Hallo,
vielleicht ist schon eine halbe Mail angekommen, vielleich habe ich
die auch nur gelöscht. Wie auch immer, ich habe da
ein "Haubenproblem" und hoffe auf eure Hilfe.
Der Krusler scheint eine der meistgetragenen (weiblichen)
Kopfbedeckungen im 14. Jh zu sein. Leider habe ich bisher auf keiner
Veranstaltung einen solchen "am lebenden Objekt" zu sehen bekommen.
Daraus kann man zwei Schlüsse ziehen.
Schluss 1:Die Damenwelt des Reenactment findet diese Schleiermode
genauso schmückend wie ich, nämlich gar nicht.
Schluss 2: Keiner weiß genau wie die Dinger gemacht werden.
Da der persönliche Geschmack nicht immer ausschlaggebend sein darf
für eine korrekte Darstellung, habe ich mich endlich dazu
durchgerungen mir so ein Teil zu zulegen.
Handelt es sich um ein Tuch an des der gekräuselte Rand angewebt oder
angenäht ist?
Sind es mehrere (dann wohl) genähte Kräuselbänder die bei den
mehrreihigen Kruslern hintereinander angebracht wurden oder mehrere
Schleier die übereinander liegen?
Gab es vielleicht beide Varianten?
Das Chorgestühl im Basler Dom ist mit geschnitzen Köpfen, als
Abschluss der Armlehnen versehen. An einem dieser geschnitzen Köpfe
kann man eine Kerbe erkennen wo die Naht sein müsste (falls es die
genähte Variante gibt).
Andererseits ist mir letztens eine Abbildung in die Hände gefallen,
auf der eine Frau gerade Schleiertücher bleicht. An diesen waren aber
keine sichtbaren Nähte. (Ich bin gerade im Büro, und kann gerade
nicht nachschauen in welcher Publikation dieses Bild war. Ich glaube
im Kühnel, bin mir aber nicht sicher.)
Ausserdem hatte mir mal jemand erzählt, das die Kruslertücher (immer)
gewebt waren. (Super Quelle, ich weiß)
Ich bitte jetzt also um rege Beteiligung und noch viel mehr Belege!
In freudiger Erwartung eurer Antworten,
Kyra