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Online-Zeitschrift "IMI-List"
Nummer 0180 ....... 7. Jahrgang ...... ISSN 1611-2563
Hrsg.:..Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.
Red.: IMI / Tobias Pflüger ....... HTML/ASCII-Version
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- Neue Zeitung gegen den Krieg, Nummer 16 mit Spezial zur Münchner
Sicherheitskonferenz
- IMI-Standpunkt zur NATO Response Force (NRF)
- Antikriegskongress in München 09./10./11. Januar 2004
- Neue Texte auf der IMI-Homepage
Liebe/r Leser/in!
Heute finden sich anbei:
1. Neue Zeitung gegen den Krieg, Nummer 16 mit Spezial zur Münchner
Sicherheitskonferenz
Ab sofort gibt es eine neue "Zeitung gegen den Krieg", die Nummer 16,
das Inhaltsverzeichnis und die Bestellmöglichkeit
(zeitung-gegen-den-krieg@... ) finden sich anbei. Das besondere
diesmal: 4 Sonderseiten zur NATO-Sicherheitskonferenz in München und dem
geplanten Protest und Widerstand.
2. IMI-Standpunkt zur NATO Response Force (NRF)
Die NATO hat eine neue Truppe: die NATO Response Force (NRF), was das
ist, dazu ein IMI-Standpunkt von Claudia Haydt anbei.
3. Antikriegskongress " fortsetzung folgt!" am 09./10./11. Januar 2004
Die sogenannte "Sicherheitskonferenz" in München naht mit grossen
Schritten. Auftakt der Proteste dagegen ist der Antikriegskongress
"fortsetzung folgt!" am 09./10./11. Januar 2004 im DGB-Haus in München.
Das spannende Programm findet sich anbei, die Informationsstelle
Militarisierung ist Mitveranstalter.
Die so genannte "NATO-Sicherheitskonferenz" soll zu einem Treffen aller
NATO-Militärminister aufgewertet werden, so die Meldungen letzte Woche.
Die beste Reaktion darauf ist die Aufwertung der Proteste: Alle
Kriegsgegner/innen und die gesamte Friedensbewegung rufen zu den
Protesten gegen die NATO-Sicherheitskonferenz am 06./07. Februar 2004 auf.
4. Neue Texte auf der IMI-Homepage
Am Ende der email der IMi-List. Links uaf neue Texte.
Wahrscheinlich ist das noch nicht die letzte email der IMI-List in
diesem Jahr, es wird aller Voraussicht noch eine weitere geben, u.a.
wohl mit einer Analyse des (teilweisen gescheiterten) EU-Gipfels.
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Neue Ausgabe der "Zeitung gegen den Krieg - ZgK"
Am 8. Januar 2004 geht die neue (die 16.) Ausgabe der "Zeitung gegen den
Krieg (ZgK)" in Druck.
Darin behandelte Themen sind u.a.:
- Die Bilanz eines Tyrannen auch im Sold des Westens - zur Gefangennahme
von Saddam Hussein
- Der Irak als Kriegsbeute der Konzerne
- Kampagne gegen den Verfassungsentwurf der Europäischen Union / die
neue EU-Militärstrategie
- Der Fall Güntzel-Hohmann - oder ein Fall KSK
- Das neue Bundeswehr-Entsende-Gesetz
- Antisemitismus, Degesch-Degussa und Holocaust-Mahnmal
- Syrien - neues Ziel eines Kriegs?
- Öl- und militärische Interessen der USA in Westafrika
- Siemens-Brennelemente-Fabrik als rot-grüner Export von atomarem
Rüstungsgut
- Vavarin-Opfer verlieren Klage gegen Bombenterror im Nato-Krieg gegen
Jugoslawien
ZgK-Spezial zur Münchner Nato-Sicherheitskonferenz: U.a. mit: Aufwertung
der jährlichen "Sicherheits-Konferenz" zur Konferenz der
Nato-Militär-Minister - Strippenzieher im Hintergrund: Horst Teltschik /
Nato-Response-Force / Geschichte des Widerstands - Von Genua nach
München / Friedenskonferenz
Autorinnen und Autoren sind u.a. (alph.): Jürgen Elsässer, Joachim
Guilliard, Claudia Haydt, Arno Neuber, Tobias Pflüger, Ulrich Sander,
Claus Schreer, Jürgen Wagner, Konstantin Wecker, Winfried Wolf
Die Zeitung gegen den Krieg wird herausgegeben von Tobias Pflüger,
Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V., Tübingen und Winfried Wolf.
Die Zeitung gegen den Krieg Nr. 16 hat 16 Seiten und kostet (wie bisher):
von 1 bis 100 Ex. 15 Cent je Ex. zuzüglich Porto
von 101 bis 500 Ex. 15 Cent je Ex. inclusive Portokosten
ab 501 Ex. 12 Cent je Ex inclusive Portokosten
Bestellungen an:
e-mail: zeitung-gegen-den-krieg@...
Telefon: 030 - 24009363
Gelbe Post: ZgK, c/o Karl-Liebknecht-Haus, z.H. Alexander King, Kleine
Alexanderstr. 28, 10178 Berlin
Bitte beachtet die Weihnachts/Neujahrs-Pause und bestellt möglichst
umgehend, da die Druckauflage am 6. Januar entsprechend den vorliegenden
Bestellungen bestimmt wird.
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IMI-Standpunkt 2003/111
NATO Response Force - Die ultimative Koalition der Willigen
von Claudia Haydt
Kriege fallen nicht vom Himmel. Kriege müssen geplant und vorbereitet
werden. Und das geht manchmal erstaunlich schnell. Im November 2002
verpflichteten sich die NATO Staaten in Prag zu einem umfassenden Umbau
der NATO-Strukturen. Weniger als ein Jahr dauerte es, bis das
NATO-Hauptquartier den Kern dieser Umstrukturierung der Öffentlichkeit
präsentieren konnte: Am 15.Oktober 2003 wurde der Prototyp der neuen
NATO-Einreiftruppe in Dienst gestellt. Die NATO Response Force (NRF)
symbolisiert den Beginn eines vollständigen Umbaus der NATO. "Anfänglich
ist sie (die NRF) eine Untergliederung der NATO-Streitkräftestruktur.
Schlussendlich IST sie die zukünftige NATO-Streitkräftestruktur."
(NATO-Homepage) Die kampforientierte NRF ist für die territoriale
Verteidigung so gut wie nicht zu verwenden, dafür ist sie aber "schnell,
agil, flexibel, einsetzbar innerhalb von fünf Tagen, wo immer sie
gebraucht wird."(Die Welt, 16.10.2003)
Dass es hier um harte (neudeutsch: robuste) Kampeinsätze überall auf der
Welt geht, wird von der NATO nicht verschwiegen, sondern explizit
betont: "Die NRF ist eine Truppe mit abgestufter Bereitschaft ... fähig,
die gesamte Spannbreite von Missionen auszuführen ... bis zu
Kriegsführung hoher Intensität."(NATO-Homepage) Von zentraler Bedeutung
für das Einsatzspektrum der NRF ist ihre schnelle Verfügbarkeit.
"Praktisch werden sich die Einsätze der NRF auf solche (Missionen)
konzentrieren, die die Fähigkeit erfordern, mit den leistungsfähigsten
Truppen innerhalb sehr kurzer Zeit zu reagieren." Die Entsendung der NRF
soll sowohl als Machtdemonstration fungieren können, als auch in
konkreten Kampfeinsätze über Artikel 5 des NATO-Statuts hinaus,
sogenanntes "Krisenmanagement" ermöglichen. Die NRF soll alleine aber
auch als offensive Voraustruppe einer größeren Streitkraft agieren können.
Die NRF setzt sich zusammen aus Land-, Luft- und Seestreitkräften sowie
verschiedenen Spezialeinheiten. Die Soldaten werden aus den
einzelstaatlichen Armeen rekrutiert. Alle müssen ein sechsmonatige
Ausbildung - inklusive zugehöriger Prüfungen - in Norfolk/Virginia
durchlaufen. Anschließend verbleiben sie weitere sechs Monate in
erhöhter Bereitschaft. Die intensive Ausbildung und die moderne
Ausrüstung machen die NRF zu einer "leistungsfähigen" Elitetruppe. Durch
die gemeinsame Ausbildung ist außerdem gewährleistet, dass die einzelnen
nationalen Truppen untereinander voll kompatibel sind, sich in konkreten
Einsätzen abwechseln und unterstützen können.
Diese Erweiterung der militärischen Handlungsfähigkeit ist
offensichtlich für viele NATO-Staaten attraktiv. Statt der ursprünglich
anvisierten 6.000 Soldaten für die erste Ausbaustufe der NRF haben die
einzelnen Staaten bereits 9.000 Soldaten zur Verfügung gestellt. 1.200
Soldaten aus Luftwaffe und Marine stellt Deutschland, zusammen mit zwei
Minenräumbooten, zwei Fregatten und sechs ECR-Tornados, bereits heute
zur Verfügung.
Wenn die NRF im Herbst 2006 ihre volle Stärke erreicht haben wird, dann
wird sie 21.000 Soldaten umfassen. Bis zu 6.000 davon werden dann von
der Bundeswehr für die NRF abgestellt. Damit stellt Deutschland nicht
nur innerhalb der EU-Truppen, sondern auch innerhalb der NRF das größte
Kontingent. Womit der Anspruch, in beiden Organisationen starken
Einfluss ausüben zu wollen, mehr als deutlich wird.
Die NRF ist der sichtbare Ausdruck der neuen Doktrin des
Interventionismus der reichen westlichen Staaten gegen den Rest der
Welt. Sie ist mit den Worten des NATO-Oberbefehlshabers James Jones,
"die ultimative und permanente Koalition der Willigen". (Die Welt,
16.10.2003)
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fortsetzung folgt!
Antikriegs-Kongress in München
9./10./11. Januar 2004 im DGB-Haus
Antikapitalismus globalisieren - gegen die Kriegspolitik von Nato,
Militärmacht EU und USA
Die internationale Bewegung gegen die kapitalistische Globalisierung und
die Kriegspolitik der NATO-Staaten mischt sich seit Seattle, Davos,
Prag, Göteborg, Genua, München, Florenz und die weltweiten Proteste
gegen den Irak-Krieg verstärkt in die öffentliche Auseinandersetzung
ein: Der 2. Münchner Antikriegs-Kongress will unter dem Motto
"fortsetzung folgt!" kurz vor den Protesten gegen die "Münchner
Sicherheitskonferenz" vom 6. bis 8. Februar 2004 und das World Economic
Forum in Davos (WEF) vom 17. bis 25. Januar 2004 erneut ein bundesweites
Forum für Diskussion und Information bieten.
Der Münchner Kongress setzt damit die im Januar 2003 begonnene Debatte
fort und verbindet dabei öffentliche Diskussionsveranstaltungen mit
weiterführenden Arbeitsgruppen, in denen die TeilnehmerInnen gemeinsam
mit den eingeladenen Gästen in Workshops die Auseinandersetzung
vertiefen und nach praktischen Formen der Zusammenarbeit und politischen
Organisierung suchen.
Veranstalter:
Michael Wendl/ver.di bayern, ver.di Bezirk München, Deutsche
Journalistinnen- und Journalistenunion (dju) in ver.di/Kreisverband
München, ver.di jugend Bayern, Ökumenisches Büro für Frieden und
Gerechtigkeit e.V. München, Bayerischer Flüchtlingsrat,
Informationsstelle Militarisierung (IMI) Tübingen, Redaktion Fantomas,
Bundeskoordination Internationalismus (BUKO), Bundesweite
Antimilitaristische Koordination "KriegistFrieden!" (KiF)
Dank an Netzwerk München für die freundliche Unterstützung
Foren & Workshops
Tagungsort: DGB-Haus, Schwanthalerstraße 64, 80336 München
Infos und Anmeldung im Kongressbüro: Telefon: 089/44 22 97 58 (Mo-Fr:
13-17 Uhr) e-mail: anti-kriegs-kongress@...
Auftaktveranstaltung:
Krieg nach außen - Krieg nach innen
Freitag von 19.30 - 22 Uhr (großer Saal: DGB-Haus)
In der "neuen Weltordnung", verharmlosend "Globalisierung" genannt, gibt
es keinen Friedenszustand, der ohne Krieg auskommt: Während die
Auflösung der westlichen Wohlfahrtsstaaten immer mehr Züge autoritärer
Kontrollstaaten zeigen, werden im Süden Regime der Re-Kolonialisierung
errichtet. Der Klassenkampf von oben, die verschärfte Konkurrenz unter
den kapitalistischen Ländern und weltweite Militärinterventionen
beschleunigen diese Dynamik.
Der Krieg ist nicht zu Ende - ob in Afghanistan, Irak, Kosovo oder im
Kongo: Die Militärmächte der USA und der EU sind zwar in der Lage,
schnelle operative Erfolge zu erzielen, doch es gelingt ihnen nicht, die
angefangenen Kriege auch zu beenden. Unter dem Propagandabegriff
"Sicherheit" wird Krieg zum Mittel des permanenten Krisenmanagements.
Die Militarisierung der Politik und der soziale Kahlschlag sind dabei
zwei Seiten derselben Medaille. Längst drohen ein weltweiter
Rüstungswettlauf und die dauerhafte Militarisierung der Gesellschaften.
Eine Rückschau mit Ausblick und Perspektiven für die internationale
Bewegung gegen Krieg und kapitalistische Globalisierung.
Grußwort: Michael Wendl, ver.di Bayern
Podium:
Tobias Pflüger, Informationsstelle Militarisierung (IMI), Tübingen
Sabah Alnasseri, Politologe und Autor
Sabine Leidig, attac-Geschäftsführerin
Vertreterin Antipatriarchales Netz Berlin
Vertreterin der Bundesweiten antimilitaristischen Koordination
"KriegistFrieden" (KiF)
Thomas Seibert, Redaktion Fantomas
Forum 1: Militärmacht EU und die Militarisierung der deutschen Politik
Samstag: Impulsreferate von 10 - 11 Uhr
Samstag: Workshop von 14.30 - 18 Uhr
Die Militarisierung der deutschen Außenpolitik und die Aufrüstung der
Bundeswehr zur weltweit einsatzfähigen Interventionsarmee wird begleitet
von einem rasanten Abbau demokratischer und sozialer Rechte: Die
Kriegspolitik und die Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von
unten nach oben bilden dabei eine untrennbare Einheit. Strategien und
Perspektiven der Antikriegsbewegung.
Podium/Workshop:
Tobias Pflüger, Informationsstelle Militarisierung (IMI)
Michael Wendl, verdi
Vertreterin, KiF
Claus Schreer, Aktionsbündnis gegen die Nato-"Sicherheitskonferenz"
Forum 2: Neoliberale Globalisierung und ihre militärische Absicherung
Samstag: Impulsreferate von 11 - 12 Uhr
Samstag: Workshop von 14.30 - 18 Uhr
Erklärtes Ziel der Welthandelsorganisation (WTO) ist die Herstellung des
sogenannten freien Weltmarktes: die Abschaffung von "tarifären und
nichttarifären" Handelshemmnissen. Dort, wo eine neoliberale
Globalisierung nicht schnell genug durchzusetzen ist, bemühen sich die
USA und Europa Regionalverträge abzuschließen. Diese Vorhaben werden
zunehmend militärisch abgesichert. Investitionshemmende
Alltagskriminalität z.B. in den Ländern Zentralamerikas wird mit
repressiven Maßnahmen durch die Polizei unter Mitwirkung des Militärs
"bekämpft". Unter dem Vorwand der Drogenbekämpfung wird Militär zu
Aufstandsbekämpfung z.B. in Kolumbien ausgebildet und eingesetzt. Und
schließlich werden Vorkehrungen getroffen, um den zunehmenden Widerstand
derer, die die Kehrseite des "freien Welthandels" in Form von
Arbeitslosigkeit, Krankheit und Hunger zu spüren bekommen, gewaltsam
niederschlagen zu können. In dem Forum soll anhand von Beispielen aus
Lateinamerika und Afrika die Auswirkungen der Freihandelspolitik und ihr
Zusammenhang mit Militarisierung und Widerstandsperspektiven diskutiert
werden.
Podium/Workshop:
M. Ade, Ökumenisches Büro, München
Anne Jung, medico international
Dario Azzellini, FelS
Forum 3: Lager/Grenzen/Flüchtlinge
Samstag: Impulsreferate von 12.15 - 13.15 Uhr
Samstag: Workshop von 14.30 - 18 Uhr
Das 20. Jahrhundert galt vielen als Jahrhundert der Lager. Doch gerade
jetzt werden allerorten neue Lager errichtet, in denen Flüchtlinge von
der Außenwelt ferngehalten und einer erniedrigenden Behandlung
unterworfen werden. Diese Lager sind keine Notbehelfe, sie schaffen
gezielt Not, weil sie abschrecken sollen. Dies geschieht nicht nur in
Deutschland, dies geschieht zunehmend weltweit. Fluchtmigration soll
verhindert werden im Interesse der westlichen, der entwickelten Staaten,
und längst sind Aufträge an internationale Organisationen vergeben. Was
sind die Ziele, wer sind die Akteure und was sind die Konsequenzen für
Flüchtlinge? Perspektiven der Flüchtlingspolitik und Gegenstrategien
sind Thema der ReferentInnen.
Podium/Workshop:
Maria Wöste, AK Asyl Göttingen, 3A Kampagne
Karl Kopp,Europareferent bei Pro Asyl
Frank Düvell, Migrationswissenschaftler
Forum 4: Militarisierung und Patriarchat
Freitag: Statement Auftaktpodium
Samstag: Workshop von 14.30 - 18 Uhr
Die Auseinandersetzungen um Krieg müssen weiter gehen: Weiter als von
einem Krieg zum nächsten, weiter als nur zur (offensichtlichen)
Militarisierung der globalen und lokalen Verhältnisse, denn Kriege
durchdringen den Alltag. Deshalb müssen wir auch die Bedingungen von
Krieg in den Blick nehmen: die Lebens- und Geschlechterverhältnisse im
globalen Norden.
Workshop:
Antipatriarchales Netz Berlin
KiF
Forum 5: Kein vergeben, kein vergessen! - "Sie dürfen nicht durchkommen!"
Samstag: Podiumsdiskussion von 19.30 - 21.30 Uhr
Zur Kontinuität von Kriegsverbrechen, Folter, staatlicher Repression und
Menschenrechtsverletzungen sowie der Situation von politischen
Gefangenen.
Heute werden im Namen der Sicherheit und der Menschenrechte Kriege
geführt, Gefangene gefoltert und zugleich Befreiungsbewegungen auf die
internationale Terror-Liste gesetzt. Die Einhaltung der Menschenrechte
ist immer auch von den internationalen Kräfteverhältnissen und deren
Veränderungen geprägt. Die Kriegsverbrecher und die Verantwortlichen für
Folter, Repression und Mord dürfen sich niemals sicher fühlen. Sie
dürfen nicht ungestraft davon kommen - auch wenn es Jahrzehnte dauern
kann. Diese existentielle Position ist nicht immer integraler
Bestandteil linker Politik und Alltagskultur. Der Kampf und die
gesellschaftliche Auseinandersetzung darum ist jedoch immer auch eine
Frage des kollektiven Bewusstseins und der Erinnerung einer politischen
Bewegung. Zugleich greift dieser Kampf immer die offizielle
Geschichtsschreibung der Sieger an: Auf dem Podium diskutieren
verschiedene Organisationen, die sich mit praktischen Initiativen gegen
die Kontinuität deutscher Kriegsverbrechen und die aktuelle Situation
von staatlicher Repression wenden.
Podium:
AK Angreifbare Traditionspflege, Wuppertal
"Internationale Untersuchungskommission Andrea Wolf", München
Initiative libertad!
Initiative zur Berliner Afrika-Konferenz 2004 - Reparationen für 500
Jahre Kolonialismus
Forum 6: Der Kampf um die Köpfe -
Krieg und Medienbilder
Sonntag von 10.30 bis 12 Uhr
- Die Mythen des Orients - Bilder des Neo-Orientalismus.
- Die mediale Kriegsführung richtet sich auch gegen die Menschen im
eigenen Land, gegen ihre Fähigkeit zu kritischer Urteilsbildung, zu
Positionierung und Anteilnahme, aber vor allem zu aktivem Handeln.
Ein multimedialer Vortrag zur Rolle von Medien-Militär-Macht.
AK Medienpolitik der dju München
Sabah Alnasseri
AutorInnenKollektiv SehStörung, München
Abschlusspodium mit VertreterInnen der Podien und Workshops
Sonntag von 12.30 bis 14 Uhr
Auf zu neuen Taten - Fortsetzung folgt!
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4. Neue Texte auf der IMI-Homepage
IMI-Standpunkt 2003/111
NATO Response Force -
Die ultimative Koalition der Willigen
in: IMI-List 180
http://www.imi-online.de/2003.php3?id=752
17.12.2003, Claudia Haydt
IMI-Standpunkt 2003/110
Kerneuropa kommt!
in: direkte aktion
http://www.imi-online.de/2003.php3?id=751
16.12.2003, Christoph Marischka
Neue Publikation: Claus Schreer isw-spezial 18
Der Irak-Krieg und die Folgen
http://www.imi-online.de/2003.php3?id=749
13.12.2003, isw / Claus Schreer
Neue Publikation: Arno Neuber: isw-report 56
Militärmacht Europa - Die EU auf dem Weg zur globalen Interventionsmacht
Bestellung bei isw und IMI möglich
http://www.imi-online.de/2003.php3?id=750
13.12.2003, Arno Neuber / isw / IMI
vom Friedensratschlag in Kassel (06./07.12.2003)
Erklärung: Gegen diese EU-Verfassung!
"Für ein Europa, das sich dem Krieg verweigert"
http://www.imi-online.de/2003.php3?id=741
11.12.2003, Bundesausschuss Friedensratschlag, Deutscher Friedensrat,
Informationsstelle Militarisierung, DFG-VK, u.a.
Presseerklärung, 11.12.2003
Gegen diese EU-(Militär-)Verfassung!
http://www.imi-online.de/2003.php3?id=742
11.12.2003, Uwe Reinecke / Tobias Pflüger
Material-, Bestell- und Download-Liste der IMI-Standpunkte 2003
IMI-Standpunkte 2003
http://www.imi-online.de/2003.php3?id=368
10.12.2003, IMI
Presseberichte
Presseberichte über IMI oder IMI-Vertreter/innen
http://www.imi-online.de/2003.php3?id=609
10.12.2003, IMI
Dokumentation
Durchsuchung bei VVN-BdA: Komplott gegen Antifaschisten?
jW fragte Ulrich Sander, Landessprecher der Vereinigung der Verfolgten
des Naziregimes/ Bund der Antifaschisten
(VVN-BdA) in Nordrhein-Westfalen, Journalist und Buchautor
in: junge welt, 09.12.2003
http://www.imi-online.de/2003.php3?id=746
10.12.2003, Markus Bernhardt / junge Welt / Dokumentation
Pressebericht / IMI-Standpunkt 2003/109
Eine bittere Bilanz
Friedenspolitischer Ratschlag tagte in Kassel: Neuer
EU-Verfassungsentwurf gefordert
in: junge Welt, 09.12.2003
http://www.imi-online.de/2003.php3?id=747
10.12.2003, Uwe Reinecke / junge Welt
Pressebericht
Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik - ein Fall für die
Friedensbewegung?
Rede beim Kasseler Friedensratschlag im Dezember 2003:
http://www.imi-online.de/2003.php3?id=743
9.12.2003, Conrad Schuhler / isw / Dokumentation
Projet de Constitution européenne: L'UE sur pied de guerre
http://www.imi-online.de/2003.php3?id=745
9.12.2003, Tobias Pflueger
Pressebericht
Welle der Militarisierung
Bundeswehr soll ihr Kriegsführungspotential vervierfachen.
Friedensratschlag diskutiert in Kassel
in: junge Welt, 06.12.2003
http://www.imi-online.de/2003.php3?id=748
7.12.2003, Frank Brendle / junge Welt / Pressebericht / Dokumentation
http://www.imi-online.de // http://www.imi-online.de
Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.
Hechingerstraße 203
72072 Tübingen
Tel: 07071/49154
Fax: 07071/49159
Email: imi@...
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IMI-Spenden- und Förderkonto:
166.28.32 bei der Kreissparkasse Tübingen (BLZ 640.500.20)
Spenden, die bis 31.12. eingehen,
werden auf der Spendenbescheinigung für 2003 berücksichtigt.