Sehr geehrte Frau Bu,
am bekanntesten sind in Deutschland die Philosophen Konfuzius und
Laotse. Seit den Dreizigern gibt es wissenschaftliche Arbeiten über
diese Personen.
Von den Dichtern des 20. Jahrhunderts fällt mir auf Anhieb Lu Xun ein.
Vom Porzellan und einigen Teppichen abgesehen ist der chinesische Ein-
fluss auf Deutschland sehr begrenzt. Vielleicht könnte man noch die
chinesischen Restaurants anführen, die aber seit langem europäische
Esstraditionen mitberücksichtigen.
Die traditionellen Kenntnisse über China liegen hier vor. Es werden
außerdem seit den Sechzigern die Vorgänge in der Volksrepublik mit
Interesse beobachtet. Der Name "Mao Zedong" ist spätestens seit der
Kulturrevolution ein Begriff, obwohl der Name seit Yan'an bekannt
sein dürfte. Auf der anderen Seite ist der Name "Tschiang Kai-schek"
ein Begriff. Hin und wieder ist der Name Dr. Sun Yat-sen bekannt. In
den Achtzigern vielleicht noch der Name Deng Xiaoping.
In den Siebzigern wurde die Volksrepublik China durch den damaligen
Bundeskanzler Helmut Schmidt und durch den CSU-Parteivorsitzenden
Franz Josef Strauß besucht. Seit der Öffnung Chinas nach dem Westen
bestehen vielseitige Kontakte. Wirtschaftlich hat die Volkrepublik
China andere Staaten als Exportland abgelöst. Gerade in der Computer-
branche ist man mittlerweile führend.
Mit freundlichen Grüßen
Josef Theobald
Moderator von "Geschichte-China"