist selbst
der
Hintergrund. Wenn du es in dir gefunden hast, weißt du, dass du nie
dieses
unabhängige Sein verloren hattest, unabhängig von allen Aufteilungen
und
Trennungen. Aber suche es nicht im Bewusstsein, du wirst es dort nicht
finden.
Suche es nirgends, denn nichts enthält es. Im Gegenteil, es enthält
alles und
manifestiert alles. Es gleicht dem Tageslicht, das alles sichtbar
macht,
während es selbst unsichtbar bleibt.
Nisargadatta
in "I am That" p. 303 Chapter 81
Root cause of fear
Q:
Well, what are we all after? Some truth, some inner certainty, some
real
happiness. In the various schools of self-realisation there is so much
talk of awareness, that one ends with the impression that awareness
itself is the supreme reality. Is it so? The body is looked after by
the
brain, the brain is illumined by consciousness; awareness watches over
consciousness; is there anything beyond awareness?
M: How do you know that you are aware?
Q: I feel that I am. I cannot express it otherwise.
M: When you follow it up carefully from brain through consciousness to
awareness, you find that the sense of duality persists. When you go
beyond awareness, there is a state of non-duality, in which there is
no
cognition, only pure being, which may be as well called non-being, if
by being
you mean being something in particular.
Q: What you call pure being is it universal being, being
everything?
M: Everything implies a collection of particulars. In pure being the
very
idea of the particular is absent.
Q: Is there any relationship between pure being and particular
being?
M: What relationship can there be between what is and what merely
appears
to be? Is there any relationship between the ocean and its waves? The
real enables the unreal to appear and causes it to disappear. the
succession of transient moments creates the illusion of time, but the
timeless reality of pure being is not in movement, for all movement
requires a motionless background. It is itself the background. Once
you
have found it in yourself, you know that you had never lost that
independent being, independent of all divisions and separations. But
don't look
for it in consciousness, you will not find it there. Don't look for it
anywhere, for nothing contains it. On the contrary, it contains
everything and manifests everything. It is like the daylight that
makes
everything visible while itself remaining invisible.
Nisargadatta
in "I am That" p 303 Chapter 81 Root cause of fear
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