Ein Geologieoberrat (was es alles gibt) der Uni Bonn hat mailwendend auf meine
Frage bzgl. der Haftung waehrend der GeoRallye geantwortet; ich werde seiner
Einladung zu einem Detailgespraech nachkommen, aber hier schon einmal seine
Sicht der Dinge, die m.E. 1:1 auf Sidewalk-Astronomie uebertragbar sein sollte:
>>Sehr geehrter Herr Fischer,
dieses Problem würde ich gerne mit Ihnen am Telefon erörten. Man kann es
auch auf die einfache Frage reduzieren: Wenn in der Rheinaue ein Flohmarkt
stattfindet und ein Besucher bricht sich vor einem Stand die Hacken, weil er
an der Bordsteinkante abgerutscht ist - wer haftet?
Die Frage ist einfach zu beantworten: Grundsätzlich derjenige dem die
Verkehrssicherungspflicht der Verkehrsfläche obliegt - das ist im Fall der
Rheinaue die Stadt Bonn. Dies aber auch nur wenn sich herausstellt, dass der
Bordstein wackelte oder sonst seine Funktion als Bordstein ungenügend
erfüllte:-). Wurde der Unglückliche geschubst und rutschte deshalb vom
Bordstein ab - dann ist die Haftung auch klar: der Schubser ist dran...
Rutschte der unglücklich deshalb aus, weil er über ein Stromkabel das zu
einem Stand führte stolperte und das vom Standinhaber verlegt wurde, dann
ist der Standinhaber haftbar...
Sie sehen - ein weites Feld juristischer Spitzfindigkeiten- die aber auch
irgendwie logisch sind.
Ob die Veranstalterin zum Beispiel die "Flohmarkt GmbH & Co. KG" in
irgendeiner Weise herangezogen werden kann, wage ich zu bezweifeln. Es sei
denn, sie würde durch ihr Handeln selbst einen Schaden verursachen.<<
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Weitreichende Beschluesse oder tiefschuerfende Diskussionen hat es auf dem
Arbeitstreffen am Samstag in Potsdam nicht gegeben, weil wir uns ueberwiegend
einem Intensivkurs Content Management System widmeten (an dieser Stelle
nochmals Dank an die Praesentatoren). Es wurde aber bekannt, dass das
nationale (Berliner) IYA-Kickoff-Event *wahrscheinlich* auf den 20. Januar
fallen wird und dass daher Gruppen, die _lokale_ Kickoffse machen wollen,
dies am besten in der Woche ab dem 22.1. tun sollten (wie diese Info an
die voellig unterschiedlichen Aktivistengruppen gelangen sollen, die wir
oft nicht mal kennen, darueber raetseln wir noch). Weiterhin wurden - sehr
unverbindlich; ich hoffe, am 19. Juli in Heidelberg werden wir konkret -
zwei Arbeitsgruppen zur redaktionellen Planung eines "Flyers 2.0" und von
IYA-Werbepostkarten eingesetzt. Und wir haben beschlosssen, dass der SPoC
10 der 'offiziellen' Galileoskope (die mit der 45-fachen Vergroesserung
fuer 10 $U.S.) ordert, damit wir uns ein Bild machen koennen.
Auf dem letzten (Koeln-)Bonner Lokalmeeting am Donnerstag wurden noch
jede Menge weitere Aspekte von nationalem Interesse diskutiert, etwa
Kooperationsangebote von Spiele- und Zeitschriftenverlagen sowie einem
3D-Film-Produzenten an das IYA-Komitee, von denen aber noch nichts
spruchreif ist. Wohl ziemlich sicher ist dagegen die Umsetzung der Idee,
Veranstaltern von IYA-Events eine Urkunde zu uebersenden, um die
'Bindung' an die zentrale Organisation zu staerken. Und es stellt sich
die Frage, ob es sinnvoll ist, dass das IYA-Logo einfach so von der Seite
http://www.astronomie2009.de/medien-material/logos-und-banner herunter
zu laden ist: Wenn sich der Nutzer mit einer ganz einfachen Prozedur
anmelden muesste, wuessten wir wenigstens, dass es ihn gibt. Momentan
fehlt sogar ein Hinweis, dass man sich doch mal bei uns melden moege.
Daniel Fischer