-------- Original-Nachricht --------
Datum: Wed, 14 Feb 2007 23:22:29 +0100
Von: "Ellen Rohlfs" <ellen.rohlfs@...>
An: "helge Loew" <helge-loew@...>, "Guenter Schenk" <guenter.Schenk@...>
CC: "Angelika Schneider" <anka.Sch@...>, "Annelise Butterweck"
<a.butterweck@...>
Betreff: amira Hass; Hass; uris artikel im Internet holen am So
Diese Woche nur dieses. Bin in Berlin. Gruss Ellen Rohlfs
Sollte jemand an meinem neuen Buch interessiert sein - bitte melden.
"Nie wieder!" ?
Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?"
Liebe Leute,
bin noch in USA, wegen Schnee und Eis, geniesse die Verlaengerung, melde mich
aber erst wenn ich naechste Woche zuhause bin. Die Emails haeufen sich!
Gruss,
Anka
-------- Original-Nachricht --------
Datum: Sun, 11 Feb 2007 13:57:24 +0100
Von: "Ellen Rohlfs" <ellen.rohlfs@...>
An: winfried.klinghammer@..., gudrun_weichenhan@...
CC: "Ewolckenhaar" <Ewolckenhaar@...>, klaus.massmann@..., "Barbara
Heber Schaerer" <BSche123@...>
Betreff: uri Avnery, Gideon Levy u.a.
Bitte das nächste Mal Uris Artikel aus dem Internet holen:
www.uri-Avnery.de - ab Sonntag nachmittag oder später.
Mit Grüßen! ellen rohlfs
Liebe FreundInnen,
mit dieser Weiterleitung unterbreche ich mein Schweigen in den letzten
Wochen. Nachdem mein Aufenthalt in USA zwangsweise durch Schneesturm
verlängert wurde, musste ich gleich nach Berlin weiter und komme jetzt
erst zur Post, die sich inzwischen angesammelt hat. Das sind an die 60
New Profile und ähnliche Emails - es wird einiges dauern, bis ich die
durch habe!
Neben dem beachtenswerten Artikel von Uri Avnery lege ich euch den sehr
langen, dankenswerterweise von Ellen Rohlfs übersetzten Artikel von Jeff
Halper ans Herz. Ich habe ihn zwar nur überflogen, sehe aber dass er
den gegenwärtigen Zustand des 'Nahostkonflikts' sehr umfassend und
historisch fundiert darlegt. Insbesondere find ich interessant die
Auflistung von Bemühungen um Frieden mit Israel aus palästinensischer
und arabischer Seite seit 1948, die allesamt von Israel abgelehnt bzw.
ignoriert wurden.
Zu Gaza kann einem nur ein Schaudern überfallen und das Herz bluten.
Darüber wird sicherlich in den vielen noch zu lesenden Berichten mehr
stehen.
Bis nächstens, Gruß,
Anka
Helmut Brinkmann-Kliesch schrieb:
> Liebe FreundInnen,
>
> in der heutigen Ausgabe der jW wird der
>
>
> Appell für Frieden
>
> einiger WissenschaftlerInnen dokumentiert:
>
> http://www.jungewelt.de/2007/02-21/045.php
>
> Er wurde inititiert von Prof. Dr. Mohssen Massarrat (Osnabrück), Prof.
> Dr. Andreas Buro (Grävenwiesbach), Prof. Dr. Werner Ruf (Kassel) und
> Dr. Peter Strutynski (Kassel).
>
>
> Liebe Grüße,
> Helmut Brinkmann-Kliesch
>
> --
>
>
> Helmut Brinkmann-Kliesch
> Tribünenweg 6
> 33649 Bielefeld
> Fon: 0521160419
>
> Mail: brinkmannkliesch@... <mailto:brinkmannkliesch@...>
>
> Web: www.veränderbar.de <http://www.xn--vernderbar-s5a.de>
>
> ------------------------------------------------------------------------
>
> -------
>
> [VB-Vernetzung]
> Austausch und Vernetzungsliste für Mitglieder des Versöhnungsbundes e.V.
>
> Beitraege als _nur Text_ bitte an: vb-vernetzung@...
> Die maximale Größe der Mails ist auf 100KB begrenzt.
>
> Persoenliche Aboverwaltung unter:
> http://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/vb-vernetzung
>
> Rueckfragen zur Liste beantwortet: F.Erbacher@...
>
> -------
>
Er wurde inititiert von Prof. Dr. Mohssen Massarrat (Osnabrück), Prof.
Dr. Andreas Buro
(Grävenwiesbach), Prof. Dr. Werner Ruf (Kassel) und Dr. Peter
Strutynski
(Kassel).
Liebe Grüße,
Helmut Brinkmann-Kliesch
-- Neue Seite 1
Helmut Brinkmann-Kliesch
Tribünenweg 6
33649 Bielefeld
Fon: 0521160419
-------
[VB-Vernetzung]
Austausch und Vernetzungsliste für Mitglieder des Versöhnungsbundes e.V.
Beitraege als _nur Text_ bitte an: vb-vernetzung@...
Die maximale Größe der Mails ist auf 100KB begrenzt.
Persoenliche Aboverwaltung unter:
http://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/vb-vernetzung
Rueckfragen zur Liste beantwortet: F.Erbacher@...
-------
Diese Woche nur dieses. Bin in Berlin. Gruss Ellen Rohlfs
Sollte jemand an meinem neuen Buch interessiert sein - bitte melden.
"Nie wieder!" ?
Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?"
Liebe LeserInnen,
wegen der Fülle der Nachrichten wird es einige Tage dauern, bis ich
alles aufgeholt habe. Ich versuche, die einzelnen Mails nicht ausufern
zu lassen.
Zunächst ein Hinweis: ich kann die Anhänge der Emails, die Pater
Fielenbach zu unserem Thema jede Woche ausschickt, und die ich schön
öfter an euch weitergeleitet habe, nur weitergebe indem ich sie erst
einzeln abspeichere. Da es meist sehr viele sind, möchte ich mir diese
Mühe ersparen und bitte euch, wenn ihr Interesse am Empfang dieser
Informationen habt, sie selber bei Pater Fielenbach zu bestellen
(rfielenbach@...).
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In mehreren Einzelberichten macht Dorothy aufmerksam auf die Bemühungen
Israels, neue Einwanderer anzulocken. In Kalifornien prangt ein großes
Plakat mit 5 lachenden jungen Frauen auf einer schönen Wohnstraße
(vermutlich in einer Siedlung) an der Wand eines kleinen
Lebensmittelladen dessen Besitzer, ironischerweise, aus dem Nahen Osten
stammt.
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Die Frauen von Machsomwatch berichten von den üblichen Übergriffen gegen
Palästinenser an verschiedenen Checkpoints. Nachdem eine lange Schlange
stundenlang im Regen verharren musste, verwandeln sich diese
'gefährlichen' Menschen, die aus 'Sicherheitsgründen' unbedingt
untersucht und geprüft werden müssen, plötzlich in völlig ungefährliche
Menschen, die mit einemmal einfach durchgeschleust werden, bevor der
Checkpoint geschlossen wird. An einer anderen Stelle oder einem anderen
Tag wird ein Mann, dem es gelungen ist, einen Passierschein für Israel
zu erhalten und dort zu arbeiten, aus dem Taxi gezerrt, in dem er nach
Hause fährt. Ihm werden - in strömendem Regen - seine Jacke mit 1700
NIS Monatslohn in der Tasche und sämtliche Papiere abgenommen. Nach
längerer Zeit erhält er die Jacke - ohne Geld - zurück. Sein
Passierschein wird vor seinen Augen zerrissen und weggeworfen. Dann
darf er nach Hause. Bei der Anfrage nach einem neuen Passierschein wird
ihm gesagt, er sei auf einer 'wanted'-Liste, hätte daher keine Aussicht.
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Vor wenigen Tagen rückten Traktoren der Regierung an, um die Feldfrüchte
von Bedouinen im östlichen Negev kurz vor der Ernte unterzupflügen in
einer weiteren Bemühung, sie von ihrem traditionellen Land zu
vertreiben. 50 Hektar Land von Halil al-Zarqan wurden am Mittwoch im
kleinen Dorf Al-Mazraa umgepflügt. Die Bedouinen bauen Weizen an und
beten um Regen - oft wächst der Weizen nur hoch genug, um als Weide zu
dienen, dieses Jahr hätte der Regen vielleicht für eine Ernte gereicht.
Die nächste Wasserstelle ist mehrere Kilometer von Halils Blechhütte
entfernt. Weitere 30% des Weidelandes wurde gesperrt, angeblich brauche
die Armee das Gebiet zum Training. So können die Bedouinen zusehen wie
ihre Schafe - ihre einzige Einkommensquelle - verhungern.
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Amos Gvirtz schickt regelmäßig kurze Berichte aus über Einzelschicksale
unter der Rubrik "Sag nicht, wir hätten es nicht gewusst":
Mahmud 'Ali wurde östlich von Ramallah vor 70 Jahren geboren. Er
heiratete 1957. In den Sechzigerjahren zog er nach USA und wurde dort
eingebürgert. Seine Frau und seine Kinder holte er nach, in den
Siebzigerjahren kehrten sie in ihr Dorf zurück. Mahmud besuchte sie
jedes Jahr 1-2 Monate. Seit seinem Ruhestand versucht er, seine Besuche
auszudehnen. Die Behörden zwangen ihn, alle 3 Monate auszureisen und
ein neues Visum zu beantragen. Seine Frau ist Krank und auf seine Hilfe
angewiesen. Vor einem Jahr wurde ihm gesagt, er müsse ein Jahr auf ein
neues Visum warten. Am 20.1.07 wurde ihm diese abermals verweigert.
Am 12. Februar ist eine Siedler Frau mit 8 Kindern durch einen Zaun, den
sie aufbrachen, auf das Land der Abu haykalfamilie in Tel Rumeida
eingebrochen. Ein Soldat kam herbei, tat aber nichts. Die Polizei, die
nach 40 Minuten erschien, überredete die Leute nach langer Diskussion zu
gehen. Sie ging dann in dine Straße im palästinensisch kontrollierten
Bereich Hebrons, wo andere junge Siedler einen palästinensischen Laden
mit Steinen bewarfen. Die Siedler behaupteten, palästinensische Kinder
hätten Steine auf sie geworfen. Die Kinder wurden sofort festgenommen.
Eines der Kinder bei der Siedlerin fing an, einen
Menschenrechtsaktivisten anzugreifen, der das ganze filmte. Ein in der
Nähe stehender Polizist tat nichts. Ein palästinensisches Kind
versuchte in der Nähe vorbeizugehen. Ein Siedlerkind wies auf ihm und
beschuldigt ihn, Steine geworfen zu haben. Das Kind wurde sofort
festgenommen. Der Aktivist bezeugt, dass das Kind überhaupt nicht mit
Steinen geworfen hatte. Kein Siedler wurde festgenommen. Die
palästinennsischen Kinder wurden nach 5 Stunden freigelassen.
Seit Anfang dieses Jahres hat die Stadt Jerusalem 9 palästinenesische
Häuser zerstört. Das Haus von Hamed El Amas in Sur Baher, ein
vierstöckiges Gebäude das für 8 Familien gedacht war, war sogar von dem
örtlichen Ausschuss bewilligt worden, wurde aber dennoch zertört.
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Die US-Organisation Jewish Voice for Peace macht darauf aufmerksam, dass
zu dem israelischen Verteidigungshaushalt regelmäßig mehrere Milliarden
hinzukommen, die alle Haushaltsreserven aufsaugen. Natürlich werden
andere notwendige Ausgaben - für Erziehung z.B. - vernachlässigt. Ein
Knessetmitglied, Avshalom Vilan, mahnt die Notwendigkeit eines offenen,
längerwährenden Dialogs über die Ziele des Staates Israel an.
Untersuchungen zeigen, dass ärmere Bevölkerungsteile den Staat nicht
mehr voll hinter ihm stehen und sich immer mehr vor dem Wehrdienst
drücken. Gegenwärtig werde Israel zu einer Armee mit eigenem Staat,
eine Entwicklung, die auch die künftige Fähigkeit, sich gegen Feinde zu
schützen, beeinträchtigen kann.
Die Organisation prangert auch die Tatsache an, dass die Palästinenser
fast vollständig für ihr Lebensunterhalt auf Israel angewiesen sind.
Zollschranken verhindern, dass die billigere Waren aus Ägypten oder
Jordanien importiert werden. So werden Finanzhilfen aus dem Ausland
indirekt zu einer Unterstützung der israelischen Wirtschaft. Auch
Zahlungen für Strom und Wasser, die z.B. in den Flüchtlingslagern von
der UN getragen werden, gehen an Israel. Zugleich wird ein Großteil der
Kosten für die Besatzung, die durch die Zerstörung der palästinensischen
Wirtschaft entstehen, auf dieser Weise statt von Israel von der
internationalen Gemeinschaft getragen.
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Mehrere reiche SpenderInnen (bzw. auch 'potentielle' SpenderInnen) an
die Brandeis Universität in USA haben künftige Spenden verweigert weil
die Institution Jimmy Carter im Januar zu einer Veranstaltung eingeladen
hat. Streitpunkt ist Carters kontrovers aufgenommenes Buch "Palestine:
Peace not Apartheid". Die Universität wurde von dem Richter des
Obersten Gerichtes, Louis Brandeis gegründet, der auch den Zionismus in
Amerika eingeführt hat und ein verbissener Verfechter der freien Rede war.
Schon seit längerer Zeit haben viele Lehrkräfte an der Universität das
Gefühl, sehr vorsichtig bei ihren Äußerungen zum Nahen Osten sein zu
müssen. Die Politik der Universität ist natürlich, dass freie Rede und
freier Meinungsaustausch aufrecht erhalten werden müssen. Sie ist
allerdings auch von ihren Spendern abhängig. Mich erinnert das ganze
auf erschreckende Weise an meine eigenen Erfahrungen als Studentin, als
Ehemalige in der McCarthy-Ära versuchten, Druck auf mein College
auszuüben weil sie einige Lehrkräfte (völlig unberündet, wie es damals
vielen geschah) kommunistischer Sympathien bezichtigten.
Carters Rede wurde von den Studenten freundlich, teils begeistert
aufgenommen. Ihm wurden aber auch schwierige und kritische Fragen
gestellt. Ein Holocaustforscher, der nicht in Brandeis tätig ist,
meinte, "die jüdische Gemeinschaft ist vielleicht mit einer größeren
Spaltung zwischen den Generationen konfrontiert als ihr bewusst ist."
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Ich grüße euch, bis zum nächsten Mal,
Anka
Liebe Freundinnen und Freunde,
hier erstmal die jüngsten Nachrichten in Kürze. Zu den zurückliegenden
komme ich (vielleicht) später.
Das oberste Planungsgremium für "Judea und Samaria" (sprich, die
Westbank) hat das Bauvorhaben Metityahu East, eine Erweiterung der
ultraorthodoxen Siedlung Modi'in Illit, genehmigt. Hier sollen 42
Gebäude mit etwa 1500 Wohnungen entstehen auf dem vom Dorf Bil'in
geraubten Agrarland. Vor etwa einem Jahr hat das Oberste Gericht ein
Baustopp der ohne Genehmigung errichteten ersten Bauten angeordnet. An
dem Bau sind zwei in Kanada registrierte Firmen beteiligt.
Der Anwalt von Peace Now und den BewohnerInnen von Bil'in, der den
Baustopp erwirkt hat, Michael Sfard, behauptet: "Die Übernahme der
Länder geschah durch eine Verschwörung von privaten Unternehmen und
israelischen Behörden. So haben die verbrecherischen Unternehmen, die
privates palästinensisches Land geraubt haben, den Schutz des Zaunes
bekommen - der als Sicherheitsmaßnahme geplant war aber ein Werkzeug zur
Annektierung wurde - sowie die Unterstützung der Planungsgremien, dessen
Billigung die Verbrechen säuberte."
Im September 2004 hatte Moshe Moskowitz von der Ziviladministration, das
höchste Gremium für Planung und Bau in der Westbank, an den Kontrolleur
von Modi'in geschrieben, "die Autorisierung des Baus des neuen Projektes
Matityahu East ist zweifellos gegen die Anweisungen des bestehenden
Plans geschehen und stand daher nicht in der Macht der autorisierenden
Behörde."
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Das Oberste Gericht hat es für erlaubt erklärt, Sicherheitszäune um
Westbanksiedlungen zu bauen, auch wenn diese palästinensisches Agrarland
rauben.
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Am vergangenen Freitag haben hunderte von PalästinenserInnen und
Israelis an einer Demo teilgenommen, die zwei volle Jahre der
wöchentlichen Veranstaltungen markierte. 16 DemonstrantInnen wurden in
Zusammenstößen mit den Sicherheitstruppen verletzt. Einige hohe
Fatahbeamten nahmen an dem Protest teil.
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Am Samstag - zufällig oder absichtlich zur Zeit, als die Kinder aus der
Schule kamen - sind dutzende Jeeps und gepanzerte Fahrzeuge der
israelischen Armee ins Stadtzentrum von Nablus eingedrungen und haben
etwa 50 000 Menschen unter Ausgehverbot gestellt. Die Armee hat ein
Sprengstofflabor entdeckt.
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Die neue Ministerin für Tourismus, Esterina Tartman, ist Mitglied von
Liebermanns rassistische "Israel unsere Heimat" Partei. Generalsekretär
von Peace Now, Yariv Oppenheimer, sagte dazu "Die neue Ministerin wird
nicht neue Touristen ins Land bringen, sie wird Israels hässliche
Gesicht der Welt präsentieren."
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Neuerdings werden palästinensische Jugendliche angeschossen, mit
Eisenstangen geschlagen und festgenommen weil sie Steine nicht gegen
israelische Soldaten, sondern gegen den Trennungszaun warfen.
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Machsom Watch Aktivistin Nomi Lalo behauptet: "Ich verbringe einen
ganzen Tag bei der Beobachtung eines Checkpoints und komme abends nach
Hause, mache den Fernseher an und höre dass an diesem Tag vier
Selbstmordattentäter an diesem Checkpoint geschnappt worden seien. Es
passiert einfach zu oft. Ich habe längst aufgehört, der Armee zu
glauben... Warum würde irgendjemand Nablus mit einem Messer verlassen
und es zum Huwarra Chekcpoint bringen? Man kann auf der anderen Seite
des Checkpoint, im Dorf Huwarra, auch Schwerter kaufen!... Wenn ich
versuche, ein Foto zu machen, stürmt ein Soldat auf mich zu und kann
kaum sein Zorn zurückhalten. Die Soldaten wissen dass diese Checkpoints
das Völkerrecht brechen und an Kriegsverbrechen beteiligt sind. Viele
Soldaten haben Angst, fotografiert zu werden."
--------------------
Am 2. Februar sind zwei palästinensische Sicherheitsoffiziere von
israelischen Soldaten erschossen worden. Der Offizier Muhammad
Abu-'Arab hat gefragt, was die nichtidentifizierten Männer mit
geschwärzten Gesichter in einem Wohnhaus zu suchen hatten. Daraufhin
fing einer an, auf Hebräisch zu brüllen und hat den Offizier aus weniger
als 4m Entfernung mit 6 Kugeln getötet. Offizielle Aussagen des
Militärs beschrieben die zwei Männer als 'Gunmen'. Nach der Osloer
Abmachung hat die Palästinenserautorität die Aufgabe übertragen
bekommen, die öffentliche Ordnung und Sicherheit in den Gebieten, die
der Autorität unterstehen, zu gewährleisten.
-------------------
Entsetzlich ist die Auswirkung der Besatzung auf "normale Menschen" in
Israel, die "normalerweise" Mitleid empfinden beim Anblick des Leidens
anderer. Ron HaCohen schreibt im Online "Occupation Magazine" von
Reaktionen der Israelis auf dem beliebten Online Nachrichtendienst
Ynet: ein Artikel in dem erwähnt wird, dass täglich 18 000 Kinder in
der Welt verhungern, erregt etwa 100 von Sorge und Mitgefühl geprägte
Zuschriften bis hin zur Frage "Wo kann ich spenden". Ein Artikel in dem
von der Tatsache gesprochen wird, dass die Hälfte aller
palästinensischer Haushalte auf Lebensmittelhilfe angewiesen ist erhält
nur Zuschriften, die dies anzweifeln oder es für gerechtfertigt halten.
Das reicht wohl für heute.
Gruß, Anka
Liebe Leute,
in einem ausführlicheren Bericht zur jüngsten Demo in Bil'in war es
beeindruckend zu lesen, dass es den Soldaten nicht gelang, eine Gruppe
von 20 DemonstrantInnen, die sich vor dem Tor hinsetzte, mit
Wasserwerfern zu vertreiben. Einige DemonstrantInnen wurden verletzt
als Knallgranaten ihnen vor die Füße geworfen wurden und deren Explosion
Verletzungen an Knöcheln und Waden verursachten. Die Ohren müssen sie
wohl gut geschützt haben! Unter den Verletzten waren drei JournalistInnen.
In einer Erklärung zum zweiten Jahrestag der Demos schreibt einer der
Organisatoren, Abdullah Abu Rahme, "Die BewohnerInnen Bil'ins haben zwei
Möglichkeiten: entweder in schändlichen Umständen zu leben, die sie und
ihre Enkel zwingen, in schändlicher Armut zu leben oder, noch schlimmer,
freiwillige Migration. Da die meisten beide Optionen ablehnen, gibt es
nur noch die möglichkeit gemeinsamen Widerstands. Damit bringen sie
ihre Verbindung und ihre Liebe zu ihrem Land zum Ausdruck. Und sie
werden anstreben, dieses Land zu erreichen, koste es was es wolle, und
daran arbeiten, diese Mauer abzureißen und aus ihrer Heimat zu
entfernen. Der ganze Artikel unter:
http://www.palsolidarity.org/main/2007/02/22/bilin-battlefield
-------------------
In Tel Rumeida konnten 'KolonistInnen' mal wieder palästinensische
Kinder daran hindern, ihren normalen Heimweg zu benutzen. Ein
10-jähriger konnte zunächst ungehindert mit Steinen auf sie werfen.
MenschenrechtlerInnen wurden von Soldaten daran gehindert, zu ihnen zu
gelangen.
Es hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass ein 15-jähriger, dem
kürzlich ins Bein geschossen wurde, von einer scharfen Kugel, keiner
gummiummantelten wie zunächst angenommen, getroffen wurde.
--------------------
Vor wenigen Tagen sind 'KolonistInnen' in die Hebroner Altstadt
eingedrungen, zusammen mit Soldaten. Sie brachen in eine Moschee und
mehrer palästinensische Läden ein, beschädigten einige Türen,
Autospiegel und Scheinwerfer und warfen mit Steinen auf PalästinenserInnen.
KolonistInnen haben wiederholt ein palästinensisches Haus besetzt. Eine
Person rief einer/m MenschenrechtlerIn zu, "du bist Nazi, geh zurück
nach Auschwitz!" Die Polizei hat schließlich die KolonistInnen,
Menschenrechtler und den Inhaber des Hauses vertrieben und es zu einer
"geschlossenen Militärzone" erklärt. Photos unter:
http://www.palsolidarity.org/main/2007/02/18/tr-colonist-occupation/
------------------
Der Aktivist Jonathan Pollack von Anarchists against the Wall hat 3
Monate Gefängnis auf Bewährung erhalten. Er hatte um Haft lieber als
Sozialdienst (die 10 anderen AktivistInnen verhängt wurde) als Strafe
gebeten, weil er sowieso nicht vorhabe, von seinen Aktivitäten
abzulassen. In seiner Verteidigungsrede sagte er "Eigentlich sollte
hier die Mauer angeklagt werden, die von der höchsten juristischen
Instanz der Welt für illegal erklärt wurde. Es müssten eigentlich nicht
wir sondern diejenigen, die die israelische Apartheid planen und
durchführen hier angeklagt sein... Jede Bewährungstrafe, die mir
verhängt wird, wird bald ein Haftstrafe werden. Wenn Eure Ehren meinen,
man sollte für Handlungen wie die Meinige ins Gefängnis gehen dann
schicken Sie mich persönlich hier und jetzt ins Gefängnis." (Seine ganze
Rede auf Englisch steck ich in einen Anhang.)
-------------------
Feministin und Kriegsdienstverweigerin Hadas Amit ist zum 5. Mal
verurteilt worden zu weiteren 21 Tagen Gefängnis. Unterstützungsbriefe
erreichen sie an: amitdrch@..., Postkarten und Faxe unter:
Hadas Amit
Military ID 6175691
Military Prison No. 400
Military Postal Code 02447, IDF
Israel
Fax: ++972-3-9579348
-----------------
Eine mutige und deutliche Norwegerin hat an Zipi Livni geschrieben, als
sie noch Justizministerin war: "Mir fällt es immer schwerer, als Jüdin
die Position Israels zu verteidigen.... Die Zauberworte "aus
Sicherheitsgründen" ziehen nicht mehr. Ich finde, dass Sie dazu
beitragen, mein Leben als Jüdin in Europa extrem unsicher zu machen und
die schlimmsten Vorurteile gegen Juden zu bestätigen. Ich fürchte, sie
entzünden erneut alte Vorurteile gegen Juden indem Sie zeigen, dass
diese Vorurteile wirklich gerechtfertigt sind."
-----------------
Unter :http://www.amana.co.il/Index.asp?CategoryID=108&ArticleID=350
<http://www.amana.co.il/Index.asp?CategoryID=108&ArticleID=350>
kann man eine englischsprachige Werbung für den Investitionskauf eines
Siedlungshauses in Israel sehen. Im Städchen Teaneck, New Jersey, fand
an der Synagoge kürzlich eine Werbeveranstaltung dazu statt.
Unabhängige jüdische Organisationen haben Proteste dagegen organisiert.
----------------
Ein israelisches Ehepaar arabischer Herkunft wurde als "nicht geeignet"
beurteilt, ein einem israelischen Dorf ein Haus zu bauen. Ein Institut,
das um ein "Eignungstest" gebeten wurde, hat bezeugt, dass die Frau,
Fahina Avrik "eine intelligente junge Frau hohen persönlichen Charakters
ist, die großen Erfolg anstrebt. Sie wuchs in einer Familie auf, die
persönliches Weiterkommen und Integrität betont... Sie ist auch ein
Mensch, der danach strebt, freundlich mit Mitmenschen umzugehen und
Konflikte zu vermeiden." Das Aufnahmekomittee urteilte, "Der Eindruck
ist, dass sie eine Individualistin ist und daher ihre eigenen Ziele
fördert, mehr als die der Gemeinschaft in der sie lebt." Ihr Mann
Zvidat wurde beurteilt als "geeignete Persönlichkeit, der versucht, sich
den Normen, Sitten und Verhaltensregeln anzupassen", dem es aber an
"ausreichendem Wissen über komplexe interpersönliche Beziehungen mangelt
und der Probleme hat, sich in die Gemeinschaft einzuordnen." Der
Gemeinderat betonte den homogenen Charakter der Bevölkerung und dass der
Ort "das Konzept der Koexistenz nicht hervorhebt".
-----------------
Obwohl israelische Behörden mehrmals versichert haben, dass sie
ausländischen Staatsbürgern nicht länger die Einreise in die besetzten
Gebiete verweigern wird, gibt es ständig neue Berichte von
AusländerInnen, denen ein Visum verweigert wurde.
-----------------
Die Liste älterer Mailings ist noch lange, aber ich denke das reicht für
heute.
Gruß, Anka
fiona schrieb:
> lieber gruss,
> fiona
>
> -------- Original-Nachricht --------
> Betreff: Video der gegenwärtigen Militäroperation in Nablus - 1. Tag
> Datum: Tue, 27 Feb 2007 02:05:06 +0100 (CET)
> Von: a-films@...
> An: undisclosed-recipients:;
>
> Untenan finden sich die Links zu unserer aktuellsten Arbeit zur
> gegenwärtigen Militäroperation (von der israelischen Armee "Hot Winter"
> benannt) in Nablus, Palästina.
>
> Am 25. Februar 2007 stürmte die israelische Besatzungsarmee (IOF) die
> Stadt Nablus mit massiven Kräften. Die Operation zielt besonders auf die
> Quartiere al-Qariyon und al-Yasmine im oberen Teil der Alstadt ab.
> Während dem ersten Tag wurden Zehntausende EinwohnerInnen durch eine von
> den IOF verhängte Ausgangssperre in ihren Häusern eingesperrt. Seither
> geht die Armee von Haus zu Haus, durchsucht diese und zerstört Mobiliar,
> kidnappt vor allem junge Menschen oder hält sie stundenlang fest. Die
> gegenwärtige Armeeoperation ist eine der grösseren, die in den letzten
> zwei, drei Jahren in Nablus stattgefunden haben.
>
> Hier sind die Links zu einem aktuellen Kurzvideo, den unabhängige
> Medienaktivisten in Nablus produziert haben. Dies ist eine von mehreren
> gemeinsamen Produktionen der Research Journalism Initiative (rji) und
> dem anarchistischen Film-Kollektiv "a-films". Wir versuchen mit den
> gegenwärtigen Ereignissen mitzuhalten und täglich aktuelles Material zu
> publizieren, sofern es die Umstände erlauben. Zukünftige Videos werden
> unter http://video.indymedia.org,
> http://www.youtube.com/user/afilmsmultilingual und
> http://www.youtube.com/user/afilmspalestine zur Verfügung stehen.
>
> Für Download (gute Qualität):
> http://video.indymedia.org/en/2007/02/741.shtml
>
> Zum Anschauen (geringere Qualität):
> http://www.youtube.com/watch?v=EwNwLXDrWro
>
> Die Autoren können unter ripplescross@... und a-films@...
> kontaktiert werden.
>
>
lieber gruss,
fiona
-------- Original-Nachricht --------
Betreff: Video der gegenwärtigen Militäroperation in Nablus - 1. Tag
Datum: Tue, 27 Feb 2007 02:05:06 +0100 (CET)
Von: a-films@...
An: undisclosed-recipients:;
Untenan finden sich die Links zu unserer aktuellsten Arbeit zur
gegenwärtigen Militäroperation (von der israelischen Armee "Hot Winter"
benannt) in Nablus, Palästina.
Am 25. Februar 2007 stürmte die israelische Besatzungsarmee (IOF) die
Stadt Nablus mit massiven Kräften. Die Operation zielt besonders auf die
Quartiere al-Qariyon und al-Yasmine im oberen Teil der Alstadt ab.
Während dem ersten Tag wurden Zehntausende EinwohnerInnen durch eine von
den IOF verhängte Ausgangssperre in ihren Häusern eingesperrt. Seither
geht die Armee von Haus zu Haus, durchsucht diese und zerstört Mobiliar,
kidnappt vor allem junge Menschen oder hält sie stundenlang fest. Die
gegenwärtige Armeeoperation ist eine der grösseren, die in den letzten
zwei, drei Jahren in Nablus stattgefunden haben.
Hier sind die Links zu einem aktuellen Kurzvideo, den unabhängige
Medienaktivisten in Nablus produziert haben. Dies ist eine von mehreren
gemeinsamen Produktionen der Research Journalism Initiative (rji) und
dem anarchistischen Film-Kollektiv "a-films". Wir versuchen mit den
gegenwärtigen Ereignissen mitzuhalten und täglich aktuelles Material zu
publizieren, sofern es die Umstände erlauben. Zukünftige Videos werden
unter http://video.indymedia.org,http://www.youtube.com/user/afilmsmultilingual und
http://www.youtube.com/user/afilmspalestine zur Verfügung stehen.
Für Download (gute Qualität):
http://video.indymedia.org/en/2007/02/741.shtml
Zum Anschauen (geringere Qualität):
http://www.youtube.com/watch?v=EwNwLXDrWro
Die Autoren können unter ripplescross@... und a-films@...
kontaktiert werden.
Dieser Brief von Pater Fielenbach lag noch bei der älteren Post. Die
Anhänge schick ich nicht mit - ich müsste sie alle erstmal speichern und
dann neu anhängen - außer einer sehr spannend klingenden
Buchbesprechung. Wie ich schon neulich sagte, wer die Briefe von Pater
Fielenbach erhalten möchte, möge sie bitte selber bestellen, ich werde
sie nicht mehr weiterleiten.
Gruß, Anka
P. Rainer Fielenbach schrieb:
>
> Mit einem herzlichen Gruss neue Infos aus Israel+Palästina. Auf
> mehrfachen Wunsch erhalten Sie wegen der Übersicht ab sofort zwei
> Infobriefe. Der erste beinhaltet wie bisher Infos der Woche. Die
> zweite Mail bringt die von Ellen Rohlfs übersetzten Beiträge der Woche
> vor allem aus der israelischen Tageszeitung Ha'aretz, u.a. von Uri
> Avnery u.a.
> P. Rainer Fielenbach
>
>
> unter anderem:
>
> * Johannes Zang, Im Mekka der Versöhner, Mit Blick auf die Kaaba:
> Fatah und Hamas erzielen eine Einigung – Kommende Wochen
> entscheidend
> * Jörg Bremer, Bruderkrieg und Korruption, Zur Situation in Israel
> und Palästina
> * Kaum zu glauben: Auswirkungen von Bush's neuer Iranstrategie -
> "Araber, bitte zum Casting!" - Statisten für die US-Army
>
> *Buchtipp*
>
> Die Attentäterin
>
<http://www.amazon.de/gp/product/images/3312003806/ref=dp_image_0/303-0015872-04\
03469?ie=UTF8&n=299956&s=books>
>
>
> Buchempfehlung: siehe Kommentar in der Anlage
> Yasmina Khadra: Die Attentäterin. A. d. Frz. v. Regina Keil-Sagawe.
> Nagel & Kimche, Zürich. 270 S., 19,90 EUR.
>
>
> ------------------------------------------------------------------------
>
> *04.02.2007 - Papst Benedikt XVI appelliert an Christen im Nahen Osten
> zu bleiben*
>
> Papst Benedikt XVI. hat auf die schwierige Lage der christlichen
> Minderheiten im Nahen Osten hingewiesen und die Christen zum Bleiben
> aufgerufen. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche lancierte
> diesen Appell bei einer Audienz für die Teilnehmer einer ökumenischen
> Kommission im Vatikan.
>
> Wörtlich sagte Papst Benedikt XVI.: „Die schwierige Situation, in der
> sich die Zivilbevölkerung und die christlichen Gemeinden in dieser
> Region befinden, ist für uns alle ein Grund tiefer Besorgnis. In der
> Tat, die christlichen Minderheiten empfinden es als schwierig,
> inmitten einer so instabilen geopolitischen Situation zu überleben und
> sind oft versucht auszuwandern. Dennoch, die Christen aller
> Traditionen und Gemeinschaften im Nahen Osten sind dazu aufgerufen,
> standhaft zu bleiben in der Kraft des Geistes Christi.“
>
> Benedikt sprach zu Vertretern des Vatikans sowie der sog.
> altorientalischen Kirchen, wozu die koptische, äthiopische, armenische
> und syro-malankarische Kirche gehören. Die Vertreter waren zu einer
> gemeinsamen Dialogsitzung zum Thema „Verfassung und Mission der
> Kirche“ zusammen gekommen.
>
> Unterdessen haben christliche, jüdische und muslimische
> Religionsführer die Vereinigten Staaten zu mehr Einsatz für den
> Frieden im Nahen Osten aufgefordert. Die Schaffung eines
> "realistischen, unabhängigen und demokratischen" palästinensischen
> Staates sei besonders wichtig, so die Religionsführer in einem
> Gespräch vergangene Woche mit US-Außenministerin Condoleezza Rice.
> Dabei gehe es um "Frieden und Sicherheit für beide Völker". Die
> Vereinigten Staaten hätten eine "unerlässliche Verantwortung" für
> Frieden und Gerechtigkeit im Nahen Osten, erinnerten sie die
> US-Außenministerin.
> ------------------------------------------------------------------------
>
> 4.2.2007 -*Internationale Verurteilung der israelischen Pläne zur
> Zerstörung historischer Brücke*
>
> Sheikh Tayssir Al-Tamimi, Vorsitzender des Palästinensischen
> Islamischen Justizwesens, rief am heutigen Sonntag die arabische und
> islamische Welt auf, gegen die israelische Zerstörung der
> Al-Aqsa-Moschee vorzugehen.
>
> Die israelische Regierung befahl heute die Zerstörung der Brücke, die
> den Haram al-Sharif mit Bab al-Magharba in Ost-Jerusalem verbindet, so
> Al-Tamimi.
>
> Al-Tamimi appellierte ebenfalls an die Vereinten Nationen sowie an die
> Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur
> und Kommunikation (UNESCO) ihrer Verantwortung gerecht zu werden und
> die Heiligen Stätten in Jerusalem zu schützen, die angesichts der
> israelischen Zerstörungspolitik bedroht sind.
>
> Auch der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz
> (OIC), Prof. Ekmeleddin Ihsanoglu, warnte vor der Zerstörung der
> Brücke. In einer Erklärung wies er darauf hin, dass diese Zerstörung
> ein Verstoß gegen das internationale Recht sei. Er fügte hinzu, dass
> Israel als Besatzungsmacht in der Pflicht stünde, religiöse und
> historische Stätten zu schützen. Die internationale Gemeinschaft müsse
> nun Druck auf Israel ausüben, um gegen die israelische
> Zerstörungspläne gegen Jerusalem und die Al-Aqsua-Moschee vorzugehen.
>
> Auch der jordanische König Abdullah II verurteilte die Zerstörung der
> Heiligen Stätte auf das Schärfste. Denn diese Brücke ist unteilbar
> verbunden mit der Al-Aqsa-Moschee, betonte der Monarch.
>
> ------------------------------------------------------------------------
> 04.02.2007 - *Ausstellung dokumentiert das Leben in Nablus *
>
> In einer heute eröffneten Ausstellung präsentieren rund 100
> internationale Künstler und Künstlerinnen, darunter auch aus Israel,
> ihre Arbeiten am Checkpoint Huwwara in der Stadt Nablus. Die
> Ausstellung, die als zweite Veranstaltung einer 30-Tage-Kampagne gegen
> israelische Checkpoints von der Vereinigung HASM (Palestinian Body for
> Peace, Dialogue and Equality) konzipiert wurde, dokumentiert das Leben
> am Checkpoint und im Schatten der Mauer.
>
> „Wir haben uns für die Stadt Nablus entschieden, weil sie die
> eingeschlossenste Stadt in der Westbank ist. Seit 2002 kann man sie
> nur noch zu Fuß durch sechs Checkpoints betreten,“ zeigte sich
> Mohammed Dweikat, Koordinator von HASM, tief bestürzt. Es wird immer
> schwieriger, die Stadt überhaupt zu betreten, so Dweikat weiter.
> Männer im Alter zwischen 16 und 45 Jahren (abhängig vom Tag) können
> Nablus nur noch mit einer speziellen Genehmigung betreten. Diese wird
> jedoch nur außerhalb der Stadt ausschließlich von israelischen
> Behörden erteilt, fügte Dweikat hinzu.
>
> „Fast tagtäglich sind die Einwohner der Stadt vor allem abends Opfer
> von militärischen Angriffen der Besatzungsarmee. Ihr Leben ist weder
> friedlich noch normal – und das schon seit Jahren“, gibt Dweikat
> abschließend zu bedenken.
>
> ------------------------------------------------------------------------
>
> 7.2.2007 - *Israels Einreisepolitik verstößt gegen internationales Recht *
>
> Die Menschenrechtsorganisation „Recht zur Einreise“ erklärte gestern,
> dass Israel entgegen vorherigen Zusagen, ausländischen
> Staatsangehörigen weiterhin die Einreise in die besetzten
> palästinensischen Gebiete verweigert.
>
> Trotz einer, am 28. Dezember 2006 von dem israelischen militärischen
> Koordinator für Regierungsangelegenheiten in den Gebieten (CoGAT),
> erlassenen schriftlichen Ankündigung, die Einreise für ausländische
> Staatsangehörige in die besetzten Gebiete zu ermöglichen, verweigert
> Israel weiterhin den Zutritt für Geschäftsleute, Ärzte und Besucher.
> Die von der Menschenrechtsorganisation dokumentierten Vorfälle stellen
> hierbei nur die „Spitze des Eisbergs“ dar. So wurde die Einreise
> beispielsweise für einen Artz aus Deutschland, einer
> Menschrechtsaktivistin aus den USA sowie zahlreichen ausländischen
> Staatsbürgern mit palästinensischem Hintergrund, die ihre Ehepartner,
> Kinder und weitere Familienmitglieder besuchen wollten, strikt
> verweigert.
>
> Die Menschenrechtsorganisation betonte, dass Israel erneut gegen das
> internationale und humanitäre Völkerrecht verstößt, insbesondere indem
> die Regierung eine Familienzusammenführung verhindert und somit die
> Familien zwingt, die besetzten Gebiete zu verlassen. Zudem verursacht
> die Politik der Einreiseverweigerung unermessliche Schäden in allen
> Bereichen der palästinensischen Gesellschaft, insbesondere im
> Bildungssektor, Geschäftswesen und in der Zivilgesellschaft.
>
> ------------------------------------------------------------------------
> junge welt - 10.02.2007 / Ausland / Seite 1
> *»Abwarten« lautet die Devise des Westens*
>
> *USA und Israel skeptisch über Einigung der Palästinenser*. *EU
> blockiert Hilfsgelder vorerst weiter*
> Nach zweitägigen Verhandlungen in Mekka haben sich am Donnerstag abend
> die beiden größten palästinensischen Organisationen Hamas und Fatah
> auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung geeinigt. Präsident Mahmud
> Abbas (Fatah) und Hamas-Führer Chaled Maschaal vereinbarten, unter
> Federführung von Premier Ismail Hanija innerhalb von fünf Wochen eine
> neue Regierung zu bilden. Grundsätzlich seien internationale
> Resolutionen und bereits geschlossene Friedensvereinbarungen mit
> Israel zu »respektieren«. Die Hamas stellt in einer zukünftigen
> Regierung den Ministerpräsidenten sowie acht Ressorts. Auf die Fatah
> entfallen sechs Ministerposten, vier werden von anderen Gruppen
> gestellt. Die Fatah wird unter anderem einen unabhängigen Kandidaten
> als Außenminister nominieren, die Hamas einen als Innenminister.
>
> Während im Gazastreifen und im Westjordanland auch am Freitag die
> Freudenfeiern über die Einigung von Mekka weitergingen, präsentierten
> sich sowohl Israel als auch die USA und die EU äußerst zurückhaltend.
> Aus Tel Aviv und aus Washington verlautbarte, zunächst einmal
> »abwarten« zu wollen. »Wir werden sehen, wie eine endgültige Einigung
> aussieht«, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tom Casey.
> Eine Einschätzung, ob die internationalen Forderungen erfüllt seien,
> könne erst dann vorgenommen werden. Die israelische
> Regierungssprecherin Miri Eisin wollte noch nicht Stellung zu der
> Frage nehmen, ob die Forderungen nach Gewaltverzicht, Anerkennung des
> Staates Israel und Einhaltung der Verträge jetzt erfüllt seien.
>
> Aus EU-Kreisen hieß es, es sei noch »zu früh«, den Boykott der
> Hilfszahlungen an die Autonomiebehörde zu beenden. Dieser war nach dem
> in demokratischen Wahlen errungenen Sieg der Hamas vor gut einem Jahr
> verfügt worden. Am Montag wollen die EU-Außenminister in Brüssel über
> die neue Lage beraten. Sie entscheiden wieder einmal über die Zukunft
> Palästinas – trotz der Einigung von Mekka.(AP/AFP/jW)
>
>
>
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-----
> P. Rainer Fielenbach OCarm.
> Albrechtsgasse 20
> 94315 Straubing
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> EMail: rfielenbach@...
> <mailto:rfielenbach@...>
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> Herzliche Einladung zum Besuch unserer Homepage:
> http://www.karmelitenorden.de/straubing/index.html
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> Infos zur aktuellen Situation in Palästina, bes. Bethlehem:
> - Caritas Babyhospital Bethlehem: http://www.khb.ch
> - Evangel. Begegnungszentrum Bethlehem: http://www.annadwa.org/
> - Open Bethlehem: http://www.openbethlehem.org/
> - Infos aus erster Hand: Heilig. Land aktuell:
> http://www.palaestina-portal.org/
Mit einem herzlichen Gruss neue Infos aus Israel+Palästina. Auf mehrfachen Wunsch erhalten Sie wegen der Übersicht ab sofort zwei Infobriefe. Der erste beinhaltet wie bisher Infos der Woche. Die zweite Mail bringt die von Ellen Rohlfs übersetzten Beiträge der Woche vor allem aus der israelischen Tageszeitung Ha'aretz, u.a. von Uri Avnery u.a.
P. Rainer Fielenbach
unter anderem:
Johannes Zang, Im Mekka der Versöhner, Mit Blick auf die Kaaba: Fatah und Hamas erzielen eine Einigung – Kommende Wochen entscheidend
Jörg Bremer, Bruderkrieg und Korruption, Zur Situation in Israel und Palästina
Kaum zu glauben: Auswirkungen von Bush's neuer Iranstrategie - "Araber, bitte zum Casting!" - Statisten für die US-Army
Buchtipp
Buchempfehlung: siehe Kommentar in der Anlage
Yasmina Khadra: Die Attentäterin. A. d. Frz. v. Regina Keil-Sagawe. Nagel & Kimche, Zürich. 270 S., 19,90 EUR.
04.02.2007 - Papst Benedikt XVI appelliert an Christen im Nahen Osten zu bleiben
Papst Benedikt XVI. hat auf die schwierige Lage der christlichen Minderheiten im Nahen Osten hingewiesen und die Christen zum Bleiben aufgerufen. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche lancierte diesen Appell bei einer Audienz für die Teilnehmer einer ökumenischen Kommission im Vatikan.
Wörtlich sagte Papst Benedikt XVI.: „Die schwierige Situation, in der sich die Zivilbevölkerung und die christlichen Gemeinden in dieser Region befinden, ist für uns alle ein Grund tiefer Besorgnis. In der Tat, die christlichen Minderheiten empfinden es als schwierig, inmitten einer so instabilen geopolitischen Situation zu überleben und sind oft versucht auszuwandern. Dennoch, die Christen aller Traditionen und Gemeinschaften im Nahen Osten sind dazu aufgerufen, standhaft zu bleiben in der Kraft des Geistes Christi.“
Benedikt sprach zu Vertretern des Vatikans sowie der sog. altorientalischen Kirchen, wozu die koptische, äthiopische, armenische und syro-malankarische Kirche gehören. Die Vertreter waren zu einer gemeinsamen Dialogsitzung zum Thema „Verfassung und Mission der Kirche“ zusammen gekommen.
Unterdessen haben christliche, jüdische und muslimische Religionsführer die Vereinigten Staaten zu mehr Einsatz für den Frieden im Nahen Osten aufgefordert. Die Schaffung eines "realistischen, unabhängigen und demokratischen" palästinensischen Staates sei besonders wichtig, so die Religionsführer in einem Gespräch vergangene Woche mit US-Außenministerin Condoleezza Rice. Dabei gehe es um "Frieden und Sicherheit für beide Völker". Die Vereinigten Staaten hätten eine "unerlässliche Verantwortung" für Frieden und Gerechtigkeit im Nahen Osten, erinnerten sie die US-Außenministerin.
4.2.2007 -Internationale Verurteilung der israelischen Pläne zur Zerstörung historischer Brücke
Sheikh Tayssir Al-Tamimi, Vorsitzender des Palästinensischen Islamischen Justizwesens, rief am heutigen Sonntag die arabische und islamische Welt auf, gegen die israelische Zerstörung der Al-Aqsa-Moschee vorzugehen.
Die israelische Regierung befahl heute die Zerstörung der Brücke, die den Haram al-Sharif mit Bab al-Magharba in Ost-Jerusalem verbindet, so Al-Tamimi.
Al-Tamimi appellierte ebenfalls an die Vereinten Nationen sowie an die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (UNESCO) ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die Heiligen Stätten in Jerusalem zu schützen, die angesichts der israelischen Zerstörungspolitik bedroht sind.
Auch der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), Prof. Ekmeleddin Ihsanoglu, warnte vor der Zerstörung der Brücke. In einer Erklärung wies er darauf hin, dass diese Zerstörung ein Verstoß gegen das internationale Recht sei. Er fügte hinzu, dass Israel als Besatzungsmacht in der Pflicht stünde, religiöse und historische Stätten zu schützen. Die internationale Gemeinschaft müsse nun Druck auf Israel ausüben, um gegen die israelische Zerstörungspläne gegen Jerusalem und die Al-Aqsua-Moschee vorzugehen.
Auch der jordanische König Abdullah II verurteilte die Zerstörung der Heiligen Stätte auf das Schärfste. Denn diese Brücke ist unteilbar verbunden mit der Al-Aqsa-Moschee, betonte der Monarch.
04.02.2007 - Ausstellung dokumentiert das Leben in Nablus
In einer heute eröffneten Ausstellung präsentieren rund 100 internationale Künstler und Künstlerinnen, darunter auch aus Israel, ihre Arbeiten am Checkpoint Huwwara in der Stadt Nablus. Die Ausstellung, die als zweite Veranstaltung einer 30-Tage-Kampagne gegen israelische Checkpoints von der Vereinigung HASM (Palestinian Body for Peace, Dialogue and Equality) konzipiert wurde, dokumentiert das Leben am Checkpoint und im Schatten der Mauer.
„Wir haben uns für die Stadt Nablus entschieden, weil sie die eingeschlossenste Stadt in der Westbank ist. Seit 2002 kann man sie nur noch zu Fuß durch sechs Checkpoints betreten,“ zeigte sich Mohammed Dweikat, Koordinator von HASM, tief bestürzt. Es wird immer schwieriger, die Stadt überhaupt zu betreten, so Dweikat weiter. Männer im Alter zwischen 16 und 45 Jahren (abhängig vom Tag) können Nablus nur noch mit einer speziellen Genehmigung betreten. Diese wird jedoch nur außerhalb der Stadt ausschließlich von israelischen Behörden erteilt, fügte Dweikat hinzu.
„Fast tagtäglich sind die Einwohner der Stadt vor allem abends Opfer von militärischen Angriffen der Besatzungsarmee. Ihr Leben ist weder friedlich noch normal – und das schon seit Jahren“, gibt Dweikat abschließend zu bedenken.
7.2.2007 - Israels Einreisepolitik verstößt gegen internationales Recht
Die Menschenrechtsorganisation „Recht zur Einreise“ erklärte gestern, dass Israel entgegen vorherigen Zusagen, ausländischen Staatsangehörigen weiterhin die Einreise in die besetzten palästinensischen Gebiete verweigert.
Trotz einer, am 28. Dezember 2006 von dem israelischen militärischen Koordinator für Regierungsangelegenheiten in den Gebieten (CoGAT), erlassenen schriftlichen Ankündigung, die Einreise für ausländische Staatsangehörige in die besetzten Gebiete zu ermöglichen, verweigert Israel weiterhin den Zutritt für Geschäftsleute, Ärzte und Besucher. Die von der Menschenrechtsorganisation dokumentierten Vorfälle stellen hierbei nur die „Spitze des Eisbergs“ dar. So wurde die Einreise beispielsweise für einen Artz aus Deutschland, einer Menschrechtsaktivistin aus den USA sowie zahlreichen ausländischen Staatsbürgern mit palästinensischem Hintergrund, die ihre Ehepartner, Kinder und weitere Familienmitglieder besuchen wollten, strikt verweigert.
Die Menschenrechtsorganisation betonte, dass Israel erneut gegen das internationale und humanitäre Völkerrecht verstößt, insbesondere indem die Regierung eine Familienzusammenführung verhindert und somit die Familien zwingt, die besetzten Gebiete zu verlassen. Zudem verursacht die Politik der Einreiseverweigerung unermessliche Schäden in allen Bereichen der palästinensischen Gesellschaft, insbesondere im Bildungssektor, Geschäftswesen und in der Zivilgesellschaft.
junge welt - 10.02.2007 / Ausland / Seite 1
»Abwarten« lautet die Devise des Westens
USA und Israel skeptisch über Einigung der Palästinenser. EU blockiert Hilfsgelder vorerst weiter
Nach zweitägigen Verhandlungen in Mekka haben sich am Donnerstag abend die beiden größten palästinensischen Organisationen Hamas und Fatah auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung geeinigt. Präsident Mahmud Abbas (Fatah) und Hamas-Führer Chaled Maschaal vereinbarten, unter Federführung von Premier Ismail Hanija innerhalb von fünf Wochen eine neue Regierung zu bilden. Grundsätzlich seien internationale Resolutionen und bereits geschlossene Friedensvereinbarungen mit Israel zu »respektieren«. Die Hamas stellt in einer zukünftigen Regierung den Ministerpräsidenten sowie acht Ressorts. Auf die Fatah entfallen sechs Ministerposten, vier werden von anderen Gruppen gestellt. Die Fatah wird unter anderem einen unabhängigen Kandidaten als Außenminister nominieren, die Hamas einen als Innenminister.
Während im Gazastreifen und im Westjordanland auch am Freitag die Freudenfeiern über die Einigung von Mekka weitergingen, präsentierten sich sowohl Israel als auch die USA und die EU äußerst zurückhaltend. Aus Tel Aviv und aus Washington verlautbarte, zunächst einmal »abwarten« zu wollen. »Wir werden sehen, wie eine endgültige Einigung aussieht«, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tom Casey. Eine Einschätzung, ob die internationalen Forderungen erfüllt seien, könne erst dann vorgenommen werden. Die israelische Regierungssprecherin Miri Eisin wollte noch nicht Stellung zu der Frage nehmen, ob die Forderungen nach Gewaltverzicht, Anerkennung des Staates Israel und Einhaltung der Verträge jetzt erfüllt seien.
Aus EU-Kreisen hieß es, es sei noch »zu früh«, den Boykott der Hilfszahlungen an die Autonomiebehörde zu beenden. Dieser war nach dem in demokratischen Wahlen errungenen Sieg der Hamas vor gut einem Jahr verfügt worden. Am Montag wollen die EU-Außenminister in Brüssel über die neue Lage beraten. Sie entscheiden wieder einmal über die Zukunft Palästinas – trotz der Einigung von Mekka.(AP/AFP/jW)
Liebe Leute,
(gerade sehe ich, dass die Anhänge zu Pater Fielenbachs Brief doch
mitgegangen sind. Ich kann nicht verstehen, wieso das manchmal passiert
und manchmal - öfter - auch nicht. Über die Wunder der Technik muss man
sich halt wundern.)
Der jüngste Angriff der israelischen Armee in Nablus, der bereits fast
eine Woche andauert, bringt für die BewohnerInnen wie so oft
unerträgliche Zustände. Ein Beispiel: ein Asthmakranker hat eine
heftige Attacke auf Grund von Tränengas, das in sein Haus gefeuert
wird. Ein Krankenwagen wird 2 Stunden lang nicht durchgelassen. Der
Patient liegt nun auf der Intensivstation. Das ist ein Fall von
vielen. Etwa 25 Häuser sind nach wie vor besetzt - ein älteres Ehepaar
mit Herzproblemen ist die gesamte zeit in einem Raum festgehalten mit
insgesamt 20 Personen, darunter 8 Kleinkinder und eine schwangere Frau,
während das restliche Haus als Gefängnis und Verhörräume genutzt wird.
Freiwillige, die die BewohnerInnen mit Lebensmittel und Medikamenten
versorgen, sahen Männer, die auf der Straße geschlagen und gezwungen
wurden, sich Auszuziehen .
-------------------
Ein Leitartikel in Haaretz mahnt an:
Der Raub an privatem Land und die illegale Konstruktion unter
Kollaboration der Behörden sind schon lange Routine im Land der
Siedler.... Die Entscheidung das Planungsrates für Judea und Samaria
... zur Legalisierung des Planes für Metityahu East ... stellt
allerdings ein Tiefpunkt dar.
Metityahu East ist der jüngste solcher Fälle, in denen die
Trennungsbarriere ... genutzt wird um die Siedlungen auszudehnen. Der
Verteidigungsminister verschleppt alles was mit der Evakuation illegaler
Außenposten betrifft. Zur gleichen Zeit ist er - von der
Ziviladministration angeführt - verantwortlich für die Kollaboration
beim Landraub und Legalisierung illegaler Bauten in der gesamten Westbank.
Das Oberste Gericht, das nicht gezögert hat, die Konstruktion anzuhalten
... wird keine andere Wahl haben, als diese Entscheidung rückgängig zu
machen, um das Gesetz und die Rechte der Opfer seiner Verletzung zu
schützen.
--------------------
Nochmal zur jüngsten Bil'in Demo: ein Militärrichter schrieb, nachdem er
ein Video von der Demo angesehen hatte, dass Soldaten, die versuchten
die ProtestlerInnen zurückzutreiben, mehr Gewalt als diese ausübten.
Die Truppen hätten den Menschen bei der Demo ein "hässliches Gesicht"
gezeigt. Der Richter sollte einen Palästinenser verurteilen, der
angeblich einen Soldat angegriffen hatte, welcher ihn bat, wegzugehen.
"Jedesmal, wenn uns Videoaufnahment gezeigt werden, haben die Richter
die beschuldigten Palästinenser freigelassen."
------------------
Die - zur Zeit hoffentlich beruhigte - Gewalt zwischen Hamas und
Fatahmilizen in Gaza ist unschwer zu erklären. Als Mitglied einer Miliz
bekommt man ein Gehalt. Für junge Männer, deren Familien hungern, ist
fast jede Möglichkeit, an Geld zukommen, gerechtfertigt - da genügt auch
eine ideologische. So schreibt Sami Abdel-Shafi aus Gaza im Guardian,
der eines abends in seinem Auto angehalten wurde und sich zwei
schwerbewaffneten, maskierten Männern gegenüber fand. Einer stellte
sich als vor kurzem ausgebildeten Buchhalter heraus, der noch nie mit
einer Waffe trainiert hatte.
Die Schuld muss man also suchen bei den Ländern, auch Deutschland, die
eigene Hilfsgelder eingestellt oder auch umgeleitet haben und die sich
davor zurückhalten, Druck auf Israel auszuüben, die rechtmäßig den
Palästnensern zustehenden Steuer- und Zollgelder auszuzahlen. "Wir
werden erstickt" überschreibt Abdel-Shafi seine verzweifelten
Feststellungen.
-------------------
Der Richter, der den chilenischen Diktator Pinochet angeklagt hat, Juan
Guzman, ist vor wenigen Wochen nach Israel gereist um die Möglichkeiten
zu eruieren, eine internationale Anklage gegen israelische
Entscheidungsträger einzuleiten, die für die Zerstörung von
palästinensischen Häuser verantwortlich sind.
------------------
In Hebron ist die Armee damit beschäftigt, Türe und Tore in der Altstadt
abzuschließen und zuzuschweißen um Übergriffe durch Siedler zu
verhindern. Kann man fast als 'Schutzhaft' im eigenen Haus oder
Stadtteil ansehen.
-----------------
An die 100 TeilnehmerInnen haben an einem Workshop über "Gewaltfreiheit,
Wahrheit und Versöhnung: Könnte das der Weg sein?" in At Tuwani,
Südhebron am 6. Februar teilgenommen. Der Tag begann mit einem Vortrag
von Nomfundo Walaza aus Südafrika, Psychologin, die in der "Truth and
Reconciliation Commission" in Südafrika mitgearbeitet hat. Sie
berichtete über die Bedeutung der Gewaltfreiheit im Kampf um
Gerechtigkeit in ihrem Land.
Fotos unter:
http://www.cpt.org/gallery/view_album.php?set_albumName=album90
<mailbox:///C%7C/Dokumente%20und%20Einstellungen/Christian%20Schneider/Anwendung\
sdaten/Thunderbird/Profiles/nmjrpwvc.default/Mail/Local%20Folders/Brief-aus-Isra\
el?number=10791355>
----------------------
Unter http://change.org/changes/list_videos/85?video_id=365&main_page=1
<http://change.org/changes/list_videos/85?video_id=365&main_page=1>
kann der einstündige Film "Palestine is still the Issue" angeschaut
werden. Der Film ist aus dem Jahr 2002, soll aber trotz
Verschlimmerungen seitdem sehenswert sein.
----------------------
Bei einem UN Seminar über die Besatzung und Hilfsmaßnahmen hat Shir
Hever vom Alternative Information Center in Palästina festgestellt, dass
die fast unwiderbringliche Zerstörung der palästinensischen Wirtschaft
eine zwei-staaten Lösung inzwischen so gut wie unmöglich macht. Auch
die israelische Wirtschaft ist durch die Besatzung belastet.
Interessanterweise, wird vermerkt, hat bisher kein Land eine Resitution
der Hilfsgelder gefordert, die in den Neunzigerjahren an Palästina
flossen und deren Auswirkungen inzwischen durch Israel zerstört wurden.
So kann Israel natürlich unbehelligt weitermachen bei der Zerstörung der
palästinensischen Lebensmöglichkeiten.
----------------------
Zum Schluss noch eine Videoempfehlung, eine 2minütige Bilderserie aus
Iran. Der oder die VerfasserIn Tamzin Jans schreibt: "Dies ist das Iran
das ich kenne und liebe. Es ist eine wunderschönes Land von
wunderschönen Menschen. Bitte schaut es euch an bevor es völlig
zerstört wird von den Neocons und Bush (Israelis, Saudis, usw.). Bitte
leitet es weiter, da dies alles Geschichte sein wird. Alles Gute, Tamzin"
Wenn ich bedenke, dass hier bald eine Zerstörung wie im Irak wüten
könnte, bricht mir fast das Herz.
http://www.lucasgray.com/video/peacetrain.html
Ich grüße euch,
Anka
Ellen Rohlfs schrieb:
> Diesmal nur dies - ich sitze an einem längeren Artikel von Ilan Pappe
> Gruss ellen rohlfs
>
>
>
>
> Von: sharqalaussat@...
> Betreff: Gruss aus Hebron - CPT
> Datum: 15. März 2007 06:28:22 MEZ
>
> Donnersstag, 15.3.07
>
> Hallo Ihr, letzten Mittwoch meditierte ich gerade das untenstehende
> Fussballtraining, dann wurde ich gegen Ende gestoert, und
> anschliessend war einfach immer was zu tun. So kommt es, dass die
> mail erst heute rausgeht. Im Prinzip ist aber dieses Stueck Alltag
> immer aktuell. Gestern war wieder Training. Es fand wegen starkem
> Regen in den kleinen Raeumen im Kindergarten ueber uns statt.
> Vielleicht war der Regen ganz gut, da gestern ein neues Bataillon
> Soldaten in Hebron angekommen war, die mit einigermassen
> veraengstigten Gesichtern und in voller Bewaffnung in 6er-Gruppen
> durch die Strassen patrouillierten und wohl null Bock hatten, bei dem
> Wetter durch eine Stadt zu laufen, von der sie nur wissen, dass
> hinter jeder Strassenecke Terroristen lauern. So hatten sie denn
> auch, als ich - von einer Erledigung zurueckkehrend - bei uns zu
> Hause um die Ecke bog, in - teils kniender , teils stehender Position
> - die beiden Neffen unserer Nachbarin und Teamfreundin Zleekha vor
> ihren Gewehrlaeufen. Die Kinder waren in unserem Auftrag unterwegs,
> unsere Kochgasflaschen auszutauschen. Zur selben Zeit erschien
> Zleekha selber in der Haustuer, und es gelang uns, nach einigem Hin
> und Her, die Soldaten davon zu ueberzeugen, dass diese Kinder keine
> Terroristen seien, bis die Soldaten dann endlich ihre Gewehre von den
> beiden Jungen wegnahmen. Inzwischen war ein weiterer Jugendlicher
> aufgetaucht nach seinen Huehnern zu schauen, und bei ihm ging dann
> dieselbe Prozedur von neuem los. Zleekha und mir taten die gruenen
> Jungs (so etwa im Alter zwischen 18 und Anfang 20) einfach nur leid:
> so schwer bewaffnet, die Verantwortung zu toeten oder leben au lassen
> und so viel Angst in den Augen angesichts dreier Kinder und zweier
> Frauen ...
>
>
> 7. Maerz 2007
>
> Hallomiteinander, Hebron ist ein interessantes Pflaster. Heute morgen
> lernten Art(cpter aus Kanada) und ich eine hochinteressante Leiterin
> einer oeffentlichenSchule kennen, die uns in die Verwandtschafts- und
> Machtverhaeltnisse vonHebron einweihte. All die beruehmten Namen
> werden jetzt mit Inhalten undGeschichten gefuellt, und es war einfach
> eine Freude, das, was ich nurbruchstueckhaft kannte, mehr und mehr
> auszufuellen. Ausserdem war es etwasBesonderes, einer so
> emanzipierten Frau mit ganz klarenGender-Wertvorstellungen – in
> arabischer Version - zu begegnen.
> Anschliessendtrafen wir einen Journalisten der Tageszeitung AlQuds
> (die am weitestenverbreitete palaestinensische Tageszeitung) und
> freischaffend fuer denarabischen Fernsehsender AlJazeera, der auch in
> der westlichen Welt weitverbreitet ist. Er hatte viele Fragen in
> Bezug auf Sinn und Zweck von cpt, dieErfahrungen im Leben unter
> Besatzung, die wir als AuslaenderInnen alltaeglichmachen. Besonders
> interessierte ihn, wie die Situation Palaestinas in
> unserenHeimatlaendern (in diesem Fall USA, Kanada und Deutschland)
> wahr- undaufgenommen wird.
> Am Nachmittagbegleitete ich ein Fussballtraining fuer Jungen im Alter
> von 7-12 Jahren aufeinem offen gelegenen Bolzplatz, das ohne die
> Anwesenheit von AuslaenderInnenaus Sicherheitsgruenden nicht
> stattfinden koennte. Gott sei gepriesen, hatteich im vergangenen
> Sommer in Schweden wenigstens die 2. Halbzeit desWeltmeister-
> Endspiels gesehen, als Zinédine Zidane von seinem italienischenGegner
> Marco Materazzi provoziert wurde und seiner Reaktion wegen des
> Platzesverwiesen wurde. So konnte ich fachkompetent mitreden, was von
> den Kids freudigregistriert wurde. Es lohnt sich eben doch manchmal,
> ueber den eigenenInteressenshorizont hinaus zu blicken. Natuerlich
> galt ihre volle SympathieZidane. Die Jungen, die am Training
> teilnahmen, waren in der Hauptsache Jungenmit besonderer
> Verhaltensproblematik – fuer sie hatten dieStadtteilarbeiterInnen das
> Angebot besonders entwickelt. Heute war es das 2. Mal,dass sie sich
> trafen. Schon vorgestern bei der Schulpatrouille hatten dieKinder
> erwartungsvoll uns auf das Training angesprochen, ob es denn
> heutewieder stattfinden koenne. Es ist einfach wichtig, konstruktive
> Angebote zu machen, dass die Kinder von der Strassekommen, wo sie in
> der Hauptsache israelische SiedlerInnen, SoldatInnen undPolizisten
> erleben, die sie im Allgemeinen als Feinde erleben.
> Soldatenjeepsfuhren des oefteren am Bolzplatz vorbei, bis dann ein
> Polizeiauto anhielt und‘Issa, den jungen Trainer zu sich rief. Ich
> fragte ihn, ob ich mitkommen solleund er nickte kurz ein Ja. Am
> Polizeiauto sagte mir der sich als Chefgebaerende Polizist deutlich,
> dass ich unwillkommen sei, da er ja nur ‘Issagerufen habe. Ich gab zu
> verstehen, dass ich seine Irritation unverstaendlichfand und liess
> mich dann auf einen Platz dirigieren, der ½ m weiter weg war,aber so,
> dass ich noch alles mitkriegen konnte. Es ging im Wesentlichen
> darum,dass ‘Issa mit den Kindern von diesem Platz verschwinden
> sollten, was der aberablehnte, da es ein oeffentlicher, fuer
> Palaestinenser erlaubter Bolzplatz war.Ich mischte mich ein – was ist
> schon ½ m? – und fragte den Polizisten, waser denn gegen die Kinder
> auf dem Platzhaette, ich verstuende das Problem nicht. Es entspann
> sich ein kurzesStreitgespraech, von dem alle Beteiligten bald genug
> hatten, und dann geschahdas, was mir wohl immer ein Phaenomen bleiben
> wird: es bahnte sich ein Rueckzugaus dem Streit an, in dem es darum
> ging, dass keiner von uns dreien das Gesichtverlor. Ich kann nur
> dankbar sein, dass der israelische Polizist aucharabischer Herkunft
> war, so dass es klar war, dass in diesem Rueckzug zwei Menschen aus
> demselben Kulturbereich esmiteinander zu tun hatten, die die
> Spielregeln kennen und respektieren. Ichmusste nur fuer meinen
> kleinen Part sorgen, der aber schon gross genug war, daes dem
> Polizisten ein Dorn im Auge war, dass ich die gesamte arabisch
> gehalteneKonversation mitvollziehen konnte. Mir faellt diese
> Diplomatie der weissenLuegen und des Dehnens von Fakten immer noch
> schwer, aber die kuerzlicheLektuere des Buches des syrischen Autors
> Rafik Schami ueber die Unterschiedezwischen seiner Heimatstadt
> Damaskus und seiner Wahlheimat Deutschland habenmir zu einer
> grundsaetzlich veraenderten Wahrnehmung dieserKommunikationsdynamiken
> geholfen, so dass ich, wenn auch ungeuebt, so dochfreier in diesem
> Geschehen agieren kann. Das Training ging dann noch eine Weileweiter,
> es hatte sich aber eine Spannung eingeschlichen, die mich
> unangenehmberuehrte. Trotzdem gilt es: weiter machen, nicht
> zurueckweichen vor derMilitaer- und Polizeimacht der anderen! Und
> gewaltfreie Loesungen finden, diees ermoeglichen, ein Leben mit den
> notwendigen Freiraeumen zu fuehren, diedieses Leben lebbar machen.
> Lieben Gruss, Ilse
>
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>
>
>
Diesmal nur dies - ich sitze an einem längeren Artikel von Ilan Pappe
Gruss ellen rohlfs
Von: sharqalaussat@...
Betreff: Gruss aus Hebron - CPT
Datum: 15. März 2007 06:28:22 MEZ
Donnersstag, 15.3.07
Hallo Ihr, letzten Mittwoch meditierte ich gerade das untenstehende
Fussballtraining, dann wurde ich gegen Ende gestoert, und
anschliessend war einfach immer was zu tun. So kommt es, dass die
mail erst heute rausgeht. Im Prinzip ist aber dieses Stueck Alltag
immer aktuell. Gestern war wieder Training. Es fand wegen starkem
Regen in den kleinen Raeumen im Kindergarten ueber uns statt.
Vielleicht war der Regen ganz gut, da gestern ein neues Bataillon
Soldaten in Hebron angekommen war, die mit einigermassen
veraengstigten Gesichtern und in voller Bewaffnung in 6er-Gruppen
durch die Strassen patrouillierten und wohl null Bock hatten, bei dem
Wetter durch eine Stadt zu laufen, von der sie nur wissen, dass
hinter jeder Strassenecke Terroristen lauern. So hatten sie denn
auch, als ich - von einer Erledigung zurueckkehrend - bei uns zu
Hause um die Ecke bog, in - teils kniender , teils stehender Position
- die beiden Neffen unserer Nachbarin und Teamfreundin Zleekha vor
ihren Gewehrlaeufen. Die Kinder waren in unserem Auftrag unterwegs,
unsere Kochgasflaschen auszutauschen. Zur selben Zeit erschien
Zleekha selber in der Haustuer, und es gelang uns, nach einigem Hin
und Her, die Soldaten davon zu ueberzeugen, dass diese Kinder keine
Terroristen seien, bis die Soldaten dann endlich ihre Gewehre von den
beiden Jungen wegnahmen. Inzwischen war ein weiterer Jugendlicher
aufgetaucht nach seinen Huehnern zu schauen, und bei ihm ging dann
dieselbe Prozedur von neuem los. Zleekha und mir taten die gruenen
Jungs (so etwa im Alter zwischen 18 und Anfang 20) einfach nur leid:
so schwer bewaffnet, die Verantwortung zu toeten oder leben au lassen
und so viel Angst in den Augen angesichts dreier Kinder und zweier
Frauen ...
7. Maerz 2007
Hallomiteinander, Hebron ist ein interessantes Pflaster. Heute morgen
lernten Art(cpter aus Kanada) und ich eine hochinteressante Leiterin
einer oeffentlichenSchule kennen, die uns in die Verwandtschafts- und
Machtverhaeltnisse vonHebron einweihte. All die beruehmten Namen
werden jetzt mit Inhalten undGeschichten gefuellt, und es war einfach
eine Freude, das, was ich nurbruchstueckhaft kannte, mehr und mehr
auszufuellen. Ausserdem war es etwasBesonderes, einer so
emanzipierten Frau mit ganz klarenGender-Wertvorstellungen – in
arabischer Version - zu begegnen.
Anschliessendtrafen wir einen Journalisten der Tageszeitung AlQuds
(die am weitestenverbreitete palaestinensische Tageszeitung) und
freischaffend fuer denarabischen Fernsehsender AlJazeera, der auch in
der westlichen Welt weitverbreitet ist. Er hatte viele Fragen in
Bezug auf Sinn und Zweck von cpt, dieErfahrungen im Leben unter
Besatzung, die wir als AuslaenderInnen alltaeglichmachen. Besonders
interessierte ihn, wie die Situation Palaestinas in
unserenHeimatlaendern (in diesem Fall USA, Kanada und Deutschland)
wahr- undaufgenommen wird.
Am Nachmittagbegleitete ich ein Fussballtraining fuer Jungen im Alter
von 7-12 Jahren aufeinem offen gelegenen Bolzplatz, das ohne die
Anwesenheit von AuslaenderInnenaus Sicherheitsgruenden nicht
stattfinden koennte. Gott sei gepriesen, hatteich im vergangenen
Sommer in Schweden wenigstens die 2. Halbzeit desWeltmeister-
Endspiels gesehen, als Zinédine Zidane von seinem italienischenGegner
Marco Materazzi provoziert wurde und seiner Reaktion wegen des
Platzesverwiesen wurde. So konnte ich fachkompetent mitreden, was von
den Kids freudigregistriert wurde. Es lohnt sich eben doch manchmal,
ueber den eigenenInteressenshorizont hinaus zu blicken. Natuerlich
galt ihre volle SympathieZidane. Die Jungen, die am Training
teilnahmen, waren in der Hauptsache Jungenmit besonderer
Verhaltensproblematik – fuer sie hatten dieStadtteilarbeiterInnen das
Angebot besonders entwickelt. Heute war es das 2. Mal,dass sie sich
trafen. Schon vorgestern bei der Schulpatrouille hatten dieKinder
erwartungsvoll uns auf das Training angesprochen, ob es denn
heutewieder stattfinden koenne. Es ist einfach wichtig, konstruktive
Angebote zu machen, dass die Kinder von der Strassekommen, wo sie in
der Hauptsache israelische SiedlerInnen, SoldatInnen undPolizisten
erleben, die sie im Allgemeinen als Feinde erleben.
Soldatenjeepsfuhren des oefteren am Bolzplatz vorbei, bis dann ein
Polizeiauto anhielt und‘Issa, den jungen Trainer zu sich rief. Ich
fragte ihn, ob ich mitkommen solleund er nickte kurz ein Ja. Am
Polizeiauto sagte mir der sich als Chefgebaerende Polizist deutlich,
dass ich unwillkommen sei, da er ja nur ‘Issagerufen habe. Ich gab zu
verstehen, dass ich seine Irritation unverstaendlichfand und liess
mich dann auf einen Platz dirigieren, der ½ m weiter weg war,aber so,
dass ich noch alles mitkriegen konnte. Es ging im Wesentlichen
darum,dass ‘Issa mit den Kindern von diesem Platz verschwinden
sollten, was der aberablehnte, da es ein oeffentlicher, fuer
Palaestinenser erlaubter Bolzplatz war.Ich mischte mich ein – was ist
schon ½ m? – und fragte den Polizisten, waser denn gegen die Kinder
auf dem Platzhaette, ich verstuende das Problem nicht. Es entspann
sich ein kurzesStreitgespraech, von dem alle Beteiligten bald genug
hatten, und dann geschahdas, was mir wohl immer ein Phaenomen bleiben
wird: es bahnte sich ein Rueckzugaus dem Streit an, in dem es darum
ging, dass keiner von uns dreien das Gesichtverlor. Ich kann nur
dankbar sein, dass der israelische Polizist aucharabischer Herkunft
war, so dass es klar war, dass in diesem Rueckzug zwei Menschen aus
demselben Kulturbereich esmiteinander zu tun hatten, die die
Spielregeln kennen und respektieren. Ichmusste nur fuer meinen
kleinen Part sorgen, der aber schon gross genug war, daes dem
Polizisten ein Dorn im Auge war, dass ich die gesamte arabisch
gehalteneKonversation mitvollziehen konnte. Mir faellt diese
Diplomatie der weissenLuegen und des Dehnens von Fakten immer noch
schwer, aber die kuerzlicheLektuere des Buches des syrischen Autors
Rafik Schami ueber die Unterschiedezwischen seiner Heimatstadt
Damaskus und seiner Wahlheimat Deutschland habenmir zu einer
grundsaetzlich veraenderten Wahrnehmung dieserKommunikationsdynamiken
geholfen, so dass ich, wenn auch ungeuebt, so dochfreier in diesem
Geschehen agieren kann. Das Training ging dann noch eine Weileweiter,
es hatte sich aber eine Spannung eingeschlichen, die mich
unangenehmberuehrte. Trotzdem gilt es: weiter machen, nicht
zurueckweichen vor derMilitaer- und Polizeimacht der anderen! Und
gewaltfreie Loesungen finden, diees ermoeglichen, ein Leben mit den
notwendigen Freiraeumen zu fuehren, diedieses Leben lebbar machen.
Lieben Gruss, Ilse
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http://www.klarmobil.de/index.html?pid=73025
Liebe Freundinnen und Freunde,
wieder kehre ich nach langem Schweigen zum Äther zurück und wende mich
der anghäuften Post zu. Nach einer guten Woche auf Achse kehrte ich mit
einer dicken Grippe nachhause, die mich die letzten fast 2 Wochen ans
Bett gefesselt hat. Nun lässt sichdie Räkonvaleszenz recht angenehm mit
dem Laptop auf dem Schoss, wo er ja hingehört, gestalten.
Die jüngste Nachricht ist (leider) eine alte Nachricht: das Israel
Committee for the Right of Residency mahnt an, dass trotz der an EU und
US Politiker gemachte Zusagen, die Politik der Ausgrenzung und
praktischer Vertreibung von hundert tausender zurückgekehrter
PalästinenserInnen, die ausländische Pässe haben weiterhin implementiert
wird. Damit werden gerade die hoch gebildeten oder von
unternehmerischem Geist (und Möglichkeiten) getriebenen Menschen die
allein die Möglichkeit haben, die palästinensische Wirtschaft vor dem
vollständigen Kollaps zu bewahren, außer Landes gewiesen. Dies ist
zudem ein eklatanter Bruch des Osloer Abkommens, nachdem die Einreise in
die besetzten Palästinensergebiete für Staatsbürger von Ländern mit
denen Israel ein Visaabkommen hat, nur einen gültigen Pass des Landes
voraussetzt. Diese Regelung ist von israelischen Gerichten bestätigt
worden. Es ist außerdem inakzeptable, dass es keine Regelung gibt für
den Erhalt einer Daueraufenthaltsgenehmigung aufgrund von Anstellung
oder Eheschließung, wie das nach internationalen Standards üblich ist,
so dass (gebürtig palästinensische ) AusländerInnen bis Anfang vorigen
Jahres gezwungen waren, alle 3 monate auszureisen, um erneut ein
Touristenvisum zu beantragen.
Das ICRR bittet inständig, alle Möglichkeiten zu nutzen (Briefe an die
eigene Regierung, an den israelischen Botschafter, Leserbriefe) um auf
diesen eklatanten Rechtsbruch und das damit verursachte Leid aufmerksam
zu machen.
------------------------
"Sagt nicht, ihr hättet es nicht gewusst" von Amos Gvirtz:
Gegen Mittag am 26.Feb. stieg 'Anan El Tibi auf sein Dach, um den
Wassertank für sein Haus zu reparieren. Sein Sohn Ashraf, ein
freiwilliger Sanitäter, hörte dass die Armee einen Jugendlichen in einem
Nachbarhaus suchte. So stieg er aufs Dach, um seinen Vater vor einer
möglichen Schießerei zu warnen. Als er das Dach errreichte, wurde er in
den Arm geschossen. Sein Vater ging ihm zu Hilfe und wurde auch im Kopf
und Nacken getroffen. Ashraf hat die Verletzung seines Vaters versorgt
und einen Krankenwagen gerufen. Einige Soldaten traten ins Haus und
einer bezeichnete sich als den Schützen. Keiner in der Familie hatte
Waffen oder wurde gesucht. nach einiger Zeit gestatten die Soldaten
dass der Vater vom Dach herabgelassen wurde zum Krankenwagen.
Allerdings hielten sie diesen weiterhin anderthalbstunden fest. Sie
bandagierten den Sohn. Der Vater starb.
Von weiteren Greueltaten wie diese in Zusammenhang mit dem Angriff in
Nablus ist schon an anderen Stellen berichtet worden. Vielleicht habt
ihr von Ghareb Abel Ghani Selhab gelesen, ein 47-jähriger Vater von 5
Kindern, der einen Herzanfall hatte, nachdem ein Tränengaskanister in
sein Haus gefeuert wurde. Seit dem 26. Februar lag er auf der
Intensivstation, nachdem Soldaten zunächst auch seinen Krankenwagen eine
Stunde lang an der Abfahrt hinderten. Er starb vor wenigen Tagen.
Der elfjährige Jihan Dahadush wurde als menschliches Schutzschild
gebraucht und musste anderthalb Stunden lang in der Altstadt vor 10
Soldaten einherlaufen.
Mehrere Männer, die zusammengeführt und festgehalten wurden bezeugten
dass sie von 6 bis 20 Stundenlang ohne Essen oder Wasser mit verbundenen
Augen und Händen gehalten wurden und schließlich freigelassen wurden
nachdem man sie nur nach Namen und Anschrift gefragt hat.
-------------------------
Das Purimfest hat dazu geführt dass die gesamte Westbank 4 Tagelang
abgesperrt wurde. Von Tel Rumeida wird (abgesehen von den Angriffen
gegen internationale Freiwillige, von denen an anderer Stelle berichtet
wurde) von einem etwa 8jährigen Siedlerjunge, der nachmittags von der
Siedlung runter rannte und anfing, mit Steinen auf ein palästinensisches
Haus zuwerfen. Als ein Menschenrechtsaktivist anfing, ihn zu filmen,
hat ein in der Nähe stehender Soldat ihm befohlen, es zu lassen, es sei
ja nur ein "von Wein betrunkenes Kind". Der Aktivist hat weiter gefilmt
während das Kind weiter STeine warf, bis er nach etwa 10 Minuten auf der
Straße zusammenbrach. Ein etwa gleichaltriger, der mit Steinen auf
Palästinenserjungen in einer Werkstatt mit Internationalen warf wurde
von 2 Soldaten festgehalten, es hat aber geraume Zeit gedauert bis er
sich beruhigen ließ.
Fotos unter:
http://www.palsolidarity.org/main/2007/03/05/purim-settler-attacks/
-------------------
Um die 300 Frauen, Männer und Kinder versammelten sich am 8.. März am
Huwarra Checkpoint um gegen die Militärinvasion in der vorherigen Woche,
und zur Feier des internationalen Frauentags. Die DemonstrantInnen
zogen mit Singen auf den Checkpoint zu mit Fahnen, Plakaten und Bildern
von getöteten und festgenommenen Angehörigen. Mehrere Frauen hielten
Reden am Checkpoint um gegen die Invasion zu protestieren. Nach etwa 20
Minuten haben die 40 SoldatInnen und GrenzpolizistInnen eine Barrikade
errichtet, um zu verhindern dass jemand durch den Checkpoint hindurch
ging. Einige Frauen drängten weiter, so haben die bewaffneten Truppen
die ganze Menge zurückgeschoben.
Auch hierzu Fotos:
http://www.palsolidarity.org/main/2007/03/08/huwwura-womens-day/
---------------
Bil'iner lassen nicht nach in ihrem Widerstand, auch nachdem ihre Klage
endgültig abgelehnt wurde. Die Demos gehen - mit eher wachsender Gewalt
seiten der Armee - weiter, und zum zweiten Mal ist jetzt für den 18.-20.
April eine internationale Tagung geplant. Der Zeitpunkt ist
vonbesonderer Tragweite, markiert das Jahr '07-'08 (das Moslemjahr
beginnt im Frühling) folgende Denkwürdigkeiten: 90 Jahre seit der
Balfour Declaration, 60 Jahre seit der Nakba, 40 Jahre Besatzung, 25
Jahre seit dem Shabra/Shatila Massaker, 5 Jahre Mauerbau. Alle sind
eingeladen!
-----------------------
Auch im Dorf Umm Salamuna im Süden Bethlehems wurde demonstriert gegen
die Enteignung und Zerstörung ihres Agrarlandes. Die etwa 200
TeilnehmerInnen zogen dann auf dem planierten Boden, der für den
Mauerbau bereitet wird. Einige Arbeiter zogen ein Stück weiter weg, bis
die Soldaten sich den DemonstrantInnen in den Weg stellten. 10 Dörfer
um Bethlehem herum verlieren Land für den Mauerbau. Fotos:
http://www.palsolidarity.org/main/2007/03/09/umsal-09-03-07/
-------------------
Schließlich haben CPTler zusammen mit VertreterInnen anderer
internationaler Organisationen ein Baumpflanzaktion durchgeführt, in
Erinnerung an Tom Fox, CPT Mitglied das vor einem Jahr als Geisel in
Irak getötet wurde. Es wurden Oliven, Zitronen und Feigenbäume
gepflanzt für Familien, die Nahe an den Siedlungen wohnen und ständig
von den SiedlerInnen bedrängt werden. Die Bäume mussten von Hand
getragen werden, da Palästinenser nicht im Israel-kontrollierten Gebiet
fahren dürfen. Die TeilnehmerInnen an der Aktion mussten vom
Abrahemsgrab, wo sie sich versammelten, bis zur CPT Wohnung getrennt
laufen, da Israelis und Palästinenser nicht durchs Gebiet der anderen
hindurch durfen. Dort wurde ein Baum zur Erinnerung an Tom Fox
gepflanzt, der kurz vor seinem Tod geschrieben hatte, unter der
Fragestellung "Warum sind wir hier": "Wir sind hier um alle Aspekte der
Entmenschlichung auszurotten, die in uns existieren. Wir sind hier, um
mit denen zu stehen, die durch Unterdrücker entmenschlicht werden, und
um uns fest gegen jede Entmenschlichung zu stellen."
Fotos:
http://www.palsolidarity.org/main/2007/03/10/tr-tree-planting
Soviel für heute,
Gruß,
Anka
ism-germany@... schrieb:
> -------- Original-Nachricht --------
> Datum: Sun, 18 Feb 2007 15:19:40 +0100 (CET)
> Von: Sophia Deeg <sophia_deeg@...>
> An: sophia deeg <sophia_deeg@...>
>
> Betreff: Palästina bei den Protesten gegen die G-8 in Rostock
>
> Liebe Freundinnen und Freunde,
>
> Anfang Juni findet, wie sich sicher rumgesprochen
> hat, das Treffen der G-8 in/bei Rostock statt. Zu den
> Protesten sind 10tausende aus ganz Europa und darüber
> hinaus zu erwarten. Es gibt auch AktivsitInnen/Gruppen
> aus Israel/Palästina und Europa, die im Rahmen der
> Proteste das Thema Palästina-Besatzung-Mauer besonders
> sichtbar machen wollen. D.h. am 2.6. auf der Großdemo
> in Rostock soll es einen auffälligen, phantasievoll
> gestalteten Palästina-Block geben, und am 5.6., dem
> Protesttag gegen Militarisierung am Flughafen
> Rostock-Laage ebenfalls Aktionen zum Thema. Falls Ihr
> Euch beteiligen wollt, Ideen habt, Infos über den
> Fortgang der Planung benötigt, um andere zu
> beteiligen, wendet Euch an mich.
> Viele Grüße,
> Sophia
>
>
>
>
>
> ___________________________________________________________
> Telefonate ohne weitere Kosten vom PC zum PC: http://messenger.yahoo.de
>
>
-------- Original-Nachricht --------
Datum: Sun, 18 Feb 2007 15:19:40 +0100 (CET)
Von: Sophia Deeg <sophia_deeg@...>
An: sophia deeg <sophia_deeg@...>
Betreff: Palästina bei den Protesten gegen die G-8 in Rostock
Liebe Freundinnen und Freunde,
Anfang Juni findet, wie sich sicher rumgesprochen
hat, das Treffen der G-8 in/bei Rostock statt. Zu den
Protesten sind 10tausende aus ganz Europa und darüber
hinaus zu erwarten. Es gibt auch AktivsitInnen/Gruppen
aus Israel/Palästina und Europa, die im Rahmen der
Proteste das Thema Palästina-Besatzung-Mauer besonders
sichtbar machen wollen. D.h. am 2.6. auf der Großdemo
in Rostock soll es einen auffälligen, phantasievoll
gestalteten Palästina-Block geben, und am 5.6., dem
Protesttag gegen Militarisierung am Flughafen
Rostock-Laage ebenfalls Aktionen zum Thema. Falls Ihr
Euch beteiligen wollt, Ideen habt, Infos über den
Fortgang der Planung benötigt, um andere zu
beteiligen, wendet Euch an mich.
Viele Grüße,
Sophia
___________________________________________________________
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die Demo am vergangenen Freitag in Bil'in wurde auch als Erinnerung an
den Tod von Rachel Corrie begangen, die junge AmerikanerIn die im
Gazastreifen beim Versuch, ein Haus vor dem Abriss zu schützen von
einem Bulldozer überfahren wurde.
Es gab wieder mehrere Verletzte, vier Personen (2 Israelis, 2
Palästinenser) wurden festgenommen und nach einigen Stunden entlassen.
Allerdings hat die Shin Bet in mehreren Telefonanrufen an Mitglieder
des Popular Committee in Bil'in, das die Demos seit 2 Jahren
organisiert, gewarnt, dass sie festgenommen oder auch getötet werden
sollten wenn die wöchentlichen Proteste nicht eingestellt würden.
Ihnen wurde befohlen, sich an einer naheliegenden Militärbasis zur
Befragung einzufinden. Flyer wurden im Dorf verteilt, um die
BewohnerInnen davon abzubringen, an den Demos teilzunehmen, indem sie
auf deren Erfolglosigkeit hinwiesen und mit Festnahmen drohten gegen
diejenigen, die Israelis und international AktivistInnen zur Teilnahme
einluden.
----
Tanya Reinhart, israelische Linguistikprofessorin die sich seit Jahren
in Vorträgen, Büchern und vielen Aktivitäten für eine friedliche Lösung
des Konflikts einsetzte und aktiv für einen akademischen Boykotts
Israels eintrat, ist plötzlich im Alter von 63 Jahren in New York
gestorben. Sie war im Begriff, eine Stelle an der New York University
anzunehmen, nachdem die israelische Regierung ihr verboten hatte, ein
Professur in Tel Aviv mit einer in Utrecht zu kombinieren. Ihr Tod ist
ein großer Verlust für alle, die eine friedliche Lösung des Konflikts
suchen.
----
Eine Siedlerin in Hebron ist von einem israelischen Gericht verurteilt
worden, weil sie im jahr 2001 einem palästinensischen Haus durch Steine
beschädigt hatte. Sie erhielt 6 Monate auf Bewährung und 4 Monate
Sozialdienst. Die Richterin rügte zudem ihre Missachtung des Gerichts
und fehlende Bereitschaft, Verantwortung für ihr Handeln zu tragen.
Solche Gewalt wird natürlich (?!) bis heute unvermindert fortgesetzt -
Kinder zerbrachen vor wenigen Tagen die Glasscheiben zweier
Solaranlagen. Arbeiter, die sich vor dem Haus eines Bewohners seit
mehreren Tagen an dessen Fundament zu schaffen machen, haben den ganzen
Schutt auf das Grundstück des Hausbesitzers gekippt. Er kann wohl froh
sein,wenn sie das Haus stehen lassen. Die Phantasie der Siedler im
Ausdenken von Ärgernissen kennen keine Grenzen. So dringen z.B. immer
wieder Gruppen oder Familien in den Olivengarten der Abu Haykal Familie
neben einem Militärposten nahe der Siedlung, setzten sich hin und
machen es sich bequem und bleiben meist solange bis
MenschenrechtlerInnen kommen und sie filmen. Abu Thelal, ein
Palästinenser der einen in seinen Garten eingedrungenen Siedler zu
einer Tasse Tee und einer Zigarette einlud, war schockiert, als er
denselben Mann kurz später mit seinen Kindern Steine auf sein, Abu
Thelals, Haus werfen sah. "Es gibt gute und schlechte Israelis, wie es
gute und schlechte Palästinenser gibt," meinte er dazu.
Die Siedler in Hebron - die ersten, die nach der Besetzung 1967 das
palästinensische Gebiet besiedelten - sind besonders rabiat, erhalten
aber von der Armee praktisch freie Hand bei ihren Bemühungen, die
alteingesessenen Palästinenser zu vertreiben. Immer wieder werden
Klär- und Wasseranlagen zerstörz bzw. vergiftet und Helfsbehausungen
auf dem Land zerstört - feste Häuser zerstört die Armee immer mit der
Begründung, dass sie ohne Genehmigung gebaut wurden, die Palästinenser
kaum jemals erhalten können. Siedler bauen dagegen wo sie wollen, und
egal, wem das Land gehört. Die MenschenrechtlerIn Anna schließt ihren
Bericht mit der Erinnerung, dass Israelis, die auch kurz nach dem
6-Tage Krieg versuchten, sich in der Altstadt von Nablus
niederzulassen, durch bewaffnete Widerständler vertrieben wurden.
Diese gelten natürlich als Terroristen. Da kann man nur fragen, und
wer sind in Hebron die Terroristen?
Mitglieder von Ärzte ohne Grenzen, die regelmäßig Dienst in Tel Rumeida
versehen, werden in letzter Zeit aufgehalten und zu längerem Warten
genötigt, seitdem eine neue Truppe Soldaten dort den Dienst versieht.
----
Bethlehem machte vor 5 Monaten bei meinem Besuch einen ruhigen
Eindruck, heute bestätigte dieses eine Freundin, die vor Kurzem dort
mit dem EAPPI Programm des Weltkirchenrats eingetroffen ist. Der
Schein trügt aber, wie dieser Bericht verdeutlicht:
Die 7-köpfige Familie des Taxifahrers Abu Anwar, wurde am 7. März durch
Gebrüll, Schläge, Tritte und Steine gegen ihr Haus aus dem Schlaf
gerissen. Soldaten drängten in das Haus ein und beorderten die Familie
auf die Straße. Fragen nach dem warum und wieso wurden nur mit Gebrüll
quittiert. Als die Mutter, Um Anwar, auf Befehl der Soldaten ihre
Kinder aus dem Haus holte, fand sie zwei der kleinen im Badezimmer
eingeschlossen - dadurch hatten sie wohl versucht, sich zu schützen.
Sie sagte ihnen, sie sollten rauskommen, da machte der 9jährige die Tür
auf und begrüßte die Soldaten mit "Salaam aleikum". Ein Soldat schob
ihm seine M16 ins Gesicht und brüllte, "Ich werd dir schon Salaam
geben!". Der älteste Sohn, der 24jährige Anwar, war bereits als
angeblicher Steinewerfer mit 15 Jahren festgenommen und zwei Jahre
inhaftiert gewesen. Er musste NIS 10 000 Bußgeld bezahlen und durfte 5
Jahre lang Bethlehem nicht verlassen oder durch irgendein Checkpoint
gehen. Er wurde jetzt wieder sofort gefesselt, und mit verbundenen
Augen abgeführt. Obwohl er bis heute keine Steine geworfen hat. Die
Familie durfte 4 Stunden lang in der Kälte stehen, während ein dutzend
oder mehr Soldaten das Haus durchwüteteten. Ein Soldat kam mit zwei
Säcke mit weißem Pulver an, dass er im ganzen Erdgeschoss zerstreute
und dabei rief, hier ist Pulver für Sprengstoff. Das war der
Zuckervorrat der Familie. Das war aber noch der geringste Schaden:
Computer, Waschmaschine, Kühlschrank, alles zerstört und zertrümmert.
Selbst ein Plüschteddy wurde aufgeschlitzt. Sämtliche Inhalte der
Schränke ausgestreut und zerstört, die Fenster zerbrochen, der neue
Wassertank auf dem Dach voll Löcher geschossen.
Drei anderen Familien ist es in der Nacht so ergangen, gar nichts
außergewöhnliches.
-------------------
In Südost Jerusalem wird die kleine Enklave Al-Nueman durch den Zaun
von der Westbank abgeschnitten, ohne dass die BewohnerInnen als
Jerusalemer Einwohner anerkannt werden. Der einzige Zugang für
Fahrzeuge, durch Stacheldraht und Wachtturm bewehrt, ist nur für die
Bewohner zugänglich - kein Besuch, keine Familie, kein Krankenwagen,
niemand. Es ist verboten, Agrarprodukte ins Dorf zu bringen, größere
Mengen müssen auf mehrere Verpackungen verteilt werden. Der Weg zu
Schulen und Arbeit in Jerusalem führt über eine Straßenbaustelle, die
zwei Siedlungen verbinden wird. Die BewohnerInnen haben das Oberste
Gericht angerufen, dass entweder der Zaun das Dorf auf
Palästinenserseite lässt oder die Einwohner Jerusalemer Pässe
erhalten.
Es wird gebeten um Brief an Verteidigungsminister Peretz, um Druck
auszuüben, in der Hoffnung eine Änderung beiführen zu können. Ein
möglicher Wortlaut:
Fax Nr 00972 3 657 6218
Honorable Minister of Defense,
The separation fence in South-Eastern Jerusalem violently disrupts the
lives of Al-Nueman residents. This small village is in fact under
siege- residents cannot receive guests of any kind or bring in goods,
and their every movement is dependent on the goodwill of the border
police. This is an untenable situation. A decision must be made-
either move the fence to leave the village on the Palestinian side, or
grant residency to villagers and open their way to Jerusalem. The
current state of affairs does the state of Israel no honor, nor adds
to its security.
Sincerely,
Man kann auch online eine Email an alle Knessetmitglieder schicken,
muss allerdings Eintragungen in Hebräischbezeichnete Felder, die von
oben nach unten 'Name' 'Email' 'Thema' abfragen. Unter einem Kasten
mit dem Inhalt ist ein Knopf zum absenden:
http://www.speedynet/knesset/.
---------------
P. Rainer Fielenbach schrieb:
> Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte ihn sich unbedingt
> anschauen oder das Video-/DVD-Gerät programmieren. "Promises" ist
> einer der besten Filme zum Nahostkonflikt, der die Schwierigkeiten
> überdeutlich macht.
> P. Rainer
>
>
> *H E U T E - Mittwoch, 21.03.2007 23.15 - 00.40 - *WDR Köln
>
>
> Promises Project
>
>
> Hass und Hoffnung - Kinder im Nahostkonflikt
> Dokumentation Deutschland / Israel / Palästina 2001 (Promises)
>
>
> Der Dokumentarfilm betrachtet den israelisch-palästinensischen
> Konflikt und die Aussicht auf auf Frieden, indem er dem Zuschauer
> einen Einblick in die Herzen und die Denkweise der Kinder Jerusalems
> gewährt.
>
> Der Dokumentarfilm "Hass und Hoffnung - Kinder im Nahostkonflikt"
> (Originaltitel "Promises") konzentriert sich nicht auf harte Fakten
> und politische Ereignisse, sondern betrachtet den
> israelisch-palästinensischen Konflikt und die Aussicht auf Frieden,
> indem er dem Zuschauer einen Einblick in die Herzen und die Denkweise
> der Kinder Jerusalems gewährt. Dafür ist er auf internationalen
> Festivals mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und für den "Oscar"
> nominiert worden.
>
> Im Mittelpunkt des Films stehen sieben palästinensische und
> israelische Kinder. Jedes Kind sieht zentrale Aspekte des Konflikts im
> Nahen Osten aus einer dramatischen, emotionalen und bisweilen
> urkomischen Perspektive. Die Kinder in "Hass und Hoffnung" sind
> zwischen acht und 13 Jahren alt und gehören damit zu einer
> Altersgruppe, die nur selten für sich selbst spricht. Sie haben weder
> die Unsicherheit von Teenagern noch die Höflichkeit von Erwachsenen,
> und so äußern sie sich ohne jede Selbstzensur.
> Auch wenn sie nur 20 Minuten voneinander entfernt leben, so sind sie
> doch eingeschlossen in verschiedene Welten. Die Autoren Justine
> Shapiro und B.Z. Goldberg erforschen die Grenzen, die zwischen diesen
> Kindern liegen, und erzählen die Geschichte einiger weniger, die es
> wagten, die Grenzlinien zu überschreiten und sich mit ihren Nachbarn
> zu treffen. Es gibt nur wenige Besucher des Nahen Ostens oder Bewohner
> dieser Region, die sich an die Orte wagen, die der Dokumentarfilm
> erkundet. Immer wieder stellen Zuschauer, die denken, sie haben diesen
> Konflikt "verstanden", und jene, die glauben, "genug davon" gesehen zu
> haben, überrascht fest, was sie von diesen Kindern noch lernen können.
> Das Filmprojekt "Promises" ist eine Non-Profit-Produktion. Die Arbeit
> daran dauerte mehr als fünf Jahre. Der Film wurde in Zusammenarbeit
> mit dem Independent Television Service produziert und zum Teil aus
> Mitteln finanziert, die von der Corporation for Public Broadcasting
> bereitgestellt wurden. Darüber hinaus beteiligten sich u. a. folgende
> Organisationen an der Finanzierung: The Open Society Institute (George
> Soros), The National Endowment for the Arts, The National Foundation
> for Jewish Culture (Stephen Spielberg) und die Norman Lear Family
> Foundation. Zum beratenden Ausschuss des Films zählen Yossi Sarid,
> Mitglied des israelischen Parlaments, Hanan Ashrawi, ehemalige
> Sprecherin der Palästinenser, The Very Reverend James Parks Morton,
> die verstorbene Lea Rabin und Debra Winger.
>
> Siehe auch weitere Informationen unter:
>
http://www.filmeeinewelt.ch/deutsch/pagesnav/framesE4.htm?../pagesmov/51117.htm&\
KA
>
<http://www.filmeeinewelt.ch/deutsch/pagesnav/framesE4.htm?../pagesmov/51117.htm\
&KA>
> http://www.gep.de/ezef/index_277.html
> http://www.fwu.de/fwu-db/presto-image/42/027/4202784.pdf
>
>
--------------------------------------------------------------------------------\
-----
> P. Rainer Fielenbach OCarm.
> Albrechtsgasse 20
> 94315 Straubing
> Tel. 09421-843713
> Email: rfielenbach@...
> <mailto:rfielenbach@...>
> "MUSA'ADE - Hilfe und Hoffnung für Bethlehem e.V." Email:
> musaade.bethlehem@...
> <mailto:musaade.bethlehem@...>
> Herzliche Einladung zum Besuch unserer Homepage:
> http://www.karmelitenorden.de/straubing/index.html
>
> ----------------------------------------------------------------
> Infos zur aktuellen Situation in Palästina, bes. Bethlehem:
> - Caritas Babyhospital Bethlehem: http://www.khb.ch
> - Evangel. Begegnungszentrum Bethlehem: http://www.annadwa.org/
> - Open Bethlehem: http://www.openbethlehem.org/
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Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte ihn sich unbedingt anschauen oder das Video-/DVD-Gerät programmieren. "Promises" ist einer der besten Filme zum Nahostkonflikt, der die Schwierigkeiten überdeutlich macht.
P. Rainer
H E U T E - Mittwoch, 21.03.2007 23.15 - 00.40 - WDR Köln
Hass und Hoffnung - Kinder im Nahostkonflikt Dokumentation Deutschland / Israel / Palästina 2001 (Promises)
Der Dokumentarfilm betrachtet den israelisch-palästinensischen Konflikt und die Aussicht auf auf Frieden, indem er dem Zuschauer einen Einblick in die Herzen und die Denkweise der Kinder Jerusalems gewährt.
Der Dokumentarfilm "Hass und Hoffnung - Kinder im Nahostkonflikt" (Originaltitel "Promises") konzentriert sich nicht auf harte Fakten und politische Ereignisse, sondern betrachtet den israelisch-palästinensischen Konflikt und die Aussicht auf Frieden, indem er dem Zuschauer einen Einblick in die Herzen und die Denkweise der Kinder Jerusalems gewährt. Dafür ist er auf internationalen Festivals mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und für den "Oscar" nominiert worden.
Im Mittelpunkt des Films stehen sieben palästinensische und israelische Kinder. Jedes Kind sieht zentrale Aspekte des Konflikts im Nahen Osten aus einer dramatischen, emotionalen und bisweilen urkomischen Perspektive. Die Kinder in "Hass und Hoffnung" sind zwischen acht und 13 Jahren alt und gehören damit zu einer Altersgruppe, die nur selten für sich selbst spricht. Sie haben weder die Unsicherheit von Teenagern noch die Höflichkeit von Erwachsenen, und so äußern sie sich ohne jede Selbstzensur.
Auch wenn sie nur 20 Minuten voneinander entfernt leben, so sind sie doch eingeschlossen in verschiedene Welten. Die Autoren Justine Shapiro und B.Z. Goldberg erforschen die Grenzen, die zwischen diesen Kindern liegen, und erzählen die Geschichte einiger weniger, die es wagten, die Grenzlinien zu überschreiten und sich mit ihren Nachbarn zu treffen. Es gibt nur wenige Besucher des Nahen Ostens oder Bewohner dieser Region, die sich an die Orte wagen, die der Dokumentarfilm erkundet. Immer wieder stellen Zuschauer, die denken, sie haben diesen Konflikt "verstanden", und jene, die glauben, "genug davon" gesehen zu haben, überrascht fest, was sie von diesen Kindern noch lernen können.
Das Filmprojekt "Promises" ist eine Non-Profit-Produktion. Die Arbeit daran dauerte mehr als fünf Jahre. Der Film wurde in Zusammenarbeit mit dem Independent Television Service produziert und zum Teil aus Mitteln finanziert, die von der Corporation for Public Broadcasting bereitgestellt wurden. Darüber hinaus beteiligten sich u. a. folgende Organisationen an der Finanzierung: The Open Society Institute (George Soros), The National Endowment for the Arts, The National Foundation for Jewish Culture (Stephen Spielberg) und die Norman Lear Family Foundation. Zum beratenden Ausschuss des Films zählen Yossi Sarid, Mitglied des israelischen Parlaments, Hanan Ashrawi, ehemalige Sprecherin der Palästinenser, The Very Reverend James Parks Morton, die verstorbene Lea Rabin und Debra Winger.
Liebe Leute,
Sechs israeli und internationale Aktivisten wurden festgenommen, als sie
mit DorfbewohnerInnen protestierten gegen den Landraub für den Mauerbau
in Um Salamuna im Süden Bethlehems. Sie wurden freigelassen, nachdem
sie unterschrieben, dass sie 2 Wochen nicht indas Gebiet zurückkehren
würden. Mehreren palästinensischen Bauern ging es nicht so gut - drei
Mitglieder der Zaqatkafamilie, dessen ältester Vorsitzender des
Dorfrates ist, werden weiterhin festgehalten.
Nachdem die Bulldozer sich bereits zurückgezogen hatten, wurden alle,
die bei der Aktion zugegen waren, 2 Stunden festgehalten und
durchsucht, weil einem Soldat angeblich ein Fernglas fehlte.
Die BewohnerInnen wurden vor 'ersthaften Konsequenzen' gewarnt, wenn sie
ihren Protest fortsetzen. Etwa 1000 Dunum Dorfland (100 ha) werden der
Mauer zum Opfer fallen.
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Weiterhin schützen Soldaten in Hebron die Siedler bei ihren
Aggressionen. Die Siedlerjugend schreckt auch nicht davor zurück, einen
Touristen anzugreifen. Dieser hatte versucht, eine Palästinenserin, die
von einer jugendlichen Siedlerin auf der Straße verfolgt und bedrängt
wurde, zu schützen. Die Palästinenserin floh schließlich in das erste
Haus, das sie erreichte. Als der Tourist sich davor aufstellte, um zu
verhindern, dass das Mädchen ihr nachging, versammelte sich eine Gruppe
von Jugendlichen, die ihn mit Schläge und Fußtritten malträitierten.
Der Tourist bat nahestehende Soldaten um Hilfe, sie blieben aber
tatenlos. Erst die Polizei vertrieb die Jugendlichen und kritisierten
die Soldaten, dass sie die Situation nicht 'entschäft' hätten. Der
Tourist ging mit zur Polizeistation, um seine Angreifer zu
identifizieren und eine Klage gegen sie zu erheben, diese wurden aber
von der Polizei direkt laufen gelassen. Die Frau, die ursprünglich von
der Jugendlichen angegriffen wurde (diese behauptete, sie sei geschlagen
worden; sie könne allerdings 'am Sabbat' keine Klage erheben) wurde am
Abend von der Polizei 2 Stunden festgehalten, obwohl ihre Kinder
unversorgt waren. Die Tür des Hauses, in dem sie Schutz gesucht hatte,
wurde in der Nacht ausgerissen. Ein Nachbar, den die Familie um Hilfe
bat und der die fehlende Tür fotografierte, wurde 90 Minuten lang von
Soldaten festgehalten - man habe ihn angeblich gesehen, wie er vor Dach
eine Militärinstallation fotografiert hätte. Am nächsten Tag wurde die
Tür zurückgegeben, immerhin!
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Der 25. Februar war der 13 Jahrestags des Massakers in der Mosche am
Abrahamsgrab, bei der der Jude Baruch Goldstein 29 Palästinenser beim
Gebet abschoss und 125 verletzte. Nach dem Massaker wurde eine Denkmal
an Goldstein vor der Siedlung Kiryat Arba errichtet, in der er gewohnt
hatte. Palästinenser markierten den Tag mit einer kurzen Gedenkfeier.
Siedler, indem sie ihren Müll auf die Shuhadastra0e warfen und ihn dann
vor ein paläüstinensisches Haus schaufelten.
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Der Cameramann einer italienischen Filmcrew, die einen Film über Schulen
in Israel und Palästina drehten, wurde vom 'Sprecher' der Siedlung Tel
Rumeida tätlich angegriffen, als er diesen dabei filmte, wie er ein
Mitglied der Crew gegen ihren Willen fotografierte. Daraufhin wurde der
Kamaramann (!) festgenommen und erst nach Zahlung eines Bußgeldes
freigelassen.
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Es gibt noch eine Reihe Berichte von entsetzlichen Ereignissen während
des Angriffs auf Nablus im Februar. Ein Beispiel: um 4 Uhr morgens am
1. März umzingelten Soldaten eine Studentenwohnanlage und verlangten
über Lautsprecher, dass alle Einwohner auf die Straße sollen, auch eine
Familie die mit ihren Kindern im Haus wohnten. Die etwa 60 Personen
wurden nach Geschlecht getrennt in zwei kleine Räume gepfercht. Die
Frauen und Kinder konnten sich wohl zumindest hinlegen, und auch die
Toilette benutzen. Die Mä nner (auch ein 14jähriger) wurden mit
verbundenen Händen (die Plastikhandschellen werden immer so eng
angelegt, dass Strienen in der Haut bleiben) in ein Raum gebracht wo sie
aufrecht stehen mussten und es nur durch allergrößten Druck erreichten,
die Toilette zu benutzen ( mit verbundenen Händen!) Gegen 10.30 zog die
Armee ab, ohne die Handschellen zu öffnen. Das Gebäude war vollständig
verwüstet worden - selbst die Aufzugtür wurde gesprengt, so dass der
Schacht offenstand. Auch andere Türen waren gesprengt worden, sämtliche
Wohnengen durchwühlt, Fenster und Lampen zerstört, die Räume auf den
Kopf gestellt. Keine gesuchten Personen waren in dem Gebäude gefunden
worden.
---------------
"Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst" von Amos:
Naim geht jeden Tag von seinem Dorf zum Huwara Checkpoint, um Bagels zu
verkaufen. Manchmal wird er von Soldaten vertrieben, seine Ware auf die
Erde geworfen. Naim und seine Familie hatten früher etwa 370 Dunum in
der Nähe der Siedlung Yitzhar. Als er versuchte, auf das Land zu gehen,
um seine Oliven zu ernten, wurde er festgenommen und zu 11 Monaten
Gefängnis verurteilt. Nun verkauft er Bagels. Andere wurden
angeschossen...
"Am Mittwochm, den 7. März haben Vertreter der israelischen
Landadministration mit Polizei und Traktoren das Dorf Tawil Abu Jarwal
zum 5. Mal zerstört. 25 Familien sind obdachlos. Diesmal wurde der
ganze Schutt auf LKWs geladen und abgefahren, sogar die Schafpferche.
Der Staat hat den BewohnerInnen keine Wohnalternative angeboten. Also
fangen sie an, ihr Dorf wieder aufzubauen..."
Ein schönes Wochenende wünscht
Anka
Liebe FreundInnen,
es kommen zurZeit ganz wenig Berichte, was mir bei angeknackster
Gesundheit entgegenkommt...
Dir Organisation Avaaz will in Jerusalem auf Riesenplakaten
demonstrieren für die Aufnahme von Gesprächen zwischen Israel und der
Arabischen Liga. Sie bitten um Unterschriften mit denen sie werben
können unter http://www.avaaz.org/en/real_middle_east_talks
<http://www.avaaz.org/en/real_middle_east_talks/?cl=4186086> . 60 000
haben sie schon, 100 000 wäre besser. Immer mehr Stimmen aus Israel
betonen dass die große Mehrheit der Bevölkerung einen unabhängigen
Palästinenserstaat sobald wie möglich möchte. Nur haben sie diesmal
wohl selber 'kein Verhandlungspartner'. Keiner unterstützt Olmert mehr,
zumal er auch persönlich von verschiedenen Seiten untersucht wird.
Könnte er bloß die Zeichen der Zeit erkennen und die Tatsache, dass er
nichts zu verlieren hat wenn er endlich einen Schritt zum Frieden tut.
----------------
Zwischen 10 und 20 lesbische Palästinenserinnen haben den Mut zu einer
Konferenz gefunden, die in Haifa gehalten wurde, da Homosexualität in
der arabischen Welt wie man weiß immer noch sehr angefeindet wird und
absolut tabu ist. So muss man den Mut wirklich bewundern von den ganz
vereinzelten Frauen, die sich geoutet haben. Auch die
KonferenzteilnehmerInnen haben zum großen Teil ihre Identität nicht
preisgegeben. In Tel Aviv gibt es eine florierende jüdische
Homosexuellengemeinschaft, in Jerusalem haben aber auch Juden unter den
vielen Orthodoxen einen wesentlich schwereren Stand.
---------------
Anfang Juni wird zur Erinnerung an 40 Jahre Okkupation ein Symposium in
Ramallah organisiert von der "Israeli-palästinensischen internationalen
Koalition zur Beendigung der Besatzung und für einen gerechten
Frieden". Man hofft auf rege Beteiligung mit wichtigen internationalen
Persönlichkeiten. Zugleich organisiert Gush Shalom mit einer Initiative
israelischer Friedenskräfte eine Woche der Veranstaltungen überall in
Israel. Etliche kreative Ideen werden entwickelt, z.B eine große "40"
als labyrinth auf dem Rabin Square in Tel-Aviv, durch das passanten
hindurch müssen, mit Fotos der Besatzung und einem "Checkpoint". Am
Ende der Woche wird es eine größe Demonstration geben. Man bittet
herzlich um finanzielle Unterstützung. Schecks können an Gush Shalom,
POB 3322, Tel-Aviv 61033 Israel geschickt werden. Dort kann man sich
auch erkundigen nach einer Möglichkeit, in Deutschland eine
steuerabzugsfähige Spende zu machen.
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Amos schreibt:
Ständig ist die Stadt Jerusalem dabei, palästinensische Häuser im Osten
der Stadt zu zerstören. Am 20 März waren es die Familien von Suud
Sanaaq und Abu Sneneh. Suud Sanaq lebt mit ihrem Sohn, zwei Töchtern
und ihrer Enkelin in einem Haus, das neben dem alten Familienhaus gebaut
wurde in French Hill. Ihre Enkelin ist meist im Krankenhauswegen Gehirn
und Nierentumore. Das Land der Familie wurde 1967 enteignet. Abu
Snenehs Haus wurde auf "gefrorenem Grünland" gebaut, auf dem das Bauen
verboten ist. Da er keine andere Möglichkeit hatte, baute er trotzdem.
Er lebte dort mit seiner Mutter, seiner FRau und 6 Kindern.
Hinter den zerstörten Häusern stehen zwei Siedlerhäuser.
Khaled Daoud Fakaah, 6 Monate alt, starb an der 'Atara Straßensperre
während Soldaten die Papiere seiner Eltern und des Fahrers
kontrollierten, der sie ins Krankenhaus in Ramallah fuhr. Sie waren am
8. März nachts um 0.45 unterwegs. Der Vater des Kindes sagte den
Soldaten sein Sohn wäre ein Notfall wegen Atmungsbeschwerden. Er bat
darum, direkt durchgelassen zu werden zum Krankenhaus, in dem das Kind
bereits wegen Atmungsproblemen behandelt worden war. Die Soldaten
kontrollierten die Papiere etwa 20 Minuten lang, da war das Kind tot.
Sie waren von Kufr 'Ein nach Ramallah unterwegs - beide innerhalb der
besetzten Westbank.
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Etwa 50 % der Kinder im besetzten Palästina leiden inzwischen an
Unterernährung. Ich las gestern ein Bericht - den ich irgendwie nicht
mehr wiederfinde - über drei palästinensische Teenager, die beschlossen,
selber etwas gegen den Hunger zu tun und in Israel Arbeit zu suchen.
Sie schlichen sich in der Nacht an den Stacheldrahtzaun, der sie vom
israelischen Territorium trennte, wurden aber von Soldaten sofort
gesehen. Diese reagierten mit ihren Gewehren, durch die einer der Jungs
sofort starb. Die anderen zwei wurden erstmal - angeschossen und
blutend, einer in der Schulter, der andere in den hintern - gezwungen,
vor den Soldaten herzulaufen bis zu ihrem Posten. Sie wurden
schließlich - man staunt - behandelt und freigelassen. Um einen guten
Freund ärmer. Und kein bisschen satt.
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Ich grüße euch,
Anka
Liebe LeserInnen,
es scheint sich einiges in Sachen Nahostkonflikt zu bewegen. Plötzlich
werden Positionen als Verhandlungsbasis von der EU, speziell von Angela
Merkel, aufgegriffen, die spätestens seit dem letzten ähnlichen Treffen
der Arabischen Liga in Beirut 2002 auf dem Tisch liegen. Und man
überlegt sogar, den EU-Boykott der Palästinenserregierung (natürlich nur
der "nicht-Hamas Teil") aufzuheben. Und selbst Olmert - aus Schwäche,
oder weil er eh nichts zu verlieren hat? - sagt nicht direkt nein dazu.
Es wird auch immer schwieriger, unkritische Unterstützung Israels zu
rechtfertigen. Am 9. März hat der UN Ausschuss für die Eliminierung
rassistischer Diskriminierung seine 'abschließende Beobachtungen'
bekannt gegeben, zusammen mit einer Liste von 25 Empfehlungen an
Israel. Das Komittee, bestehend aus 18 internationalen Rechtsexperten
befand eindeutig, dass Israel eine rassistische Politik den
Palästinensern gegenüber verfolgt. Das Staatsangehörigkeitsgesetz, die
Mauer und die nicht-anerkannten Bedouinendörfer gehören zu den
Maßnahmen, deren Rücknahme von Israel gefordert wird. Somit ist es
amtlich, dass es in Israel institutionalisierte Diskrimination gibt, die
anerkannte internationale Grundsätze verletzt. "Israel muss dafür
sorgen, dass die Defnition des Staates als jüdischer Staat nicht
irgendwelche systematische Unterschiede, Ausschließung, Einschränkung
oder Bevorzugung auf der Basis von Rasse, Farbe, Abstammung oder
nationalem oder ethnischem Ursprung zur Folge hat, die den Genuss der
Menschenrechte einschränkt."
Der 21. März, der in der arabischen Welt als Muttertag begangen und zu
Demonstrationen gegen den Landraub in Palästina genutzt wurde, war
passenderweise auch der internationale Tag gegen Rassendiskrimination.
Er wurde 1966 von der UN ausgerufen, in Erinnerung an das Sharpeville
Massaker in Südafrika, bei dem 1960 67 Südafrikaner erschossen wurden
als sie gegen die Apartheidgesetze demonstrierten.
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In Hebron geben sich die Siedler weiterhin alle Mühe, palästinensische
BewohnerInnen zu vertreiben. Nicht nur brachen sie wiederholt in ein
Haus ein und verwüsteten es, sie haben auch mehrmals von dort Werkzeug
gestohlen, das der Inhaber zum Renovieren besorgt hat. Und das in
unverfrorener Missachtung eines Gerichtsbeschlusses, der die Armee
verpflichtet, die Bewohner bei der Renovierung zu schützen.
Die gewohnte Untätigkeit der Soldaten, die Siedlerübergriffe beobachten,
hat manche sogar dazu geführt, sie dabei zu unterstützen. So haben
einige am 20. März zunächst einen Hirten festgenommen mit der
Behauptung, er sei ihren Rufen nicht nachgekommen. Er behauptete,
nichts gehört zu haben, wurde aber nicht nur eine Stunde lang
festgehalten sondern geschlagen und mit Messern bedroht. Als er
entlassen wurde gingen Soldaten auf die Straße und befohlen 10 Familien
ihre Häuser zu verlassen weil vom Dach aus Steine geworfen worden sein.
Alle leugnen, irgendwelche Steine gesehen zu haben. Eine Stunde nachdem
alle BewohnerInnen auf die Straße geschickt wurden haben sie noch einmal
behauptet, es würden Steine geworfen. Am nächsten Tag kamen die
Soldaten wieder, schlugen ein Fenster kaputt obwohl die Tür ihnen
geöffnet wurde, schlugen einige Männer mit Gewehrkolben und traten mit
wüsten Beschimpfungen auf sie ein.
Einige MenschenrechtsarbeiterInnen kamen hinzu und fingen an zu filmen.
Die Soldaten forderten sie auf, aufzuhören, nahmen die Kamera weg,
schoben sie gegen eine Mauer und dann auf die Erde und traten auf sie
ein. Dann legten sie ihnen Plastikhandschellen an, schlugen sie und
zogen sie an den Haaren. Schließlich nahmen sie ihre Pässe,
durchschnitten die Handschellen und sagten sie sollen sich entfernen,
sonst würden sie festgenommen wegen Angriff gegen einen Soldaten.
All dies ist leider Gottes nicht neu. Interessant ist, dass ein
israelischer Offizier kurz später aus dem Armeeposten kam, sie fragte
was vorgefallen sei und mit ihnen zu den Soldaten ging, die weiterhin
die Palästinenser misshandelten. Der Offizier gab die Kameras zurück
und entschuldigte sich für das Verhalten der Soldaten. Kurze Zeit
später kam auch der Offizier, der der Truppe bevorstand, entschuldigte
sich ebenso für das Verhalten der Männer und lud die
MenschenrechtsaktivistInnen zum Kaffee ein, was sie ablehnten. Sie
entschuldigten sich ebenso bei den Palästinensern. Der befehlshabende
Offizier versicherte den MenschenrechtlerInnen sogar, dass die Soldaten
bestraft würden. Bisher die große Ausnahme...
Gruß,
Anka
Liebe Leute,
den beigefügten Artikel aus der London Sunday Times habe ich übersetzt,
weil es mir ein persönliches Anliegen ist. Die Mutter des jungen
Engländers Tom Hurndall erzählt ihre persönlichen und recht
erschreckenden Erfahrungen mit der israelischen Regierung und der Armee
in Zusammenhang mit dem Tod ihres Sohnes. Er wurde - als Mitarbeiter
der ISM in Rafah - tödlich von einer Gewehrkugel getroffen an dem Tag,
als ich gerade bei einem Trainingswochenende der ISM in Bethlehem war,
so empfand ich sein Tod als sehr nahe. Der Artikel wirft ein sehr
deutliches Licht auf die Stellung der Armee im Staate Israel.
Herzlichen Gruß,
Anka
Hin und wieder wird über Schwierigkeiten beim Öffnen von Anhängen
geklagt. Sollte jemand ihn nicht öffnen, kann ich ihn - etwas mühsam
wegen der Länge - in die Email kopieren.
Viele von euch werden Faten vom vorigen Jahr bei der
Versöhnungsbundtagung erinnern...
P. Rainer Fielenbach schrieb:
> Mit herzlichen Grüßen darf ich hiermit den Osterbrief von Faten
> Mukarker aus Beit Jala/Palästina an Sie weiterleiten.
> P. Rainer
> *Wer Faten antworten möchte, bitte direkt an Ihre Adresse:
> **faten_mukarker@...* <mailto:faten_mukarker@...>
>
>
> ------------------------------------------------------------------------
>
>
>
> Faten Mukarker
>
> Beit- Jala/Bethlehem
>
> Sararstrs.21
>
> Palaestina
>
> Tel.+Fax : 0097222741341
>
> Mobile: In Palaestina 00972547532171
>
> Email: faten_mukarker@... <mailto:faten_mukarker@...>
>
> Vom 22. April bis 22 Mai ist Faten Mukarker zu Vorträgen in
> Deutschland und unter der Mobilnummer 0175-7320938 erreichbar.
>
>
>
>
>
> Liebe Freunde in der Ferne
>
> Palästina, Ostern 2007
>
> Die Mauer - unsere Realität oder wir wollen nicht in einem Ghetto
> leben.
>
>
>
> Ich sehe die Nachrichten, die amerikanische Außenministerin kommt
> einmal, zweimal,
>
> sogar dreimal in kurzer Zeit - man nennt es Friedensbemühungen.
>
> Olmert trifft sich mit Abbas einmal, zweimal, sogar dreimal in kurzer
> Zeit - man nennt es Friedensbemühungen.
>
> All diese Politiker sollten lieber die Menschen fragen, die hier
> leben. Sie würden von ihnen eine klare Antwort bekommen:
>
> Wir wollen endlich Frieden. Wir wollen eine friedliche Zukunft für
> unsere Kinder.
>
> Die Kraft zum Hoffen schwindet,
>
> denn die Mauer ist unsere einzige Realität.
>
> Sie nimmt uns die Freude am Leben, die Luft zu atmen, den* *Inhalt
> unserer Träume, die Wünsche unserer Zukunft, den Freiheitsraum
> unserer Bewegung, sie lähmt unsere Gedanken.
>
> Wir wollen nicht in einem Ghetto leben.
>
> Der Gedanke, dass man uns im einundzwanzigsten Jahrhundert vor den
> Augen aller Welt eingemauert hat, macht mich wahnsinnig.
>
> Jesus hat durch sein Leben und durch seinen Tod die Mauer des Grabes
> durchbrochen und den Menschen Hoffnung gebracht.
>
>
> Hoffnung auf ein Leben in Freiheit und Würde.
>
> Möge seine Botschaft, dass alle Menschen gleichwertig sind, auch
> bei uns in Palästina Wirklichkeit werden.
>
> Mit dieser Hoffnung und Zuversicht wünsche ich Euch ein gesegnetes
> Osterfest.
>
> Salam
>
> Faten Mukarker
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
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> P. Rainer Fielenbach OCarm.
> Albrechtsgasse 20
> 94315 Straubing
> Tel. 09421-843713
> Email: rfielenbach@...
> <mailto:rfielenbach@...>
> "MUSA'ADE - Hilfe und Hoffnung für Bethlehem e.V." Email:
> musaade.bethlehem@...
> <mailto:musaade.bethlehem@...>
> Herzliche Einladung zum Besuch unserer Homepage:
> http://www.karmelitenorden.de/straubing/index.html
>
> ----------------------------------------------------------------
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> - Caritas Babyhospital Bethlehem: http://www.khb.ch
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> - Infos aus erster Hand: Heilig. Land aktuell:
> http://www.palaestina-portal.org/
Mit herzlichen Grüßen darf ich hiermit den Osterbrief von Faten Mukarker aus Beit Jala/Palästina an Sie weiterleiten.
P. Rainer
Wer Faten antworten möchte, bitte direkt an Ihre Adresse: faten_mukarker@...
Vom 22. April bis 22 Mai ist Faten Mukarker zu Vorträgen in Deutschland und unter der Mobilnummer 0175-7320938 erreichbar.
Liebe Freunde in der Ferne Palästina, Ostern 2007
Die Mauer - unsere Realität oder wir wollen nicht in einem Ghetto leben.
Ich sehe die Nachrichten, die amerikanische Außenministerin kommt einmal, zweimal,
sogar dreimal in kurzer Zeit - man nennt es Friedensbemühungen.
Olmert trifft sich mit Abbas einmal, zweimal, sogar dreimal in kurzer Zeit - man nennt es Friedensbemühungen.
All diese Politiker sollten lieber die Menschen fragen, die hier leben. Sie würden von ihnen eine klare Antwort bekommen:
Wir wollen endlich Frieden. Wir wollen eine friedliche Zukunft für unsere Kinder.
Die Kraft zum Hoffen schwindet,
denn die Mauer ist unsere einzige Realität.
Sie nimmt uns die Freude am Leben, die Luft zu atmen, denInhalt unserer Träume, die Wünsche unserer Zukunft,den Freiheitsraum unserer Bewegung, sie lähmt unsere Gedanken.
Wir wollen nicht in einem Ghetto leben.
Der Gedanke, dass man uns im einundzwanzigsten Jahrhundert vor den Augen aller Welt eingemauert hat, macht mich wahnsinnig.
Jesus hat durch sein Leben und durch seinen Toddie Mauer des Grabes durchbrochen und den Menschen Hoffnunggebracht.
Hoffnung auf ein Leben in Freiheit und Würde.
Möge seine Botschaft, dass alle Menschen gleichwertig sind, auch bei uns in Palästina Wirklichkeit werden.
Mit dieser Hoffnung und Zuversicht wünsche ich Euch ein gesegnetes Osterfest.
Salam
Faten Mukarker
------------------------------------------------------------------------------------- P. Rainer Fielenbach OCarm. Albrechtsgasse 20 94315 Straubing Tel. 09421-843713 Email: rfielenbach@... "MUSA'ADE - Hilfe und Hoffnung für Bethlehem e.V." Email: musaade.bethlehem@... Herzliche Einladung zum Besuch unserer Homepage: http://www.karmelitenorden.de/straubing/index.html
Liebe LeserInnen dieser Zeilen,
Gush Shalom hat am 30. März folgende Anzeige in Haaretz veröffentlicht:
In Riyadh haben die
versammelten Führer
der arabischen Länder
uns Frieden mit den Palästinensern
und der gesamten arabischen Welt
auf Generationen hinaus
angeboten.
In Homesh haben die
versammelten Siedler
uns Krieg mit den Palästinensern
und der gesamten arabischen Welt
auf Generationen hinaus
angeboten.
(In Homesh, ein 'Außenposten' der 2005 als Teil des "Disengagement plan"
evakuiert wurde, haben etwa 700 Polizei und 300 Soldaten 'illegale'
SiedlerInnen, hauptsächlich Jungendliche, entfernt, die dort zwei Tage
ausgeharrt hatten. Einige mussten weggetragen werden. Einer der älteren
Siedler dankte den Jugendlichen dass sie die kalten Nächte durchgehalten
hatten. "Die gleichen Truppen, die uns vor 6 Monaten evakuiert haben,
werden heute wiederkommen. Es ist eine Show für die Medien, die ist uns
egal. Sollen sie uns ruhig mit Gewalt wegtragen." Einer der
Organisatoren sagte, "unser Ziel ist nicht die Sicherheitskräfte zu
konfrontieren, sondern Homesh neu aufzubauen. Es ist keine kampf. Wenn
sie uns evakuieren kommen wir wieder.)"
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"Sagt nicht, ihr hättet es nicht gewusst"
Der Siedler Ya'akov Talya von der Talyafarm im südlichen Hebron hört nie
auf zu versuchen, seine palästinensischen Nachbaren von ihren Wohnungen
und Land zu vertreiben. 2001 und 2003 haben er und Siedler vom
Außenposten Mitzpe Yair die PalästinenserInnen aus Umm Hamita, Shalalet
Daaef, Umm Likuas und Bir El-Id vertrieben. Manche kamen erst nach
Eingreifen des Gerichts zurück.
Mitte März 2007 und am 3. April, hat Ya'akov Talya verlangt, dass
Soldaten die Hirten von Umm Nazal daran hindern, ihr Land zu erreichen.
Die Soldaten sind der Forderung nachgekommen.
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Dieser Artikel kommt von der Stoppt die Mauer Kampagne:
*Budrus: Unnachegiebiger Widerstand gegen Ghettoisierung*
Budrus hat den ,Land Day' mit einer weiteren machtvollen Demonstration
begangen, die schon lange die Besatzungstruppen hilflos machen im
Angesicht der Entschlossenheit des Volkes.
Etwa 500 Leute aus 6 Dörfern im westlichen Ramallahdistrikt sind
zusammengekommen vor der Moschee in Budrus. Budrus, Qibbya, Middya, Deir
Qaddis, Shibteen und Ni'lin haben nicht nur ein Großteil ihres Landes
durch die israelische Kolonisation verloren sondern werden zudem durch
den Prozess [des Mauerbaus] erstickt, zusammengepfercht in einem Ghetto
und völlig abgeriegelt, außer dem einzigen Eingang, der von den
Besatzungssoldaten kontrolliert wird.
Kurz nach dem Gebet fing die Demonstration an in Richtung auf die
Apartheidmauer zu ziehen. Die Menge skandierte Sprüche gegen die
Besatzung und seine rassistische Politik und schwörte, nie ein Dunum
ihres Landes herzugeben. Als die Menschen sich dem Tor näherten das
Budrus von seinem Land trennt mussten sie die Besatzungssoldaten
konfrontieren, die dort stationiert waren um die rassistische Mauer zu
verteidigen.
Geplant war, am Tor Reden zu halten, die Zusammenstöße fingen aber
sofort an, inder die Besatzungssoldaten Tränengas in die Menge warfen.
Die Jugend der Dörfer fing sofort an, die Serie von hintereinander
geschalteten Toren anzugreifen. Die ersten und zweiten Tore vielen
schnell unter ihren Händen. Sie mussten ihren Weg erkämpfen gegen
Gummigeschösse und dichte Tränengaswolken um auch das dritte Tor, erbaut
um ihr Land zu stehlen, niederzureißen.
Die Menge zerstreute sich und die Jugendlichen griffen den Zaun und den
Natodraht der Apartheidmauer auf eine Länge von 300m an. Es gelang
ihnen, längere Strecken niederreißen.
Die Menge der DemonstrantInnen hat allerdings die Atmosphäre beruhigt
und nun konnten Reden gehalten werden, genau auf der Stelle wo sonst die
Tore den Zugang der DorfbewohnerInnen zu ihrem Land versperren. In einer
Reihe Grußworte wurden die Menschen der Dörfer aufgerufen nicht
aufzugeben trotz der Ghettoisierung, der sie unterworfen sind. Der Tag
hat abermals gezeigt, dass die Mauer am Ende durch den Widerstand der
Menschen zusammenfallen wird.
Eine Kurze Baumpflanzzeremonie konnte noch gerade stattfinden bevor die
Besatzungstruppen versuchten, die Menge zu zerstreuen und die Dörfler
zurück in die Straßen von Budrus trieben. Die Dorfjugend verteidigte
jede Straßenecke und als die Soldaten sich in Richtung Mauer zurückzogen
waren sie nun dran, gejagt zu werden. Die Menschen blieben fest auf der
Stelle stehen, um zu sichern dass die Besatzungstruppen nicht in die
Lage kämen, auch nur anzufangen, die Schäden an der Apartheidmauer zu
schließen und zu reparieren bis nach Eintritt der Dunkelheit.
13 Jugendliche wurden verletzt durch Gummigeschosse, die durch die
Besatzungstruppen in die Menge gefeuert wurden. Ein Jugendlicher aus
Deir Qaddis musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Am Ende des Tages wurden Treffen veranstaltet um zu besprechen, wie der
Kampf gegen das Schicksal, das von der Besatzung auferlegt wird,
weitergeführt werden soll. Der Erfolg dieses Protesttages hat den
Menschen der Region neue Kraft und Entschlossenheit verliehen und der
Besatzungsmacht deutlich gemacht, dass jeder Meter des Landes das sie
enteignen will materielle und moralische Kosten verursachen wird, nicht
nur am Ort selbst sondern auch in der Arena der internationalen Meinung.
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Auch in Beit Furik bei Nablus wurde bei einer großen Demo am Land Day
(an diesem Tag, den 5. April, haben vor 31 Jahren israelisches Militär 6
Palästinenser getötet, die in Galiläa gewaltfrei gegen die Enteignung
ihres Landes demonstrierten) der Checkpoint von den DemonstrantInnen
besetzt.
Nablus ist seit 2002 zu Fuß nur durch 6 Checkpoints zu erreichen. Es zu
verlassen ist oft noch schwieriger. Männer zwischen 16 und 45 (variiert
von Tag zu Tag) können ihre Stadt nur verlassen mit einem besonderen
israelischen Passierschein, den sie nur außerhalb von Nablus erhalten
können. Die Stadt wird oft während jüdischer Feiertage völlig
abgeriegelt. Hunderte von jungen Palästinensern wurden am Land Day daran
gehindert, durch den Huwarra Checkpoint Nablus zu verlassen.
Weitere Demos gab es in Umm Salamuna (Bethlehem), Tulkarem, Qaffin,
Bil'in (natürlich) und mehreren anderen Orten. In Bil'in wurden
Wasserwerfer eingesetzt, die eine Flüssigkeit versprühen, die sich auf
der Haut anfühlt als würde diese abgezogen. In Rafat hat eine Gruppe
Männer gebetet während eine zweite Gruppe ein Tor in der Mauer
aufgebrochen wurde und ein Teil des Elektro- und Natodrahtzaunes
abgerissen wurden. Einige junge Männer wurden festgenommen, später aber
freigelassen. Rafat liegt neben der Siedlung Ariel, die größte in der
Westbank. Die Mauer um Ariel ist 114 km lang und raubt 120 000 Dunum
Agrarland, das über einem Aquifer gelegen ist und das etwa 30% des
Olivenöls der Westbank produziert. Die Apartheidmauer entfernt sich hier
am weitesten von der Grünen Linie und drängt sich 22km tief in die Westbank.
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Drei Palästinenser in Hebron, darunter ein 14-jähriger Junge, wurden
körperlich und mit Steinen von einigen Siedlern angegriffen. Ein
Streifenwagen nahm die drei, nachdem sich etwa 40 weitere Siedlern am
Angriff beteiligten, auf die Polizeiwache und sagten sie könnten dort
Klagen gegen die Siedler erheben.
Tatsächlich wurden sie dort angeklagt, die Siedler angegriffen zu haben.
Einem wurde gesagt, er könne erst die Polizeistation verlassen wenn er
2000 NIS Buße gezahlt hätte. Er sagte, er habe kein Geld und hätte kein
Unrecht begangen. "Die Siedler müssten ins Gefängnis, nicht ich." Der
Vater des 14-jährigen wurden angerufen. Ihm wurde gesagt, der Junge
könne erst gehen, wenn er 2000 NIS bezahlt hätte. Der Vater sagte, er
würde diese flagrante Verletzung des Rechts den Medien bekannt geben.
Der Polizist hat dann seinen Kommandeur konsultiert und die Männer
freigelassen. Ihn wurde gesagt, sie sollen keine "trouble" mehr mit den
Siedlern veranlassen.
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Der Frauenclub von Hebron hat vom Checkpoint bei Tel Rumeida einen
Protestzug durchgeführt. Mit mehreren MenschenrechtsarbeiterInnen zogen
sie zu den drei Checkpoints, die die Altstadt von Hebron vom
Patriarchengrab trennt. (Diese wurden aufgestellt, nachdem Baruch
Goldstein in der Moschee 29 Männer beim Gebet erschoss.) Drei
Palästinenser am Straßenrand wurden festgehalten und mussten mit dem
Gesicht an eine Hausmauer gedrückt stehen bleiben. Die Frauen verließen
erst die Moschee als die Männer wieder freigelassen wurden.
Anschließend besuchten die Frauen und Internationalen die "Association
of Women's Action for Training and Rehabilitation". Diese Organisation
unterstützt mit der Hilfe der "Temporary International Presence in
Hebron, TIPH) Frauen durch Politisierung, Handarbeitskurse und den
Verkauf ihrer Produkte. Kinder werden von den Frauen über ihre Rechte
aufgeklärt und wie man auf die Soldaten reagiert. Die Organisation hat
auch 6 Kindergärten organisiert.
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Palästinensische Lehrerinnen, die täglich durch den Tel Rumeida
Checkpoint müssen und den Soldaten bekannt sind, dürfen normalerweise
einen Seitendurchgang benutzen, damit sie nicht mehrmals täglich von den
Metalldetektoren durchleuchtet werden. Oft weigern sich die Soldaten
aber, sie durchzulassen. Vor kurzem mussten MenschenrechtsaktivistInnen
dreimal beim der Distriktkommandantur anrufen. Sie erhielten immer die
Antwort "wir kümmern uns drum", es passierte aber nichts. Beim dritten
mal hat eine der Personen in der Kommandatur so gelacht, dass sie das
Telefon weiterreichen musste, die sofort eingehängt hat als sie nach
ihrem Namen gefragt wurde. Nach einer Stunde wurde das Tor geöffnet.
Nachmittags wurden die LehrerInnen allerdings abermals 45 Minuten
festgehalten.
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Vorigen Sonntag ist es zwei AktivistInnen in Hebron gelungen, ihren "Tel
Rumeida Circus for Detained Palestinians" aufzuführen, nachdem der erste
Versuch durch Regen verhindert worden. Die zwei jungen Frauen, die
einige Circusnummern (Jonglieren, Feuerspucken und dergleichen)
beherrschten, hatten angefangen, bei Festnahmen an Checkpoints zu
erscheinen und zur Deeskalierung ihre Nummern aufzuführen. Die Gruppe
wuchs und fing an Kinder zu trainieren, um ihnen eine Abwechslung vom
deprimierenden Alltag zu bieten. Nach ihrer halbstündigen Show kam ein
Panzer um die Ecke gerast, aber sie hatten ihr Feuer bereits gelöscht.
Sie wollen jeden Freitag wieder am Checkpoint zusammenkommen.
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Am Qalandia Checkpoint zwischen Jerusalem und Ramallah hat ein
palästinensischer Fotograf eine Ausstellung mit etwa 60 Fotos aufhängen
können. Der Fotograf, Khaled Jarrer, will der Welt den Schmerz und die
Notlage der Palästinensern mitteilen. Die Ausstellung, die drei Stunden
hängen blieb, soll bei weiteren Checkpoints gezeigt werden.
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Die CVJM von Ostjerusalem hat ein Fahrradrennen von Jerusalem nach
Jericho veranstaltet, eine Strecke von 30km, als Zeichen gegen
Apartheid, für Frieden und Verständigung. Es waren mehrere hundert
Palästinenser und etwa 30 internationale erschienen. Kurz nachdem die
ersten Radler die - absichtlich nicht reparierte, von Löchern übersäte -
Straße am Qalandia Checkpoint verlassen hatten und anfingen, die Fahrt
richtig zu genießen, wurden sie von der Armee gestoppt, der ganze
palästinensischen Verkehr gleich dazu. Die Fahrräder seien eine zu große
Bedrohung für die Armee!
Und leider haben in Israel überall die das Sagen, für den Frieden
überhaupt eine Bedrohung darstellt.
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Noch eine kurze, traurige Nachricht zum Schluss: am 1. März ist die
19-jährige Olfat gestorben weil das Krankenhaus, indem sie regelmäßig
zur Dialyse musste, wegen der Blockade durch Israel (und vermutlich auch
des internationalen Embargos) nicht mehr über genug Dextroseflüssigkeit
verfügt. Die vorhanden Flüssigkeit wurde verdünnt und die junge Frau ist
- nach 10 Jahre erfolgreicher Dialyse - innerhalb zwei Wochen gestorben,
weil ihr Körper die verdünnte Lösung nicht bearbeiten konnte.
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Dennoch euch allen ein hoffnungstärkendes Osterfest. Ohne Hoffnung kann
kein Mensch leben.
Anka