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[0238] Analyse: Sozialabbau als Rekrutierungshilfe der Bundeswehr   Beitragsliste  
Antworten | Weiterleiten Beitrag #173 von 224 |
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Online-Zeitschrift "IMI-List"
Nummer 0238 .......... 10. Jahrgang ........ ISSN 1611-2563
Hrsg.:...... Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.
Red.: IMI / Claudia Haydt / Tobias Pflüger / Jürgen Wagner
Abo (kostenlos)........ IMI-List-subscribe@yahoogroups.com
Archiv: ....... http://www.imi-online.de/mailingliste.php3
----------------------------------------------------------


Liebe FreundInnen und Freunde,

mit dieser Mail möchten wir Euch auf zwei neue, sehr positive
Rezensionen des Buches "Welt-Macht EUropa" im Friedensjournal
(http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1416) und in der SoZ
(http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1412) aufmerksam machen. Das
Buch kann weiterhin unter imi@... bestellt werden.

Zudem findet sich in dieser Mail eine sehr lesenswerte Analyse
darüber, wie der rasante Sozialabbau, trotz dramatisch sinkender
Zustimmungszahlen für die wachsenden Auslandseinsätze der Bundeswehr,
sich förmlich als Rekrutierungshilfe für die deutsche Kriegstruppe
erweist. Die Forderung nach "Abrüstung statt Sozialabbau" gewinnt in
diesem Lichte nochmals an Dringlichkeit.

Es folgt der Artikel und am Ende die Links zu einer ganzen Menge neuer
Texte auf der IMI-Homepage.


IMI-Analyse 2006/020 - in: AUSDRUCK (Oktober 2006)
"Armee der Arbeitslosen": Sozialabbau als Rekrutierungshilfe der
Bundeswehr
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1419
http://www.imi-online.de/download/IMI-Analyse-2006-020JS.pdf
26.9.2006, Jonna Schürkes


Immer mehr Menschen sehen sich aufgrund fehlender Berufschancen
gezwungen, sich bei der Bundeswehr zu verpflichten und damit an
riskanten Auslandseinsätzen teilzunehmen. Damit ist auch in diesem
Bereich unserer Gesellschaft eine Abwälzung der Risiken auf sozial
Schwache und Marginalisierte zugunsten derjenigen zu beobachten, die
sich aufgrund ihrer Herkunft ohnehin schon weniger Risiken ausgesetzt
sehen.

Der Zusammenhang zwischen wachsender Marginalisierung bestimmter
Bevölkerungsgruppen, Sozialabbau und zunehmenden Bundeswehreinsätzen
im Ausland lässt sich nicht nur durch steigende Militärausgaben bei
gleichzeitig sinkenden Sozialausgaben herstellen, wie dies im
Allgemeinen geschieht. Diejenigen, denen die Sozialausgaben gekürzt
werden, sind oft auch die, die bei Einsätzen im Ausland ihr Leben
riskieren und die möglicherweise erst durch diese Kürzung dazu
gezwungen werden.

Gleichzeitig stoßen die Auslandseinsätze der Bundeswehr auf
zunehmenden Widerstand. Eine Befragung der ARD ergab, dass der
Kongoeinsatz von 59 Prozent der deutschen Bevölkerung abgelehnt
wird.[1] Auch die betroffenen Soldaten sind von dem Sinn des Einsatzes
nicht überzeugt.[2] Ebenso sprachen sich laut einer Emnid-Umfrage 64
Prozent der Befragten gegen den Einsatz im Libanon aus.[3]
Aufschlussreich sind auch die jüngsten Ergebnisse einer Studie des
German Marshall Fund. Demnach wollen 65% der Deutschen der Aussage:
"Die Europäische Union sollte ihre militärische Macht ausbauen, um
eine größere Rolle in der Welt zu spielen" nicht zustimmen.[4] Trotz
der Ablehnung durch die Bevölkerung nimmt die Zahl und Intensität der
Auslandseinsätze permanent zu und immer mehr Soldaten müssen an
solchen Einsätzen teilnehmen.

Hier soll zum einen dargestellt werden, warum sich Jugendliche bei der
Bundeswehr verpflichten und damit auch an Auslandseinsätzen teilnehmen
müssen. Zum anderen soll der Zusammenhang zwischen Sozialabbau und
steigenden Bewerbungen bei der Bundeswehr und die Rolle der Agentur
für Arbeit in diesem Zusammenhang beleuchtet werden.


"Wer berufliche Alternativen hat, geht nicht zur Bundeswehr"

Es gibt kaum Studien über die Motivation sich bei der Bundeswehr zu
verpflichten bzw. sich freiwillig für Auslandseinsätze zu melden. Nina
Leonard klagt in ihrem Lehrbuch Militärsoziologie – eine Einführung:
"Zum Soldatenberuf in der Bundesrepublik liegen nur wenige
wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse vor. Die Zahl der Arbeiten,
die dies anhand eines systematischen theoretischen Zugangs, mittels
fundierter methodischer Instrumente und auf einer soliden empirischen
Basis tun, ist noch geringer. So steht etwa eine berufssoziologische
Analyse des ‚Arbeitsplatzes Bundeswehr' nach wie vor aus."[5] Das
Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr führt zwar regelmäßig
Umfragen unter Jugendlichen zum Thema "Berufswahl Jugendlicher und
Nachwuchswerbung der Bundes¬wehr" durch, die Ergebnisse der jüngsten
Studie stehen jedoch ausschließlich dem Verteidi¬gungs¬¬ministerium
als Auftraggeber zur Verfügung.

Es ist aber über die Auswertung älterer Untersuchungen und Befragungen
von Auszubildenden und Studenten bei der Bundeswehr möglich, ein wenig
Licht ins Dunkel zu bringen. Die zur Verfügung stehenden Ergebnisse
zeigen, dass ein großer Teil der Jugendlichen, die sich bei der
Bundeswehr verpflichten, dies vor allem aus ökonomischen Gründen und
weniger aus Überzeugung tun (was einer der Gründe sein könnte, warum
die Studien nicht öffentlich sind). Im Jahr 2003 konnten sich ca. 30%
der männlichen Jugendlichen eine Verpflichtung bei der Bundeswehr
vorstellen, wobei über die Hälfte davon dies nur "unter Umständen" tun
würde. Dieses "unter Umständen" erklärt sich daraus, dass 30% angeben,
sie würden sich verpflichten, da sie keine Möglichkeit sehen, einen
anderen Ausbildungsplatz zu bekommen. Über 70% der Jugendlichen, die
Interesse am Soldatenberuf haben, geben an, sie würden vor allem
aufgrund der Arbeitsplatzsicherheit zur Bundeswehr gehen, fast 60%
nennen die guten Einkommensmöglichkeiten als Grund. Im Gegenzug geben
fast 90% der Jugendlichen, die sich nicht bei der Bundeswehr
verpflichten wollen, hierfür als Grund an, sie könnten mit einem
besseren Arbeitsplatz rechnen.[6] Leonhard fasst die Ergebnisse
folgendermaßen zusammen: "Wer berufliche Alternativen hat, geht nicht
zur Bundeswehr. […] Wer über ausreichende berufliche Chancen verfügt,
zieht die Möglichkeit, Soldat der Bundeswehr zu werden, gar nicht in
Betracht."[7]

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei denjenigen, die sich verpflichten
und bei der Bundeswehr eine Ausbildung machen bzw. an einer
Bundeswehr-Universität studieren. Eine Befragung von Studenten der
Bundeswehr-Universitäten Hamburg und München aus dem Jahr 2002 kommt
zum Ergebnis, dass fast 70% der Studenten den Beruf des Soldaten nicht
gewählt hätten, wenn ihnen dadurch nicht ein Studium ermöglicht worden
wäre.[8] Der Präsident der Wehrbereichsabteilung Ost, Hinrich Michael
Schrömbgens, erklärte im April 2005 in Halle: "[Die Ausbildung bei der
Bundeswehr] bietet Jugendlichen eine einmalige Chance auf einen
Ausbildungsplatz mit attraktiver Zukunftsperspektive, der anderswo auf
dem freien Markt kaum zu finden ist."[9] Von denjenigen, die sich
verpflichten, um eine Ausbildung bei der Bundeswehr zu machen, waren
27% laut einer Umfrage von Unteroffizieren aus dem Jahr 2002 zuvor
arbeitslos. Zudem, so die Untersuchung, könne man einen Zusammenhang
feststellen, zwischen erlebter Arbeitslosigkeit und
Verpflichtungszeit: "Wer vor der Bundeswehr arbeitslos war, neigte
überrepräsentativ stark zu einer längeren Verpflichtungszeit."[10]


Steigende Arbeitslosenzahlen - ein Hoffnungsschimmer für die Bundeswehr

Auch wenn die unterschiedlichen Studien und Umfrageergebnisse kaum
miteinander zu vergleichen sind, da jedes Mal andere Methoden
angewendet wurden, so sind sich diejenigen, die die Studien
durchgeführt haben, darüber einig, dass die Sicherheit des
Arbeitsplatzes, das Gehalt und die Weiterbildungsmöglichkeiten an
Bedeutung gewonnen haben.[11]

Noch im Mai 2000 berichtete die Berliner Zeitung zwar noch von
sinkenden Bewerberzahlen, wies jedoch gleichzeitig darauf hin, dass
dies wohl aufgrund der schlechten Lage auf dem Arbeitsmarkt kein
dauerhaftes Problem der Bundeswehr sein würde. Als Begründung für den
Rückgang an Bewerbungen werden die zunehmenden Bundeswehreinsätze im
Ausland genannt.[12] Doch nachdem sich die Gesellschaft daran gewöhnt
hat, dass deutsche Soldaten in aller Welt unterwegs sind, nehmen die
Bewerberzahlen wieder zu. Der Stern meldete im Juni 2005 unter dem
Titel "Bundeswehr verzeichnet Zulauf wegen Arbeitslosigkeit", dass die
Zahl der Bewerber kontinuierlich ansteigt.[13] Eine Entspannung auf
dem Arbeitsmarkt könnte jedoch zu Problemen bei der Nachwuchsgewinnung
führen, wie dasselbe Magazin im April 2006 meldete.[14] Für das Jahr
2006 muss die Bundeswehr jedoch nicht damit rechnen, weniger
Freiwillige rekrutieren zu können. Wie die Berliner Zeitung im Januar
diesen Jahres meldete, werde die Bundeswehr zu einer "Armee der
Arbeitslosen". Mehr als jeder Dritte einberufene Wehrpflichtige sei
zuvor arbeitslos gemeldet gewesen. Der Run auf die Bundeswehr sei vor
allem auf die Lage am Arbeitsmarkt zurückzuführen, so ein Sprecher der
Arbeitsagentur Berlin-Brandenburg.[15]


Soziale und regionale Unterschiede

Die Tatsache, dass sich junge Leute aus ökonomischen Gründen, bzw.
aufgrund fehlender Chancen verpflichten, lässt bereits vermuten, dass
es sich größtenteils um Jugendliche aus sozial schwachen Familien und
mit schlechteren Schulabschlüssen handelt. Allgemeine Daten über die
soziale Herkunft von Zeitsoldaten stehen nicht zur Verfügung, wohl
aber über diejenigen, die an einer Bundeswehr-Universität studieren.
Die oben bereits erwähnte Studie der Bundeswehr Universität Hamburg
kommt zu dem Ergebnis, dass Studenten der Bundeswehr-Universitäten in
München und Hamburg eher aus sozial schwächeren Familien stammen, als
Studenten anderer Universitäten: "[…] der Offizierberuf [bietet]
insbesondere für die Studenten aus den mittleren und niedrigen
sozialen Herkunftsgruppen Chancen des Aufstiegs."[16] Die Befragung
von Unteroffizieren im Jahr 2002 ergab, dass fast 90% einen
Hauptschul- (ca.40%) bzw. Realschulabschluss (ca. 50%) hatten, nur
etwas mehr als 10% die Fachhochschulreife oder Abitur.[17] "Fasst man
die vorliegenden Erkenntnisse zusammen, dann lässt sich sagen, dass
die Bundeswehr als Arbeitgeber gegenwärtig in erster Linie für Haupt-
und Realschüler mit oftmals geringen beruflichen Alternativen, die
sich von der Armee Ausbildungs- bzw. Weiterbildungsmöglichkeiten
versprechen, interessant ist. Demgegenüber nehmen viele Abiturienten
die Streitkräfte als Beschäftigungsfeld erst gar nicht wahr"[18], so
Nina Leonhard in ihrer Untersuchung zum Klientel der Bundeswehr.

Es zeigt sich zudem, dass sich vor allem Jugendliche aus
Ostdeutschland verpflichten und dies in erster Linie in Regionen, in
denen eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht: "Unter den anderen
Jugendlichen [die sich eine Verpflichtung bei der Bundeswehr
vorstellen können] ist die Bundeswehr vor allem als Arbeit- und
Ausbildungsgeber aufgrund der unsicheren Arbeitsmarktlage, der
Sicherheit des Arbeitsplatzes und der Möglichkeiten der beruflichen
Weiterbildung interessant. Während in Gebieten mit hoher
Arbeitslosigkeit das Interesse am Soldatenberuf steigt, ist in
Gegenden mit guter Arbeitsmarktlage mit Rekrutierungsproblemen zu
rechnen."[19]

Dabei stehe die Bundeswehr in Konkurrenz mit der privaten Wirtschaft.
André Heikenroths Umfrage von Unteroffizieren zeigt, dass die Anzahl
der Bewerbungen als Zeitsoldat eng mit der wirtschaftlichen Situation
in der Region zusammenhängt. "In den norddeutschen und ostdeutschen
Wehrbereichen und Bundesländern besitzt demnach die Bundeswehr - nicht
zuletzt wegen der hohen Arbeitslosigkeit - weit größere
Anziehungskraft als im wirtschaftlich prosperierenden Südwesten. Hier
scheint zwar der Dienst in der Bundeswehr als durchaus vorstellbar,
aber angesichts der vielfältigen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten
in der privaten Wirtschaft befindet sich die Bundeswehr in dieser
Region in einem sehr ausgeprägten Konkurrenzverhältnis mit anderen
potentiellen Arbeitgebern."[20]


Die Schattenseite des Jobs: Auslandseinsätze

Der Wehrdienstberater der Bundeswehr in Neuwied, Lothar Melms wies bei
einer Werbeveranstaltung der Bundeswehr auf die Schattenseiten des
Soldatenberufs hin: "'Wer Soldat werden will, der muss mobil sein. Und
das nicht nur innerhalb Deutschlands – zunehmend wird der Dienst auch
im Ausland geleistet.'"[21] Jeder, der sich bei der Bundeswehr
verpflichtet, erklärt sich automatisch dazu bereit, an
Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilzunehmen. "Seit Beginn der 1990er
Jahre beteiligt sich die Bundeswehr zunehmend an Auslandseinsätzen:
Die Zahl der Einsätze, ihr personeller und materieller Umfang, die
Aufgabenstellungen und die daraus resultierende Verantwortung sind
dabei kontinuierlich gewachsen […] die Gefährdung für Leib und Leben
der eingesetzten Soldatinnen und Soldaten [hat sich] vergrößert."[22]
Laut dem Bericht des Wehrbeauftragten von 2005 haben bereits mehr als
195 000 Soldaten an Auslandseinsätzen teilgenommen.[23] Die Bundeswehr
verfügt derzeit über 254 000 Soldaten, wobei 67 000 Wehrpflichtige
sind, die bisher nicht für Auslandseinsätze verpflichtet werden
können.[24] Die Wahrscheinlichkeit im Ausland stationiert zu werden
ist demnach extrem hoch und steigt weiter. Bis Februar 2006 waren 63
Bundeswehrsoldaten bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommen[25],
zahlreiche wurden dabei verletzt und die Bundeswehr klagt über immer
mehr durch Auslandseinsätze traumatisierte Soldaten.[26] Dass sich
angesichts dieser Entwicklung die Begeisterung für den Soldatenberuf
in Grenzen hält, ist allzu verständlich.

Nun sind dies keine erstaunlichen Erkenntnisse. Man kann sich denken
(und wird durch Gespräche mit Personen, die sich bei der Bundeswehr
verpflichten darin bestätigt), dass ein großer Teil nicht zur
Bundeswehr geht, weil er so scharf darauf ist, irgendwelche "deutsche
Interessen" in den verschiedensten Teilen der Welt zu verteidigen und
dabei sein Leben zu riskieren oder sich einer Struktur unterzuordnen,
in der die eigene Meinung nichts zählt und in der man blind den
Befehlen anderer zu gehorchen hat.

Die empirisch belegten Erkenntnisse bekommen jedoch angesichts
zunehmender Bundeswehreinsätze im Ausland und der damit verbundenen
Gefahren für die Bundeswehrsoldaten, vor allem im Lichte von Hartz IV
und rasantem Sozialabbau eine zusätzliche Brisanz. Anzeigen der
Bundeswehr heben die Vorteile, wie Arbeitsplatzsicherheit, hohes
Einkommen etc. hervor. Inzwischen wirbt auch die Agentur für Arbeit
mit denselben Argumenten für die Bundeswehr.


Die Agentur für Arbeit als Rekrutierungsbüro für die Bundeswehr

Das Arbeitsamt vermittelt Arbeitsplätze - auch für die Bundeswehr.
Dabei wird meist mit den hervorragenden Weiterbildungsmöglichkeit, der
Sicherheit des Arbeitsplatzes und dem hohen Gehalt gelockt. Immer
wieder gibt es Veranstaltungen zur Anwerbung von - vor allem
jugendlichen - Arbeitslosen, bzw. Schulabgängern, die gemeinsam vom
Arbeitsamt und der Bundeswehr organisiert werden.[27] Auf den Protest
Bremer Arbeitsloser gegen die Anwerbung von Erwerbslosen für
Auslandseinsätze im September 2001, reagierte der Vize-Chef des
Arbeitsamtes mit Unverständnis. Die Bundeswehr sei eine ganz normale
Firma, mit der man zusammenarbeite.[28] Die Agentur für Arbeit wirbt
weiterhin für die Bundeswehr, Protest ist jedoch kaum mehr zu hören.
Die Arbeitsagentur in Dessau startete im Juli 2006 gemeinsam mit der
Bundeswehr ein Projekt, in dem arbeitslose Jugendliche als
Zeitsoldaten gewonnen werden sollen. Auf der Internetseite der
Bundesagentur für Arbeit heißt es: "Im Agenturbezirk Dessau sind
derzeit rund 2.500 Jugendliche unter 25 Jahre arbeitslos. Die
Bundeswehr hingegen bietet freie Stellen. Ziel der Kooperationspartner
ist es, den Jugendlichen, die sich für vier Jahre bei der Bundeswehr
verpflichten, anschließend berufliche Perspektiven in der Region
aufzuzeigen."[29] Sowohl die Arbeitsagentur als auch die Bundeswehr
freuen sich über die "hervorragende Zusammenarbeit". Die hohen
Anwerbezahlen von Zeitsoldaten über die Arbeitsagenturen sei "ein
gutes Zeichen für die Motivation von jungen Arbeitslosen in der Region
auch nichtalltägliche Chancen bei der Suche nach einer neuen Arbeit zu
ergreifen und auch ein prima Beispiel für die erfolgreiche
Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Arbeitsagentur", so der Leiter
der Arbeitsagentur in Leipzig.[30] Dass es sich bei diesen "nicht
alltäglichen Chancen" um Kriegseinsätze handeln könnte, bei denen
Soldaten ihr Leben riskieren um deutsche wirtschafts- oder
machtpolitische Interessen durchzusetzen, wird nicht erwähnt.

Neben der direkten "Anwerbung", bieten die Agenturen Raum für
Rekrutierungsveranstaltungen. Unter dem Titel "Vorbilder mit sicherem
Arbeitsplatz", informiert die Agentur in Neuwied über die erfolgreiche
Veranstaltung der Bundeswehr im Berufsinformationszentrum. In der
Presseerklärung heißt es: "In einer Zeit, in der es immer schwieriger
wird, überhaupt eine interessante Lehrstelle zu finden, schätzen
Jugendliche die vielfältigen Möglichkeiten, aber auch die Sicherheit,
die ihnen hier geboten wird. […] Früher mussten junge Leute erst mal
schlucken, wenn sie erfuhren, dass ihre Ausbildung bei der Bundeswehr
(BW) sie für mindestens acht, falls sie studieren wollten sogar für
zwölf Jahren zu Soldaten machen würde. Doch die Zeit, in der diese
Verpflichtung eine Hürde war, gehört längst der Vergangenheit an […],
erklärt Stabsfeldwebel und Wehrdienstberater Lothar Melms. 'Wo in der
freien Wirtschaft bekommt man heute schon eine solche
Beschäftigungsgarantie?' […]"[31] Für eine Informationsveranstaltung
in Leipzig wirbt die dortige Agentur: "In Sachsen-Anhalt und Thüringen
waren Ende Dezember 2005 ca. 31.500 Jugendliche unter 25 Jahren
arbeitslos, die über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen.
Für das Jahr 2006 hat die Bundeswehr einen erhöhten Bedarf zur
Einstellung von Soldaten auf Zeit in der Laufbahn der Mannschaften.
Die Einstellung als Soldat auf Zeit in der Laufbahn der Mannschaften
bietet Jugendlichen einerseits für vier Jahre ein gesichertes
Einkommen, erweitert ihre sozialen und beruflichen Kompetenzen und
entlastet andererseits den Arbeitsmarkt."[32]

Im Zusammenhang mit den zunehmenden Auslandseinsätzen der Bundeswehr
und dem "Versprechen" einen Großteil der Dienstzeit im Ausland zu
verbringen, ist der Hinweis auf die Entlastung des Arbeitsmarktes mehr
als zynisch. Das Verheizen von Arbeitslosen im Kongo, in Afghanistan
und den zahlreichen anderen Ländern, in denen sich die Bundeswehr in
Zukunft "engagieren" wird, entlastet natürlich den Arbeitsmarkt -
Nachschub wird immer benötigt.


Zwangsrekrutierung mit Hartz IV

Der Druck, eine Ausbildungs-/Arbeitsstelle zu finden und sei es als
Soldat bei der Bundeswehr, wurde mit Hartz IV zum Zwang. Die
Verpflichtung von Hartz IV-Empfängern, jede "zumutbare" Arbeit
anzunehmen, heißt in diesem Zusammenhang auch, dass es zumutbar ist,
Soldat zu werden und "deutsche Interessen" mit dem eigenen Leben
irgendwo auf dieser Welt "verteidigen" zu müssen. Auch wenn bisher
noch niemand direkt dazu gezwungen werden muss, sich als Soldat zu
verpflichten, kann man angesichts der befürchteten sinkenden
Bewerberzahlen davon ausgehen, dass dies nicht dauerhaft so bleiben
wird. Das Engagement der Agentur für Arbeit lässt diese Vermutung
nicht unplausibel erscheinen. Die Verpflichtung von Arbeitslosen für
die Bundeswehr wurde jedoch von dem ehemaligen Verteidigungsminister
Peter Struck schon angedacht, wenn auch nicht für Auslandseinsätze, so
doch als Lernobjekte für Soldaten, die auf Auslandseinsätze (in dem
Fall auf einen Einsatz im Kosovo) vorbereitet werden. Beim Besuch
einer Übung der Bundeswehr in Mecklenburg-Vorpommern im Juni 2005 kam
Struck die Idee, man könne doch anstelle von teuren Soldaten,
Arbeitslose dazu verpflichten, an den Übungen als Zivilisten oder
feindliche Gruppen teilzunehmen. Das erspare Kosten und schaffe Jobs
für einen Teil der Masse an Arbeitslosen in der Region. Mit der
Kritik, der sich Struck daraufhin ausgesetzt sah, konnte er nichts
anfangen und verwies darauf, dass in Bayern die Übungsobjekte von
einer Zeitfirma angeheuert würden.[33]

Das beunruhigende an der derzeitigen Situation ist, dass die
Arbeitslosen bisher nicht einmal zum Kriegsdienst gezwungen werden
müssen. Der ökonomische und soziale Druck ist so hoch, dass sie
vermeintlich freiwillig in den Krieg ziehen. Das bedeutet, dass vor
allem Menschen aus marginalisierten sozialen Schichten bei
Bundeswehreinsätzen ihr Leben für deutsche Interessen lassen. Dadurch
spaltet sich die Gesellschaft in diejenigen, die von Kriegseinsätzen
profitieren und initiieren und diejenigen, die im schlimmsten Fall bei
solchen Einsätzen sterben oder traumatisiert zurückkehren und somit
weiter in unserer Gesellschaft marginalisiert bzw. ausgeschlossen werden.

In diesem Kontext stellt sich die Frage, inwieweit überhaupt noch von
einer freiwilligen Entscheidung gesprochen werden kann. Die
diesbezüglichen Worte von Matthias Rogg in einem von der Bundeswehr
herausgegebenen Sammelband sind deutlich: "Auch die Frage, ob bei
einem jungen deutschen oder amerikanischen Zeitsoldaten die sittliche
Bindung stärker wiegt als der finanzielle Anreiz, kann nur im
Einzelfall beantwortet werden. Selbst strenge gesetzliche Regelungen,
die den Handlungsspielraum eindeutig festlegen, vermögen die
individuellen Motive nicht aufzulösen. Schließlich können
wirtschaftlicher und sozialer Druck, bis hin zur Zwangsrekrutierung,
den Charakter der Freiwilligkeit stark relativieren."[34] Der durch
Hartz IV geschaffene Zwang, jede Arbeit anzunehmen, führt in diesem
Zusammenhang zu einer Situation der Arbeitslosen, die sich von einer
Zwangsrekrutierung nur noch formal unterscheidet. Militäreinsätze und
Hartz IV hängen demnach enger zusammen, als eine rein quantitative
Gegenüberstellung der für Auslandseinsätze aufgewendeten Mittel und
der Sozialausgaben.


Auswirkungen auf die interne Struktur der Bundeswehr

Obwohl die Bundeswehr von einem gewissen sozialen Druck abhängig ist,
um genug Soldaten rekrutieren zu können, die auch "bereit" sind, an
Auslandseinsätzen teilzunehmen, fürchtet sie sich andererseits davor,
nur noch Jugendliche aus sozial- und bildungsschwachen Schichten
rekrutieren zu können. In diesem Zusammenhang ist auch das Festhalten
an der Wehrpflicht zu sehen.[35]

Nina Leonhard befürchtet vor allem einen "weiteren gesellschaftlichen
Ansehensverlust" für die Bundeswehr. "Sollte sich die Entwicklung
[dass sich nur noch diejenigen, die keine andere Chance auf dem
Arbeitsmarkt haben, bei der Bundeswehr verpflichten] zukünftig
fortsetzen, dann besteht die Gefahr, dass es in der Folge zu einem
Qualitätsverlust des militärischen Personals der Bundeswehr kommt.
Dies könnte einen weiteren Ansehensverlust für die Streitkräfte mit
sich bringen, der sich wiederum negativ auf die Attraktivität der
Bundeswehr als Arbeitgeber auswirken würde. Aus Sicht der Bundeswehr
muss es somit von zentraler Bedeutung sein, einer solchen
Abwärtsspirale entgegenzuwirken."[36]

Besorgt über diesen Zustand ist - wenn überhaupt - die Bundeswehr. Es
sollte sich jedoch vielmehr die Gesellschaft Gedanken über eine
derartige Entwicklung machen. Es ist davon auszugehen, dass Soldaten,
die sich aufgrund fehlender Alternativen oder direktem Zwang
verpflichten, gefügiger sind als jene, die freiwillig und nicht mit
dem Gefühl der Alternativlosigkeit den Beruf des Soldaten wählen.[37]
Dies ist für die Bundeswehr wohl als durchaus positiv zu sehen, zumal
die derzeitige Umstrukturierung der Truppe hin zu immer mehr und immer
riskanteren Auslandseinsätzen von Soldaten abhängt, die sich nicht
weigern, auch an solchen "Rambomissionen" teilzunehmen. Eine Armee,
die sich vor allem aus Soldaten zusammensetzt, die keine andere
Möglichkeit sehen, ihre Existenz zu sichern, ist von einer
Söldnerarmee nicht mehr weit entfernt.


Anmerkungen

[1] Mehrheit der Deutschen lehnt Bundeswehreinsatz ab, Die Welt 02.06.06.
[2] Kongo Mission: "Noch nie soviel Ablehnung", N24 17.05.06.
[3] Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen Mission, Kölner
Stadtanzeiger, 13.09.06.
[4] Transatlantic Trends: Umfragedaten 2006, S. 11.
[5] Leonhard, Nina (2005): Soldat: Beruf oder Berufung?, in: Leonhard,
Nina/Werkner, Ines-Jaqueline (Hrsg.): Militärsoziologie - Eine
Einführung, Wiesbaden, S.254.
[6] Bulmahn, Thomas (2004): Berufswunsch Soldat, in: Sowi-News April 2004.
[7] Leonhard (2005), S. 26.
[8] Posner, Christine (2004): Untersuchung der Studenten der
Helmut-Schmidt-Universität und der Universität der Bundeswehr
München; Erhebung und Datengrundlage; Regionale und soziale Herkunft,
Berufswahl, URL: http://www.hsu-hh.de.
[9]
http://www.terrwv.bundeswehr.de/C1256F890043A792/CurrentBaseLink/W26DTBRW136INFO\
DE

[10] Heikenroth, André u.a. (2002): Unteroffizier und ziviler Beruf,
Strausberg, S.26.
[11] Vgl. Heikenroth, André (2000): Wer will zur Bundeswehr? Eine
Potenzialanalyse, Strausberg, S.16ff., S.64 und Klein, Paul
(2004):Unteroffiziere als Führer, Ausbilder und Erzieher, in: Gareis,
Sven Bernhard/ Klein, Paul (Hrsg.): Handbuch Militär und
Sozialwissenschaft, Wiesbaden, S. 435.
[12] Der Soldaten-Job hat an Attraktivität eingebüßt, Berliner Zeitung
27.05.00.
[13] Bundeswehr verzeichnet Zulauf wegen Arbeitslosigkeit, Stern 10.06.05.
[14] Nachwuchssorgen bei der Bundeswehr, Stern 17.04.06.
[15] Bundeswehr wird zum Heer der Arbeitslosen, Berliner Zeitung 03.01.06.
[16] Posner (2004), S. 6.
[17] Heikenroth (2002), S. 26.
[18] Leonhard (2005), S. 260f.
[19] Apelt, Maja (2002): Die Integration der Frauen in der Bundeswehr
ist abgeschlossen, URL: http://www.hsu-hh.de.
[20] Heikenroth (2000), S. 39.
[21] Vorbilder mit sicherem Arbeitsplatz, Pressemitteilung der
Bundesagentur für Arbeit, 25.02.05, URL: www.arbeitsagentur.de.
[22] Feller, Michael/Stade Claudia A. (2004): Physische und psychische
Belastung im Einsatz, in: Gareis, Sven Bernhard, Klein, Paul (Hrsg.):
Handbuch Militär und Sozialwissenschaft, Wiesbaden; S. 295.
[23] Deutscher Bundestag (2005) Unterrichtung durch den
Wehrbeauftragten, Drucksache 16/850.
[24] Wobei Arndt Brauckmann darauf hinweist, dass "eine erzwungene
Erfüllung der Dienstpflicht [von Grundwehrdienstleistenden] im Rahmen
von verfassungsrechtlich zulässigen Auslandseinsätzen der Bundeswehr
[…] aus rechtlichen Gründen […] nicht zu beanstanden [wäre]"
(Brauckmann, Arndt (2000): Wehrpflichtige und Missionen der Bundeswehr
für die Vereinten Nationen: Zur Verfassungsmäßigkeit eines
unfreiwilligen Einsatzes im Ausland, Berlin, S. 304).
[25] Jung will Ehrenmahl für getötete Soldaten, N24 17.02.06.
[26] Traumatisierte Soldaten. Eingebrannte Narben im Gehirn, Stern
24.07.06.
[27] So veranstaltete das Berufsinformationszentrum der Agentur für
Arbeit Leipzig gemeinsam mit der Bundeswehr im August 2006 ebenso eine
Informationsveranstaltung zu Ausbildungsmöglichkeiten bei der
Bundeswehr, wie die Agentur für Arbeit in Recklinghausen im selben
Monat. Speziell auf Frauen ausgerichtet sind "Girls Days", bei denen
die Bundeswehr die Möglichkeit hat Frauen, direkt anzusprechen. Sie
fanden in zahlreichen Arbeitsagenturen in den letzten Jahren statt.
Ein Blick auf die Internetseite der Bundesagentur für Arbeit
(www.arbeitsagentur.de) genügt, um sich von zahlreichen solcher
Aktionen zu überzeugen.
[28] Krieg als "Vertrauenssache", URL:
http://www.also-zentrum.de/publik/quer/2001quer/6_war.htm.
[29] Arbeitsagentur engagiert sich im Projekt JuKaM, Pressemitteilung
der Bundesagentur für Arbeit, 16.06.06, URL: www.arbeitsagentur.de.
[30] Bundeswehr sucht Soldaten auf Zeit - Bewerbungsaktion
erfolgreich, Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit, 25.07.05,
URL: www.arbeitsagentur.de.
[31] Vorbilder mit sicherem Arbeitsplatz, Pressemitteilung der
Bundesagentur für Arbeit, 25.02.05, URL: www.arbeitsagentur.de.
[32] Soldat auf Zeit. Eine Informationsveranstaltung für arbeitslose
Jugendliche aus Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung der Bundesagentur für
Arbeit, 10.05.06, URL: www.arbeitsagentur.de.
[33] Hände hoch, Gesicht zur Wand. Verteidigungsminister Struck will
Arbeitslose als Gegner bei Bundeswehrübungen, Berliner Zeitung, 29.06.05.
[34] Rogg, Matthias (2004): Der Soldatenberuf in historischer
Perspektive, in: Gareis, Sven Bernhard, Klein, Paul (Hrsg.): Handbuch
Militär und Sozialwissenschaft, Wiesbaden, S.397.
[35] Wobei sich auch hier zeigt, dass vor allem weniger gebildete
Jugendliche Wehrdienst ableisten. "[Es entziehen sich] viele
hochqualifizierte Wehrpflichtige durch die de facto bestehende
Wahlmöglichkeit zwischen Wehr- und Zivildienst dem Dienst in den
Streitkräften und wählen eine ihnen angenehmere zivile Tätigkeit"
(Klein, Paul (2004): Soldat und ziviler Beruf, in: Gareis, Sven
Bernhard, Klein, Paul (Hrsg.): Handbuch Militär und
Sozialwissenschaft, Wiesbaden, S. 162.).
[36] Leonhard (2005), S. 261.
[37] Die derzeit zu beobachtende Entwicklung zeigt so manche Parallele
zu früheren Strukturen von Armeen auf, wie Matthias Rogg in seinem
Artikel "Der Soldatenberuf in historischer Perspektive" darstellt. So
schreibt er, dass "im Mittelalter […] das Vermieten ganzer
Truppenteile in manchen Regionen zu den wichtigsten Einnahmequellen
der Kommunen" (Rogg 2004, S.397) gehörte. Zwar ist es heute nicht
direkt die Vermietung von Söldnern, aber die mit Standorten der
Bundeswehr verbundene Schaffung von Arbeitsplätzen, von denen die
Kommunen angeblich profitieren. In der Diskussion um den geplanten
Luft-Boden-Schießplatz Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide ist ein
Argument der Befürworter immer wieder die Schaffung von Arbeitsplätzen
in einer Region mit einer Arbeitslosigkeit von fast 25% sowie der
allgemeine "wirtschaftliche Aufschwung". Auch die Antwort auf die
Frage, warum Menschen im 16. Jahrhundert zu Soldaten wurden, könnte
ebenso gut heute als Antwort gelten: "[…] das Anwachsen sozial
schwacher Gesellschaftsgruppen, nicht zuletzt aber auch die Hoffnung
auf wirtschaftliche Besserung […]. Der Kriegshaufen konnte neben dem
demografischen auch den sozialen Druck auffangen".(Rogg 2004, S.397)
Bedenkt man, dass es vor allem junge Menschen sind, die heute an
Auslandseinsätzen teilnehmen, so verschärft der "Kriegshaufen" zwar
den demografischen Druck, der soziale Druck kann jedoch tatsächlich
dadurch aufgefangen werden. Die Hoffnung auf sozialen Aufstieg bzw.
materieller Absicherung derjenigen, die Soldat werden, bleibt bis
heute erhalten.



Links zu den neuesten Texten auf der IMI-Homepage

IMI-Analyse 2006/020 - in: AUSDRUCK (Oktober 2006)
"Armee der Arbeitslosen": Sozialabbau als Rekrutierungshilfe der
Bundeswehr
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26.9.2006, Jonna Schürkes

IMI-Standpunkt 2006/073
Kaffeefahrt nach Nahost? Deutschlands robuste Wiederkehr zur Führungsrolle
In: SoZ - Sozialistische Zeitung, Oktober 2006
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25.9.2006, Tobias Pflüger/Johannes Plotzki

IMI-Analyse 2006/019 - in: Blätter für deutsche und internationale
Politik 9/2006, S. 1097-1103
Demokratischer Imperialismus: US-Geopolitik zur Rekolonialisierung der
Welt
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13.9.2006, Jürgen Wagner

-- Studien zur Militarisierung EUropas 1/2006
Martin Hantke: Institutionalisierte Machtentfaltung: Zur Struktur und
Funktionsweise der EU-Außenpolitik
http://www.imi-online.de/download/06-handke.indd.pdf

-- Studien zur Militarisierung EUropas 2/2006
Tobias Pflüger: Die Ideologie: Europa
http://www.imi-online.de/download/07-pflueger.indd.pdf

-- Studien zur Militarisierung EUropas 3/2006
Arno Neuber: The making of: Militärmacht EUropa
http://www.imi-online.de/download/01-neuber.indd.pdf

-- Studien zur Militarisierung EUropas 4/2006
Michael Haid: Made in Germany: Deutschlands Rolle bei der
Militarisierung der EU
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-- Studien zur Militarisierung EUropas 5/2006
Lydia Krüger: Konzernmacht Europa
http://www.imi-online.de/download/02-krueger.indd.pdf

-- Studien zur Militarisierung EUropas 6/2006
Lühr Henken: Die Finanzierung der EU-Militarisierung
http://www.imi-online.de/download/21-henken.indd.pdf

-- Studien zur Militarisierung EUropas 7/2006
Christoph Marischka/Jürgen Wagner: Europas Platz an Afrikas Sonne
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-- Studien zur Militarisierung EUropas 8/2006
Uwe Reinecke: Perspektiven für eine andere Welt eröffnen
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Pressebericht/Rezension - in: Friedensjournal 4/2006
Weltmacht EUropa: Auf dem Weg in weltweite Kriege
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1416
22.9.2006, Pressebericht / Rezension / Karl-Heinz Peil

IMI-Analyse 2006/018
Für uneingeschränkte Angriffsfähigkeit der Bundeswehr
Entwurf aus dem Verteidigungsministerium für ein "Weißbuch 2006"
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1402
http://www.imi-online.de/download/IMI-Analyse-2006-018-LH-Weissbuche.pdf
28.8.2006, Lühr Henken

Dokumentation - in: Junge Welt, 18.09.06
»Wir fordern einen Untersuchungsausschuß«
Friedensaktivist von österreichischem Konzern verklagt. Illegaler
Abbau von Rohstoffen im Kongo soll vertuscht werden. Ein Gespräch mit
Gerald Oberansmayr
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1415
21.9.2006, Dokumentation / Junge Welt

IMI-Standpunkt 2006/072
Spangdahlem: Attack and Destroy: Attackieren und Zerstören!
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1414
19.9.2006, Markus Pflüger

Pressebericht/Rezension - in: SoZ, September 2006
Friedensmacht Europa?
Ein Sammelband untersucht die herrschende Ideologie
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1412
13.9.2006, Pressebericht / Rezension / SoZ / Martin Riedl

IMI-Analyse 2006/019b - in: ak Nr. 509/2006
Demokratischer Imperialismus: US-Geopolitik zur Rekolonialisierung der
Welt
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1417
12.9.2006, Jürgen Wagner

IMI-Standpunkt 2006/071
Zustimmung zur Truppenentsendung in den Libanon ohne Kenntnis der
Einsatzregeln
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1411
10.9.2006, Tobias Pflüger

IMI-Standpunkt 2006/070
EU muss zu Kosovo-Abschiebungen Stellung beziehen
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1410
6.9.2006, Tobias Pflüger

IMI-Standpunkt 2006/069
Kongo: Kaum Hoffnung auf neutrale Rolle der EU
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1409
5.9.2006, Tobias Pflüger

Neue IMI-Reihe
Studien zur Militarisierung EUropas
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1408
4.9.2006, IMI

IMI-Standpunkt 2006/068
Kongo und Iran: Prototypen deutscher Kriegseinsätze
Rede auf dem Antikriegstag in Heilbronn, 1. September 2006
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1407
3.9.2006, Jürgen Wagner

IMI-Standpunkt 2006/067 - in: UZ vom 1.9.06
Die Flotte als Instrument – Kampfeinsatz im Libanon
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1406
3.9.2006, Arno Neuber

IMI-Standpunkt 2006/066
Wir wollen keine Armee für Weltordnungskriege. Wir wollen eine andere
Weltordnung.
Redebeitrag von Arno Neuber Friedensbündnis Karlsruhe beim
Antikriegstag, Karlsruhe, 1. September 2006
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1405
3.9.2006, Arno Neuber

IMI-Standpunkt 2006/065 - in: Schwäbisches Tagblatt, 01.09.2006
Deutsche Soldaten in aller Welt
Kolumne zum Anti-Kriegstag 2006
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1403
2.9.2006, Tobias Pflüger

IMI-Standpunkt 2006/064
Mexiko: EU eher an Freihandel interessiert als an Menschenrechten
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1401
24.8.2006, Tobias Pflüger

IMI-Standpunkt 2006/063
EU-Unterstützung für Kabila rächt sich bitter
EU-Entwicklungskommissar Louis Michel muss zurücktreten
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1400
22.8.2006, Tobias Pflüger









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