Versuch einer Einordnung der chinesischen Epochen
In den Dreizigern wurde zum ersten Mal versucht, die Epochen der
chinesischen Geschichte in Entwicklungsstadien einzuordnen. Guo
Moruo nahm an, dass vor dem 11. Jahrhundert v. u. Z. eine primitive
Stammesgesellschaft existiert hätte. Danach hätte die Epoche der
Sklavenhaltergesellschaft eingesetzt. Die Zeit des Kaiserreiches
bis zum Opiumkrieg 1840 ordnete er als Feudalzeit ein. Danach folgte
die Epoche des Kapitalismus. Der Hintergrund war das Verständnis
der chinesischen Geschichte als Teil einer universellen nach
allgemeinen Gesetzen verlaufenden Weltgeschichte. In der
Folgezeit wurde die eine oder andere Änderung vorgeschlagen.
Doch im großen Ganzen gilt diese Unterteilung bis heute.
Josef Theobald