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Metaphernanalyse · Systematische Metaphernanalyse
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Beiträge: Auszug der Beiträge anzeigen   (Nach Thema sortieren) Nach Datum sortieren v  
#232 Von: <ulrike.boehnke@...>
Datum: Mo 23. Nov 2009 12:24
Betreff: AW: [Fwd: [DGKL] DGKL/GCLA 2010 (1. Aufruf/1st Call)]
ulrike.boehnke
Offline Offline
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Lieber Herr Schmitt,

herzlichen Dank für den Hinweis! Bis demnächst -

mit besten Grüße
Ulrike Böhnke


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Datum: Mon, 23 Nov 2009 10:05h
Von: Rudolf Schmitt <r.schmitt@...>
An: Yahoo-Forum zur Metaphernanalyse <Metaphernanalyse@...>
Betreff: [Metaphernanalyse] [Fwd: [DGKL] DGKL/GCLA 2010 (1. Aufruf/1st Call)]


 

Liebe Teilnehmende der Mailingliste zur Metaphernanalyse,

anbei ein call for paper für die nächste Tagung der Deutschen
Gesellschaft für kognitive Linguistik in Bremen (der cfp endet am
15.2.2009, die Tagung ist 7-9.10.2010.

Mit freundlichem Gruß,
rudolf schmitt

-------- Original-Nachricht --------
Betreff: [DGKL] DGKL/GCLA 2010 (1. Aufruf/1st Call)
Datum: Sun, 22 Nov 2009 17:52:24 +0100
Von: Katerina Stathi <katerina.stathi@fu-berlin.de>
An: DGKL@mailman.rrz.uni-hamburg.de

(See below for English version)

Beitragsaufruf

Vierte Internationale Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Kognitive
Linguistik (DGKL-4)

Universität Bremen, 7.-9. Oktober 2010

Das Wichtigste in Kürze
* Mögliche Beitragsformen: Vorträge, Poster und Themensektionen.
* Einsendeschluss für alle Beitragsvorschläge: 15. Februar 2010.
* Benachrichtigung übe Annahme oder Ablehnung: 15. März 2010.
* Beginn der Anmeldung zur Konferenzteilnahme: 15. April 2010.
* Netzauftritt der Konferenz: <http://www.iaas.uni-bremen.de/dgkl2010>.
* E-Mail-Adresse des Konferenzkommittees: <dgkl2010@googlemail.com>.

Detaillierte Informationen

Die Vierte Internationale Konferenz der Deutschen Gesellschaft für
Kognitive Linguistik wird vom 7. bis 9. Oktober 2010 unter dem Motto
?Cognitive Linguistics: Reflections and Connections? in Bremen
stattfinden.

Beiträge

Wir rufen auf zur Beteiligung mit Beiträgen, die sich aus den
verschiedensten Perspektiven mit Fragestellungen der kognitiv-funktionalen
Sprachwissenschaft beschäftigen. Neben Beiträgen zu allen
Forschungsbereichen der kognitiven Linguistik sind auch Beiträge
willkommen, die sich auf Methoden aus der Psychologie, der
Psycholinguistik, der Korpuslinguistik, der historischen Linguistik und
der Künstliche-Intelligenz-Forschung stützen oder das Verhältnis der
kognitiven Linguistik zu diesen Disziplinen beleuchten.

Die Konferenzsprachen sind Englisch und Deutsch.

Die Möglichkeiten der aktiven Teilnahme sind folgende:
1. 20-Minütige Vortröge (mit 10 Minuten Diskussionszeit).
2. Poster.

Hinweise zum Einreichen von mündlichen Beiträgen und Poster-Präsentationen:

Bitte schicken Sie eine Kurzfassung (Abstract) Ihres Beitragsvorschlags
bis zum 15. Februar 2010 per E-Mail als Datei-Anhang an
<dgkl2010@googlemail.com>.

In der Betreffzeile der E-Mail geben Sie bitte an: "Abstract Submission -
Autorname(n)".

Der Dateiname des Beitragsvorschlags soll aus den ersten fünf Buchstaben
Ihres Nachnamens, gefolgt von den ersten drei Buchstaben Ihres Vornamens
bestehen.

Im Hauptteil der E-Mail-Nachricht sollen folgende Informationen stehen:
* Beitragstitel
* Name des/der Autor/in bzw. der Autoren
* Institution
* E-Mail-Adresse für Benachrichtigungen
* 3-5 Schlagwörter
* Präferenz der Beitragsart (Vortrag oder Poster)

Hinweise zum Beitragsvorschlag (Abstract):
* Die eingereichte Kurzfassung soll maximal 500 Wörter lang sein
(Literaturangaben ausgenommen).
* Bitte geben Sie Ihrem Beitragsvorschlag einen klaren,
aussagekräftigen Titel.
* Bitte nennen Sie Ihre/n Namen NICHT im Beitragsvorschlag, da eine
anonyme Begutachtung stattfinden wird.
* Bitte verzichten Sie so weit wie möglich auf Abbildungen. Wo diese
unbedingt nötig sind, sollten sie in Form eines standardisierten
Grafikformats (PNG, JPEG) in die Datei eingebettet sein.
* Gewünschte Dateiformate sind (in der Reihenfolge ihrer Präferenz):
ODF, RTF, TXT oder DOC (bitte kein PDF, LaTeX oder DOCX).

Bei der Bewertung der Abstracts werden folgende Kriterien zugrundegelegt:
* Relevanz des Themas
* Originalität
* klare Struktur
* überzeugende Argumentation

Themensektionen

Zusätzlich zu den allgemeinen Sitzungen bietet die Konferenz Raum für bis
zu sechs Themensektionen, die jeweils einem speziellen Thema der
kognitiv-funktionalen Sprachwissenschaft gewidmet sind. Auch hier gilt,
dass neben allen Forschungsbereichen der kognitiven Linguistik auch Themen
in den Grenzbereichen zur Psychologie, Psycholinguistik und Künstlichen
Intelligenz möglich sind. Themensektionen sollen sich an den
30-Minuten-Takt der allgemeinen Sitzungen halten, es stehen je
Themensektion bis zu sieben 30-minütige Zeitfenster zur Verfügung.

Im Hauptteil der E-Mail-Nachricht sollen folgende Informationen stehen:
* Titel der Themensektion
* Name des/der Veranstalters/in
* Institution
* E-Mail-Adresse für Benachrichtigungen
* 3-5 Schlagwörter
* Titel der einzelnen Beiträge mit Namen der Autor/innen

Hinweise zum Beitragsvorschlag (Abstract):
* Die Beschreibung der Themensektion soll maximal 500 Wörter lang
sein (Literaturangaben ausgenommen).
* Die Beschreibungen der einzelnen Beitröge sollen in der selben
Datei stehen wie die Beschreibung der Themensektion und jeweils
maximal 200 Wörter lang sein.
* Bitte geben Sie Ihrer Themensektion und den Beiträgen klare,
aussagekräftige Titel.
* Bitte nennen Sie die Namen der Veranstalter und Beiträger NICHT im
Beitragsvorschlag, da eine anonyme Begutachtung stattfinden wird.
* Bitte Verzichten Sie so weit wie möglich auf Abbildungen. Wo diese
unbedingt nötig sind, sollten sie in Form eines standardisierten
Grafikformats (PNG, JPEG) in die Datei eingebettet sein.
* Gewünschte Dateiformate sind (in der Reihenfolge ihrer Präferenz):
ODF, RTF, TXT oder DOC (bitte kein PDF, LaTeX oder DOCX).

Die Vorschläge für Themensektionen werden im Ganzen bewertet, die
Organisator/innen werden deshalb gebeten, auf eine durchgängige Qualität
der Einzelbeiträge zu achten. Bei der Bewertung der Vorschläge für
Themensektionen werden folgende Kriterien zugrundegelegt:
* Kohärenz des Themas
* Bezugnahme der Beiträge aufeinander
* Relevanz des Themas
* Originalität
* klare Struktur
* überzeugende Argumentation

Allgemeiner Hinweis zur Einreichung von Beitragsvorschlägen

Die Eingabe per E-Mail birgt leider immer das Risiko, das vereinzelte
E-Mails fälschlicherweise im Spamfilter hängen bleiben. Wenn Sie keine
Bestätigung über den Eingang Ihres Abstracts erhalten, fragen Sie deshalb
nach einer Woche noch einmal per E-Mail nach.

Plenarvorträge

Wir freuen uns, folgende Pleanrsprecher ankündigen zu können:
* Daniel Casasanto
* Gabriele Diewald (angefragt)
* Elena Lieven
* Dan Slobin
* Luc Steels

Bremer Konferenzkommittee

Leitung:
Prof. Dr. Anatol Stefanowitsch
Dr. Juliana Goschler

Beirat:
Prof. Dr. Christian Freksa
Prof. Dr. Hans Krings
Dr. Christel Stolz
Prof. Dr. Wolfgang Wildgen
Dr. Arne Zeschel

Universität Bremen
FB 10 (Sprach- und Literaturwissenschaft)
Institut für Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft
Bibliothekstraße
28334 Bremen

*******************************

Call for Papers

Fourth International Conference of the German Cognitive Linguistics
Association (DGKL-4)

University of Bremen, October 7.-9., 2010

Executive Summary
* Possible contributions: Presentations, Posters and Theme Sessions.
* Deadline for abstracts and proposals: February 15, 2010.
* Notification of acceptance/rejection: March 15, 2010.
* Registration opens: April 15, 2010.
* Conference Website: <http://www.iaas.uni-bremen.de/dgkl2010>.
* Conference Committee email address: <dgkl2010@googlemail.com>.

Details

The Fourth International Conference of the German Cognitive Linguistics
Association (DGKL/GCLA), "Cognitive Linguistics: Reflections and
Connections", will be held from October 7.-9., 2010 in Bremen, Germany.

Presentations

We look forward to your abstracts dealing with topics in
cognitive-functional linguistics. We welcome contributions dealing with
all research areas of cognitive linguistics as well as contributions
taking a cognitive perspective on language on the basis of methods from
psychology, psycholinguistics, corpus linguistics, historical linguistics
and artificial intelligence or explorations of the connections between
these disciplines and cognitive linguistics.

Conference languages are English and German.

There are two types of presentation:
1. 20-minute oral presentations (plus 10 minutes question period).
2. Poster presentations.

Submission of abstracts for oral and poster presentations

Please submit your abstract by February 15th, 2010 via email to
<dgkl2010@googlemail.com>.

The subject line of your email should be "Abstract Submission - AUTHOR
NAME(S)".

The file name of your abstract should consist of the first five letters of
your last name, followed by the first three letters of your first name.

The main body of your email message should contain the following
information:
* Title of your presentation
* Name(s) of author(s)
* Affilliation
* Email address for correspondence
* 3-5 key words
* Preferred presentation type (oral oder poster)

When preparing your abstract, please note:
* The abstract should be no longer than 500 words (plus references)
* Please give your presentation a clear, descriptive title
* The abstract should not contain your name(s), as abstracts will be
reviewed anoymously
* Please keep figures and diagrams to a minimum. If they are
necessary, please embed them in the file in a standard graphics format
(PNG, JPEG).
* Permissible filetypes are (in order of preference): ODF, RTF, TXT or
DOC (no PDF, LaTeX or DOCX).

The abstracts will be reviewed on the basis of the following criteria
* Topical relevance
* Originality
* Clear structure
* Plausible argumentation

Theme Sessions

In addition to the general sessions, the conference will include up to six
theme sessions dealing with specific topics in cognitive-functional
linguistics. As in the case of the general sessions, these topics include
all research areas of cognitive linguistics as well as topics focusing on
connections to psychology, psycholinguistics and artificial intelligence.
Theme sessions are expected to conform to the 30-minute rhythm of the
general sessions and may contain up to seven 30-minute slots.

The main body of your email message should contain the following
information:
* Title of the theme session
* Name(s) of organizer(s)
* Affilliation
* Email address for correspondence
* 3-5 key words
* Titles and names of individual talks

When preparing your theme session proposal, please note:
* The description of the theme session should be no longer than 500
words (plus references)
* The abstracts of the individual talks should be contained in the
same file as the description of the theme session and should be no
longer than 200 words each
* Please give your theme session and the individual talks clear,
descriptive titles
* The proposal should not contain the names of authors and organizers,
as proposals will be reviewed anoymously
* Please keep figures and diagrams to a minimum. If they are
necessary, please embed them in the file in a standard graphics format
(PNG, JPEG).
* Permissible filetypes are (in order of preference): ODF, RTF, TXT or
DOC (no PDF, LaTeX or DOCX).

Each theme session proposal will be reviewed as a whole. Organizers are
thus asked to ensure a high quality of the individual contributions. The
proposals will be reviewed on the basis of the following criteria
* Topical coherence
* Cross-references among the individual contributions
* Topical relevance
* Originality
* Clear structure
* Plausible argumentation

General remark concerning submission

Submission by email always carries the risk that individual emails will be
caught by spam filters. Thus, if you have not received an acknowledgement
that your submission has been received within a week after submission,
please contact the conference committee by email.

Plenaries

We are happy to present the following plenary speakers
* Daniel Casasanto
* Gabriele Diewald
* Elena Lieven
* Dan Slobin
* Luc Steels

Conference committee

Prof. Dr. Anatol Stefanowitsch (Chair)
Dr. Juliana Goschler (Secretary General)

Board:
Prof. Dr. Christian Freksa
Prof. Dr. Hans Krings
Dr. Christel Stolz
Prof. Dr. Wolfgang Wildgen
Dr. Arne Zeschel

University of Bremen
Faculty of Linguistics and Literature
Dept. of General and Applied Linguistics
Bibliothekstraße
D-28334 Bremen

***************************
Katerina Stathi
Deutsche Gesellschaft fuer Kognitive Linguistik (DGKL)
German Cognitive Linguistics Association (GCLA)

DGKL@uni-hamburg.de
http://webapp.rrz.uni-hamburg.de/~DGKL

dgkl@listen.uni-hamburg.de is the mailing list of the German Cognitive
Linguistics Association (DGKL/GCLA). Only DGKL/GCLA members can be
subscribers. Subscribers are granted posting rights.

_______________________________________________
DGKL mailing list
DGKL@mailman.rrz.uni-hamburg.de
https://mailman.rrz.uni-hamburg.de/mailman/listinfo/dgkl

--
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
Hochschule Zittau/Görlitz
Fakultät für Sozialwissenschaften
Brückenstr. 1, G 1
02826 Görlitz
E-Mail: r.schmitt@hs-zigr.de
Homepage: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/
Metaphernanalyse: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/
Promotionsförderung:
http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/index_promotion.htm


Unterwegs über Ihre E-Mails informiert mit der kostenlosen SMS-Benachrichtigung von o2! Mehr Infos unter http://www.o2online.de/goto/benachrichtigung

#231 Von: Rudolf Schmitt <r.schmitt@...>
Datum: Mo 23. Nov 2009 9:05
Betreff: [Fwd: [DGKL] DGKL/GCLA 2010 (1. Aufruf/1st Call)]
metaphernana...
Offline Offline
Mail senden Mail senden
 
Liebe Teilnehmende der Mailingliste zur Metaphernanalyse,

anbei ein call for paper für die nächste Tagung der Deutschen
Gesellschaft für kognitive Linguistik in Bremen (der cfp endet am
15.2.2009, die Tagung ist 7-9.10.2010.

Mit freundlichem Gruß,
rudolf schmitt



-------- Original-Nachricht --------
Betreff: [DGKL] DGKL/GCLA 2010 (1. Aufruf/1st Call)
Datum: Sun, 22 Nov 2009 17:52:24 +0100
Von: Katerina Stathi <katerina.stathi@...>
An: DGKL@...

(See below for English version)

Beitragsaufruf

Vierte Internationale Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Kognitive
Linguistik  (DGKL-4)

Universität Bremen, 7.-9. Oktober 2010

Das Wichtigste in Kürze
      * Mögliche Beitragsformen: Vorträge, Poster und Themensektionen.
      * Einsendeschluss für alle Beitragsvorschläge: 15. Februar 2010.
      * Benachrichtigung übe Annahme oder Ablehnung: 15. März 2010.
      * Beginn der Anmeldung zur Konferenzteilnahme: 15. April 2010.
      * Netzauftritt der Konferenz: <http://www.iaas.uni-bremen.de/dgkl2010>.
      * E-Mail-Adresse des Konferenzkommittees: <dgkl2010@...>.

Detaillierte Informationen

Die Vierte Internationale Konferenz der Deutschen Gesellschaft für
Kognitive Linguistik wird vom 7. bis 9. Oktober 2010 unter dem Motto
?Cognitive Linguistics: Reflections and Connections? in Bremen
stattfinden.

Beiträge

Wir rufen auf zur Beteiligung mit Beiträgen, die sich aus den
verschiedensten Perspektiven mit Fragestellungen der kognitiv-funktionalen
Sprachwissenschaft beschäftigen. Neben Beiträgen zu allen
Forschungsbereichen der kognitiven Linguistik sind auch Beiträge
willkommen, die sich auf Methoden aus der Psychologie, der
Psycholinguistik, der Korpuslinguistik, der historischen Linguistik und
der Künstliche-Intelligenz-Forschung stützen oder das Verhältnis der
kognitiven Linguistik zu diesen Disziplinen beleuchten.

Die Konferenzsprachen sind Englisch und Deutsch.

Die Möglichkeiten der aktiven Teilnahme sind folgende:
1. 20-Minütige Vortröge (mit 10 Minuten Diskussionszeit).
2. Poster.

Hinweise zum Einreichen von mündlichen Beiträgen und Poster-Präsentationen:

Bitte schicken Sie eine Kurzfassung (Abstract) Ihres Beitragsvorschlags
bis zum 15. Februar 2010 per E-Mail als Datei-Anhang an
<dgkl2010@...>.

In der Betreffzeile der E-Mail geben Sie bitte an: "Abstract Submission -
Autorname(n)".

Der Dateiname des Beitragsvorschlags soll aus den ersten fünf Buchstaben
Ihres Nachnamens, gefolgt von den ersten drei Buchstaben Ihres Vornamens
bestehen.

Im Hauptteil der E-Mail-Nachricht sollen folgende Informationen stehen:
      * Beitragstitel
      * Name des/der Autor/in bzw. der Autoren
      * Institution
      * E-Mail-Adresse für Benachrichtigungen
      * 3-5 Schlagwörter
      * Präferenz der Beitragsart (Vortrag oder Poster)

Hinweise zum Beitragsvorschlag (Abstract):
          * Die eingereichte Kurzfassung soll maximal 500 Wörter lang sein
(Literaturangaben ausgenommen).
      * Bitte geben Sie Ihrem Beitragsvorschlag einen klaren,
aussagekräftigen Titel.
      * Bitte nennen Sie Ihre/n Namen NICHT im Beitragsvorschlag, da eine
anonyme Begutachtung stattfinden wird.
      * Bitte verzichten Sie so weit wie möglich auf Abbildungen. Wo diese
unbedingt nötig sind, sollten sie in Form eines standardisierten
Grafikformats (PNG, JPEG) in die Datei eingebettet sein.
      * Gewünschte Dateiformate sind (in der Reihenfolge ihrer Präferenz):
ODF, RTF, TXT oder DOC (bitte kein PDF, LaTeX oder DOCX).

Bei der Bewertung der Abstracts werden folgende Kriterien zugrundegelegt:
      * Relevanz des Themas
          * Originalität
          * klare Struktur
          * überzeugende Argumentation

Themensektionen

Zusätzlich zu den allgemeinen Sitzungen bietet die Konferenz Raum für bis
zu sechs Themensektionen, die jeweils einem speziellen Thema der
kognitiv-funktionalen Sprachwissenschaft gewidmet sind. Auch hier gilt,
dass neben allen Forschungsbereichen der kognitiven Linguistik auch Themen
in den Grenzbereichen zur Psychologie, Psycholinguistik und Künstlichen
Intelligenz möglich sind. Themensektionen sollen sich an den
30-Minuten-Takt der allgemeinen Sitzungen halten, es stehen je
Themensektion bis zu sieben 30-minütige Zeitfenster zur Verfügung.

Im Hauptteil der E-Mail-Nachricht sollen folgende Informationen stehen:
      * Titel der Themensektion
      * Name des/der Veranstalters/in
      * Institution
      * E-Mail-Adresse für Benachrichtigungen
      * 3-5 Schlagwörter
      * Titel der einzelnen Beiträge mit Namen der Autor/innen

Hinweise zum Beitragsvorschlag (Abstract):
          * Die Beschreibung der Themensektion soll maximal 500 Wörter lang
sein (Literaturangaben ausgenommen).
          * Die Beschreibungen der einzelnen Beitröge sollen in der selben
Datei stehen wie die Beschreibung der Themensektion und jeweils
maximal 200 Wörter lang sein.
      * Bitte geben Sie Ihrer Themensektion und den Beiträgen klare,
aussagekräftige Titel.
      * Bitte nennen Sie die Namen der Veranstalter und Beiträger NICHT im
Beitragsvorschlag, da eine anonyme Begutachtung stattfinden wird.
      * Bitte Verzichten Sie so weit wie möglich auf Abbildungen. Wo diese
unbedingt nötig sind, sollten sie in Form eines standardisierten
Grafikformats (PNG, JPEG) in die Datei eingebettet sein.
      * Gewünschte Dateiformate sind (in der Reihenfolge ihrer Präferenz):
ODF, RTF, TXT oder DOC (bitte kein PDF, LaTeX oder DOCX).

Die Vorschläge für Themensektionen werden im Ganzen bewertet, die
Organisator/innen werden deshalb gebeten, auf eine durchgängige Qualität
der Einzelbeiträge zu achten. Bei der Bewertung der Vorschläge für
Themensektionen werden folgende Kriterien zugrundegelegt:
          * Kohärenz des Themas
          * Bezugnahme der Beiträge aufeinander
      * Relevanz des Themas
          * Originalität
          * klare Struktur
          * überzeugende Argumentation

Allgemeiner Hinweis zur Einreichung von Beitragsvorschlägen

Die Eingabe per E-Mail birgt leider immer das Risiko, das vereinzelte
E-Mails fälschlicherweise im Spamfilter hängen bleiben. Wenn Sie keine
Bestätigung über den Eingang Ihres Abstracts erhalten, fragen Sie deshalb
nach einer Woche noch einmal per E-Mail nach.

Plenarvorträge

Wir freuen uns, folgende Pleanrsprecher ankündigen zu können:
      * Daniel Casasanto
      * Gabriele Diewald (angefragt)
      * Elena Lieven
      * Dan Slobin
      * Luc Steels

Bremer Konferenzkommittee

Leitung:
Prof. Dr. Anatol Stefanowitsch
Dr. Juliana Goschler

Beirat:
Prof. Dr. Christian Freksa
Prof. Dr. Hans Krings
Dr. Christel Stolz
Prof. Dr. Wolfgang Wildgen
Dr. Arne Zeschel

Universität Bremen
FB 10 (Sprach- und Literaturwissenschaft)
Institut für Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft
Bibliothekstraße
28334 Bremen

*******************************

Call for Papers

Fourth International Conference of the German Cognitive Linguistics
Association  (DGKL-4)

University of Bremen, October 7.-9., 2010

Executive Summary
      * Possible contributions: Presentations, Posters and Theme Sessions.
      * Deadline for abstracts and proposals: February 15, 2010.
      * Notification of acceptance/rejection: March 15, 2010.
      * Registration opens: April 15, 2010.
      * Conference Website: <http://www.iaas.uni-bremen.de/dgkl2010>.
      * Conference Committee email address: <dgkl2010@...>.

Details

The Fourth International Conference of the German Cognitive Linguistics
Association (DGKL/GCLA), "Cognitive Linguistics: Reflections and
Connections", will be held from October 7.-9., 2010 in Bremen, Germany.

Presentations

We look forward to your abstracts dealing with topics in
cognitive-functional linguistics. We welcome contributions dealing with
all research areas of cognitive linguistics as well as contributions
taking a cognitive perspective on language on the basis of methods from
psychology, psycholinguistics, corpus linguistics, historical linguistics
and artificial intelligence or explorations of the connections between
these disciplines and cognitive linguistics.

Conference languages are English and German.

There are two types of presentation:
1. 20-minute oral presentations (plus 10 minutes question period).
2. Poster presentations.

Submission of abstracts for oral and poster presentations

Please submit your abstract by February 15th, 2010 via email to
<dgkl2010@...>.

The subject line of your email should be "Abstract Submission - AUTHOR
NAME(S)".

The file name of your abstract should consist of the first five letters of
your last name, followed by the first three letters of your first name.

The main body of your email message should contain the following
information:
      * Title of your presentation
      * Name(s) of author(s)
      * Affilliation
      * Email address for correspondence
      * 3-5 key words
      * Preferred presentation type (oral oder poster)

When preparing your abstract, please note:
      * The abstract should be no longer than 500 words (plus references)
      * Please give your presentation a clear, descriptive title
      * The abstract should not contain your name(s), as abstracts will be
reviewed anoymously
      * Please keep figures and diagrams to a minimum. If they are
necessary, please embed them in the file in a standard graphics format
(PNG, JPEG).
      * Permissible filetypes are (in order of preference): ODF, RTF, TXT or
DOC (no PDF, LaTeX or DOCX).

The abstracts will be reviewed on the basis of the following criteria
      * Topical relevance
      * Originality
      * Clear structure
      * Plausible argumentation

Theme Sessions

In addition to the general sessions, the conference will include up to six
theme sessions dealing with specific topics in cognitive-functional
linguistics. As in the case of the general sessions, these topics include
all research areas of cognitive linguistics as well as topics focusing on
connections to psychology, psycholinguistics and artificial intelligence.
Theme sessions are expected to conform to the 30-minute rhythm of the
general sessions and may contain up to seven 30-minute slots.

The main body of your email message should contain the following
information:
      * Title of the theme session
      * Name(s) of organizer(s)
      * Affilliation
      * Email address for correspondence
      * 3-5 key words
      * Titles and names of individual talks

When preparing your theme session proposal, please note:
      * The description of the theme session should be no longer than 500
words (plus references)
      * The abstracts of the individual talks should be contained in the
same file as the description of the theme session and should be no
longer than 200 words each
      * Please give your theme session and the individual talks clear,
descriptive titles
      * The proposal should not contain the names of authors and organizers,
as proposals will be reviewed anoymously
      * Please keep figures and diagrams to a minimum. If they are
necessary, please embed them in the file in a standard graphics format
(PNG, JPEG).
      * Permissible filetypes are (in order of preference): ODF, RTF, TXT or
DOC (no PDF, LaTeX or DOCX).

Each theme session proposal will be reviewed as a whole. Organizers are
thus asked to ensure a high quality of the individual contributions. The
proposals will be reviewed on the basis of the following criteria
      * Topical coherence
      * Cross-references among the individual contributions
      * Topical relevance
      * Originality
      * Clear structure
      * Plausible argumentation

General remark concerning submission

Submission by email always carries the risk that individual emails will be
caught by spam filters. Thus, if you have not received an acknowledgement
that your submission has been received within a week after submission,
please contact the conference committee by email.

Plenaries

We are happy to present the following plenary speakers
      * Daniel Casasanto
      * Gabriele Diewald
      * Elena Lieven
      * Dan Slobin
      * Luc Steels

Conference committee

Prof. Dr. Anatol Stefanowitsch (Chair)
Dr. Juliana Goschler (Secretary General)

Board:
Prof. Dr. Christian Freksa
Prof. Dr. Hans Krings
Dr. Christel Stolz
Prof. Dr. Wolfgang Wildgen
Dr. Arne Zeschel

University of Bremen
Faculty of Linguistics and Literature
Dept. of General and Applied Linguistics
Bibliothekstraße
D-28334 Bremen


***************************
Katerina Stathi
Deutsche Gesellschaft fuer Kognitive Linguistik (DGKL)
German Cognitive Linguistics Association (GCLA)

DGKL@...
http://webapp.rrz.uni-hamburg.de/~DGKL

dgkl@... is the mailing list of the German Cognitive
Linguistics Association (DGKL/GCLA). Only DGKL/GCLA members can be
subscribers. Subscribers are granted posting rights.


_______________________________________________
DGKL mailing list
DGKL@...
https://mailman.rrz.uni-hamburg.de/mailman/listinfo/dgkl


--
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
Hochschule Zittau/Görlitz
Fakultät für Sozialwissenschaften
Brückenstr. 1, G 1
02826 Görlitz
E-Mail: r.schmitt@...
Homepage: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/
Metaphernanalyse: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/
Promotionsförderung:
http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/index_promotion.htm

#230 Von: Rudolf Schmitt <r.schmitt@...>
Datum: Fr 30. Okt 2009 16:55
Betreff: Metaphern in der Politik(wissenschaft)
metaphernana...
Offline Offline
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Liebe Listenteilnehmende,

wie bei dem Thema Metaphern & Gender
http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/200  und
Metaphern in der Soziologie
http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/214 will ich
eine Liste bisheriger metaphernanalytischer Arbeiten in in der
Politikwissenschaft / Politologie vorlegen (zu freiem eigenen
Gebrauch) und nachfragen, ob wesentliche Werke zu den Metaphern
indiesem Bereich fehlen. "Wesentlich" ist, was sich auf Lakoff und
Johnson bezieht und/oder eine solide empirische Vorgehensweise bietet.
Wie immer bin ich für Hinweise dankbar!

Zu den anderen Übersichten: Ein länger Überblick zu Metaphern in den
Gesundheitswissenschaften und der Medizin ist inzwischen erschienen:
Schmitt, Rudolf; Böhnke, Ulrike (2009). Detailfunde, Überdeutungen und
einige Lichtblicke: Metaphern in pflegewissenschaftlichen Analysen.
In: Ingrid Darmann-Finck, Ulrike Böhnke, Katharina Straß (Hrsg.)
Fallrekonstruktives Lernen. Ein Beitrag zur Professionalisierung in
den Berufsfeldern Pflege und Gesundheit (S. 123-150). Frankfurt:
Mabuse.

Eine kürzere Übersicht zu Metaphern in der Sozialarbeit erscheint
demnächst in einem Handbuch
(http://www.amazon.de/Handbuch-qualitative-Methoden-Sozialen-Arbeit/dp/386649255\
3),
ein Aufsatz zu Metaphern in der Psychologie hat hoffentlich die letzte
Revison überstanden, der Text zur Erziehungswissenschaft ist ebenso
wie der zur Soziologie noch nicht abgeschlossen. Neben der Übersicht
über die Politikwissenschaften fehlen noch die
Wirtschaftswissenschaft, die Anthropologie/Ethnologie und die
Pragmalinguistik, sofern sie für qualitative Forschung beiträgt: Auch
in diesen Feldern freue ich mich über Austausch.

Mit freundlichem Gruß,
rudolf schmitt



- Androshchuk, Bohdan (o.J.) Politische Metapher.
http://www.literatur-im-foyer.de/Sites/Didaktik/metapher.htm

- Ballnuß, Petra 1996: Leitbegriffe und Strategien der
Begriffsbesetzung in den Grundsatzprogrammen von CDU und SPD. In: Hajo
Diekmannshenke/Josef Klein (Hg.): Wörter in der Politik. Analysen zur
Lexemverwendung in der politischen Kommunikation. Opladen:
Westdeutscher Verlag S. 29-76.

- Bischof, Karin (2009). Europavorstellungen in Metaphern.
Exemplarische Analysen des Printmediendiskurses um den EU-Beitritt der
Türkei. In: Marlen Bidwell-Steiner, Veronika Zangl (Hrsg.)
Körperkonstruktionen und Geschlechtermetaphern: Zum Zusammenhang von
Rhetorik und Embodiment (S. 237-251). Innsbruck: Studien-Verlag.

- Böke, Karin (1997). Die "Invasion" aus den "Armenhäusern Europas".
Metaphern im Einwanderungsdiskurs. In: Matthias Jung et al. (Hg.): Die
Sprache des Migrationsdiskurss. [...]. Opladen, S. 164-193

- Böke, Karin (2000). "Gastarbeiter" auf deutsch und auf
österreichisch. Methodik und Empirie eines diskurslinguistischen
Vergleichs.  In: Thomas Niehr, Karin Böke (Hrsg.).
Einwanderungsdiskurse. Westdeutscher Verlag: Wiesbaden S. 158-194,
insbes. 164-166:

- Böke, Karin; Jung, Matthias; Niehr, Thomas; Wengeler, Martin (2000).
Vergleichende Diskurslinguistik. Überlegungen zur Analyse national
heterogener Textkorpora. In: Thomas Niehr, Karin Böke (Hrsg.).
Einwanderungsdiskurse. Westdeutscher Verlag: Wiesbaden S. 11 -36,
insbes. 20-23.

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Metaphor Analysis. Houndmills: Palgrave Macmillan.

- Charteris-Black, Jonathan (2005). Politicians and Rhetoric. The
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immigration metaphors in the 2005 election campaign. Discourse &
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35, 1, Mar, 141-223

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Dirven, Roslyn Frank, Martin Pütz: Cognitive Models in Language and
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Roslyn Frank, Martin Pütz: Cognitive Models in Language and Thought.
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- Zinken, Jörg (?) Ideological Imagination: Intertextual and
Correlational Metaphors in Political Discourse. Discourse & Society
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- Zouhair, Maalej (2007). Doing critical discourse analysis with the
contemporary theory of metaphor: Towards a discourse model of
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Linguistics in Critical Discourse Studies: Application and Theory (S.
133-158). Amersham: Cambridge Scholars Publishing

- ?? Jahrestagung "Medien und globale Konflikte. Wie werden globale
Konflikte in den Medien behandelt?" <2004, München>


--
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
Hochschule Zittau/Görlitz
Fakultät für Sozialwissenschaften
Brückenstr. 1, G 1
02826 Görlitz

E-Mail: r.schmitt@...
Homepage: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/
Qualitative Forschung: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/
Promotionsförderung:
http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/index_promotion.htm

#229 Von: "Michael Kimmel" <michael.kimmel@...>
Datum: Die 20. Okt 2009 22:15
Betreff: Re: Betrifft: Konzeptuelle politische Metapher
mik_kimmel
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Also, soweit ich den Beitrag unter dem Link verstehe, ist der Knackpunkt wieder mal das Schlüsselkonzept "Ideologie". Da gibt es ja, wie schon Karl Mannheim vor 80 Jahren erfaßt hat, den schwer uberbrückbaren Gegensatz von Ideologie als falschem Bewußtsein (=Manipulation und Verschleierung) und Ideologie als allgemeinem Begriff (=Weltbildstruktur jeglicher Art).
Irgendwie zieht sich das ja, etwas unergiebig, durch die marxistischen und wissenssoziologischen Debatten bis hin zur Kritischen Diskursanalyse und ihren Gegnern heute. Bei Lakoff schwingt natürlich auch so eine Art falsches Bewußtsein mit, wenn er von highlighting und hiding spricht (z.B. wenn er die Golfkriegsmetaphorik oder die konservative Rhetorik analysiert), aber das scheint mir ein Spur klarer definiert zu sein, weil funktional festmachbar.
 
Beeinflußungsabsicht ist schon ein Kriterium, aber sicher kein hinreichendes, weil soviel implizite Alltagsideolgie wenig an Absichten gebunden scheint und auch politisch genannt wird von vielen.
Die andere Sache mit dem Verwendungskontext leuchtet grundsätzlich ein, aber das Politische an Parteipolitik zu binden viel weniger. Mir scheinen solche Unterscheidungen wie sozial und politisch im strikten Sinne eher unergiebig, wenn ich ganz ehrlich bin, jedenfalls scheinen sie nur innerhalb eines bestimmten Theorieapparates stichhaltig.
 
Was man vielleicht nach Lakoff sagen könnte ist, daß die konzeptuelle Metapher, die schon ganz breit gefaßt im kulturellen Wissen da sind, vom politischen Feld kooptiert werden und dort vorher noch etwas unbestimmtere Funktionen spezifiziert bekommen (ev. im Kontext  wieder anderer Metaphern oder breiterer konzeptueller Modelle). Ist das dann aber die gleich Metapher die es vorher war, als sie eher noch "sozial" war?
 
Michael Kimmel

----- Original Message -----
From: Ano
Sent: Tuesday, October 20, 2009 8:59 PM
Subject: [Metaphernanalyse] Betrifft: Konzeptuelle politische Metapher

 

Sehr geehrter Herr Kimmel,

hiermit bedanke ich mich bei Ihnen für Ihre nützlichen Hinweise, die ich in Betracht ziehen werde. Was den Begriff "politische Metapher" anbelangt, möchte ich Sie und alle Teilnehmer des Forums auf meinen kurzen Beitrag "Politische konzeptuelle Metapher" hinweisen und um jegliche Komentare, Anregungen und Anmerkungen bitten. Der Beitrag ist unter http://www.literatur-im-foyer.de/Sites/Didaktik/metapher.htm zu finden.

Im Voraus bedanke ich mich bei allen.

Mit freundlichen Grüßen,

Bohdan Androshchuk

--- In Metaphernanalyse@yahoogroups.de hat "Michael Kimmel" <michael.kimmel@...> geschrieben:
>
>
> Hallo Herr Androshchuk!
>
> Könnten Beispiele dieser Art nicht ganz gut erfaßt werden durch bekannte konzeptuelle Metonymien (z.B. sehr erhellend diskutiert im Kövecses Werk "Language, Mind and Culture", Kapt. 7 insbes. S. 100ff) oder manchmal auch "Metaphtonymien" darstellen mit sowohl metaphorischem als auch metonymischen Anteil, wie Goossens (1995) sie beschreibt? Die Kopula "sind" in dem Kontext bedeutet ja "sind kausale Bedingung für", wenn ich recht verstehe. Und "Zukunft" selbst ist eine Verkürzung bzw. bezieht sich auf das spezifische ICM vom idealtypischen Lebensweg/Generationenvertrag etc.
>
> Gucken Sie sich auch mal rein, was Mark Turner in den letzten Kapiteln von "Reading minds" entwickelt zu der rhetorischen Figur X=Y von Z , ihren Verknappungen und dem Konzept der rhetorischen Figur an sich. Oft verbergen sich Mehrfachmappings hinter A=B Formulierungen.
>
> Das sagt jetzt alles wenig über Funktionen wie Manipulation aus, was Sie ja in erster Linie interessiert, hilft aber Metapher und verwandte Tropen besser auseinanderzuhalten.
>
> Um "politische Metapher" abzugrenzen, müßte man da nicht zuerst den Begriff des Politischen etwas "normativisierend" definieren (und das ist ja ein klassisches Streitthema)?
>
> Grüße,
> Michael Kimmel
>
>
> ----- Original Message -----
> From: Ano
> To: Metaphernanalyse@yahoogroups.de
> Sent: Monday, October 19, 2009 5:49 PM
> Subject: [Metaphernanalyse] Konzeptuelle politische Metapher
>
>
> Liebe Teilnehmer des Metaphernforums,
> ich beschäftige mich gerade mit dem Werkzeug der Metaphernanalyse im Bereich des deutschsprachigen politischen Diskurses und stoße dabei immer wieder auf ein paar grundsätzliche Fragen.
> Vielleicht kann mir jemand bei der Beantwortung dieser weiterhelfen:
> Was versteht man unter der "politischen Metapher"?
>
> Kann man das folgende Beispiel als Metapher betrachten? - "Kinder sind Zukunft?". Nach wessen Theorie könnte man das erwähnte Beispiel analysieren? Da die lakoffische Theorie besagt, dass A (abstrakt) durch B (konkret) verstanden wird. Auf Grund dieses Modells (A wird in Termini von B verstanden) erfolgt eine Manipulation von Rezipienten. Meine Doktorarbeit beziet sich auf Metapher in der Politik als ideologisches Manipulationsmittel.
>
> Nach wessen Theorie könnte man politische Metaphern analysieren?
>
> Für hilfreiche Hinweise und Anmerkungen wäre ich sehr dankbar!
>
> Bohdan Androshchuk
>


#228 Von: "Ano" <travnev@...>
Datum: Die 20. Okt 2009 18:59
Betreff: Betrifft: Konzeptuelle politische Metapher
travnev
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Sehr geehrter Herr Kimmel,

hiermit bedanke ich mich bei Ihnen für Ihre nützlichen Hinweise, die ich in
Betracht ziehen werde. Was den Begriff "politische Metapher" anbelangt, möchte
ich Sie und alle Teilnehmer des Forums auf meinen kurzen Beitrag "Politische
konzeptuelle Metapher" hinweisen und um jegliche Komentare, Anregungen und
Anmerkungen bitten. Der Beitrag ist unter
http://www.literatur-im-foyer.de/Sites/Didaktik/metapher.htm zu finden.

Im Voraus bedanke ich mich bei allen.

Mit freundlichen Grüßen,

Bohdan Androshchuk

--- In Metaphernanalyse@... hat "Michael Kimmel" <michael.kimmel@...>
geschrieben:
>
>
> Hallo Herr Androshchuk!
>
> Könnten Beispiele dieser Art nicht ganz gut erfaßt werden durch bekannte
konzeptuelle Metonymien (z.B. sehr erhellend diskutiert im Kövecses Werk
"Language, Mind and Culture", Kapt. 7 insbes. S. 100ff) oder manchmal auch
"Metaphtonymien" darstellen mit sowohl metaphorischem als auch metonymischen
Anteil, wie Goossens (1995) sie beschreibt? Die Kopula "sind" in dem Kontext
bedeutet ja "sind kausale Bedingung für", wenn ich recht verstehe. Und "Zukunft"
selbst ist eine Verkürzung bzw. bezieht sich auf das spezifische ICM vom
idealtypischen Lebensweg/Generationenvertrag etc.
>
> Gucken Sie sich auch mal rein, was Mark Turner in den letzten Kapiteln von
"Reading minds" entwickelt zu der rhetorischen Figur X=Y von Z , ihren
Verknappungen und dem Konzept der rhetorischen Figur an sich. Oft verbergen sich
Mehrfachmappings hinter A=B Formulierungen.
>
> Das sagt jetzt alles wenig über Funktionen wie Manipulation aus, was Sie ja in
erster Linie interessiert, hilft aber Metapher und verwandte Tropen besser
auseinanderzuhalten.
>
> Um "politische Metapher" abzugrenzen, müßte man da nicht zuerst den Begriff
des Politischen etwas "normativisierend" definieren (und das ist ja ein
klassisches Streitthema)?
>
> Grüße,
> Michael Kimmel
>
>
>   ----- Original Message -----
>   From: Ano
>   To: Metaphernanalyse@...
>   Sent: Monday, October 19, 2009 5:49 PM
>   Subject: [Metaphernanalyse] Konzeptuelle politische Metapher
>
>
>     Liebe Teilnehmer des Metaphernforums,
>   ich beschäftige mich gerade mit dem Werkzeug der Metaphernanalyse im Bereich
des deutschsprachigen politischen Diskurses und stoße dabei immer wieder auf ein
paar grundsätzliche Fragen.
>   Vielleicht kann mir jemand bei der Beantwortung dieser weiterhelfen:
>   Was versteht man unter der "politischen Metapher"?
>
>   Kann man das folgende Beispiel als Metapher betrachten? - "Kinder sind
Zukunft?". Nach wessen Theorie könnte man das erwähnte Beispiel analysieren? Da
die lakoffische Theorie besagt, dass A (abstrakt) durch B (konkret) verstanden
wird. Auf Grund dieses Modells (A wird in Termini von B verstanden) erfolgt eine
Manipulation von Rezipienten. Meine Doktorarbeit beziet sich auf Metapher in der
Politik als ideologisches Manipulationsmittel.
>
>   Nach wessen Theorie könnte man politische Metaphern analysieren?
>
>   Für hilfreiche Hinweise und Anmerkungen wäre ich sehr dankbar!
>
>   Bohdan Androshchuk
>

#227 Von: Rudolf Schmitt <r.schmitt@...>
Datum: Die 20. Okt 2009 17:30
Betreff: Buchpräsentation "Körperkonstruktionen und Geschlechtermetaphern"
metaphernana...
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Liebe Listenteilnehmende,

am 29.10. findet um 18 Uhr im Veranstaltungssaal der ÖFSE, Sensengasse
3, 1090 Wien die Buchpräsentation "Körperkonstruktionen und
Geschlechtermetaphern" statt, eine Performance ist angekündigt.
Veranstalter ist das Referat Genderforschung der Universität Wien. Die
Einladung zu der dem Buch vorausgehenden Vortragsreihe ging ja hier über
die Liste - und einige Wiener sind ja hier auch dabei ;-)

Zu dem letzten Diskurs: Ich hoffe, dass ich in zwei-drei Wochen einen
Literaturüberblick über die bisherigen Studien zur Nutzung des Ansatzes
von Lakoff/Johnson in der Politologie geben kann, wie ich es hier in der
Liste zu Gender und zur Soziologie schon versucht habe. Mein erster
Eindruck von dem Feld ist, dass es neben einigen schwachen
Schnellschüssen, die in der Regel einer verkürzten Lektüre von Lakoff
und Johnson geschuldet sind, auch einige beachtenswerte Publikationen
gibt - kommt.

Mit freundlichem Gruß,
rudolf schmitt


--
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
Hochschule Zittau/Görlitz
Fakultät für Sozialwissenschaften
Brückenstr. 1, G 1
02826 Görlitz
E-Mail: r.schmitt@...
Homepage: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/
Metaphernanalyse: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/
Promotionsförderung:
http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/index_promotion.htm

#226 Von: "Michael Kimmel" <michael.kimmel@...>
Datum: Mo 19. Okt 2009 20:26
Betreff: Re: Konzeptuelle politische Metapher
mik_kimmel
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Hallo Herr Androshchuk!
 
Könnten Beispiele dieser Art nicht ganz gut erfaßt werden durch bekannte konzeptuelle Metonymien (z.B. sehr erhellend diskutiert im Kövecses Werk "Language, Mind and Culture", Kapt. 7 insbes. S. 100ff) oder manchmal auch "Metaphtonymien" darstellen mit sowohl metaphorischem als auch metonymischen Anteil, wie Goossens (1995) sie beschreibt? Die Kopula "sind" in dem Kontext bedeutet ja "sind kausale Bedingung für", wenn ich recht verstehe. Und "Zukunft" selbst ist eine Verkürzung bzw. bezieht sich auf das spezifische ICM vom idealtypischen Lebensweg/Generationenvertrag etc.
 
Gucken Sie sich auch mal rein, was Mark Turner in den letzten Kapiteln von "Reading minds" entwickelt zu der rhetorischen Figur X=Y von Z , ihren Verknappungen und dem Konzept der rhetorischen Figur an sich. Oft verbergen sich Mehrfachmappings hinter A=B Formulierungen.
 
Das sagt jetzt alles wenig über Funktionen wie Manipulation aus, was Sie ja in erster Linie interessiert, hilft aber Metapher und verwandte Tropen besser auseinanderzuhalten.
 
Um "politische Metapher" abzugrenzen, müßte man da nicht zuerst den Begriff des Politischen etwas "normativisierend" definieren (und das ist ja ein klassisches Streitthema)?
 
Grüße,
Michael Kimmel

----- Original Message -----
From: Ano
Sent: Monday, October 19, 2009 5:49 PM
Subject: [Metaphernanalyse] Konzeptuelle politische Metapher

 

Liebe Teilnehmer des Metaphernforums,
ich beschäftige mich gerade mit dem Werkzeug der Metaphernanalyse im Bereich des deutschsprachigen politischen Diskurses und stoße dabei immer wieder auf ein paar grundsätzliche Fragen.
Vielleicht kann mir jemand bei der Beantwortung dieser weiterhelfen:
Was versteht man unter der "politischen Metapher"?

Kann man das folgende Beispiel als Metapher betrachten? - "Kinder sind Zukunft?". Nach wessen Theorie könnte man das erwähnte Beispiel analysieren? Da die lakoffische Theorie besagt, dass A (abstrakt) durch B (konkret) verstanden wird. Auf Grund dieses Modells (A wird in Termini von B verstanden) erfolgt eine Manipulation von Rezipienten. Meine Doktorarbeit beziet sich auf Metapher in der Politik als ideologisches Manipulationsmittel.

Nach wessen Theorie könnte man politische Metaphern analysieren?

Für hilfreiche Hinweise und Anmerkungen wäre ich sehr dankbar!

Bohdan Androshchuk


#225 Von: "Ano" <travnev@...>
Datum: Mo 19. Okt 2009 15:49
Betreff: Konzeptuelle politische Metapher
travnev
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Liebe Teilnehmer des Metaphernforums,
ich beschäftige mich gerade mit dem Werkzeug der Metaphernanalyse im Bereich des
deutschsprachigen politischen Diskurses und stoße dabei immer wieder auf ein
paar grundsätzliche Fragen.
Vielleicht kann mir jemand bei der Beantwortung dieser weiterhelfen:
Was versteht man unter der "politischen Metapher"?

Kann man das folgende Beispiel als Metapher betrachten? - "Kinder sind
Zukunft?". Nach wessen Theorie könnte man das erwähnte Beispiel analysieren? Da
die lakoffische Theorie besagt, dass A (abstrakt) durch B (konkret) verstanden
wird. Auf Grund dieses Modells (A wird in Termini von B verstanden) erfolgt eine
Manipulation von Rezipienten. Meine Doktorarbeit beziet sich auf Metapher in der
Politik als ideologisches Manipulationsmittel.

Nach wessen Theorie könnte man politische Metaphern analysieren?

Für hilfreiche Hinweise und Anmerkungen wäre ich sehr dankbar!

Bohdan Androshchuk

#224 Von: "steffi.zitzelsberger" <steffi.zitzelsberger@...>
Datum: Sam 3. Okt 2009 17:30
Betreff: Betrifft: Analogie, mentale Modelle und Schülervorstellungen
steffi.zitze...
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Lieber Herr Kimmel,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Leider war es mir nicht möglich,
früher zu antworten.
Einen Teil der von Ihnen genannten Autoren habe ich bereits gelesen oder in
Ansätzen überflogen. Bei der Literaturrecherche hat mir vor allem ein Buch sehr
weiter geholfen : Olaf Jäkel (2003): "Wie Metaphern Wissen schaffen".
Mein größtes Problem in der Physikdidaktik besteht weiterhin darin, den Mehrwert
der konzeptuellen Metapherntheorien für die Didaktik zu rechtfertigen, da viele
Diskussionen um Analogien, Modelle und Schülervorstellungen in den letzten
Jahrzehnten geführt worden sind.

Nach meinem bisherigen Stand, auch aus den Interviews, die ich mit Schülern
geführt habe, ist vor allem der Quellbereich der konzeptuellen Metapher für die
Physikdidaktik interessant, da dieser, wenn bekannt, aufgegriffen werden kann,
um nach der Theorie des conceptual change einen Sichtwechsel des Schülers zu
provozieren bzw. ihm sinnvolle Quellbereiche zum Lernen anbieten zu können.
Dafür müssen aber erst einmal die konzeptuellen Metaphern der Schüler zu einem
Themenbereich der Physik und die übergeordneten kognitiven (metaphorischen)
Modelle erforscht werden und in einen Zusammenhang mit den bereits untersuchten
Schülervorstellungen zu dem Thema gebracht werden.
Dafür müssen die Begriffe (kulturelle, mentale, kognitive Modelle (ICMs),
Analogien, Schülervorstellungen) voneinander abgegrenzt werden bzw. sonnvoll
definiert werden. Es fällt mir nicht leicht den Überblick zu behalten, da ich
aus der Physik und Mathematik komme und kein Linguist oder dergleichen bin. Die
Physikdidaktik öffnet sich langsam für die Sprache, ein großes
Verständnisproblem liegt aber z.B. in der konzeptuellen Metapher versus
linguistische Metapher. Für mich habe ich diesen Unterschied soweit geklärt, als
dass die linguistische Metapher auf rein sprachlicher Ebene bleibt und ein
anderes Ziel verfolgt (sprachliche Schönheit, Provokation etc.), als die
konzeptuelle Metapehrntheorie, die die Metapher als strukturierendes Element des
Denkens versteht.
Vielleicht kennen Sie weitere Didaktiker aus anderen Bereichen, die mit
ähnlichen Problemen zu kämpfen haben?
Den von ihnen angebotetenen Survey-Artikel würde ich gerne lesen.

Mit freundlichen Grüßen
Stefanie Zitzelsberger


--- In Metaphernanalyse@... hat "Michael Kimmel" <michael.kimmel@...>
geschrieben:
>
>
> Liebe Frau Zitzelsberger,
>
> Zu Kirchner selber kenne ich mich selbst leider überhaupt nicht aus; habe nur
kurz in googlebooks geschaut. Können Sie vielleicht nochmals kurz für uns
Mitlesende schildern, was seine Kernideen zur Analogie in der Physik sind?
Vielleicht schildern Sie auch kurz, was so Ihre eigenen Zielvorgaben mit dem
Ansatz sind?
>
> Zu Gentner würde ich mir im Vorfeld überlegen, ob ich mit dem Ansatz arbeiten
will, d.h. ob er optimal Ihrer Sache angemessen ist.  Erstens ist bei der Wahl
der Einstiegslektüre Vorsicht geboten, weil er sich seit den frühen 80ern in
Reaktion auf Kritik weiterentwickelt hat, wie sie einem jüngsten Artikel von
Gentner und Bowdle entnehmen können, und alte Annahmen über Typen und Funktionen
von Analogie nach heutigem Stand falsche Fährten legen. Zweitens finde ich ihn
immer recht wenig im Dialog mit anderen Ansätzen. Womit ich nicht sagen will,
daß ich Gentner kritisch sehe, sondern nur das eine begründete Auswahl wichtig
ist. Es gibt in der kognitiven Psychologie eine breite Anzahl von Begriffen und
Theorien von verschiedenen Autoren (aus den 70 und 80ern alleine schon
Johnson-Laird, Gentner, Fillmore, Holland/Quinn/D'Andrade, Lakoff) die meist
separat ausformuliert wurden, aber im großen und ganze ähnliches meinen, nämlich
intern komplex strukturierte kultur- oder kontextspezifische
Repräsentationsformate. Die gängisten Begriffe sind frames, scripts, mental
models, cultural models, idealized cognitive models, domains, cultural models,
neuerdings auch cultural scripts und narrative Schemata. Natürlich besteht eine
rege Debatte darüber, wie diese intern strukturiert sind, z.B. propositional
oder gestalthaft, hierarchisch oder nicht, feldhaft oder nicht, dynamisch oder
statisch, sequentiell oder als "Schnappschuss", prototypenhaft oder nicht, ....
menschliche Kognition ist äußert vielfältig und Theorien haben sich ja
üblicherweise an einem bestimmten Gegenstandsbereich entwickelt.
> Soll heißen: Abgrenzungen zwischen den diversen mental modell Begriffen sind
oft schwer vorzunehmen und im Sinne klarer Trennlinien auch nicht immer ein so
fruchtbringendes Unterfangen. Anderersrum gesag, empfiehlt es sich, vorweg jene
Ansätze auszuwählen, die am besten dem angepeilten Forschungsobjekt entsprechen.
Wenn Sie es explorativ angehen, würde ich Ihnen anraten, sich mit
Überblickswerken zuerst mit der Vielfalt der Modelltypen vertraut zu machen. Es
kann natürlich sein, daß Sie schon etwas genaues vor Augen haben und deswegen
die Frage schon konkret formuliert haben.
>
> Zusätzlich zu mentalen Modellen gibt es, als deren Dynamisierung, zum
kognitiven Mechanismus der Mappings/Projektionen/Analogiebildung wiederum eine
ganze Reihe von teilweise kompatiblen, aber separat ausformulierten Ansätze.
Mein Eindruck ist, daß sich jene von Gentner, Holyoak & Thagard, Ortony, Lakoff
& Johnson, und jüngst Fauconnier & Turner im Bereich Kognitionswissenschaft  am
weitesten entwickelt haben und den breitesten Dialog ausgelöst haben.
> Gefunden hab ich eben dies hier:
> http://cogweb.ucla.edu/Abstracts/Vosniadou_Ortony_89.html
> Zudem reicht das ganze in eine verwandte Debatte um Metaphernverarbeitung
hinein, wo wiederum verschiedene Ansätze seit langem wetteifern (Keysar &
Glucksberg vs. Gibbs z.B.), um zu erklären unter welchen Bedingungen und in
welchen Phasen Projektionen von statten gehen, und eine eigene
kognitionspsychologische Debatte zu Konzepten (z.B. Barsalou).
>
> Wenn ich mit Literatur-Tipps zu einem der mir bekannten Bereiche helfen kann,
gerne. Ich könnte Ihnen übrigens auch einen Survey-Artikel zur Basis von
abstrakten Konzepten zukommen lassen, den ich gerade in Arbeit habe, der die
Theorievielfalt etwas auffächert.
>
> herzliche Grüße,
> Michael Kimmel
>
>
>   ----- Original Message -----
>   From: Rudolf Schmitt
>   To: Metaphernanalyse@...
>   Sent: Sunday, September 13, 2009 10:13 PM
>   Subject: Re: [Metaphernanalyse] Analogie und mentale Modelle
>
>
>     Liebe Frau Zitzelsberger, liebe Mitlesende,
>
>   der Pause entnehme ich, dass sich hier bisher niemand aus dem Kreis der
>   kognitiven Metapherntheorie mit den Analogien nach Ernst Kircher und mit
>   den mentalen Modellen nach Dedre Gentner beschäftigt hat.
>   Im Kontext der kognitiven Linguistik ist es mir des öfteren begegnet,
>   dass 'mentales Modell' als Begriff eher weniger terminologisch
>   festgelegt ist (das dürfte in der kognitiven Psychologie anders sein),
>   so finden sich weder die Stichworte "mental" und "modell" (als
>   verbundene) in den Stichwortverzeichnissen von Lakoff/Johnson "The body
>   in den the flesh" und auch nicht im umfangreichen Einführungsbuch von
>   Vyvyan Evans und Melanie Green "Cognitive Linguistics. An Introduction".
>   Mit anderen Worten: Sie müssen die Arbeit der Vermittlung der Begriffe
>   auf sich nehmen. Wie 'ernst' bzw. ausdifferenziert & definiert ist denn
>   z.B. bei Gentner der Begriff des mentalen Modells? Umfasst er ein
>   metaphorisches Konzept und ist anders/weiter gefasst? In der
>   Literaturliste des erwähnten Buchs von Evans/Green taucht die
>   Literaturangabe auf:
>   - Gentner, Dedre, Gentner, Donald. R. (1982). Flowing waters or teeming
>   crowds: mental modells of electricity. In: D. Gentner, A. Stevens (eds.)
>   Mental Models. Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum, pp. 99-129.
>   Ich vermute, Sie beziehen sich darauf? Das ist zwei Jahre nach dem
>   ersten Buch von Lakoff und Johnson publiziert - kann sein, dass Gentner
>   aus einer anderen begrifflichen Tradition kommt, oder sehr schnell auf
>   L&J reagiert hat.
>   Mit freundlichem Gruß,
>   rudolf schmitt
>
>   steffi.zitzelsberger schrieb:
>   > Liebe Teilnehmer des Metaphernforums,
>   > ich beschäftige mich gerade mit dem Werkzeug der Metaphernanalyse im
>   Bereich der Physikdidaktik und stoße dabei immer wieder auf ein paar
>   grundsätzliche Fragen. Vielleicht kann mir jemand bei der Beantwortung
>   dieser weiterhelfen:
>   > Wie grenze ich die Analogie nach Ernst Kircher zur Metapher ab bzw.
>   integriere diese in die Theorie?
>   > Welche Zusammenhänge weisen die kognitiven Konzepte aus der
>   Metaphernanalyse mit den mentalen Modellen nach Dedre Gentner auf oder
>   ist unter diesen beiden Begriffen das Selbe zu verstehen?
>   > Für hilfreiche Hinweise wäre ich sehr dankbar!
>   > Stefanie Zitzelsberger
>
>   --
>   Prof. Dr. Rudolf Schmitt
>   Hochschule Zittau/Görlitz
>   Fakultät für Sozialwissenschaften
>   Brückenstr. 1, G 1
>   02826 Görlitz
>   E-Mail: r.schmitt@...
>   Homepage: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/
>   Metaphernanalyse: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/
>   Promotionsförderung:
>   http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/index_promotion.htm
>

#223 Von: "Michael Kimmel" <michael.kimmel@...>
Datum: Mo 14. Sep 2009 13:08
Betreff: Re: Analogie und mentale Modelle
mik_kimmel
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Liebe Frau Zitzelsberger,
 
Zu Kirchner selber kenne ich mich selbst leider überhaupt nicht aus; habe nur kurz in googlebooks geschaut. Können Sie vielleicht nochmals kurz für uns Mitlesende schildern, was seine Kernideen zur Analogie in der Physik sind? Vielleicht schildern Sie auch kurz, was so Ihre eigenen Zielvorgaben mit dem Ansatz sind?
 
Zu Gentner würde ich mir im Vorfeld überlegen, ob ich mit dem Ansatz arbeiten will, d.h. ob er optimal Ihrer Sache angemessen ist.  Erstens ist bei der Wahl der Einstiegslektüre Vorsicht geboten, weil er sich seit den frühen 80ern in Reaktion auf Kritik weiterentwickelt hat, wie sie einem jüngsten Artikel von Gentner und Bowdle entnehmen können, und alte Annahmen über Typen und Funktionen von Analogie nach heutigem Stand falsche Fährten legen. Zweitens finde ich ihn immer recht wenig im Dialog mit anderen Ansätzen. Womit ich nicht sagen will, daß ich Gentner kritisch sehe, sondern nur das eine begründete Auswahl wichtig ist. Es gibt in der kognitiven Psychologie eine breite Anzahl von Begriffen und Theorien von verschiedenen Autoren (aus den 70 und 80ern alleine schon Johnson-Laird, Gentner, Fillmore, Holland/Quinn/D'Andrade, Lakoff) die meist separat ausformuliert wurden, aber im großen und ganze ähnliches meinen, nämlich intern komplex strukturierte kultur- oder kontextspezifische Repräsentationsformate. Die gängisten Begriffe sind frames, scripts, mental models, cultural models, idealized cognitive models, domains, cultural models, neuerdings auch cultural scripts und narrative Schemata. Natürlich besteht eine rege Debatte darüber, wie diese intern strukturiert sind, z.B. propositional oder gestalthaft, hierarchisch oder nicht, feldhaft oder nicht, dynamisch oder statisch, sequentiell oder als "Schnappschuss", prototypenhaft oder nicht, .... menschliche Kognition ist äußert vielfältig und Theorien haben sich ja üblicherweise an einem bestimmten Gegenstandsbereich entwickelt.
Soll heißen: Abgrenzungen zwischen den diversen mental modell Begriffen sind oft schwer vorzunehmen und im Sinne klarer Trennlinien auch nicht immer ein so fruchtbringendes Unterfangen. Anderersrum gesag, empfiehlt es sich, vorweg jene Ansätze auszuwählen, die am besten dem angepeilten Forschungsobjekt entsprechen. Wenn Sie es explorativ angehen, würde ich Ihnen anraten, sich mit Überblickswerken zuerst mit der Vielfalt der Modelltypen vertraut zu machen. Es kann natürlich sein, daß Sie schon etwas genaues vor Augen haben und deswegen die Frage schon konkret formuliert haben.
 
Zusätzlich zu mentalen Modellen gibt es, als deren Dynamisierung, zum kognitiven Mechanismus der Mappings/Projektionen/Analogiebildung wiederum eine ganze Reihe von teilweise kompatiblen, aber separat ausformulierten Ansätze. Mein Eindruck ist, daß sich jene von Gentner, Holyoak & Thagard, Ortony, Lakoff & Johnson, und jüngst Fauconnier & Turner im Bereich Kognitionswissenschaft  am weitesten entwickelt haben und den breitesten Dialog ausgelöst haben.
Gefunden hab ich eben dies hier:
Zudem reicht das ganze in eine verwandte Debatte um Metaphernverarbeitung hinein, wo wiederum verschiedene Ansätze seit langem wetteifern (Keysar & Glucksberg vs. Gibbs z.B.), um zu erklären unter welchen Bedingungen und in welchen Phasen Projektionen von statten gehen, und eine eigene kognitionspsychologische Debatte zu Konzepten (z.B. Barsalou).
 
Wenn ich mit Literatur-Tipps zu einem der mir bekannten Bereiche helfen kann, gerne. Ich könnte Ihnen übrigens auch einen Survey-Artikel zur Basis von abstrakten Konzepten zukommen lassen, den ich gerade in Arbeit habe, der die Theorievielfalt etwas auffächert.
 
herzliche Grüße,
Michael Kimmel

----- Original Message -----
Sent: Sunday, September 13, 2009 10:13 PM
Subject: Re: [Metaphernanalyse] Analogie und mentale Modelle

 

Liebe Frau Zitzelsberger, liebe Mitlesende,

der Pause entnehme ich, dass sich hier bisher niemand aus dem Kreis der
kognitiven Metapherntheorie mit den Analogien nach Ernst Kircher und mit
den mentalen Modellen nach Dedre Gentner beschäftigt hat.
Im Kontext der kognitiven Linguistik ist es mir des öfteren begegnet,
dass 'mentales Modell' als Begriff eher weniger terminologisch
festgelegt ist (das dürfte in der kognitiven Psychologie anders sein),
so finden sich weder die Stichworte "mental" und "modell" (als
verbundene) in den Stichwortverzeichnissen von Lakoff/Johnson "The body
in den the flesh" und auch nicht im umfangreichen Einführungsbuch von
Vyvyan Evans und Melanie Green "Cognitive Linguistics. An Introduction".
Mit anderen Worten: Sie müssen die Arbeit der Vermittlung der Begriffe
auf sich nehmen. Wie 'ernst' bzw. ausdifferenziert & definiert ist denn
z.B. bei Gentner der Begriff des mentalen Modells? Umfasst er ein
metaphorisches Konzept und ist anders/weiter gefasst? In der
Literaturliste des erwähnten Buchs von Evans/Green taucht die
Literaturangabe auf:
- Gentner, Dedre, Gentner, Donald. R. (1982). Flowing waters or teeming
crowds: mental modells of electricity. In: D. Gentner, A. Stevens (eds.)
Mental Models. Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum, pp. 99-129.
Ich vermute, Sie beziehen sich darauf? Das ist zwei Jahre nach dem
ersten Buch von Lakoff und Johnson publiziert - kann sein, dass Gentner
aus einer anderen begrifflichen Tradition kommt, oder sehr schnell auf
L&J reagiert hat.
Mit freundlichem Gruß,
rudolf schmitt

steffi.zitzelsberger schrieb:
> Liebe Teilnehmer des Metaphernforums,
> ich beschäftige mich gerade mit dem Werkzeug der Metaphernanalyse im
Bereich der Physikdidaktik und stoße dabei immer wieder auf ein paar
grundsätzliche Fragen. Vielleicht kann mir jemand bei der Beantwortung
dieser weiterhelfen:
> Wie grenze ich die Analogie nach Ernst Kircher zur Metapher ab bzw.
integriere diese in die Theorie?
> Welche Zusammenhänge weisen die kognitiven Konzepte aus der
Metaphernanalyse mit den mentalen Modellen nach Dedre Gentner auf oder
ist unter diesen beiden Begriffen das Selbe zu verstehen?
> Für hilfreiche Hinweise wäre ich sehr dankbar!
> Stefanie Zitzelsberger

--
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
Hochschule Zittau/Görlitz
Fakultät für Sozialwissenschaften
Brückenstr. 1, G 1
02826 Görlitz
E-Mail: r.schmitt@hs-zigr.de
Homepage: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/
Metaphernanalyse: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/
Promotionsförderung:
http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/index_promotion.htm


#222 Von: Rudolf Schmitt <r.schmitt@...>
Datum: Son 13. Sep 2009 20:13
Betreff: Re: Analogie und mentale Modelle
metaphernana...
Offline Offline
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Liebe Frau Zitzelsberger, liebe Mitlesende,

der Pause entnehme ich, dass sich hier bisher niemand aus dem Kreis der
kognitiven Metapherntheorie mit den Analogien nach Ernst Kircher und mit
den mentalen Modellen nach Dedre Gentner beschäftigt hat.
Im Kontext der kognitiven Linguistik ist es mir des öfteren begegnet,
dass 'mentales Modell' als Begriff eher weniger terminologisch
festgelegt ist (das dürfte in der kognitiven Psychologie anders sein),
so finden sich weder die Stichworte "mental" und "modell" (als
verbundene) in den Stichwortverzeichnissen von Lakoff/Johnson "The body
in den the flesh" und auch nicht im umfangreichen Einführungsbuch von
Vyvyan Evans und Melanie Green "Cognitive Linguistics. An Introduction".
Mit anderen Worten: Sie müssen die Arbeit der Vermittlung der Begriffe
auf sich nehmen. Wie 'ernst' bzw. ausdifferenziert & definiert ist denn
z.B. bei Gentner der Begriff des mentalen Modells? Umfasst er ein
metaphorisches Konzept und ist anders/weiter gefasst? In der
Literaturliste des erwähnten Buchs von Evans/Green taucht die
Literaturangabe auf:
- Gentner, Dedre, Gentner, Donald. R. (1982). Flowing waters or teeming
crowds: mental modells of electricity. In: D. Gentner, A. Stevens (eds.)
Mental Models. Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum, pp. 99-129.
Ich vermute, Sie beziehen sich darauf? Das ist zwei Jahre nach dem
ersten Buch von Lakoff und Johnson publiziert - kann sein, dass Gentner
aus einer anderen begrifflichen Tradition kommt, oder sehr schnell auf
L&J reagiert hat.
Mit freundlichem Gruß,
rudolf schmitt


steffi.zitzelsberger schrieb:
  > Liebe Teilnehmer des Metaphernforums,
  > ich beschäftige mich gerade mit dem Werkzeug der Metaphernanalyse im
Bereich der Physikdidaktik und stoße dabei immer wieder auf ein paar
grundsätzliche Fragen. Vielleicht kann mir jemand bei der Beantwortung
dieser weiterhelfen:
  > Wie  grenze ich die Analogie nach Ernst Kircher zur Metapher ab bzw.
integriere diese in die Theorie?
  > Welche Zusammenhänge weisen die kognitiven Konzepte aus der
Metaphernanalyse mit den mentalen Modellen nach Dedre Gentner auf oder
ist unter diesen beiden Begriffen das Selbe zu verstehen?
  > Für hilfreiche Hinweise wäre ich sehr dankbar!
  > Stefanie Zitzelsberger


--
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
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http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/index_promotion.htm

#221 Von: "steffi.zitzelsberger" <steffi.zitzelsberger@...>
Datum: Fr 11. Sep 2009 8:40
Betreff: Analogie und mentale Modelle
steffi.zitze...
Offline Offline
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Liebe Teilnehmer des Metaphernforums,
ich beschäftige mich gerade mit dem Werkzeug der Metaphernanalyse im Bereich der
Physikdidaktik und stoße dabei immer wieder auf ein paar grundsätzliche Fragen.
Vielleicht kann mir jemand bei der Beantwortung dieser weiterhelfen:
Wie  grenze ich die Analogie nach Ernst Kircher zur Metapher ab bzw. integriere
diese in die Theorie?
Welche Zusammenhänge weisen die kognitiven Konzepte aus der Metaphernanalyse mit
den mentalen Modellen nach Dedre Gentner auf oder ist unter diesen beiden
Begriffen das Selbe zu verstehen?
Für hilfreiche Hinweise wäre ich sehr dankbar!
Stefanie Zitzelsberger

#220 Von: "Rudolf Schmitt, Prof. Dr." <r.schmitt@...>
Datum: Do 27. Aug 2009 16:48
Betreff: Fwd: ECIC-2010 - mini track - Knowledge Metaphors
metaphernana...
Offline Offline
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Liebe Teilnehmende der Metaphernliste,
anbei ein cfp zu Wissensmetaphern =>
mfg: Rudolf Schmitt


---------- Forwarded message ----------
From: Andriessen, Daan <Daan.Andriessen@...>
Date: 2009/8/27
Subject: ECIC-2010 - mini track - Knowledge Metaphors
To: "Andriessen, Daan" <Daan.Andriessen@...>
Cc: constantin bratianu <cbratianu@...>, "Boom, Marien van den"
<Marien.vandenBoom@...>


Dear colleagues,

I would like to invite you to participate in a dedicated minitrack on
knowledge metaphors at the European Conference on Intellectual Capital
29-30 March in Portugal. More information can be found at:

http://academic-conferences.org/ecic/ecic2010/ecic10-minitrack.htm#Knowledge_Met\
aphors
http://academic-conferences.org/ecic/ecic2010/ecic10-call-papers.htm
http://academic-conferences.org/ecic/ecic2010/ecic10-biographies.htm#andriessen

The attached .PDF is for use in promoting the mini track among your
colleagues and can also be downloaded from:

http://academic-conferences.org/ecic/ecic2010/ecic10-glance.htm

The deadline for abstracts is September 22th, 2009.

This call is an addition to the call for chapters for a book on
Knowledge metaphors we distributed in July. In close collaboration
with Professor Zhichang Zhu, from the University of Hull Business
School, we will first try to create a special issue for 'Systems
Research and Behavioural Science' on knowledge metaphors, before
trying to put together a book. Hopefully this will stimulate more
academic scholars to participate in our journey. More information will
follow. Papers for the European Conference on Intellectual Capital
will get special attention in selecting the papers for the special
issue.

Kind regards,

Dr. Daniel G. Andriessen
Professor of Intellectual Capital
Director Centre for Research in Intellectual Capital
INHOLLAND University of professional education

Mobile: +31 6 52375658

Address:
Saturnusstraat 2-24
2132 HB Hoofddorp
The Netherlands

email: daan.andriessen@...
web: www.inholland.nl/intellectualcapital

--
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
Hochschule Zittau/Görlitz (FH)
Fachbereich Sozialwesen
Brückenstr. 1, G 1
02826 Görlitz

E-Mail: r.schmitt@...
Homepage: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/
Qualitative Forschung: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/
Promotionsförderung:
http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/index_promotion.htm

#219 Von: Rudolf Schmitt <r.schmitt@...>
Datum: Do 27. Aug 2009 8:19
Betreff: Preis für metaphernanalytische Dissertation
metaphernana...
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Liebe Teilnehmende des Forums,

eine erfreuliche Nachricht: Peter Gansen, der dieses Forum mit seinen
Beiträgen bereichert hat, erhält für seine Dissertation: "Metaphorisches
Denken von Kindern. Theoretische und empirische Untersuchungen zu einer
pädagogischen Metaphorologie", Justus-Liebig-Universität Gießen 2009,
den "Aloys-Fischer-Preis für Grundschulforschung und Pädagogik der
Primarstufe" von der DGfE verliehen (am 23.9. in Hildesheim auf der
Jahrestagung der Grundschulpädagogen). Die Publikation ist in Arbeit.

Das ist für den Autor erfreulich - herzliche Gratulation! - und für die
Metaphernanalyse, die mit engagierten AutorInnen in den einzelnen
Disziplinen Anerkennung finden kann.

Ich freue mich!

MfG: rudolf schmitt



--
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#217 Von: "Michael Kimmel" <michael.kimmel@...>
Datum: Sam 15. Aug 2009 17:14
Betreff: Re: Metaphern (in) der Soziologie
mik_kimmel
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Lieber Herr Schmitt!

Das war ein Mißverständnis mit meiner Namensaufzählung. Zu den genannten
Autoren hatte ich deren einzelne Buchpublikationen gemeint, die sich eh alle
auf amazon finden dürften. Von Lynne Cameron gibt es auch eine Projektseite
mit Artikeln, zusätzlich zum Buch 2003.

Übrigens ist mir noch Jörg Zinken eingefallen, der u.a. eine sehr gute Diss.
verfaßt hat und jüngst den Begriff "Diskursmetapher" geprägt hat (in einer
Gemeinschaftpublikation, 2008).

Grüße
MK


----- Original Message -----
From: "Rudolf Schmitt" <r.schmitt@...>
To: <Metaphernanalyse@...>
Sent: Saturday, August 15, 2009 6:38 PM
Subject: Re: [Metaphernanalyse] Metaphern (in) der Soziologie


> Lieber Herr Kimmel, liebe Mitlesende,
>
> Danke für die Hinweise, die mich auch außerhalb der Liste erreicht haben!
>
> Ich beantworte die Fragen unten gleich im Text - zu zwei
> Literaturhinweisen habe ich noch Fragen:
>
> Michael Kimmel schrieb:
>>
>> Lieber Herr Schmitt!
>>
>> Ist Ihr Abgrenzungskriterium, daß ein soziologischer Theoriebezug
>> herrschen muß oder reicht eine allgemeine gesellschaftstheoretische
>> Relevanz?
>> Da Sie eh in der Rubrik 3 schon einige von dem Typ drinnen haben,
>> z.B. aus Metaphorik.de, würden sich wohl viele Titel v.a. aus dem
>> Bereich Diskursanalyse als themenkompatibel anbieten, wenn auch die
>> Autoren üblicherweise eben keine SoziologInnen sind.
>
>
> Das ist ein wunder Punkt, eine gute und nachvollziehbare Abgrenzung zu
> finden. Viele Diskursanalysen sind eher kulturtheoretisch als
> sozialwissenschaftlich orientiert - jedoch gibt es fließende Übergänge.
> Ich will mit diesem Teil der Publikation (ähnlich wie beim Thema Gender
> in meiner letzten Anfrage) a) fragen, ob es im Kernbereich
> soziologischer Selbstreflexion Bezüge zu Metaphern und zu Lakoff/Johnson
> im Besonderen gibt b) ob es soziologisch-empirische Forschungsarbeiten
> mit Hilfe der Metaphernanalyse gibt.
>
>
>
>> Die Literaturliste in Goatly's "Washing the Brain" ist sehr hilfreich
>
> Die beiden Hinweise:
> => ANDREW GOATLY, Washing the Brain. Metaphor and Hidden Ideology.
> Amsterdam: John Benjamins, 2007
> Goatly, Andrew (1997). The language of metaphors. New York: Routledge.
> habe ich nach ersten Vorinformationen (noch nicht gelesen) eher in die
> Politologie gesteckt (das Kapitel kommt noch). Aber das ist ein Hinweis,
> schon einmal das Literaturverzeichnis durchzuarbeiten ...
>
>> und ein Überblickskapitel von 8 Studien gibt es in Alice Deignans
>> Corpusmetaphernbuch. Die Arbeit von Chilton, Charteris-Black, Cameron,
>> Musolff bzw. der Sammelband von Christopher Hart und Dominik
>> Lukes passen auch dazu.
>
> Gerade recherchiert, Danke!
> => Deignan, A. (2005). Metaphor and corpus linguistics. Amsterdam ;
> Philadelphia, J. Benjamins.
> => Hart, Christopher, and Dominik Lukeš eds. 2007. Cognitive Linguistics
> in Critical Discourse Studies: Application and Theory. Amersham:
> Cambridge Scholars Publishing.
>
> => nicht gefunden: eine gemeinsame Arbeit von Chilton, Charteris-Black,
> Cameron, Musolff - Danke für einen Tipp!!
>
>> Zu Punkt 2 und disziplinären Leitmetaphern des 19./frühen 20. Jhts. gab
>> es eine Überblickseinführung irgendwo, ich vermute in einem
>> kulturanthropologischen Werk, das ich gelesen habe. Ich denke weiter
>> nach....
>> Insofern das mit soziologischer Theorie überlappt könnte auch das Buch
>> von James Averrill zu Metaphern der Pychologie eine Quelle sein.
>
> Bei Averill war ich bis jetzt nur auf den Aufsatz gestoßen:
> Averill, J. R. (1990). Inner feelings, works of the flesh, the beast
> within, diseases of the mind, driving force, and putting on a show: Six
> metaphors of emotion and their theoretical extensions. In D. E. Leary
> (Ed.), Metaphors in the history of psychology (104-132). New York:
> Cambridge University Press.
> => auch hier: haben Sie da noch einen Hinweis?
>
>>
>> beste Grüße,
>> Michael Kimmel
>
> Beste Grüße und Danke!!
> rudolf schmitt
>
>
> --
> Prof. Dr. Rudolf Schmitt
> Hochschule Zittau/Görlitz
> Fachbereich Sozialwesen
> Brückenstr. 1, G 1
> 02826 Görlitz
> E-Mail: r.schmitt@...
> Homepage: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/
> Metaphernanalyse: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/
> Promotionsförderung:
> http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/index_promotion.htm
>
>
> ------------------------------------
>
> Yahoo! Groups Links
>
>
>

#216 Von: Rudolf Schmitt <r.schmitt@...>
Datum: Sam 15. Aug 2009 16:38
Betreff: Re: Metaphern (in) der Soziologie
metaphernana...
Offline Offline
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Lieber Herr Kimmel, liebe Mitlesende,

Danke für die Hinweise, die mich auch außerhalb der Liste erreicht haben!

Ich beantworte die Fragen unten gleich im Text - zu zwei
Literaturhinweisen habe ich noch Fragen:

Michael Kimmel schrieb:
>
> Lieber Herr Schmitt!
>
> Ist Ihr Abgrenzungskriterium, daß ein soziologischer Theoriebezug
> herrschen muß oder reicht eine allgemeine gesellschaftstheoretische
> Relevanz?
> Da Sie eh in der Rubrik 3 schon einige von dem Typ drinnen haben,
> z.B. aus Metaphorik.de, würden sich wohl viele Titel v.a. aus dem
> Bereich Diskursanalyse als themenkompatibel anbieten, wenn auch die
> Autoren üblicherweise eben keine SoziologInnen sind.


Das ist ein wunder Punkt, eine gute und nachvollziehbare Abgrenzung zu
finden. Viele Diskursanalysen sind eher kulturtheoretisch als
sozialwissenschaftlich orientiert - jedoch gibt es fließende Übergänge.
Ich will mit diesem Teil der Publikation (ähnlich wie beim Thema Gender
in meiner letzten Anfrage) a) fragen, ob es im Kernbereich
soziologischer Selbstreflexion Bezüge zu Metaphern und zu Lakoff/Johnson
im Besonderen gibt b) ob es soziologisch-empirische Forschungsarbeiten
mit Hilfe der Metaphernanalyse gibt.



> Die Literaturliste in Goatly's "Washing the Brain" ist sehr hilfreich

Die beiden Hinweise:
=> ANDREW GOATLY, Washing the Brain. Metaphor and Hidden Ideology.
Amsterdam: John Benjamins, 2007
Goatly, Andrew (1997). The language of metaphors. New York: Routledge.
habe ich nach ersten Vorinformationen (noch nicht gelesen) eher in die
Politologie gesteckt (das Kapitel kommt noch). Aber das ist ein Hinweis,
schon einmal das Literaturverzeichnis durchzuarbeiten ...

> und ein Überblickskapitel von 8 Studien gibt es in Alice Deignans
> Corpusmetaphernbuch. Die Arbeit von Chilton, Charteris-Black, Cameron,
> Musolff bzw. der Sammelband von Christopher Hart und Dominik
> Lukes passen auch dazu.

Gerade recherchiert, Danke!
=> Deignan, A. (2005). Metaphor and corpus linguistics. Amsterdam ;
Philadelphia, J. Benjamins.
=> Hart, Christopher, and Dominik Lukeš eds. 2007. Cognitive Linguistics
in Critical Discourse Studies: Application and Theory. Amersham:
Cambridge Scholars Publishing.

=> nicht gefunden: eine gemeinsame Arbeit von Chilton, Charteris-Black,
Cameron, Musolff - Danke für einen Tipp!!

> Zu Punkt 2 und disziplinären Leitmetaphern des 19./frühen 20. Jhts. gab
> es eine Überblickseinführung irgendwo, ich vermute in einem
> kulturanthropologischen Werk, das ich gelesen habe. Ich denke weiter
> nach....
> Insofern das mit soziologischer Theorie überlappt könnte auch das Buch
> von James Averrill zu Metaphern der Pychologie eine Quelle sein.

Bei Averill war ich bis jetzt nur auf den Aufsatz gestoßen:
Averill, J. R. (1990). Inner feelings, works of the flesh, the beast
within, diseases of the mind, driving force, and putting on a show: Six
metaphors of emotion and their theoretical extensions. In D. E. Leary
(Ed.), Metaphors in the history of psychology (104-132). New York:
Cambridge University Press.
=> auch hier: haben Sie da noch einen Hinweis?

>
> beste Grüße,
> Michael Kimmel

Beste Grüße und Danke!!
rudolf schmitt


--
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
Hochschule Zittau/Görlitz
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Metaphernanalyse: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/
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#215 Von: "Michael Kimmel" <michael.kimmel@...>
Datum: Fr 14. Aug 2009 10:04
Betreff: Re: Metaphern (in) der Soziologie
mik_kimmel
Offline Offline
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Lieber Herr Schmitt!
 
Ist Ihr Abgrenzungskriterium, daß ein soziologischer Theoriebezug herrschen muß oder reicht eine allgemeine gesellschaftstheoretische Relevanz?
Da Sie eh in der Rubrik 3 schon einige von dem Typ drinnen haben, z.B. aus Metaphorik.de, würden sich wohl viele Titel v.a. aus dem Bereich Diskursanalyse als themenkompatibel anbieten, wenn auch die Autoren üblicherweise eben keine SoziologInnen sind.
Die Literaturliste in Goatly's "Washing the Brain" ist sehr hilfreich und ein Überblickskapitel von 8 Studien gibt es in Alice Deignans Corpusmetaphernbuch. Die Arbeit von Chilton, Charteris-Black, Cameron, Musolff bzw. der Sammelband von Christopher Hart und Dominik Lukes passen auch dazu.
 
Zu Punkt 2 und disziplinären Leitmetaphern des 19./frühen 20. Jhts. gab es eine Überblickseinführung irgendwo, ich vermute in einem kulturanthropologischen Werk, das ich gelesen habe. Ich denke weiter nach....
Insofern das mit soziologischer Theorie überlappt könnte auch das Buch von James Averrill zu Metaphern der Pychologie eine Quelle sein.
 
beste Grüße,
Michael Kimmel

----- Original Message -----
Sent: Thursday, August 13, 2009 5:39 PM
Subject: [Metaphernanalyse] Metaphern (in) der Soziologie

 

Liebe Teilnehmende der Metaphernliste,

wenn ich es richtig sehe, gibt es noch keine Übersichtsarbeit im deutschsprachigen Bereich, welche die verschiedenen Thematisierungen von Metaphern in der Soziologie einmal dargestellt hat. Ist das richtig?

Ich habe jetzt für eine eigene Recherche die mir bekannten Publikationen zusammen gestellt, und würde mich über Ergänzungen freuen. Die folgende Liste ist thematisch geordnet; es fehlen Arbeiten zu zwei prosperierenden Bereichen: Migration(sforschung) und Metapher lässt sich vom Schwerpunkt der Arbeiten eher in der Politologie überblickend diskutieren, und Organisationsanalysen sind vor allem in den Wirtschaftswissenschaften zu finden, so dass die wenigen soziologischen Analysen zu diesem Thema eher dort sinnvoll-vergleichend besprochen werden sollten (kleine Ausnahme: Koch und Deetz als Begründer/innen).

Die folgende Gliederung ist induktiv aus der Menge des Materials entstanden und beansprucht nicht, eine besondere gedankliche Ordnung zu repräsentieren:
1. Wissenssoziologie
2. Metaphern in der Geschichte soziologischer Theoriebildung
3. Soziologische Metaphernanalysen I: Methodik(en: brauchbarer Plural?)
4. Soziologische Metaphernanalysen II: Phänomene

1. Wissenssoziologie
- Reichertz, Jo (1999). 'Navigieren' oder 'Surfen' oder: Das Ende der Bedrohung? In: Faßler, Manfred (Hrsg.) Alle möglichen Welten. München, # Verlag, S. 207-222.
- Knoblauch, Hubert (1999). Metaphors, Transcendence and Indirect Communication. In: Lieven Boeve, Kurt Frayaerts und James Francis (Hg.), Metaphor and God-Talk. Bern: Peter Lang, S. 75-99
- Maasen, Sabine; Weingart, Peter (2001). Metaphors and the Dynamics of Knowledge. London/New York: Routledge
- Maasen, Sabine; Mendelsohn, Everett; Weingart, Peter [Hrsg.] (1995) Biology as society, society as biology: metaphors. Dordrecht [u.a.] : Kluwer
- Maasen, Sabine; Mendelsohn, Everett; Weingart, Peter (1995). Metaphors: Is There a Bridge over Troubled Waters? In: Maasen, Sabine; Mendelsohn, Everett; Weingart, Peter [Hrsg.] (1995) Biology as society, society as biology: metaphors. Dordrecht [u.a.] : Kluwer, S. 1-10.
- Maasen, Sabine (1995) Who is afraid of metaphors? In: Maasen, Sabine; Mendelsohn, Everett; Weingart, Peter [Hrsg.] (1995) Biology as society, society as biology: metaphors. Dordrecht [u.a.] : Kluwer, S. 11-35.
- Maasen, Sabine (1999): Wissenssoziologie. transcript-Verlag.
- Maasen, Sabine (2009): Wissenssoziologie. transcript-Verlag. 2., komplett überarbeitete Auflage
- Maasen, Sabine, Weingart, Peter (1995) Metaphors—Messengers of Meaning. A Contribution to an Evolutionary Sociology of Science. Science Communication, Vol. 17, No. 1, 9-31

2. Metaphern in der Geschichte soziologischer Theoriebildung
- Rigney, Daniel (2001). The Metaphorical Society. An Invitation to Social Theory. Boston: Rowman & Littlefield.
- Rathmayr, Bernhard: Jäger, Feldherrn, Vogelkundler, Detektive und Wanderer: Zur Metaphorik sozialwissenschaftlicher Forschung. In: Hug, Theo (Hg.): Erziehungswissenschaft als Lebensform. Theoretische und erfahrungsreflexive Beiträge zur Hochschuldidaktik und Wissenschaftsforschung. Innsbruck (Österreichischer StudienVerlag) 1991, 143-155.
- Murray, Susan B. ( 2003). A Spy, a Shill, a Go-Between, or a Sociologist: Unveiling the "Observers" in Participant Observer. Qualitative Research 3(3), S. 377-395. DOI: 10.1177/1468794103033006
- Susanne Lüdemann (2004). Metaphern der Gesellschaft. Studien zum soziologischen und politischen Imaginären. München: Fink
- Lars Steinmann: Die Metaphorik der 'Gesellschaft'. Mechanismen soziologischer Begriffsbildung. Zu: Susanne Lüdemann: Metaphern der Gesellschaft. Studien zum soziologischen und politischen Imaginären. München: Wilhelm Fink 2004. 214 S. Broschiert. EUR (D) 26,90. ISBN: 3-7705-3989-3. unter: iasl.uni-muenchen.de/rezensio/liste/Steinmann3770539893_1350.html
- Levine, Donald N The organism metaphor in sociology. Social Research; Summer95, Vol. 62 Issue 2, p239, 27p
- Silber, Ilana Friedrich: Space, fields, boundaries: The rise of spatial metaphors in contemporary sociological theory. Social Research; Summer95, Vol. 62 Issue 2, p323, 33p
- Lopez, Jose ( 2001). Metaphors as principles of 'visuality': 'seeing' Marx differently. Journal of classical sociology. 1(1) p 69-94.
- López, José (2003). Society and its Metaphors: Language, Social Theory and Social Structure. London: Continuum
- Benta, Marius (2004). Review: José López, Society and its Metaphors: Language, Social Theory and Social Structure. Irish Journal of Sociology 13(1), p. 142-144
- Brown, Richard H. (1976). Social Theory as Metaphor. In: Theory and Society 3(2), S. 169-198).
- Barber, Bernard. All Economies are "embedded": The career of a concept, and beyond. Social Research; Summer95, Vol. 62 Issue 2, p387, 27p

3. Soziologische Metaphernanalysen I: Methodik(en: brauchbarer Plural?)
- Bohnsack, Ralf (2003). Fokussierungsmetapher. Ralf Bohnsack, Winfried Marotzki, Michael Meuser (Hrsg.): Hauptbegriffe qualitativer Sozialforschung (S. 67). Opladen: Leske + Budrich
- Bruce Kochis and Diane Gillespie (2006): Conceptual Metaphors as Interpretive Tools in Qualitative Research: A Re-Examination of College Students' Diversity Discussions. The Qualitative Report Volume 11 Number 3 September 2006 566-585, http://www.nova.edu/ssss/QR/QR11-3/kochis.pdf [26.7.2007]
- Susann Geideck, Wolf-Andreas Liebert. Sinnformeln. Eine soziologisch-linguistische Skizze. S. 3-14
- Tilla Siegel: Denkmuster der Rationalisierung. Ein soziologischer Blick auf Selbstverständlichkeiten in Geideck, Liebert S. 17-36.
- Turner, Bryan S. (Jahr??) Social Fluids: Metaphors and Meanings of Society, Body & Society, 9(1)

4. Soziologische Metaphernanalysen II: Phänomene
- Schön, Donald A. (1979). Generative Metaphor: A Perspektive on Problem-Setting in Social Policy. In: Andrew Ortony (Hrsg.), Metaphor and Thought (S. 254-283). Cambridge: Cambridge University Press.
- Bull, Rodney; Shaw, Ian (1992). Constructing Causal Accounts in Social Work. Sociology, Vol. 26, No. 4, pp. 635-649
- Gugutzer, Robert (2002). Leib, Körper und Identität. Eine phänomenologisch-soziologische Untersuchung zur personalen Identität. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.
- Bianca Maria Pirani 2005, Body Rhythms, Social Rhythms in Digital Societies. If everything is culture, nature is a dream. Current Sociology, Vol. 53(2): 237–273 DOI: 10.1177/0011392105049539
- Shilling, Chris (1997). The Undersocialised Conception of the Embodied Agent in Modern Sociology. Sociology. 31(4), S. 737-754
- Sennett, Richard. Autorität (2008). Autorität. Berliner Taschenbuch-Verlag S.102-109: Abschnitt über "Metaphernbindung"
- Koch, Susan; Deetz, Stanley (1981). Metaphor analysis of social reality in organizations. Journal of Applied Communication Research. Spring81, Vol. 9, 1-15
- Deetz, Stanley A. (1986). Metaphors and the discursive production and reproduction of organization. In: L. Thayer (ed.) Organization - Communication: Emerging Perspectives. Vol. 1., pp. 168-182)., Norwood, NJ. Ablex Publ.
- Ignatow, Gabriel (2004) Speaking together, thinking together? Exploring metaphor and cognition in a shipyard union dispute. Sociological Forum, 19 (3), pp. 405-433.
- William Foster Owen 1985, Metaphor Analysis of Cohesiveness in Small Discussion Small Group Research; 16; 415
- Oliver König Geben und Nehmen, Soziologische Anmerkungen zu einem psychotherapeutischen Konzept. Aus: Familiendynamik 1997, H. 2, S. 200-223
- Hockey, Jenny (1993). The acceptable face of human grieving? In Clark, David (ed.) The Sociology of Death. Blackwell Science, Oxford: Blackwell Publishers, p. 129-148
- Sociology, Vol. 36, No. 1, 107-126 (2002) Cancer Heroics: A Study of News Reports with Particular Reference to Gender. Clive Seale
- Nerlich, Brigitte; Hamilton Craig A.; Rowe, Victoria. Conceptualising Foot and Mouth Disease: The Socio-Cultural Role of Metaphors, Frames and Narratives. In: metaphorik.de Heft 2, 2002. http://www.metaphorik.de/02/nerlich.htm. Abruf am 16.7.2002.
- Giarchi, George Giacinto (2001). Caught in the nets: a critical examination of the use of the concept of 'networks' in community development studies Community Development Journal 36(1), S. 63-71.
- J.V. Boira Maiques (2003). Science, politics and image in Valencia: a review of urban discourse in the Spanish City. Cities 20(6), p. 413 -- 419 DOI: 10.1016/j.cities.2003.08.007
- Pevey, Carolyn F. & McKenzie, Nelya J. (2008). Love, Fear, and Loathing: A Qualitative Examination of Christian Perceptions of Muslims [75 paragraphs]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 10(1), Art. 1, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs090118.
- Gurney, Craig M. (1999). Lowering the Drawbridge: A Case Study of Analog and Metaphor in the Social Construction of home-ownership. Urban Studies, 36(10), S. 1706-1724

Soweit. Für Ergänzungen dankt:
rudolf schmitt


#214 Von: "Rudolf Schmitt" <r.schmitt@...>
Datum: Do 13. Aug 2009 15:39
Betreff: Metaphern (in) der Soziologie
metaphernana...
Offline Offline
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Liebe Teilnehmende der Metaphernliste,

wenn ich es richtig sehe, gibt es noch keine Übersichtsarbeit im
deutschsprachigen Bereich, welche die verschiedenen Thematisierungen von
Metaphern in der Soziologie einmal dargestellt hat. Ist das richtig?

Ich habe jetzt für eine eigene Recherche die mir bekannten Publikationen
zusammen gestellt, und würde mich über Ergänzungen freuen. Die folgende Liste
ist thematisch geordnet; es fehlen Arbeiten zu zwei prosperierenden Bereichen:
Migration(sforschung) und Metapher lässt sich vom Schwerpunkt der Arbeiten eher
in der Politologie überblickend diskutieren, und Organisationsanalysen sind vor
allem in den Wirtschaftswissenschaften zu finden, so dass die wenigen
soziologischen Analysen zu diesem Thema eher dort sinnvoll-vergleichend
besprochen werden sollten (kleine Ausnahme: Koch und Deetz als Begründer/innen).

Die folgende Gliederung ist induktiv aus der Menge des Materials entstanden und
beansprucht nicht, eine besondere gedankliche Ordnung zu repräsentieren:
1. Wissenssoziologie
2. Metaphern in der Geschichte soziologischer Theoriebildung
3. Soziologische Metaphernanalysen I: Methodik(en: brauchbarer Plural?)
4. Soziologische Metaphernanalysen II: Phänomene


1. Wissenssoziologie
- Reichertz, Jo (1999). 'Navigieren' oder 'Surfen' oder: Das Ende der Bedrohung?
In: Faßler, Manfred (Hrsg.) Alle möglichen Welten. München, # Verlag, S.
207-222.
- Knoblauch, Hubert (1999). Metaphors, Transcendence and Indirect Communication.
In: Lieven Boeve, Kurt Frayaerts und James Francis (Hg.), Metaphor and God-Talk.
Bern: Peter Lang, S. 75-99
- Maasen, Sabine; Weingart, Peter (2001). Metaphors and the Dynamics of
Knowledge. London/New York: Routledge
- Maasen, Sabine; Mendelsohn, Everett; Weingart, Peter [Hrsg.] (1995) Biology as
society, society as biology: metaphors. Dordrecht [u.a.] : Kluwer
- Maasen, Sabine; Mendelsohn, Everett; Weingart, Peter (1995). Metaphors: Is
There a Bridge over Troubled Waters? In: Maasen, Sabine; Mendelsohn, Everett;
Weingart, Peter [Hrsg.] (1995) Biology as society, society as biology:
metaphors. Dordrecht [u.a.] : Kluwer, S. 1-10.
- Maasen, Sabine (1995) Who is afraid of metaphors? In: Maasen, Sabine;
Mendelsohn, Everett; Weingart, Peter [Hrsg.] (1995) Biology as society, society
as biology: metaphors. Dordrecht [u.a.] : Kluwer, S. 11-35.
- Maasen, Sabine (1999): Wissenssoziologie. transcript-Verlag.
- Maasen, Sabine (2009): Wissenssoziologie. transcript-Verlag. 2., komplett
überarbeitete Auflage
- Maasen, Sabine, Weingart, Peter (1995) Metaphors—Messengers of Meaning. A
Contribution to an Evolutionary Sociology of Science. Science Communication,
Vol. 17, No. 1, 9-31


2. Metaphern in der Geschichte soziologischer Theoriebildung
- Rigney, Daniel (2001). The Metaphorical Society. An Invitation to Social
Theory. Boston: Rowman & Littlefield.
- Rathmayr, Bernhard: Jäger, Feldherrn, Vogelkundler, Detektive und Wanderer:
Zur Metaphorik sozialwissenschaftlicher Forschung. In: Hug, Theo (Hg.):
Erziehungswissenschaft als Lebensform. Theoretische und erfahrungsreflexive
Beiträge zur Hochschuldidaktik und Wissenschaftsforschung. Innsbruck
(Österreichischer StudienVerlag) 1991, 143-155.
- Murray, Susan B. ( 2003). A Spy, a Shill, a Go-Between, or a Sociologist:
Unveiling the "Observers" in Participant Observer. Qualitative Research 3(3), S.
377-395. DOI: 10.1177/1468794103033006
- Susanne Lüdemann (2004). Metaphern der Gesellschaft. Studien zum
soziologischen und politischen Imaginären. München: Fink
- Lars Steinmann: Die Metaphorik der 'Gesellschaft'. Mechanismen soziologischer
Begriffsbildung. Zu: Susanne Lüdemann: Metaphern der Gesellschaft. Studien zum
soziologischen und politischen Imaginären. München: Wilhelm Fink 2004. 214 S.
Broschiert. EUR (D) 26,90. ISBN: 3-7705-3989-3. unter:
iasl.uni-muenchen.de/rezensio/liste/Steinmann3770539893_1350.html
- Levine, Donald N The organism metaphor in sociology. Social Research;
Summer95, Vol. 62 Issue 2, p239, 27p
- Silber, Ilana Friedrich: Space, fields, boundaries: The rise of spatial
metaphors in contemporary sociological theory. Social Research; Summer95, Vol.
62 Issue 2, p323, 33p
- Lopez, Jose ( 2001). Metaphors as principles of 'visuality': 'seeing' Marx
differently. Journal of classical sociology. 1(1) p 69-94.
- López, José (2003). Society and its Metaphors: Language, Social Theory and
Social Structure. London: Continuum
- Benta, Marius (2004). Review: José López, Society and its Metaphors: Language,
Social Theory and Social Structure. Irish Journal of Sociology 13(1), p. 142-144
- Brown, Richard H. (1976). Social Theory as Metaphor. In: Theory and Society
3(2), S. 169-198).
- Barber, Bernard. All Economies are "embedded": The career of a concept, and
beyond. Social Research; Summer95, Vol. 62 Issue 2, p387, 27p


3. Soziologische Metaphernanalysen I: Methodik(en: brauchbarer Plural?)
- Bohnsack, Ralf (2003). Fokussierungsmetapher. Ralf Bohnsack, Winfried
Marotzki, Michael Meuser (Hrsg.): Hauptbegriffe qualitativer Sozialforschung (S.
67). Opladen: Leske + Budrich
- Bruce Kochis and Diane Gillespie (2006): Conceptual Metaphors as Interpretive
Tools in Qualitative Research: A Re-Examination of College Students' Diversity
Discussions. The Qualitative Report Volume 11 Number 3 September 2006 566-585,
http://www.nova.edu/ssss/QR/QR11-3/kochis.pdf [26.7.2007]
- Susann Geideck, Wolf-Andreas Liebert. Sinnformeln. Eine
soziologisch-linguistische Skizze. S. 3-14
- Tilla Siegel: Denkmuster der Rationalisierung. Ein soziologischer Blick auf
Selbstverständlichkeiten in Geideck, Liebert S. 17-36.
- Turner, Bryan S. (Jahr??) Social Fluids: Metaphors and Meanings of Society,
Body & Society, 9(1)


4. Soziologische Metaphernanalysen II: Phänomene
- Schön, Donald A. (1979). Generative Metaphor: A Perspektive on Problem-Setting
in Social Policy. In: Andrew Ortony (Hrsg.), Metaphor and Thought (S. 254-283).
Cambridge: Cambridge University Press.
- Bull, Rodney; Shaw, Ian (1992). Constructing Causal Accounts in Social Work.
Sociology, Vol. 26, No. 4, pp. 635-649
- Gugutzer, Robert (2002). Leib, Körper und Identität. Eine
phänomenologisch-soziologische Untersuchung zur personalen Identität. Wiesbaden:
Westdeutscher Verlag.
- Bianca Maria Pirani 2005, Body Rhythms, Social Rhythms in Digital Societies.
If everything is culture, nature is a dream. Current Sociology, Vol. 53(2):
237–273 DOI: 10.1177/0011392105049539
- Shilling, Chris (1997). The Undersocialised Conception of the Embodied Agent
in Modern Sociology. Sociology. 31(4), S. 737-754
- Sennett, Richard. Autorität (2008). Autorität. Berliner Taschenbuch-Verlag
S.102-109: Abschnitt über "Metaphernbindung"
- Koch, Susan; Deetz, Stanley (1981). Metaphor analysis of social reality in
organizations. Journal of Applied Communication Research. Spring81, Vol. 9, 1-15
- Deetz, Stanley A. (1986). Metaphors and the discursive production and
reproduction of organization. In: L. Thayer (ed.) Organization - Communication:
Emerging Perspectives. Vol. 1., pp. 168-182)., Norwood, NJ. Ablex Publ.
- Ignatow, Gabriel (2004) Speaking together, thinking together? Exploring
metaphor and cognition in a shipyard union dispute. Sociological Forum, 19 (3),
pp. 405-433.
- William Foster Owen 1985, Metaphor Analysis of Cohesiveness in Small
Discussion Small Group Research; 16; 415
- Oliver König Geben und Nehmen, Soziologische Anmerkungen zu einem
psychotherapeutischen Konzept. Aus: Familiendynamik 1997, H. 2, S. 200-223
- Hockey, Jenny (1993). The acceptable face of human grieving? In Clark, David
(ed.) The Sociology of Death. Blackwell Science, Oxford: Blackwell Publishers,
p. 129-148
- Sociology, Vol. 36, No. 1, 107-126 (2002) Cancer Heroics: A Study of News
Reports with Particular Reference to Gender. Clive Seale
- Nerlich, Brigitte; Hamilton Craig A.; Rowe, Victoria. Conceptualising Foot and
Mouth Disease: The Socio-Cultural Role of Metaphors, Frames and Narratives. In:
metaphorik.de Heft 2, 2002. http://www.metaphorik.de/02/nerlich.htm. Abruf am
16.7.2002.
- Giarchi, George Giacinto (2001). Caught in the nets: a critical examination of
the use of the concept of 'networks' in community development studies Community
Development Journal 36(1), S. 63-71.
- J.V. Boira Maiques (2003). Science, politics and image in Valencia: a review
of urban discourse in the Spanish City. Cities 20(6), p. 413 -- 419 DOI:
10.1016/j.cities.2003.08.007
- Pevey, Carolyn F. & McKenzie, Nelya J. (2008). Love, Fear, and Loathing: A
Qualitative Examination of Christian Perceptions of Muslims [75 paragraphs].
Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 10(1),
Art. 1, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs090118.
- Gurney, Craig M. (1999). Lowering the Drawbridge: A Case Study of Analog and
Metaphor in the Social Construction of home-ownership. Urban Studies, 36(10), S.
1706-1724


Soweit. Für Ergänzungen dankt:
rudolf schmitt

#213 Von: Rudolf Schmitt <r.schmitt@...>
Datum: Die 7. Jul 2009 12:52
Betreff: [Fwd: Call for Chapters edited book "Knowledge Metaphors". Please feel free to distribute]
metaphernana...
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Liebe Teilnehmende des Metaphernanalyse-Forums,

anbei eine Einladung, zu einem Buch über Metaphern des Wissens beizutragen.

Mit freundlichem Gruß,
rudolf schmitt


-------- Original-Nachricht --------
Betreff: Call for Chapters edited book "Knowledge Metaphors". Please
feel free to distribute
Datum: Tue, 7 Jul 2009 14:12:19 +0200
Von: Andriessen, Daan <Daan.Andriessen@...>
An: Andriessen, Daan <Daan.Andriessen@...>
CC: Boom, Marien van den <Marien.vandenBoom@...>, 'constantin
bratianu' <cbratianu@...>

Dear colleagues,

Please find enclosed a call for chapters for an edited book we are
preparing on metaphors for knowledge.

Feel free to distribute this among your colleagues and other people you
think might be interested.

Hope to hear from you!

Dr. Daniel G. Andriessen
Professor of Intellectual Capital
Director Centre for Research in Intellectual Capital
INHOLLAND University of professional education

Mobile: +31 6 52375658

Address:
Saturnusstraat 2-24
2132 HB Hoofddorp
The Netherlands

email: daan.andriessen@... <mailto:daan.andriessen@...>
web: www.inholland.nl/intellectualcapital
<http://www.inholland.nl/intellectualcapital>

   Call for chapters for the edited book “Knowledge metaphors”

Editors: prof. dr. Daniel Andriessen & Dr. Marien van den Boom
(INHolland University of Applied Sciences, Hoofddorp, The Netherlands);
Prof. dr. dr. dr. Constantin Bratianu (Academy of Economic Studies,
Bucharest, Romania).


   Purpose of the book

The fields of knowledge management and intellectual capital research and
practice deal with the concept of “knowledge”. The epistemological
debate of what knowledge is has been going on for thousands of years.
Recently the focus has shifted towards the realization that much of our
reasoning about knowledge is based on metaphor (Andriessen, 2006, 2008;
Andriessen & Van den Boom, 2007; Bratianu & Andriessen, 2008). The fact
that our knowledge metaphors highlight certain characteristics of
knowledge and hide others has a profound impact on our reasoning about
knowledge management and intellectual capital. It determines what we
identify as knowledge related problems in organizations and society and
what we identify as possible solutions (Andriessen, 2008).

The purpose of this book is to capture the latest thinking on knowledge
metaphors and to highlight the implications for research and practice.
We invite all researchers in the fields of organization science,
cognitive science, language sciences and other related fields to
contribute to this discussion.


   Proposed table of contents

In the book we want to highlight five topics: (1) the way metaphors
influence our way of thinking about knowledge, (2) the limitations of
common metaphors for knowledge, (3) a set of alternative metaphors for
knowledge, (4) the way practitioners can use metaphors to help develop
knowledge management in their organizations, and (5) future directions
for both practice and research in this field. We propose the following
structure of the book and name a number of possible subjects.
Contributors are invited to suggest additional topics for the book.


   Part 1: Knowledge & Metaphors

1. Knowledge, a confusing concept

2. Metaphors and how they work

3. Traditional metaphors for knowledge and their limitations


   Part 2: Alternative metaphors for knowledge

1. Knowledge as a field

2. Knowledge as a journey

3. Knowledge as love

4. Etc.


   Part 3: Using metaphors in knowledge management

1. The metaphor workshop

2. Drawing knowledge metaphors

3. Analyzing KM plans using metaphors

4. Etc.


   Part 4: The future of knowledge metaphors

   How to participate

If you consider participating in writing this book, please write a brief
abstract (approximately 300 words) and send it to one of the editors:

Daniel Andriessen: daan.andriessen@...
<mailto:daan.andriessen@...>

Marien van den Boom: marien.vandenboom@...
<mailto:marien.vandenboom@...>

Constantin Bratianu: cbratianu@... <mailto:cbratianu@...>

Deadline for the abstracts is October 1^st , 2009. We will make a
selection and get back to you with author instructions. Draft chapters
are due November 30, 2009 as papers for the European Conference on
Intellectual Capital, which will be held 29-30 march 2010 in Lisbon.
There we will have a dedicated track to discuss each paper and have a
meeting with all authors. Deadline for the final chapters is June 1^st ,
2010. If you cannot make it to the European Conference on Intellectual
Capital, your deadline is June 1^st , 2010.

Please feel free to distribute this call! Hope to hear from you.

Kind regards,

Daniel Andriessen, Marien van den Boom and Constantin Bratianu


--
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
Hochschule Zittau/Görlitz
Fachbereich Sozialwesen
Brückenstr. 1, G 1
02826 Görlitz
E-Mail: r.schmitt@...
Homepage: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/
Metaphernanalyse: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/
Promotionsförderung:
http://www.hs-zigr.de/~schmitt/promotionen/index_promotion.htm

#212 Von: "Rudolf Schmitt" <r.schmitt@...>
Datum: Mit 3. Juni 2009 15:06
Betreff: Noch Plätze frei im Metaphernanalyse-Workshop in Hannover
metaphernana...
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Liebe Teilnehmende der Liste,

ich habe gerade erfahren, dass im Metaphernanalyse-Workshop in Hannover (s.u.)
gerade Plätze frei geworden sind.
=> "Die Philosophische Fakultät bietet [zwischen 6. – 20. Juli] in
Zusammenarbeit mit dem Forschungsbüro des Zentrums für Lehrerbildung (ZfL)
erneut ein Qualifizierungsprogramm für Doktorandinnen und Doktoranden an.
Zielgruppe sind Nachwuchswissenschaftler/innen, die eine eigene Forschungsarbeit
im Bereich der empirischen Bildungsforschung oder in einem angrenzenden Gebiet
planen oder bereits begonnen haben. Die Qualifizierung zielt darauf ab, die
Qualität der hannoverschen Promotionen an der Philosophischen Fakultät zu
sichern und die Promotionszeiten zu verkürzen. Das Programm umfasst je ein Modul
für qualitative und quantitative Methoden, Workshops zur Vertiefung sowie ein
Forschungskolloquium für Nachwuchswissenschaftler/innen. Für einen Teil der
Kurse wird ein Kostenbeitrag erhoben."
siehe: http://www.phil.uni-hannover.de/methodenqualifizierung2009.html
der Flyer ist unter
http://www.phil.uni-hannover.de/fileadmin/institut/Forschung/Promotion/Methodenq\
ualifizierung_2009/Methodenqualifizierung_Programm_2009_klein.pdf zugänglich.
=> : Auswärtige Interessenten werden auch aufgenommen!
=> : Die Veranstaltung zur Metaphernanalyse ist am 20.7.

Mit freundlichem Gruß,
rudolf schmitt

#211 Von: Rudolf Schmitt <r.schmitt@...>
Datum: Die 12. Mai 2009 19:37
Betreff: Re: Betrifft: Gender und Metapher
metaphernana...
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Lieber Herr Kimmel,
ich komme wegen vielfältiger Arbeiten nur dazu, einige Punkte zu diskutieren
bzw.
mich zu positionieren. Ihre weiter reichenden Vorschläge werden davon nicht
berührt.


"denn wir brauchen außer mehr lege artis Studien beim Thema sozio-kulturelles
leiblich basiertes Wissens mehr als Metaphernforschung alleine"

Damit stimme ich völlig überein. Für eine reflektierte Triangulation
unterschiedlicher Methoden (siehe die wiederholten Hinweise von Uwe Flick) habe
ich
mich seit der ersten Skizze einer systematischen Metaphernanalyse ausgesprochen.


Sie spielen mehrfach auf meine Zurückhaltung an, jene Schemata, wie sie von
Lakoff
und vor allem Johnson beschrieben werden, als Universalien zu akzeptieren, und
schreiben: "Daher sehe ich eine Notwendigkeit einer "stereoskopischen Sicht" auf
Schemata, die Kulturspezifika und Universalien Rechnung trägt (Kimmel 2005,
2008)."

Auch hier: kein Widerspruch. Ich will nur die Möglichkeit offenlassen, dass
Menschen unter besonderen Bedingungen eben auch Abwandlungen von kinaesthetic
image
schemas entwickeln - so auch Gibbs (2006) in seiner Übersicht über die
entwicklungspsychologischen Forschungen zur kognitiven Linguistik (S. 208-238)
Gibbs, Raymond W. Jr. (2006). Embodiment and Cognitive Sciences. Cambridge:
Cambridge University Press.


"Wie Metaphern oder andere imaginative Praktiken soziokulturell auf ein Kind
einwirken, wurde meines Wissens selten in Fallstudien oder Surveys erforscht.
(Ich
zweifle aber an Bourdieus Behauptung, das dies rein osmotisch aus der Praxis
übernommen wird, ohne sprachliche oder sogar explizite Instruktion.)"

Gottfried und Jow (2003) haben in zwei- bis fünfjährigen Langzeituntersuchungen
der
Spontansprache von vier Kindern mit vergleichender Untersuchung der Vorlese- und
Bilderbücher beschrieben, wie darin das >Herz< als konventionelle Metapher für
sozialpositive wie -negative Emotionen dominiert und ebenso >erfolgreich<
vermittelt wird - andere Körperteile (z. B. >Bauch<) werden erheblich weniger in
metaphorischer Form von den Medien genutzt. Eine quantitative Übersicht über den
metaphorischen Input durch populäre Kinderliteratur in den USA geben Colston und
Kuiper (2002):
Gottfried, Gail M. & Jow, Erin E. (2003). >I just talk with my heart<: The
mind-body problem, linguistic input, and the acquisition of folk psychological
beliefs. Cognitive-Development, 18(1), 79-90.
Colston, Herbert L. & Kuiper, Melissa S. (2002). Figurative language development
research and popular children's literature: Why we should know, >where the wild
things are.< Metaphor and Symbol, 17(1), 27-43.


"Zwischenbemerkung: Unter den Tisch fällt bei Lakoff und Johnson wie auch in
Schmitts Einleitung, dass viele Metaphern eigentlich gar nicht im eindeutigen
Sinn
image schemata als Quelldomäne haben, sondern reicheres Wissen, das zumeist im
Rahmen von propositionalen Schemata oder frames diskutiert wird (z.B. "Spiel").
Empirisch wäre zunächst zu gucken, ob dieses Grundphänomen das Feld der
Geschlechtsmetaphern betrifft, und warum sollte es nicht? Wenn ja, was weiter?
Werfen wir dann die Embodiment-Hypothese über Bord für diese Metaphern-Gruppe?"

Eventuell habe ich da einem Missverständnis Vorschub geleistet. Ich gehe nicht
davon aus, dass alle Metaphern direkt auf kinaesthetic image schemas aufsetzen,
sondern eben auch auf komplexeren - ja, auf was: Ist "Spiel" ein propositionales
Schema? Oder ein "Frame"? - Aber ist das für die systematische Metaphernanalyse
überhaupt wichtig? Es geht in ihr darum, an einem Text eine Übertragung zu
rekonstruieren, die von bestimmten Sprechenden ein Muster des Denkens von einem
Bereich auf einen anderen überträgt. Es geht darum, diese Muster durch Vergleich
als Konzept zu formulieren. Die Kenntnis 'dahinter liegender' Schemata hilft auf
jeden Fall, metaphorische Übertragungen zu erkennen, aber ihr Vorhandensein ist
nicht zwingend. (Es geht in der systematischen Metaphernanalyse nicht darum, den
gesamten Begriffsapparat der kognitiven Linguistik zu aktivieren, sonder nur so
weit, wie er für das Erkennen von Metaphern hilfreich ist. Die Metaphernanalyse
ist
ein bescheidener Ansatz ... )


"Und, geht es um body image, das reflexive Bild unsrer Körper, oder ums body
schema, den weitgehend automatischen Funktionen? Ist das im Bereich der
Metaphermethode ex post überhaupt klar trennbar und wenn ja wie?"

Ich übe mich da lieber weiter in Bescheidenheit: Uns ist ein Text gegeben, der
auf
seine Metaphern zu rekonstruieren ist. Und auf dieser sprachlichen Ebene lässt
sich
body image und body schema empirisch vermutlich nicht trennen. Das body schema,
also die tatsächliche Aktivierung neuronaler Vernetzungen dürfte wohl eher über
biochemische oder bio-physikalische Messmethoden eruierbar sein - das ist nicht
meine Aufgabe ...


"Teilweise scheint mir auch die Metaphernanalyse von Interviews gewöhnlichen
Zuschnitts als Zugang zu Embodiment nicht zu greifen, wenn ich mir die eher
mageren
und allgemein ausfallenden Resultate ansehe: Inwiefern ist eine Selbst-Strategie
einer Krebskranken "die ihren Weg geht" im Sinne einer Metapher embodied? Kann
es
sein, dass hier die Metapher etwas ganz anderes beleuchtet als ihr
Körpererleben,
nämlich ein abstrakte Idee von Problembewältigung in Reaktion auf die
Krankheitserfahrung als ganze?"

Sicherlich ist in dieser Metaphorik des Wegs sehr viel präsenter eine kulturell
vermittelte Problembewältigung enthalten als ein besonderes embodiment. Ich
ordne
das eher in die Frühphase der Beschäftigung mit Metaphern durch die jeweiligen
Autor/innen ein - das fällt nun mal am ersten auf und wird auch, weil
einprägsame
Metaphern vorhanden sind, publiziert. Differenziertere Analysen müssen immer
noch
erklärt werden ...


"Warum Lakoff und Johnson androzentrisch sein könnten und "männliche
Erlebnismuster
verallgemeinern", verstehe ich nicht."

Altmanns Kritik ging dahin, dass Lakoff und Johnson die Anwendung z.B.
räumlicher
Metaphern von oben und unten durchaus in ihrer Anwendugen auf soziale Bezüge
("upper class") beschreiben können, etwaige Geschlechtszuschreibungen aber
nirgends
thematisieren. Und Patthey-Chavez beschreibt, dass die Metapher des Zerfließens
für
Sexualität bei Lakoff nirgends vorkommt, obschon er Sexualität in anderen
Bezügen
immer wieder streift - vor allem die Verknüpfung von Sexualität und
Kampf/Krieg/Jagd.
Altmann, Meryl (1990). How not to do things with metaphors we live by. College
English, 52(5), 495-506.
Patthey-Chavez, Genevieve; Clare, Lindsay & Youmans, Madeleine (1996). Watery
passion: The struggle between hegemony and sexual liberation in erotic fiction
for
women. Discourse and society, 7, 77-106.


Soweit. Ich stimme Ihrer Schlussthese zu, dass hier in diesem Feld noch deutlich
viel mehr getan werden könnte. Aber - damit komme ich wieder auf den Anfang - es
wäre unfair, dem Instrument der systematischen Metaphernanalyse als
hermeneutischem
Verfahren Ansprüche aufzuladen, die durch andere Verfahren der Dokumentation und
der Analyse besser eingelöst werden können.

Mit freundlichem Gruß,
rudolf schmitt


Michael Kimmel schrieb:
>
> Liebe KollegInnen,
>
> Das faszinierende vor kurzem hier diskutierte Thema der gender-Metaphern

--
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
Hochschule Zittau/Görlitz
Fachbereich Sozialwesen
Brückenstr. 1, G 1
02826 Görlitz
E-Mail: r.schmitt@...
Homepage: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/
Qualitative Forschung: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/
Promotionsförderung:
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#210 Von: Rudolf Schmitt <r.schmitt@...>
Datum: Fr 1. Mai 2009 12:51
Betreff: Re: Betrifft: Gender und Metapher
metaphernana...
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Lieber Herr Kimmel,

vielen Dank für die ausführliche Kommentierung, die ich im Moment noch gar nicht
beantworten kann (wird auch wegen anderer Arbeiten etwas dauern) - beim ersten
Überfliegen des Textes habe ich gesehen, dass wir in bestimmten Punkten ebenso
chronisch übereinstimmen wie nicht auf einen Punkt kommen ;-) Etwas anderes:
Damit
Ihre ganze Mühe der Kommentierung des Artikels auch gewürdigt wird, schlage ich
die
Kommentarfunktion von fqs vor (siehe
http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1004/2740, auf
der
rechten Seite, Login bei fqs notwendig), damit Ihr Text sichtbarer wird.

Herzlichen Gruß,
rudolf schmitt


Michael Kimmel schrieb:

--
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
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#209 Von: "Michael Kimmel" <michael.kimmel@...>
Datum: Fr 1. Mai 2009 11:57
Betreff: Re: Betrifft: Gender und Metapher
mik_kimmel
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Liebe KollegInnen,

 

Das faszinierende vor kurzem hier diskutierte Thema der gender-Metaphern hat mich zu einer Replik auf Rudolf Schmitts Artikel in FQS bewogen, die nun- etwas zu einem eigenen Erstaunen - in Form einer ziemlich ausführlichen kritischen Würdigung ausfällt. Auch wenn ich mich kaum mit gender-und-Metaphern befasst habe, orte ich grundsätzlichere Fragen hinsichtlich soziokulturellem Embodiment. Das Thema gender-Metaphern dockt an allen Forschungsfeldern an, die sich kultur- und schichtspezifische Metaphernkonzepte ansehen, ist also für mich ein Modellfall einer Methodenreflexion. Ich würde mich freuen mit meinem Input, die damals kurz aufgelebte Diskussion wieder in Schwung zu bringen, und von den Mitlesenden mehr dazu hören, wie sie in ihrem Forschungsfeld umgehen mit genuin leiblichem Wissen (dazu später)!

 

Ich finde den Artikel von Rudolf Schmitt zu gender und Metaphern ein großartige Leistung, weil sie eine Art Schlüsselimpuls in der Schaffung einer sozio-kulturell situierten Metaphernforschung werden könnte. (Nebenbei: Wäre es nicht dringlich, dass eine ähnliche kritische Überblicksarbeit den Kognitionslinguisten auf Englisch zugänglich gemacht wird, Herr Schmitt?)

Die erste wichtige Leistung von Rudolf Schmitt sehe ich – neben der beeindruckenden zusammengefaßten Materialfülle - darin, dass der Überblick Bewertungsebenen differenziert, in meiner Lesart „quantitative Gendertrends der Metaphernverwendung“, „Kerndefinitionen  von Geschlecht (Schemata der dichotomen gender-Differenz)“, „geschlechtete Metaphern in sozialen Feldern (Familie, Beruf, Sexualität, Forschung)“. Ein viertes Feld bleibt implizit „Metaphern als Schlüssel zu gender-bodies“, und es wäre eine Diskussion wert, inwiefern, das gerade im davor genannten Feld mitspielt. Im Überblick wird auch klar, dass viele Studien über gender-Metaphern gar nicht besonders gender-spezifisch (oder auch nur themenspezifisch) sind, was möglicherweise die Frage nach der Treffsicherheit des Instruments Metaphernforschung für bestimmte Forschungsfragen aufwirft.

Eine andere Leistung von Schmitt sehe ich in einer kritischen Methodenreflexion einiger Studien, die meiner Meinung nach ins Schwarze trifft. Ich füge aber gleich an, dass die Konsequenzen daraus mir eigentlich nicht weit genug gehen, denn wir brauchen außer mehr lege artis Studien beim Thema sozio-kulturelles leiblich basiertes Wissens mehr als Metaphernforschung alleine.

Darüber hinaus bringt Schmitt das theoretische Grundanliegen einer situierten Sichtweise von Schemata zum Ausdruck. Damit sympathisiere ich völlig, wie auch frühere ähnliche Publikationen von mir und gleichgesinnten KollegInnen im anthropologischen Umfeld der Kognitionslinguistik belegen (v.a. in Roslyn Frank et al 2008), akzentuiere aber einiges anders.

Jedenfalls möchte ich im Folgenden mir wichtige Punkte  herausgreifen, v.a. zu „Embodiment“, und grundlegender fragen, welche Erkenntnisinteressen in Metaphernstudien zu gender stecken. Geht es darum einfach Geschlechtsdiskurse zu rekonstruieren, so wie wir, sagen wir mal, Wirtschaftsdiskurse mit der Methode angehen? Oder bietet das Instrumentarium der Metaphernanalyse einen Einstiegspunkt, das zu beleuchten, was genuin leiblich ist am Geschlecht? (Vorweg: Ich finde, letzteres sollten wir nicht verschenken, aber gerade hier bleibt das meiste noch zu tun….). Mir geht es nicht nur darum, welche Arten von Metaphern sich zu Themen finden, sondern auch, was wir daraus schliessen dürfen über gender. Interessiert uns also Metapher primär als Zugang zum gender-Leib oder zum gender-Denken? Und wie sehr impliziert eines das andere?

 

Zunächst zum „experiential grounding“ von Metaphern, im Sinne wie Lakoff und Johnson davon sprechen. Ob man „Unterschiede im Erleben von Männern und Frauen“ (S. 2) annehmen darf, wie Schmitt zunächst suggeriert, aber dann zunehmend als „doing gender“ in einer Differenzperspektive hinterfragt, ist für mich vor allem eine empirisch zu prüfende Frage.

Die Frage hat zwei Aspekte, deren erster epistemologisch ist: Die Essentialisierung von Geschlecht wird ja vielerorts kritisiert und mit einer Vielzahl von gender-Alternativen ersetzt, wieso also ausgerechnet die Trennlinie des biologischen Geschlechts um Erfahrungsweisen zu trennen, und wieso eine binäre Unterscheidung?[1] Der andere Aspekt ist forschungslogisch. Wie Schmitt hege ich zunächst mal Skepsis gegenüber Studien, die die Forschungsfrage von Haus aus so engführen, dass sie die Gruppe nur in Männer und Frauen einteilen („Die Differenzperspektive erzeugt metaphernanalytische Artefakte“). Und das obwohl keine gender-dichotomen Resultate ja schließlich auch spannende Ergebnisse sind. Empirisch ist es jedenfalls, wie Schmitt selbst sagt, wenig darüber verallgemeinerbar, ob Metaphernverwendung nach dem Merkmal Geschlecht differenzierbar ist. Anzumerken scheint mir aber das traditionelle Gesellschaften, wie z.B. bei Bourdieus Kabylen, wesentlich dichotomer ausfallen könnten als Europa. (EthnologInnen wären gefordert!)

Ob es eine sinnvolle Trennlinie des Erlebens nach biologischem Geschlecht gibt, ist eine (ziemlich komplexe) eigenständige Forschungsfrage, obwohl oft nur als Randannahme von anderen Studien behandelt oder a priori kritisiert, wie von Weatherell & Walton (1999). Methodisch wäre hier etwas Neues gefragt, das phänomenologisch tiefer geht. Man sollte zumindest nicht geradlinig von ge-genderter Metaphernverwendung auf ebensolches Erleben rückschließen. Also wenn z.B. die Fiksdal (1999) Studie Unterschiede der Metaphernpräferenz nachweist, kann das jede Menge anderer Gründe haben als ge-gendertes Erleben. Pointiert gesagt: Wie ein Mann sprechen kann ich auch ohne wie ein Mann zu fühlen. Vorwiegend soziologische oder linguistische Einmal-Erhebungen können m.E. das Problem eigentlich von Haus aus nicht lösen, eher schon phänomenologische Tiefeninterviews und längere Feldforschung.

 

In unsrem v.a. von Mark Johnson inspirierten Diskurs wird als Dreh- und Angelpunkt der „Erfahrungsbasis der Metapher“ die kinästhetischen image schemata behandelt. Will man Erfahrung differenzieren, aber nicht völlig individuell enden, sondern weiter von vergleichbaren Schemata reden, sollte man idealerweise die Ebene klar definieren können, auf der „Erfahrung“ gemeint ist. Hier liegt m.E. die grosse Lücke der klassischen Kognitionslinguistik, weil das schlicht diffus bleibt und bei Johnson (1987) bloß von wiederholten, transsituativen Erfahrungsgestalten die Rede ist. Das kann vieles heißen, v.a. weil es keine klare Definition von „Situation“ gibt – meinen wir z.B. damit ins Restaurant gehen im allgemeinen, Kaffee bestellen im allgemeinen, ein bestimmter einmaliger Restaurantbesuch, das was Restaurantbesuch mit Casinobesuchen gemein haben, die Schwere der Kaffeetasse am Tisch, wie diese Tasse anderen schweren Objekten ähnelt, etc. Jede Ebene davon hat ziemlich unterschiedlich  Implikationen für das Schema, von dem die Rede ist.

Verschiedene Ontologien kontrastieren hier. Das Embodiment von Lakoff und Johnson ist in sich recht logisch ahistorisch und daher auch gender-unsensibel gefasst, denn die Ebene von Schemata in ihrem Blick sind basal und nicht situiert. Sie beziehen sich auf die Erfahrungen Krabbeln, Stehen, Balancieren, Sein in Räumen, visueller Perspektive, Gewicht, etc, und kaum jemand wird bestreiten, daß Kinder beiderlei Geschlechts und egal wo die relevanten Schemata ausprägen. Komplexere Erfahrungen (z.B. primary scenarios) werden demgegenüber nicht verhandelt. Ebenso werden kulturelle Praktiken in der Primär- und Sekundärsozialisation verschwiegen, wiederum weil sie die Ebene der image schemas in alter Fassung nicht direkt beeinflussen. Ich finde genau wie Schmitt, dass hier etwas fundamental zu kurz kommt, schon angesichts empirischer Belege. Einerseits kann man kulturelle Unterschiede im Lernen von image schemata aufweisen (Sinha & Jensen de Lopez 2002), andererseits auch Verfeinerungen und Unterschiede in der kulturellen Relevanz (Geurts 2003).

Aber was hieße das für die Begriffsbildung? Spricht man von Kompositen und situierten Schemata bin ich sofort einer Meinung mit Rudolf Schmitt, dass Lakoff und Johnson etwas übersehen. Andererseits muß man aus kognitionstheoretischer Sicht zugeben, dass bei den basalen und simplen Schemata eine andere Ebene von Ontologie im Blick ist und Lakoff und Johnson deswegen auch nicht „unrecht“ haben, sondern einfach eine zentrale Ebene der Kognition ausblenden, das historische, kulturelle, und situationsabhängige. Um das klarer zu fassen: Kognition muss m.E. sowohl eine situierte als auch eine relativ kontextunabhängige Ebene von Schemata beinhalten, parallel zueinander. Nur das Situierte zu betonen wäre demnach auch ein Fehler, weil wir sonst z.B. nie erklären können warum Menschen aller Kulturen und Geschlechter Autos ähnlich auf Spur halten oder ähnlich das Gewicht beim Vorwärtsgehen verlagern. Deswegen stimme ich Schmitt nicht zu, wenn er im Schlußfazit meint „Es gibt keine allgemeine-menschliche Körpererfahrung als Basis der Metaphern“ (schon alleine deshalb weil das so kaum falsifizierbar wäre). Eine sensomotorische Ebene der allgemeinen Erfahrung würde ich durchaus annehmen, die zwar kulturell überformt sein kann, aber doch die gleichen Praxisresultate im Verhalten bringt. Bisher ging es mir nur um Motorik. Ob diese Ebene allgemeiner Erfahrungsschemata dann auch noch ähnliche Metaphern generiert, muß man sich noch viel eingehender ansehen, aber selbst hier würde ich Universalien in Rechnung stellen. Die einzigen breiteren Vergleichsstudien überhaupt, die ich kenne, Kövecses (2000) und (Alverson 1994, Evans 2007) bringt Vergleichsdaten zu Emotions- und Zeitmetaphern, die auf Teiluniversalien im Erleben hindeuten, aber auch auf die Möglichkeit, dass diese von Ideologie verdrängt werden. Daher sehe ich eine Notwendigkeit einer „stereoskopischen Sicht“ auf Schemata, die Kulturspezifika und Universalien Rechnung trägt (Kimmel 2005, 2008). Gleichzeitig wäre ich auch bereit darüber zu diskutieren, ob gender-Themen und andere Habitusbezüge nicht anders funktionieren als Emotionen und Zeit.

 

Zweitens hängt die Frage (leider oft nur implizit) im Raum „woher kommen die metaphorischen Denkmuster beim sozialisierten Individuum?“. Wie Metaphern oder andere imaginative Praktiken soziokulturell auf ein Kind einwirken, wurde meines Wissens selten in Fallstudien oder Surveys erforscht. (Ich zweifle aber an Bourdieus Behauptung, das dies rein osmotisch aus der Praxis übernommen wird, ohne sprachliche oder sogar explizite Instruktion.)

Was ist das Verhältnis von Metaphern zur leiblichen Erfahrung? A priori ist die Vermutung (1), dass Diskurs entwicklungspsychologisch auf Kinder zu Metaphern hinbringt und später leibliche Affinitäten hergestellt werden (Kimmel 2008) genau so plausibel wie (2) jene von Primärmetonymie-Situationen, die Quelle und Ziel gemeinsam beinhalten und damit metaphorische Konzepte frühkindlich präfigurieren, und bei Kindern zeitgleiches Auftreten von Gedanken und Leiblichem vorhersagen (Grady 1997) und (3) die Annahme eines Werkzeugkastens von basalen image schemata, die neu aufgeschnappte linguistische Metaphern sofort motorisch verständlich machen (Johnson 1987), sowie (4) dass Kinder metaphorisch sprechen lernen, ohne Erfahrungslogik zu benützen (Louwerse 2008), d.h. ohne, dass der Leib besonders involviert ist und ohne dass leibliche Korrespondenzen von Metaphern notwendig für deren Wirkung sind. Der letzte Fall ist grundlegender als jene davor, weil er nicht „embodied“ ist und etwas fast schon Sakrosanktes in der Embodimenttheorie anrührt. Dennoch: Während die Wirkmacht vieler Metapher darauf beruht, dass jemand sie im eigenen Leib fühlt, haben andere Metaphern möglicherweise eher rein kognitive Konsequenzen (z.B. Verhaltensmuster, die auf Bewertungen gründen, nicht auf inneren Körpergefühlen).

Wie Metaphern Kindern und sekundär Sozialisierten „unter die Haut gehen“ wurde jedenfalls kaum untersucht, soweit mir bekannt. Haben die von Schmitt referierten Autoren dazu etwas über Sprachsozialisation einbezogen, wird hier eher ungeprüft mit Annahmen wie „der Leib begründet den Diskurs via Metapher“ operiert, oder bleiben diese Fragen bewusst ausgespart? Linguistische und soziologische Methoden werden m.E. das Problem jedenfalls nicht klären, auch nicht durch noch so massive Belege diskursiver Leibesmetaphern, sondern es gehören mehr entwicklungspsychologische Studien von Zuschnitt von Christopher Johnsons Dissertation her (1997), die Lakoff und Johnson (1999) eingehend referiert.[2]

In dem diskutierten Zusammenhang wäre es wichtig als allererste Grundlage den Begriff der image schemata mit der Forschung zu body image/body schema (à la Shaun Gallagher) zu verbinden und zu untersuchen, welche imaginativen Strukturen ein bestimmte Körperhaltung, eine Bewegungsform oder ein bestimmtes leibliches Selbsterleben unterfüttern. Gugutzer (2002) geht da mit Lebensnarrativen erste Schritte, aber der Zugang ist zu breit um wirklich, eine einzelnes Schema in den Blick zu nehmen. Bei dem, was mir vorschwebt, ginge es z.B. darum, jene phänomenologischen Studien wie „Throwing like a girl“ (Young 1990) und die darin beschriebenen konkreten Bewegungsmuster auf ihre image schema Konstituenten hin abzuklopfen und dann zu fragen, in welche anderen Bereiche des Bewegungsrepertoires oder auch Denkrepertoires so was hineinreicht, wenn z.B. Frauen typischerweise nie die ganze Hüftkraft beim Werfen nützen, weil das dann zu „männlich“ wäre. Solche Studien hätten eventuell noch gar nichts mit Metapher zu tun oder würden sich wirklich nur auf Instruktionsmetaphern von Eltern und Kindergärtnern fokussieren. Die Verbindung einer Studie zum gender-Körperrepertoires mit der Metaphern-Methode ist aber an sich möglich, wie Gibbs (1996?) in seiner Arbeit zu „stehen“ mit mehreren, wie ich fand innovativen Tests gezeigt hat. Er testet zuerst allgemein schematische Assoziationen eines Wortes wie „stehen“, um dann auf Idiome mit „stehen“ zu schauen. Seine Vorgangsweise könnte nach gender-Kriterien wiederholt werden. (Übrigens arbeite ich derzeit an einem experimentellen Testbogen, den man nach Bewegungsaufgaben Leuten geben kann, um ihre aktivierten image schemata zu erfassen …interessiert das jemanden der Mitlesenden zum austesten?)

 

Zwischenbemerkung: Unter den Tisch fällt bei Lakoff und Johnson wie auch in Schmitts Einleitung, dass viele Metaphern eigentlich gar nicht im eindeutigen Sinn image schemata als Quelldomäne haben, sondern reicheres Wissen, das zumeist im Rahmen von propositionalen Schemata oder frames diskutiert wird (z.B. „Spiel“). Empirisch wäre zunächst zu gucken, ob dieses Grundphänomen das Feld der Geschlechtsmetaphern betrifft, und warum sollte es nicht? Wenn ja, was weiter? Werfen wir dann die Embodiment-Hypothese über Bord für diese Metaphern-Gruppe?

 

Nun zur diskursiven Verwendung von gender-Metaphern. Wie kreieren Metaphern Geschlechtsideologie durch Konzeptbildung sowie highlighting & hiding? Und, was mich noch mehr interessiert, wie beeinflussen oder begründen sie unser leibliches Selbstgefühl und unsren gender-Habitus?  Viele Studien bewegen sich auf der Ebene und bieten Spannendes, was unsre binäre Differenzideologie angeht, validieren sozusagen Levi-Strauss bis hin zu machohaften Spermien. Doch wie weit ragt all dies in den Begriff Embodiment hinein? Ich finde, hier geht es um eine etwas, das wir zumindest zunächst logisch getrennt verhandeln sollten von der Frage der kinästhetischen Erfahrung, dem „experiential grounding“. Das Verhältnis zum Leib kann vielgestalt sein.  Erstens: gender-Metaphern könnten gesellschaftlich wirken, ohne dass gleich der Körper impliziert ist, im Sinne von Schemaaktivierung. Z.B. können Männer Konfrontationen als Spiel sehen ohne deswegen gleich Kraftschemata mehr zu aktivieren als Frauen, die demgegenüber ihre Gemeinschaft quasi-körperlich als Verbindungsschema oder als Behälter perzipieren. Ich schließe beides nicht aus, aber die Bedeutung der Metaphern hängt vielleicht von „motorischer on-line Aktivierung“ nicht direkt ab.

Zweitens: Wie setzen wir an, sofern wir eine leibliche Realität der Metapher annehmen? Bei der spannenden Studie um Sexualität von Weatherell & Walton (1999) würde mich der narrative Kontext sehr interessieren. Während die Metaphern hier vielleicht eher Kristallisationspunkte bilden, könnte sich im gesamten einiges über das Körperempfinden selbst ableiten lassen. Bei Seale (2002) zu Krebs und Smith und Sparkes (2004) zu Sportverletzung kommt da ebenfalls sicher einiges zur Sprache, vermute ich (ich kenne die Studien nicht). Aber sind es die Metaphern selber oder ihr Ko-text, der das Embodiment beleuchtet? Falls es die Metaphern sind, schwingen da sicherlich oft Schemata mit, so wie Kampf und daher ein Kraftschema, aber vielleicht nicht immer.

Und, geht es um body image, das reflexive Bild unsrer Körper, oder ums body schema, den weitgehend automatischen Funktionen? Ist das im Bereich der Metaphermethode ex post überhaupt klar trennbar und wenn ja wie? Ich vermute persönlich eher, dass Metapher was über body image sagt, welches sich ja auch diskursiver Vorbilder bedienen kann.

Teilweise scheint mir auch die Metaphernanalyse von Interviews gewöhnlichen Zuschnitts als Zugang zu Embodiment nicht zu greifen, wenn ich mir die eher mageren und allgemein ausfallenden Resultate ansehe: Inwiefern ist eine Selbst-Strategie einer Krebskranken „die ihren Weg geht“ im Sinne einer Metapher embodied? Kann es sein, dass hier die Metapher etwas ganz anderes beleuchtet als ihr Körpererleben, nämlich ein abstrakte Idee von Problembewältigung in Reaktion auf die Krankheitserfahrung als ganze? Spannender wäre doch, zu erfahren, wie sich ein krebskranker Körper anfühlt. Kurzum, wie weit sind solche Metaphernbelege überhaupt situativ spezifisch und wie weit kommen sie an das implizite Wissen über Erlebtes ran? (Kleine Ergänzung in eigener Sache: Was man stattdessen machen, um über inneres Erleben was zu lernen, kann sind phänomenologische Interviews, die fokussierter auf Erfahrungen eingehen, sie „hervorkitzeln“, und Gestalten jeglicher Form erfassen. Ich mache das derzeit mit Tango-Tänzern mit ganz gutem Erfolg.)

 

Zu Schmitts abschließenden Thesen, ein paar kurze Kommentare: Daß wir Erfahrungsuniversalien im Körper aus der Forschung ausschließen sollen halte ich, wie schon angesprochen, für den umgekehrten Reduktionismus von Lakoff und Johnson und plädiere eher für ein „sowohl als auch“, zumindest solange von kognitiver Ontologie die Rede ist. (Johnson sieht das alles mittlerweile eh differenzierter, wenn ich mich an das Interview mit ihm und Rohrer erinnere.) Forschungsmethodisch folge ich Schmitt viel eher, weil Interviewdaten wichtig sind und reflektiert gehört, ob und wie sich diese auf was Vorgängiges beziehen.

Warum Lakoff und Johnson androzentrisch sein könnten und “männliche Erlebnismuster verallgemeinern“, verstehe ich nicht. Warum wäre das der Fall? Nur weil wir wissen, dass die beiden Männer sind oder weil ihre Liste an Schemata irgendwelche typisch weiblichen Formen vermissen läßt? Das Argument kann ich mir bestenfalls noch auf einer Ebene der Kritik einer de-kontextualisierenden Epistemologie vorstellen. Jedenfalls sind die Erfahrungsschemata die leibliches Erleben ausmachen, wenn überhaupt hier erhellend, komplexe Komposite aus Kraft, oben-unten, innen-außen, Balance, etc., kaum jemals nur eines dieser, davon gehe ich aus. Also der Blick auf jedes einzelne Schema würde ohnehin wenig bringen.

Die These, dass sich die Geschlechterdichotomie als Gestaltschema begreifen ließe, ist mir so, wie sie formuliert ist, zweideutig, aber scheint als als Idee faszinierend. Heißt das nun, dass auf der Ebene des Kernkonzepts von „Differenz“ image schema Paare operieren, um das Konzept zu stiften oder unterfüttern, wie von Melnick (1999) gezeigt oder auch bei Bourdieu (1977)? Wenn ja, wären es eine ganze Serie von Gestaltschemata! Aber jedenfalls wäre auf der Ebene „Kernkonzept“ klar, was gemeint ist. Oder gibt es was in der leiblichen Erfahrung selbst, was geschlechtlich gespürt wird? Könnte sein, aber wie und was?

Die in der letzten Überschrift angedeutete Sicht, soziale und kulturelle Verortung als wechselseitig ausschliessend mit Universalien zu sehen, kann ich so nicht unterstützen. (Alleine schon begrifflich könnte man argumentieren, dass jede konstatierte Differenz eine Ebene des ähnlichen als vergleichsbegründenden Aspekt einbezieht. Wem das aber zu allgemein ist, dem würde ich noch mal die Studien zu Emotion und Zeit als Fälle nennen.) Sehr triftig scheint mir aber das Argument im Text darunter, das den Bezug auf Kontext und Sprechsituation in der Erhebung einmahnt.

 

Abschließend etwas, was ich mir wünschen würde für die Zukunft der soziokulturellen Embodimentforschung – nämlich, dass wir größere transdisziplinäre Vergleichsprojekte lancieren, wo Linguisten/Sozialpsychologen mit Ethnologen und Entwicklungspsychologen kooperieren. Egal, ob das möglich ist, wir sollten Metaphernforschung in jedem Fall „phänomenologisch sensibel“ einsetzen und gendered (oder sonst irgendwie sozio-kulturell geprägte) Körper ansprechen. Auf dieser Ebene wurde bisher kaum was getan, obwohl das Instrument dazu taugt.

 

Michael Kimmel



[1] Das postmoderne Argument für die völlige Fluidität von gender halte ich eher für einen Totschläger, der empirische Forschung hierzu erst gar nicht aufkommen lässt, weil er alles nivelliert. Auch wenn psychologische Survey-Studien aus letzter Zeit zeigen auch, dass fast alle meschlichen Verhaltensmerkmale nicht primär nach biologischem Geschlecht differenzierbar sind. (Neurowissenschaftliche Ansätze betonen auch jüngst die Veränderung geschlechteter Hirne unter Hormonen, und doch ist das Thema weder unumstritten noch klar, wie weit Differenzen auf die Ebene von kognitiven Schemata „abfärben“.)

 

[2] Ob Metaphern Erwachsenen unter die Haut gehen wurde etwas kurz beleuchtet im Rahmen von Experimenten (Gibbs & Wilson 2005). Das Hören von Metaphern verändert demnach motorisch. Im Grunde beziehen sich solche experimentell angelegten Studien aber auf ganz situative Reflexe. SOWI Studien wären hier spannend, z.B. zu Bekehrungserlebnissen mittels Metaphern, die das Selbstempfinden langfristig „umpolen“. Christina Toren hat in den 80ern über oben-unten Schemata der Macht in Polynesien entwicklungspsychologisch geforscht, die ab einem gewissen alter metaphorisch erfasst werden.


#208 Von: Rudolf Schmitt <r.schmitt@...>
Datum: Die 7. Apr 2009 8:44
Betreff: Weiterer Workshop zur systematischen Metaphernanalyse
metaphernana...
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Liebe Listenteilnehmer/innen,
nachdem die beiden Veranstaltungen zur Metaphernanalyse auf dem Berliner
Methodentreffen zur qualitativen Forschung ausgebucht sind, gibt es
einen weiteren einführenden Workshop zur Metaphernanalyse im Rahmen des
Methodenqualifizierungsprogramm für Doktorand/innen an der
Leibniz-Universität Hannover, Summer School 2009, am Montag, 20. Juli
2009 | 10-16 Uhr. Näheres und Anmeldung auf der Homepage:
http://www.phil.uni-hannover.de/methodenqualifizierung2009.html , der
Flyer ist unter
http://130.75.2.177/fileadmin/institut/Forschung/Promotion/Methodenqualifizierun\
g_2009/Methodenqualifizierung_Programm_2009_klein.pdf
zu finden.
Mit freundlichem Gruß,
rudolf schmitt

--
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
Hochschule Zittau/Görlitz (FH)
Fachbereich Sozialwesen
Brückenstr. 1, G 1
02826 Görlitz

E-Mail: r.schmitt@...
Homepage: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/
Forum: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/

#207 Von: "Michael Kimmel" <michael.kimmel@...>
Datum: Mit 25. Mrz 2009 15:20
Betreff: Re: Betrifft: Gender und Metapher
mik_kimmel
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Liebe alle,
 
Ich hatte witzigerweise bei meinen Kurzbeispielen im vorigen Beitrag ebenfalls an Bourdieu gedacht, weil mir beim Lesen seiner kabylischen Ethnographie in der "Theorie der Praxis" aufgefallen ist, daß viele der Kategorien, die er als gendertypisdch bespricht, den Polaritäten von image schemas entsprechen (oben-unten, innen-außen, aktiv-passiv als Kraftschemaderivate).
Übrigens gibt es auch eine Publikation von mir, die auf solche komplexen kulturellen Schemata und deren Erlernen kurz bezug nimmt in "Body, Mind Language II", falls es jemanden interessiert. Das Anliegen dabei ist es den image schema Begriff, "kulturell zu machen".
 
Zur Antwort auf Herrn Schmitts Ausführungen muß ich erst den Volltext des Vorschlags lesen, höre aber schon raus, das wir da ähnliche Anliegen haben, das Feld zu erweitern.
Ich bin andererseits fast sicher, daß Geschlecht ein kulturell so reich und komplex repräsentiertes (und damit auch wesentlich situierteres und weniger abstrahierbares) Modell beinhaltet (bzw. sogar mehrere solche Modelle, wenn wir auf unsre Kultur schauen), daß image schemas dazu höchstes Aspekte erfassen können, aber vom Theorieansatz bei weitem nicht auslangen. Ich würde z.B. als erstes an script-theory und frames denken bzw. die cultural script-Ansätze aus dem "Ethnopragmatics" Buch von Cliff Goddard heranziehen, zumindest ergänzend, glaube aber das scripts überhaupt mehr aussagen, weil es auch um Tun geht. Ich denke auch, daß man, vor einer solchen Fragestellung, Unterbereiche differenzieren sollte, Körperbild, motorisches Verhalten, Rollenidentität, etc.
 
herzliche Grüße,
Michael Kimmel
 
----- Original Message -----
Sent: Wednesday, March 25, 2009 3:26 PM
Subject: Re: [Metaphernanalyse] Betrifft: Gender und Metapher

Lieber Herr Schmitt, liebe Listenmitglieder,

ich lese gerade "Die männliche Herrschaft" von Pierre Bourdieu und finde hier viele Überlegungen wieder. Ich könnte seitenweise daraus zitieren - aber ich beschränke mich auf die Nennung der wichtigsten Seitenzahlen in diesem Zusammenhang (14-22; 112-120; ohne Anspruch der Vollständigkeit). Erstaunlicherweise wird dieses Buch bei der Diskussion um Geschlechterkonstruktionen recht wenig zitiert; es verbindet sehr anschaulich Geschlechterkonstruktionen und Metaphern.

Herzliche Grüße
Annette von Alemenn

Rudolf Schmitt schrieb:

Liebe Frau von Alemann,

freut mich :-). Und es müsste noch auszubauen sein ... Ob die Revision des Schema-Begriffs angenommen wird (siehe auch die vorige Anfrage von Herrn Kimmel) ist offen, und ganz sicher bin ich, dass ich bei diesem transdisziplinären cross-over nicht alle Publikationen gefunden habe, welche Gender methodologisch differenzierter diskutieren. Wenn Sie noch weitere wissen, würde es mich freuen.

Herzlichen Gruß,
rudolf schmitt

--- In Metaphernanalyse@yahoogroups.de hat Annette von Alemann <annette.alemann@...> geschrieben:
>
> Lieber Herr Schmitt,
>
> ich bin begeistert! Der Aufsatz fasst meinen eigenen Eindruck des
> Literaturstandes zusammen.
>
> Herzliche Grüße
> Annette von Alemann
>
> Rudolf Schmitt schrieb:
> >
> > Liebe Listenteilnehmer/innen,
> > ursprünglich hatte Frau von Alemann hier eine Frage nach Metapher und
> > Geschlecht / Gender gestellt
> > (http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/66
> > <http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/66>), bei
> > deren Beantwortung eine große Lücke offenbar wurde
> > (http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/159
> > <http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/159>)
> > Inzwischen habe ich versucht, die Literatur zu dem Thema zu sortieren
> > und in einen systematischen Bezug zur kognitiven Metapherntheorie zu
> > bringen, das Ergebnis ist einsehbar unter:
> > http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1004/2741
> > <http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1004/2741>
> >
> >
> > Ob der dort gemachte Vorschlag, die Reihe der Schemata, wie sie
> > Johnson 1987 vorgeschlagen hat, um ein weiteres Schema zu ergänzen, um
> > nicht in der verdinglichenden Zuordnung von bestimmten metaphorischen
> > Konzepten zu einem Geschlecht zu enden, brauchbar ist, wird sich noch
> > zeigen müssen.
> >
> > Mit freundlichem Gruß,
> > rudolf schmitt
> >
> >
>


#206 Von: Annette von Alemann <annette.alemann@...>
Datum: Mit 25. Mrz 2009 14:26
Betreff: Re: Betrifft: Gender und Metapher
anvona
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Lieber Herr Schmitt, liebe Listenmitglieder,

ich lese gerade "Die männliche Herrschaft" von Pierre Bourdieu und finde hier viele Überlegungen wieder. Ich könnte seitenweise daraus zitieren - aber ich beschränke mich auf die Nennung der wichtigsten Seitenzahlen in diesem Zusammenhang (14-22; 112-120; ohne Anspruch der Vollständigkeit). Erstaunlicherweise wird dieses Buch bei der Diskussion um Geschlechterkonstruktionen recht wenig zitiert; es verbindet sehr anschaulich Geschlechterkonstruktionen und Metaphern.

Herzliche Grüße
Annette von Alemenn

Rudolf Schmitt schrieb:

Liebe Frau von Alemann,

freut mich :-). Und es müsste noch auszubauen sein ... Ob die Revision des Schema-Begriffs angenommen wird (siehe auch die vorige Anfrage von Herrn Kimmel) ist offen, und ganz sicher bin ich, dass ich bei diesem transdisziplinären cross-over nicht alle Publikationen gefunden habe, welche Gender methodologisch differenzierter diskutieren. Wenn Sie noch weitere wissen, würde es mich freuen.

Herzlichen Gruß,
rudolf schmitt

--- In Metaphernanalyse@yahoogroups.de hat Annette von Alemann <annette.alemann@...> geschrieben:
>
> Lieber Herr Schmitt,
>
> ich bin begeistert! Der Aufsatz fasst meinen eigenen Eindruck des
> Literaturstandes zusammen.
>
> Herzliche Grüße
> Annette von Alemann
>
> Rudolf Schmitt schrieb:
> >
> > Liebe Listenteilnehmer/innen,
> > ursprünglich hatte Frau von Alemann hier eine Frage nach Metapher und
> > Geschlecht / Gender gestellt
> > (http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/66
> > <http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/66>), bei
> > deren Beantwortung eine große Lücke offenbar wurde
> > (http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/159
> > <http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/159>)
> > Inzwischen habe ich versucht, die Literatur zu dem Thema zu sortieren
> > und in einen systematischen Bezug zur kognitiven Metapherntheorie zu
> > bringen, das Ergebnis ist einsehbar unter:
> > http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1004/2741
> > <http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1004/2741>
> >
> >
> > Ob der dort gemachte Vorschlag, die Reihe der Schemata, wie sie
> > Johnson 1987 vorgeschlagen hat, um ein weiteres Schema zu ergänzen, um
> > nicht in der verdinglichenden Zuordnung von bestimmten metaphorischen
> > Konzepten zu einem Geschlecht zu enden, brauchbar ist, wird sich noch
> > zeigen müssen.
> >
> > Mit freundlichem Gruß,
> > rudolf schmitt
> >
> >
>


#205 Von: "Rudolf Schmitt" <r.schmitt@...>
Datum: Mit 25. Mrz 2009 14:15
Betreff: Betrifft: Gender und Metapher
metaphernana...
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Liebe Frau von Alemann,

freut mich :-). Und es müsste noch auszubauen sein ...  Ob die Revision des
Schema-Begriffs angenommen wird (siehe auch die vorige Anfrage von Herrn Kimmel)
ist offen, und ganz sicher bin ich, dass ich bei diesem transdisziplinären
cross-over nicht alle Publikationen gefunden habe, welche Gender methodologisch
differenzierter diskutieren. Wenn Sie noch weitere wissen, würde es mich freuen.

Herzlichen Gruß,
rudolf schmitt


--- In Metaphernanalyse@... hat Annette von Alemann
<annette.alemann@...> geschrieben:
>
> Lieber Herr Schmitt,
>
> ich bin begeistert! Der Aufsatz fasst meinen eigenen Eindruck des
> Literaturstandes zusammen.
>
> Herzliche Grüße
> Annette von Alemann
>
> Rudolf Schmitt schrieb:
> >
> > Liebe Listenteilnehmer/innen,
> > ursprünglich hatte Frau von Alemann hier eine Frage nach Metapher und
> > Geschlecht / Gender gestellt
> > (http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/66
> > <http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/66>), bei
> > deren Beantwortung eine große Lücke offenbar wurde
> > (http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/159
> > <http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/159>)
> > Inzwischen habe ich versucht, die Literatur zu dem Thema zu sortieren
> > und in einen systematischen Bezug zur kognitiven Metapherntheorie zu
> > bringen, das Ergebnis ist einsehbar unter:
> > http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1004/2741
> > <http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1004/2741>
> >
> >
> > Ob der dort gemachte Vorschlag, die Reihe der Schemata, wie sie
> > Johnson 1987 vorgeschlagen hat, um ein weiteres Schema zu ergänzen, um
> > nicht in der verdinglichenden Zuordnung von bestimmten metaphorischen
> > Konzepten zu einem Geschlecht zu enden, brauchbar ist, wird sich noch
> > zeigen müssen.
> >
> > Mit freundlichem Gruß,
> > rudolf schmitt
> >
> >
>

#204 Von: Rudolf Schmitt <r.schmitt@...>
Datum: Mit 25. Mrz 2009 14:05
Betreff: Publikationen von Mitgliedern des Metaphernanalyse-Forums
metaphernana...
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Liebe Listenteilnehmende,

ich hatte in einer älteren Nachricht
http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/197 dazu
aufgerufen, dass Sie Ihre Publikationen zur Metaphernanalyse einsenden.
Inzwischen ist die Liste jüngerer Texte von Forumsmitgliedern wieder
komplettiert, sie wurde im Forum in der Rubrik "Dateien" eingestellt und
folgt hier als PDF-Datei im Anhang.

Ich nehme gerne weitere Publikationen von Ihnen in die Liste auf!

Herzlichen Gruß,
rudolf schmitt


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#203 Von: Rudolf Schmitt <r.schmitt@...>
Datum: Mit 25. Mrz 2009 13:25
Betreff: Re: Betrifft: Gender und Metapher
metaphernana...
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Lieber Herr Kimmel,

genau das ist der Punkt: In der bisherigen Diskussion beziehen sich
"image schemas [...] doch auf sehr schematisch-topologische
Erfahrungsparameter, die wesentlich allgemeiner angelegt sind als
irgendetwas geschlechtsspezifisches".

Mein Plädoyer - auch mit Verweis auf die Schema-Diskussion in der Gender
- Forschung - geht genau dahin, jenes "irgendetwas
geschlechtsspezifisches" in den grundsätzlichen Rang eines nicht
hintergehbaren sozialkognitiven Schemas zu rücken, das ich den image
schemas nach Johnson an die Seite stelle. Das ist natürlich auch eine
Provokation. Natürlich könnte man nun feinste Unterschiede der
verschiedenen Schema-Begriffe von Johnson und der zitierten eher
sozialpsychologisch orientierten Forscher/innen nun gegeneinander
halten; ich hoffe jedoch darauf, dass diese Veränderung in der
Begrifflichkeit Veränderungen des empirischen Forschens nach sich zieht
und damit nicht nur theoretisch, sondern empirisch gehaltvoll wird. Mir
geht es ja gerade nicht um Geschlechtsspezifik - das ist die von vielen
so skizzierte zweite Stufe der Genderforschung, die, so der Vorwurf von
ebenso vielen, nur alltägliche Konstruktionsmechanismen von Geschlecht
als schlechtes doing gender in der Forschung wiederholt. Mir geht es
gerade mit der abstrakten Fassung von Geschlecht als Schema, an das je
nach lokalem Kontext durchaus unterschiedliche metaphorische Dichotomien
andocken können, um die alltägliche und wissenschaftliche Konstruktion
der Unterschiede der Geschlechter. Und da darf ich, das machen die
Unterschiede zwischen Bourdieu und Melnick deutlich, keinesfalls
bestimmte metaphorische Konzepte und Dichotomien einem der Geschlechter
zuordnen (von der Dichotomisierung als Problem ganz abgesehen: Wo bleibt
ein drittes Geschlecht, ein 'vermischtes', ein Anti- und Un-Geschlecht?).

Soweit. Mir ist, um Standard-Metaphern zu gebrauchen, völlig klar, dass
ich mich damit außerhalb der von der kognitiven Metapherntheorie schon
beschrittenen Wege bewege. Ich behaupte aber, dass diese Wege in der
kognitiven Metapherntheorie virtuell angelegt sind, und man sie erst
einmal begehen muss, um zu sehen, wohin man kommt ...

Mit freundlichem Gruß,
rudolf schmitt




Michael Kimmel schrieb:
>
>
> Lieber Herr Schmitt!
>
> Könnten Sie die erwähnte Idee mit der Erweiterung der image schemas
> weiter erläutern, wie das zu verstehen wäre? So wie ich diese verstehe,
> beziehen sie sich doch auf sehr schematisch-topologische
> Erfahrungsparameter, die wesentlich allgemeiner angelegt sind als
> irgendetwas geschlechtsspezifisches (es sei denn man würde
> geschlechtstypischen Habitus damit analysieren, z.B. Kniepositionen beim
> sitzen, oder geschlechtstypisches Körperempfinden, z.B.
> innen-außenoerintierung).
>
> Grüße,
> Michael Kimmel
>
>
>     ----- Original Message -----
>     *From:* Rudolf Schmitt <mailto:r.schmitt@...>
>     *To:* Metaphernanalyse@...
>     <mailto:Metaphernanalyse@...>
>     *Sent:* Wednesday, March 25, 2009 10:56 AM
>     *Subject:* [Metaphernanalyse] Betrifft: Gender und Metapher
>
>     Liebe Listenteilnehmer/ innen,
>     ursprünglich hatte Frau von Alemann hier eine Frage nach Metapher
>     und Geschlecht / Gender gestellt (http://de.groups. yahoo.com/
>     group/Metapherna nalyse/message/ 66
>     <http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/66>), bei
>     deren Beantwortung eine große Lücke offenbar wurde
>     (http://de.groups. yahoo.com/ group/Metapherna nalyse/message/ 159
>     <http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/159>)
>     Inzwischen habe ich versucht, die Literatur zu dem Thema zu
>     sortieren und in einen systematischen Bezug zur kognitiven
>     Metapherntheorie zu bringen, das Ergebnis ist einsehbar unter:
>     http://www.qualitat ive-research. net/index. php/fqs/article/
>     view/1004/ 2741
>     <http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1004/2741>
>
>
>     Ob der dort gemachte Vorschlag, die Reihe der Schemata, wie sie
>     Johnson 1987 vorgeschlagen hat, um ein weiteres Schema zu ergänzen,
>     um nicht in der verdinglichenden Zuordnung von bestimmten
>     metaphorischen Konzepten zu einem Geschlecht zu enden, brauchbar
>     ist, wird sich noch zeigen müssen.
>
>     Mit freundlichem Gruß,
>     rudolf schmitt
>
>
>
>

--
Prof. Dr. Rudolf Schmitt
Hochschule Zittau/Görlitz (FH)
Fachbereich Sozialwesen
Brückenstr. 1, G 1
02826 Görlitz

E-Mail: r.schmitt@...
Homepage: http://www.hs-zigr.de/~schmitt/
Forum: http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/

#202 Von: Annette von Alemann <annette.alemann@...>
Datum: Mit 25. Mrz 2009 10:46
Betreff: Re: Betrifft: Gender und Metapher
anvona
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Lieber Herr Schmitt,

ich bin begeistert! Der Aufsatz fasst meinen eigenen Eindruck des Literaturstandes zusammen.

Herzliche Grüße
Annette von Alemann

Rudolf Schmitt schrieb:

Liebe Listenteilnehmer/innen,
ursprünglich hatte Frau von Alemann hier eine Frage nach Metapher und Geschlecht / Gender gestellt (http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/66), bei deren Beantwortung eine große Lücke offenbar wurde (http://de.groups.yahoo.com/group/Metaphernanalyse/message/159) Inzwischen habe ich versucht, die Literatur zu dem Thema zu sortieren und in einen systematischen Bezug zur kognitiven Metapherntheorie zu bringen, das Ergebnis ist einsehbar unter:
http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1004/2741

Ob der dort gemachte Vorschlag, die Reihe der Schemata, wie sie Johnson 1987 vorgeschlagen hat, um ein weiteres Schema zu ergänzen, um nicht in der verdinglichenden Zuordnung von bestimmten metaphorischen Konzepten zu einem Geschlecht zu enden, brauchbar ist, wird sich noch zeigen müssen.

Mit freundlichem Gruß,
rudolf schmitt


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